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News des 7. Januar 2026

Leaker 'Kopite7kimi' hat sich (endlich) mal wieder gemeldet mit erklärenden Worten zur nächsten Gaming-Generation von nVidia – welche augenscheinlich auch wieder unter der "Rubin"-Architektur eingeordnet wird, unabhängig von den inzwischen starken und auch weiter zunehmenden Unterschieden zwischen HPC/AI- und Consumer/Gaming-Chips bei nVidia. Dabei macht der Leaker erst einmal klar, dass es sich bei "Rubin CPX" keineswegs um eine Gaming-Lösung handelt, auch wenn man dies von den Hardware-Daten her annehmen konnte. Interessanterweise fielen hierbei auch mehrere Codenamen ab, die bislang noch nie genannt wurden: "GR100" ist der vollständige Rubin-Chip, welcher allerdings (wie bei HPC/AI-Blackwell) aus zwei einzelnen Dies besteht, ihrerseits "GR102" genannt. Rubin CPX trägt hingegen den Codenamen "GR212", was nahe des Gaming-Segments liegt, aber auch nicht wirklich drin ist, denn die eigentlichen Gaming-Chips von "Rubin" sollen letztlich Codenamen im Bereich von "GR20x" tragen. Dies könnte somit auf GR202, GR203, GR204, GR205, GR206 und GR207 hinauslaufen – oder auch nur einen Teil hiervon, über die genauen Chip-Pläne bei "Gaming-Rubin" ist noch nichts bekannt.

Some quick assumptions about @Nvidia 's new Rubin CPX ....................
Quelle:  High Yield @ X am 10. September 2025
 
It's NOT a giant for gaming. It is GR212. As you see, GR100 is based on two GR102, looks the same as GB100.
Quelle:  Kopite7kimi @ X am 7. Januar 2026
 
GR20x is for gaming.
Quelle:  Kopite7kimi @ X am 7. Januar 2026
 
2027H2
Quelle:  Kopite7kimi @ X am 7. Januar 2026

Denn selbige ordnet der Leaker für das zweite Halbjahr 2027 ein, was denkbarerweise einen Release ab dem Spätherbst 2027 ermöglicht. Die entsprechenden Tape-Outs jener Gaming-Chips dürften somit auch erst Anfang 2027 anstehen, vielleicht mit einem einzelnen Chip bereits Ende 2026, dies läßt sich derzeit noch nicht genauer abschätzen. In jedem Fall ist somit die Designphase zu Gaming-Rubin derzeit noch nicht beendet, noch einiges an Änderungen und sogar Neuausrichtungen möglich – gerade bezüglich der jeweils angesetzten Anzahl an Hardware-Einheiten, jene läßt sich sogar noch recht spät anpassen. Wie die Chips von Gaming-Rubin aussehen, wird somit erst ein Thema des Jahresanfangs 2027 werden. Im übrigen läßt der späte Termin jener sich wahrscheinlich "GeForce RTX 60" nennenden Serie an neuen Gaming-Grafikkarten weiterhin die Chance zu, dass der GeForce RTX 50 "SUPER"-Refresh noch im dritten Quartal 2026 erscheint, selbst bis Jahresende 2026 wäre möglich. Nur dann muß jene Refresh-Serie dann auch wirklich herauskommen – denn schafft es jene nicht mehr ins Jahr 2026, dürfte der RTX50-Refresh wegen der terminlichen Nähe zur RTX60-Serie wohl eher komplett gestrichen werden.

nVidia Rubin Typ Segment Hardware Produkte Release
GR102 Single-Die HPC/AI ? möglicherweise keine eigenständigen Produkte -
GR100 Dual-Die (2x GR102) HPC/AI ? Rubin-basierte HPC/AI-Beschleuniger (R100?) H2/2026
GR212 monolithisch Inference 16 GPC, 192 SM, 256 ROPs, 512-bit GDDR7 "Rubin CPX" Inference-Beschleuniger Ende 2026
GR20x ? Gaming/Consumer ? wahrscheinlich GeForce RTX 60 Serie H2/2027
Hinweis: Angaben zu noch nicht offiziell vorgestellter Hardware basieren auf Gerüchten & Annahmen

Wie Tom's Hardware im CES-Gespräch mit AMD erfahren haben, denkt man dort tatsächlich über neue AM4-Aktivitäten seitens AMD nach. Dies wird dann weniger mit neuen Produkten passieren, sondern schlicht mittels der Marktrückkehr von bereits eingestellten Produkten. Da der AMD-Mitarbeiter hierbei explizit über den Bedarf von Gamern (auf der AM4-Plattform) sprach, ergibt dies zusammengenommen sogar einen recht deutlichen Hinweis auf die entsprechenden X3D-Modelle, sprich Ryzen 7 5700X3D und 5800X3D. Sicher ist diesbezüglich natürlich noch nichts, AMD prüft die Sache derzeit schlicht intern. Aber wenn es hierfür eine Möglichkeit gibt, sollte AMD diesen Weg sicherlich bestreiten, denn der Verkauf von AM5-Prozessoren zwingt deren Käufer in aller Regel zum kompletten Systemumstieg und damit zum Erwerb (überteuerter) DDR5-Speicher. Der Verkauf von AM4-Prozessoren erfolgt hingegen oftmals an bestehende AM4-Nutzer, welche somit auch ihren bestehenden DDR4-Speicher nutzen und somit um den Speicher-Erwerb herumkommen können (da auch die DDR4-Preise klar angezogen haben und dies noch weiter tun).

