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Die Systemanforderungen zu Mittelerde: Schatten des Krieges

Auf Steam werden die (gegenüber den Vorab-Meldungen aus diesem Frühjahr korrigierten) PC-Systemanforderungen für das am 10. Oktober in den Handel gehende "Mittelerde: Schatten des Krieges" notiert – welches nVidia kürzlich mit einer Spielebundle-Aktion bedacht hat. Das "Action/Adventure-Spiel" auf Basis einer Weiterentwicklung der Haus-eigenen LithTech-Engine unter weiterhin DirectX 11 hat übliche bis maßvolle Hardware-Anforderungen – allenfalls die Speicher-Anforderungen fallen mit 12 GB Hauptspeicher samt 4 GB Grafikkartenspeicher bei den Empfehlungen etwas stärker als ansonsten gewohnt aus.

Minimum Empfohlen
OS Windows 7 SP1 64-Bit, DirectX 11, 70 GB Platzbedarf
CPU Core i5-2300 oder FX-4350 Core i7-3770 oder FX-8350
Speicher 6 GB RAM & 2 GB VRAM 12 GB RAM & 4 GB VRAM
Gfx GeForce GTX 660 oder Radeon HD 7870 GeForce GTX 970 oder Radeon RX 480

Zudem sind die Mindestanforderungen vergleichsweise gehaltvoll: Auf CPU-Seite wird wenigstens ein älterer Vierkerner genannt und auch GeForce GTX 660 oder Radeon HD 7870 sind keine schlechten Grafikkarten – selbst wenn deren Performance inzwischen schon von aktuellen Mainstream-Beschleunigern überboten wird. Die Empfehlungen sind hingegen normalüblich, gerade die Grafikkarten-Anforderung von GeForce GTX 970 oder Radeon RX 480 muß Besitzer echter Gaming-PCs sicherlich nicht schrecken. Wie üblich passen bei der Hardware-Empfehlung die Notierungen von Intel- und AMD-CPU mit "Core i7-3770 oder FX-8350" nicht wirklich zusammen – im Gaming-Bereich dürfte in diesem Vergleich die Intel-CPU der AMD-CPU deutlich davonziehen, der Spielepublisher hätte hier (sofern diese Leistung wirklich erforderlich ist) auf AMD-Seite besser eine Ryzen-CPU angegeben.

Generell gesprochen sind wir damit nach wie vor auf der Suche nach wirklich leistungsfressenden Spielen innerhalb der Spiele-Generation 2017/18. Selbst zu den kommenden Spiele-Schwergewichten Call of Duty: WII sowie Star Wars Battlefront 2 werden für deren Beta-Versionen keine besonders höheren Systemanforderungen gemeldet, auch wenn die Tendenz zugunsten von 12-16 GB Hauptspeicher (als Empfehlung) inzwischen klar sein sollte. Für die Spieler ist dies im ersten Augenblick gut, werden doch (bei halbwegs aktuellem System) keine Aufrüstungen erzwungen – aber für die Weiterentwicklung von Spiele-Grafik und natürlich auch dem Hardware-Absatz ist es eher negativ, wenn aus der Spielebranche kein Druck zugunsten schnellerer Hardware kommt. Eine solche Phase kann man sicherlich für einige Zeit übertünchen, aber langfristig gesehen bröckelt damit die gerade erst vom Mainstream "entdeckte" These, wonach Gaming-Hardware als Retter der darbenden PC-Industrie erklärt wird.