Launch-Analyse: nVidia GeForce GTX 970 & 980 (Seite 2)

Freitag, 19. September 2014
 / von Leonidas
 

Aus dem GM204-Chip entspringen derzeit zwei Grafikkarten: Die GeForce GTX 970 und die GeForce GTX 980, letztere als Vollausbau des GM204-Chips. Bei der GeForce GTX 970 handelt es sich dagegen um eine deutliche Abspeckung, anstatt 16 gibt es nur noch 13 Shader-Cluster sowie etwas niedrigere Taktraten. Der Rest ist jedoch augenscheinlich gleich: 64 ROPs, das 256 Bit DDR Speicherinterface und 4 GB default-Speicherbestückung sind auch hier an Bord. Noch etwas offen – mangels entsprechender Angaben in den Launchartikeln – ist der Punkt, ob nVidia hier die vollen 4 Raster-Engines des GM204-Chips benutzt, oder eine davon bei der GeForce GTX 970 deaktiviert. Möglich wäre es sogar, daß sich im Markt Varianten der GeForce GTX 970 mit 3 oder mit 4 Raster-Engines einfinden – dies gab es bei der GeForce GTX 780 schon einmal, welche man mit 4 oder 5 Raster-Engines antrifft.

Radeon R9 290 Radeon R9 290X GeForce GTX 770 GeForce GTX 780 GeForce GTX 970
Chipbasis AMD Hawaii, 6,2 Mrd. Transistoren in 28nm auf 438mm² Chipfläche nVidia GK104, 3,54 Mrd. Transistoren in 28nm auf 294mm² Chipfläche nVidia GK110, 7,1 Mrd. Transistoren in 28nm auf 551mm² Chipfläche nVidia GM204, 5,2 Mrd. Transistoren in 28nm auf 398mm² Chipfläche
Architektur GCN-Architektur 1.1, DirectX 11.2b, Mantle & TrueAudio Kepler-Architektur, DirectX 11.0 & PhysX Maxwell-Architektur 2.0, DirectX 11.2b & PhysX
Technik 4 Raster-Engines, 2560 Shader-Einheiten, 160 TMUs, 64 ROPs, 512 Bit DDR Interface, 1 MB Level2-Cache 4 Raster-Engines, 2816 Shader-Einheiten, 176 TMUs, 64 ROPs, 512 Bit DDR Interface, 1 MB Level2-Cache 4 Raster-Engines, 1536 Shader-Einheiten, 128 TMUs, 32 ROPs, 256 Bit DDR Interface, 0,5 MB Level2-Cache 4-5 Raster-Engines, 2304 Shader-Einheiten, 192 TMUs, 48 ROPs, 384 Bit DDR Interface, 1,5 MB Level2-Cache 4 Raster-Engines (mit verdoppelter Raster-Power), 1664 Shader-Einheiten, 104 TMUs, 64 ROPs, 256 Bit DDR Interface, 2 MB Level2-Cache
Taktraten ≤947/2500 MHz
(Ø-Chiptakt: 826 MHz)
≤1000/2500 MHz
(Ø-Chiptakt: 851/1000 MHz *)
1046/1085/3500 MHz
(Ø-Chiptakt: 1070 MHz)
863/902/3000 MHz
(Ø-Chiptakt: 888 MHz)
1050/1178/3500 MHz
(Ø-Chiptakt: ~1100 MHz)
Speicherausbau 4 GB GDDR5 4 GB GDDR5
(8 GB gegen Aufpreis)
2 GB GDDR5
(4 GB gegen Aufpreis)
3 GB GDDR5
(6 GB gegen Aufpreis)
4 GB GDDR5
Layout DualSlot DualSlot DualSlot DualSlot DualSlot
Kartenlänge 27,5cm 27,5cm 27,0cm 27,0cm 27,0cm
Stromstecker 1x 6pol. + 1x 8pol. 1x 6pol. + 1x 8pol. 1x 6pol. + 1x 8pol. 1x 6pol. + 1x 8pol. 2x 6pol.
TDP 250W 250W 230W 250W 145W
Idle-Verbrauch 19W 20W 10W 12W ~11W
Spiele-Verbrauch 253W 239/279W * 180W 199W ~140W
Ausgänge 2x DualLink DVD-D, HDMI 1.4a, DisplayPort 1.2 DualLink DVD-D, DualLink DVI-I, HDMI 1.4a, DisplayPort 1.2 DualLink DVI-I, HDMI 2.0 (kein HDCP 2.2), 3x DisplayPort 1.2
Perf.Index 460% 480/520% * 380% 440% 490%
Listenpreis 399$ 549$ 399$ 499$ 329$
Straßenpreis 280-330€ 380-420€ 255-280€ 350-420€ 310-350€
Release 5. November 2013 24. Oktober 2013 30. Mai 2013 23. Mai 2013 19. September 2014
* Die zwei differierenden Angaben beziehen sich auf den Quiet/Uber-Modus der Radeon R9 290X. Zu beachten wäre hierbei, das gutklassige Herstellerdesigns dieser Karte die Performance & Leistungsaufnahme des Uber-Modus' auch schon per default erreichen.
Radeon R9 290X GeForce GTX Titan GeForce GTX Titan Black GeForce GTX 780 Ti GeForce GTX 980
Chipbasis AMD Hawaii, 6,2 Mrd. Transistoren in 28nm auf 438mm² Chipfläche nVidia GK110, 7,1 Mrd. Transistoren in 28nm auf 551mm² Chipfläche nVidia GM204, 5,2 Mrd. Transistoren in 28nm auf 398mm² Chipfläche
Architektur GCN-Architektur 1.1, DirectX 11.2b, Mantle & TrueAudio Kepler-Architektur, DirectX 11.0 & PhysX Maxwell-Architektur 2.0, DirectX 11.2b & PhysX
Technik 4 Raster-Engines, 2816 Shader-Einheiten, 176 TMUs, 64 ROPs, 512 Bit DDR Interface, 1 MB Level2-Cache 5 Raster-Engines, 2688 Shader-Einheiten, 224 TMUs, 48 ROPs, 384 Bit DDR Interface, 1,5 MB Level2-Cache 5 Raster-Engines, 2880 Shader-Einheiten, 240 TMUs, 48 ROPs, 384 Bit DDR Interface, 1,5 MB Level2-Cache 4 Raster-Engines (mit verdoppelter Raster-Power), 2048 Shader-Einheiten, 128 TMUs, 64 ROPs, 256 Bit DDR Interface, 2 MB Level2-Cache
Taktraten ≤1000/2500 MHz
(Ø-Chiptakt: 851/1000 MHz *)
837/876/3000 MHz
(Ø-Chiptakt: 854 MHz)
890/980/3500 MHz
(Ø-Chiptakt: 891 MHz)
875/928/3500 MHz
(Ø-Chiptakt: 952 MHz)
1126/1216/3500 MHz
(Ø-Chiptakt: 1144 MHz)
Speicherausbau 4 GB GDDR5
(8 GB gegen Aufpreis)
6 GB GDDR5 6 GB GDDR5 3 GB GDDR5 4 GB GDDR5
Layout DualSlot DualSlot DualSlot DualSlot DualSlot
Kartenlänge 27,5cm 27,0cm 27,0cm 27,0cm 27,0cm
Stromstecker 1x 6pol. + 1x 8pol. 1x 6pol. + 1x 8pol. 1x 6pol. + 1x 8pol. 1x 6pol. + 1x 8pol. 2x 6pol.
TDP 250W 250W 250W 250W 165W
Idle-Verbrauch 20W 12W ~14W 14W 11W
Spiele-Verbrauch 239/279W * 203W ~240W 251W 159W
Ausgänge 2x DualLink DVD-D, HDMI 1.4a, DisplayPort 1.2 DualLink DVD-D, DualLink DVI-I, HDMI 1.4a, DisplayPort 1.2 DualLink DVI-I, HDMI 2.0 (kein HDCP 2.2), 3x DisplayPort 1.2
Perf.Index 480/520% * 480% 500% 530% 570%
Listenpreis 549$ 999$ 999$ 699$ 549$
Straßenpreis 380-420€ ausgelaufen 850-900€ 430-570€ 520-570€
Release 24. Oktober 2013 21. Februar 2013 18. Februar 2014 7. November 2013 19. September 2014
* Die zwei differierenden Angaben beziehen sich auf den Quiet/Uber-Modus der Radeon R9 290X. Zu beachten wäre hierbei, das gutklassige Herstellerdesigns dieser Karte die Performance & Leistungsaufnahme des Uber-Modus' auch schon per default erreichen.

