
Abseits der GeForce RTX 5090, welche nunmehr mit der Marke von 4000 Euro liebäugelt, sind die Grafikkarten-Preise im deutschen Einzelhandel gemäß des jüngsten Marktüberblicks zumeist eher gesunken, zeigt sich inzwischen eine stetige Rückentwicklung der Preislagen zurück nahe der Ausgangslage vor der Speicherkrise. Anders formuliert konnten sich die Preisübertreibungen im Zuge der Speicherkrise im Grafikkarten-Markt nicht halten, gehen offenbar die Verkäufe so stark zurück, dass Händler & Hersteller in echte Absatznot geraten. Aktuell ging es von April zu Mai wieder um gemittelt –2 Prozentpunkte zurück, was monatlich nicht viel ist, aber vor allem gegenüber dem Höchststand der Preise (zumeist Februar) einen Unterschied macht. Gegenüber diesem Höchststand sind die deutschen Grafikkarten-Preise (für Produkte aktueller Generationen) derzeit im Schnitt bereits um 10 Prozentpunkte gefallen, grob gesehen wurde somit die Hälfte der maximalen Preisübertreibung bereits wieder abgetragen. Zugleich kann man auch sagen, dass ein Markt mit aktuell +12% überhöhten Preisen nun nicht gerade eine total überzogene Preislage hat – denn +12% mehr kann immer mal passieren, beispielsweise im Fall von Währungskapriolen oder akuten Lieferschwierigkeiten.
| Grafikkarten | Sept. | Dez. | Jan. | Feb. | März | Apr. | Mai. | max. Steig. | akt. Steig. | Diff. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Radeon RX 9060 XT 8GB | 279€ | 269€ | 311€ | 321€ | 335€ | 309€ | 298€ | +20% | +7% | –13PP |
| Radeon RX 9060 XT 16GB | 329€ | 349€ | 389€ | 438€ | 399€ | 389€ | 389€ | +33% | +18% | –15PP |
| Radeon RX 9070 16GB | 549€ | 529€ | 599€ | 613€ | 594€ | 566€ | 539€ | +12% | –2% | –14PP |
| Radeon RX 9070 XT 16GB | 639€ | 593€ | 671€ | 688€ | 655€ | 649€ | 636€ | +8% | ±0 | –8PP |
| Arc B570 10GB | 185€ | 217€ | 222€ | 217€ | 215€ | 223€ | 220€ | +21% | +19% | –2PP |
| Arc B580 12GB | 239€ | 239€ | 279€ | 278€ | 250€ | 259€ | 243€ | +17% | +2% | –15PP |
| GeForce RTX 5050 8GB | 232€ | 233€ | 250€ | 269€ | 257€ | 257€ | 261€ | +16% | +13% | –3PP |
| GeForce RTX 5060 8GB | 288€ | 277€ | 299€ | 324€ | 309€ | 299€ | 289€ | +13% | ±0 | –13PP |
| GeForce RTX 5060 Ti 8GB | 341€ | 348€ | 369€ | 394€ | 369€ | 319€ | 318€ | +16% | –7% | –23PP |
| GeForce RTX 5060 Ti 16GB | 416€ | 411€ | 483€ | 547€ | 540€ | 529€ | 529€ | +31% | +27% | –4PP |
| GeForce RTX 5070 12GB | 529€ | 526€ | 574€ | 619€ | 589€ | 579€ | 559€ | +17% | +6% | –11PP |
| GeForce RTX 5070 Ti 16GB | 766€ | 749€ | 849€ | 959€ | 929€ | 908€ | 889€ | +25% | +16% | –9PP |
| GeForce RTX 5080 16GB | 1027€ | 1009€ | 1238€ | 1259€ | 1219€ | 1189€ | 1169€ | +23% | +14% | –9PP |
| GeForce RTX 5090 32GB | 2319€ | 2689€ | 3079€ | 3280€ | 3365€ | 3539€ | 3499€ | +53% | +51% | –2PP |
| Preisindex (Ø 14 Produkte) | 100% | 101% | 114% | 120% | 116% | 114% | 112% | –10PP | ||
| Preisindex ohne 5090 (Ø 13 Prod.) | 100% | 100% | 112% | 119% | 114% | 111% | 109% | –11PP | ||
| jeweils günstigstes lieferbares Angebot im deutschen Einzelhandel gemäß Geizhals, Preisdatum jeweils Wochenende zur Monatsmitte (Mai-Preistand bereits 10. Mai) | ||||||||||
Rein von den Grafikkarten-Preisen her gibt es somit keine Gründe mehr, wegen vorgeblich stark überhöhter Preise nicht zu kaufen. Jene stark überhöhten Preise ergeben sich nach wie vor bei einzelnen Modellen, für welche aber in der Regel Alternativ-Angebote existieren. Die allgemeine Kaufzurückhaltung basiert aber primär auf dem Stand des insgesamten PC-Markts, wo die Speicherpreise beim 4fachen rangieren und die SSD-Preise beim Doppelten, was viele Aktivitäten bezüglich Neukauf und Aufrüstung generell zum Erliegen gebracht hat – und damit dann auch alle anderen PC-Komponenten negativ tangiert. Leider bringt dem Grafikkarten-Markt diese erfreuliche Rückentwicklung der Preislagen aus Absatzsicht wahrscheinlich wenig, die Käufer werden vermutlich trotzdem nicht zurückkehren. Dieser Markt rutscht somit in eine doppelte Rezension: Deutlich weniger Absatz und nun auch noch Preisdruck wegen voller Läger, trotz dass die Einkaufspreise natürlich inzwischen höher liegen. Dass die Speicherkrise reale Auswirkungen hat, kann man an den Preisen der besonders VRAM-starken Modelle sehen: Beispielsweise die GeForce RTX 5060 Ti hatte im September 2025 einen Preisunterschied zwischen 8- und 16-GB-Modell von nur 75 Euro – aktuell sind es satte 211 Euro.