[AMD is] certainly looking at everything that [it] can do to bring more supply and kind of reintroduce products back into the [AM4] ecosystem to satisfy the demands of gamers that maybe want that significant upgrade in their AM4 platform without having to rebuild their entire system.
[This is] definitely something [AMD is] very actively working on.

Quelle:  AMDs David McAfee in einer CES-Gesprächsrunde mit Tom's Hardware, veröffentlicht am 6. Januar 2026

Stichwort anziehende Speicherpreise: Die Twitterer Dan Nystedt und Jukan vermelden hierzu neue Aussagen bzw. Prognosen seitens TrendForce und Counterpoint, welche in der Summe einen weiteren hohen Preisanstieg für DRAM & NAND im ersten Quartal 2026 prophezeien. Die Höhe des Preisanstiegs soll dabei auf der Höhe des vierten Quartals 2025 liegen, welches wie bekannt einen massiven Anstieg der Einzelhandelspreise für Speicherbasierte-Produkte mit sich gebracht hat. Nach dem ersten Quartal soll sich die Preiserhöhung dann relativ abschwächen – was nicht als sinkende Preise mißzuverstehen ist, es sinkt allein die Höhe der Preissteigerung. Dies weisst dann wenigstens darauf hin, dass ab der Jahresmitte 2026 eine Chance darauf besteht, den preislichen Peak zu erreichen – und nachfolgend somit eventuell der Gegentrend von wieder sinkenden Preisen starten könnte. Letzteres ist natürlich eine reichlich optimistische Annahme, denn nominell soll für ganz 2026 die insgesamte Bedarfsausweitung weiterhin höher als die Fertigungssteigerung ausfallen, gibt es somit keinen augenscheinlichen technischen Grund für sinkende Speicherpreise.

TrendForce: Mainstream DRAM contract prices in the 1st quarter are forecast to rise 55%-60% over the 4th quarter.
-Q1 NAND Flash prices are seen rising 33%-38%
-Q1 Server DRAM prices are seen up over 60% as big cloud firms scramble for long term supply agreements.
-Supply of eSSDs for servers becoming tight, driving up prices. (enterprise Solid State Drives for data storage. SSDs use NAND Flash)
-Q1 Prices of SSDs for consumer goods are seen up over 40%
-Smartphone makers are in the weak season, but are still scrambling for DRAM (LPDDR4X and LPDDR5X), which expected to remain under supplied.
-DDR5 DRAM capacity remains constrained, leading to continued price increases.
Quelle:  Dan Nystedt @ X am 6. Januar 2026, in Bezug auf einen Report seitens TrendForce
 
The memory market has entered a “Hyper-Bull” phase that surpasses the historic peak of 2018. Driven by relentless demand for AI and server capacity, suppliers’ pricing power has reached an all-time high. According to Counterpoint Research’s recently released, memory prices are forecast to surge 40–50% in Q4 2025, with an additional 40–50% increase in Q1 2026 and roughly 20% further rise in Q2 2026.
The 64GB RDIMM price, which stood at $255 in Q3 2025, jumped to $450 in Q4 2025 and is expected to hit $700 by March 2026. It would not be surprising to see prices reach $1,000 this year. This equates to approximately $1.95 per Gb—nearly double the 2018 peak of $1.00 per Gb.
Quelle:  Jukan @ X am 7. Januar 2026, in Übersetzung eines Reports von Counterpoint Korea

Erste Berichte zur Bildqualität und Performance von DLSS 4.5 kommen seitens der Twitterer Harukaze5719 und Peter, von WCCF Tech sowie letztlich YouTuber Daniel Owen. Dabei wird der Bildqualitäts-Eindruck von DLSS 4.5 gelobt, es gab da in der Tat beachtbare Verbesserungen gegenüber DLSS4 speziell bei der Bildschärfe und auch der Reduzierung von Ghosting und Partikeleffekte-Bildfehlern. Allerdings kostet die Sache speziell auf älteren sowie VRAM-schwachen RTX-Grafikkarten auch zu viel an Performance bzw. ist wegen VRAM-Limitierungen teilweise auch gar nicht sinnvoll nutzbar. DLSS 4.5 kann somit als klarer Gewinn für RTX40- und RTX50-Beschleuniger angesehen werden, für RTX20- und RTX30-Modelle bringt es hingegen in der Praxis zumeist nicht mehr viel (was auch vom konkreten Grafikkarten-Modell abhängt). Noch ein wenig offen ist die Quantifizierung des Bildqualitätsgewinns gegenüber AMD – so dass man ermessen kann, wieviel AMD nunmehr wiederum aufzuholen hat. Bisher wurde DLSS4 bereits als (etwas) besser als FSR4 eingeordnet, wieviel genau DLSS 4.5 da oben drauf legt und was somit die passenden Wortwahl für jene Differenz ist, muß noch ausdiskutiert werden.