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News des 5. Januar 2026

In der Nacht von Montag auf Dienstag wird die CES 2026 starten, neben der Computex einer der beiden bedeutendsten IT-Messen und gern von den großen Herstellern zur Ankündigung und Vorstellung der wichtigsten Produkte für das neue Jahr benutzt. Auch dieses Jahr steht diesbezüglich bei AMD und Intel einiges auf dem Programm, während nVidia diesbezüglich mangels des (verschobenen) RTX50-Refreshs etwas abfällt. AMD und Intel werden hingegen neue Serien an Mobile-Prozessoren offenlegen, bei AMD ergänzt aller Wahrscheinlichkeit durch neue X3D-Modelle, bei Intel ergänzt durch den Arrow Lake Refresh (jeweils für den Desktop). Hinzukommen könnten jeweils noch AMDs Ryzen 9000G sowie Intels Arc B700 Serie, davon wird man sich überraschen lassen müssen. Auch sind Teaser zu AMDs Zen 6 sowie Intels Nova Lake denkbar, beide Projekte stehen aber erst viel später im Jahr an. Vor allem aber werden von AMD und Intel Klarheiten zur Terminlage der direkt anstehenden Hardware-Projekte erwartet. Speziell alles, was den Desktop-Bereich betrifft, dürfte dabei auf der CES nur vorgestellt werden für Launchtermine erst später im ersten Quartal – einfach weil die CES ein schlechter Launchtermin für Hardware ist, wo man die Launchreviews der Hardwaretester benötigt. Wie diese Terminlagen genau ausfallen, dürfte wohl der wichtigste Punkt der CES-Präsentationen werden.

    CES 2026 Termine  (deutsche Zeiten)

  • nVidia "Live at CES": 5. Januar 2026, 22:00 Uhr (YouTube)
  •           erwartete Themen: anzunehmenderweise primär AI
  • Intel "Launch Event": 6. Januar 2026, 00:00 Uhr (YouTube)
  •           erwartete Themen: Panther Lake, Arrow Lake Refresh, möglicherweise Arc B700 Serie, möglicherweise Vorschau Nova Lake
  • AMD "CES Opening Keynote": 6. Januar 2026, 03:30 Uhr (YouTube)
  •           erwartete Themen: Gorgon Point, neue X3D-Modelle, möglicherweise Ryzen 9000G, möglicherweise Vorschau Zen 6

Wie nVidia per X/Twitter bekanntgegeben hat, wird man keine neuen nVidia-Grafikarten zur CES 2026 vorstellen. Nominell bezieht sich diese Aussage zwar nur auf das "GeForce On Community-Update", da selbiges allerdings im Rahmen der CES angesetzt ist, wäre es natürlich Quatsch, zur CES vorgestellte oder angekündigte neue Grafikkarten dort nicht zu erwähnen. Jenes "GeForce On Community-Update" soll auf Twitch am 6. Januar um 6 Uhr morgens starten, somit acht Stunden nach nVidias CES-Show, welche sich allerdings wohl eher ganz um AI-Themen drehen dürfte. Generell war sowieso nicht zu erwarten, dass nVidia irgendetwas neues vorstellt, dafür gab es zuletzt keinerlei der ansonsten üblichen Indizien. Der eigentlich mal für den Jahreswechsel angesetzte GeForce RTX 50 "SUPER"-Refresh bleibt somit auf das dritte Quartal verschoben. Zu jenem wäre allerdings zu sagen, dass wenn da nicht ein mittleres Wunder passiert, die Chance auf eine komplette Streichung viel höher ausfällt als die Chance auf einen Release zu diesem Zeitpunkt. Denn alle die Gründe für die Verschiebung werden vermutlich auch noch im dritten Quartal präsent sein, womit nVidia mit höherer Wahrscheinlichkeit das Jahr 2026 ganz ohne neue Grafikkarten-Launches bestreiten dürfte.

Watch the GeForce On community update today January 5 at 9PM PT to hear about the latest features, games, apps, and partner products for gamers and creators.
Quick note: No new GPUs will be announced.