WCCF Tech vermelden Anzeichen für eine Wafer-Umschichtung bei TSMCs 4/5nm-Fertigung – weg von MediaTek & Qualcomm hin zu AMD. Erstere haben dabei derzeit mit einem wirklich schwachen Bedarf an Smartphone-SoCs zu kämpfen und werden somit wohl Waferzuteilungen an TSMC zurückgeben. Doch in Zeiten des KI-Booms, welcher nunmehr auch gewöhnliche x86-Prozessoren zu erfassen scheint, gibt es dafür dankbare Abnehmer – hierbei augenscheinlich in Form von AMD. Jene können unter 4/5nm zwar nicht mehr von den NextGen-Prozessoren der Zen-6-Generation herstellen, aber deren Marktbedeutung wird sich sowieso erst langsam entwickeln und man wird genauso noch längere Zeit jede Menge an "älteren" Prozessoren aus der Zen-5-Generation verkaufen – welche unter dem 4nm-Node (für die CCDs) hergestellt werden. Auch andere Produkte kann AMD unter dieser gutklassigen wie (halbwegs) bezahlbaren 4/5nm-Fertigung herstellen lassen, so Grafikkarten und KI-Beschleuniger. Wie WCCF Tech es so schön sagen, ist hier das Pech des einen das Glück des anderen – und bringt damit AMD weiter voran bei der Prozessoren-Marktverteilung, welches derzeit vor allem davon abhängt, wer wieviel tatsächlich liefern kann.
Auf Steam finden sich die nochmals aktualisierten Systemanforderungen für "007: First Light", welche die bereits im Januar veröffentlichen Systemanforderungen nunmehr noch um drei weitere Hardware-Kategorien erweitern. Änderungen an den bisherigen zwei Hardware-Kategorien gibt es hingegen keine, einzig wird nunmehr auch das benutzte Bildqualitäts-Preset zu diesen genannt. Die drei weiteren Hardware-Kategorien gelten dann für das Spiel unter WQHD & 4K und ziehen die Hardware-Anforderungen zumindest auf Grafikkarten-Seite maßgeblich nach oben. Interessanterweise steigen die CPU-Anforderungen hingegen kaum noch – durchaus der Realität entsprechend, dass höhere Grafikqualitäten kaum mehr CPU-Leistung erfordern (was viele Spielepublisher bei ihren Systemanforderungen grob mißachten). Wie gesagt gehen die Grafikkarten-Anforderungen schnell sehr weit hoch, nicht nur die Stärke der Grafikkarte, sondern auch deren VRAM-Ausstattung betreffen. Für WQHD auf "High" sind eben schon 12 GB VRAM abgefragt – einmal mehr darauf hinweisend, dass die Zeiten von 8-GB-Grafikkarten jetzt schon zu Ende gehen. Eher ungewöhnlich ist dann die "Ultra"-Kategorie, welche für die 4K-Auflösung auf "Ultra"-Bildqualität mit aber einer Ziel-Framerate von 200 fps gedacht ist: Dies schafft dann nur noch eine GeForce RTX 5080 mittels DLSS 4.5 (und womöglich Framegenerierung?) – während in den anderen Hardware-Kategorie auf Upscaler-Einsatz verzichtet wurde.
| offizielle PC-Systemanforderungen für "007: First Light" (zweite Aktualisierung) | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Minimum | Empfehlung | "Enthusiast WQHD" | "Enthusiast 4K" | "Ultra" | |
| gedacht für | FullHD "Low" @ 30 fps | FullHD "Medium" @ 60 fps | WQHD "High" @ 60 fps | 4K "High" @ 60 fps | 4K "Ultra" mit DLSS 4.5 @ 200+ fps |
| System | Windows 10/11 64-Bit, 80 GB freier Festplatten-Platz (SSD durchgehend "erforderlich") | ||||
| CPU | Core i5-9500 oder Ryzen 5 3500 | Core i5-13500 oder Ryzen 5 7600 | Core i5-13500 oder Ryzen 5 7600 | Core i5-13500 oder Ryzen 5 7600 | Core i5-13600K oder Ryzen 7 7700X |
| Speicher | 16 GB RAM + 6 GB VRAM | 16 GB RAM + 8 GB VRAM | 16 GB RAM + 12 GB VRAM | 16 GB RAM + 16 GB VRAM | 32 GB RAM + 16 GB VRAM |
| Grafik | GeForce GTX 1660 oder Radeon RX 5700 | GeForce RTX 3060 Ti oder Radeon RX 6700 XT | GeForce RTX 4070 oder Radeon RX 7800 XT | GeForce RTX 4080 oder Radeon RX 7900 XTX | GeForce RTX 5080 |