Wie üblich bedingen Karten, welche ihren Boost über Temperatur- und Stromverbrauchs-Limits abregeln, eine Überprüfung der real anliegenden Boost-Taktraten. Hierbei ist es besonders wichtig, unter realen Bedingungen zu testen, sprich im geschlossenen Gehäuse und erst nach einiger Spielzeit, damit sich die Grafikkarte ähnlich wie beim realen Gaming-Einsatz aufheizen kann. Zudem sollte man das ganze eigentlich nur mit Referenzdesigns austesten, da Herstellerdesigns über ihre besseren Kühllösungen und teilweise BIOS-seitig andere Temperatur- und Stromverbrauchs-Limits ein völlig anderes Ergebnis liefern werden.

GeForce GTX 970 GeForce GTX 980
Referenz-Takt 1050/1178/3500 MHz 1126/1216/3500 MHz
realer Boost laut ComputerBase
(geschlossenes Gehäuse, Takt nach 20 Minuten, Schnitt aus 16 Spielen)
- Ø 1144 MHz
(Referenzdesign)
realer Boost laut Hardwareluxx
(Schnitt aus 8 Spielen)
- Ø 1186 MHz
(Referenzdesign)

Leider gibt es solche Daten derzeit nur zur GeForce GTX 980 – welche zumindest laut den vorliegenden Messungen ihren von nVidia angegeben durchschnittlichen Boost mit einigem Abstand verfehlt: 1216 MHz nVidia-Vorgabe und 1144 MHz Realität sind dann schon ein dicker Abstand – welcher aber anzeigt, wozu die Boost-Geschichte alleinig gut ist: Um tolle Benchmarks abzustauben bei denjenigen Hardware-Testern, welche diesen Punkt nicht einplanen. Zur GeForce GTX 970 liegen derzeit wie gesagt keine entsprechenden Werte vor, wir schätzen aufgrund der Werte zur GeForce GTX 980 den real anliegenden Boost-Takt der GeForce GTX 970 derzeit auf grob ~1100 MHz ein.

Eine völlig andere Geschichte sind dann allerdings die Herstellerdesigns, welche es insbesondere von der GeForce GTX 970 derzeit schon zahlreich gibt: Jene schaffen es augenscheinlich problemlos, selbst höhere Boost-Taktraten von um die 1350 MHz zu halten. Damit kann eine ab Werk nominell nur um 5% übertaktete Karte letztlich schnell einmal bei +20% Rechenleistung respektive +10% Performance landen, weil die Boost-Taktraten der Herstellerdesigns in der Praxis deutlich höher ausfallen (dafür aber auch deren Stromverbrauch).