Quelle:  nVidia @ X am 5. Januar 2026

Laut Twitterer Hongxing2020 soll die eigentlich im Auslauf-Status befindliche GeForce RTX 3060 im ersten Quartal ihr Comeback hinlegen, ergo von nVidia neue Chiplieferungen an die Grafikkarten-Hersteller verteilt werden. Dies erstaunt etwas angesichts des Punkts, dass dafür nun auch GDDR-Speicher vonnöten ist, welcher angeblich so knapp sein soll, dass nVidia die bisherigen Grafikchip-Lieferungen im Jahr 2026 freiwillig kürzen wird bzw. diverse RTX50-Grafikkarten bei den Distributoren schon schwer zu bekommen sind. Dass dies beim GDDR6-Speicher der GeForce RTX 3060 nun deutlich anders sein soll, ist eigentlich nicht zu erwarten, denn auch zu AMD-Grafikkarten wird von kommenden Preissteigerungen wegen höhererer GDDR-Preise berichtet. Ehrlicherweise ist dies eine weitere Meldung, wo die dahinterliegende Logik noch ausstehend ist bzw. später ergründet werden muß. Regulär würde man angesichts der Problematik bei den GDDR-Preisen und vor allem deren (ausreichender) Beschaffung derzeit von allen Grafikkarten-Launches oder auch Neustarts absehen. Insofern die GeForce RTX 3060 somit trotz in Deutschland klar zurückgehender Verfügbarkeit samt steigender Preislagen tatsächlich noch in den Markt zurückfinden sollte, ergäbe sich somit einiger Erklärungsbedarf.

01.05update
rtx3060  Q1 come back…

Quelle:  Hongxing2020 @ X am 5. Januar 2026

Die PC Games Hardware hat einen Artikel aufgelegt, welche sich mit den Shader-Kompilierungszeiten verschiedener Grafikkarten beschäftigt – und dabei erstaunlich unterschiedliche Resultate ermittelt. Hierbei gibt es keine echten Unterschiede bei verschieden leistungsstarken Grafikkarten, da die eigentliche Arbeit der Shader-Kompilierung vom PC-Prozessor erledigt wird. Allerdings gibt es teils erhebliche Unterschiede je nach Grafikkarten-Hersteller, was dann auf den unterschiedlichen Treiber zurückzuführen ist, welcher diese Arbeit an den PC-Prozessor weiterleitet. Dabei positioniert sich AMD vor Intel, mit gut 14-15 zu 17-18 Minuten im Shaderkompilierungs-Worstcase-Benchmark "Monster Hunter Wilds" ist der Unterschied allerdings nicht ganz besonders groß. Deutlicher wird es bei nVidia, denn dort benötigt derselbe Akt nur 7-8 Minuten, glatt die Hälfte gegenüber AMD und weniger als die Hälfte gegenüber Intel. Nun ist dies nicht die bedeutsamste Eigenschaft heutiger Grafikkarten, aber dafür allerdings ein Fall, wo die Unterschiede zwischen den Grafikchip-Entwicklern unüblich hoch ausfallen.

Weitere Benchmarks zu AMDs Ryzen 5 7500X3D kommen von Hardware Unboxed @ YouTube, welche das bereits von ComputerBase und PC Games Hardware gezeichnete Performance-Bild noch ergänzen, ohne dass sich damit allerdings Überraschungen ergeben würden. Eher relevant ist, dass nunmehr gut zwei Monate nach Launch der neue X3D-Prozessor der Zen-4-Generation endlich mit einen gewissen Preisvorteil gegenüber dem schneller taktenden Ryzen 5 7600X3D angeboten wird. Dies sah zum Launch noch anders aus und normalerweise benötigt AMD in einem solchen Fall eine gewisse Zeit, um dies wieder einzurenken – dies hat hier allerdings recht fix funktioniert. Im Widerspruch zu den seinerzeitigen Launchreviews verliert der Ryzen 5 7500X3D damit seinen größten Kritikpunkt, auch wenn der Preisvorteil gegenüber dem Ryzen 5 7600X3D nun nicht weltbewegend ausfällt.

Spiele-Benchmarks (im CPU-Limit) ComputerBase PC Games Hardware Hardware Unboxed
Ryzen 5 9600X 87% 91% 89%
Core Ultra 5 245K 92% 97% -
Ryzen 7 7800X3D 114% 110% 111%
Ryzen 5 7600X3D 105% 103% -
Ryzen 5 7500X3D 100% 100% 100%
Quellen: ComputerBase, PC Games Hardware und Hardware Unboxed @ YouTube
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