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Erste 3DMark-Werte zeigen Radeon Fury X auf klarer Augenhöhe mit der GeForce GTX Titan X

Videocardz haben zwei 3DMark13 Benchmark-Werte der Radeon Fury X ausgegraben, welche mit einer Titan-X-nahen Performance bei 7932 GPU-Punkten unter dem FireStrike-Extreme-Test (der beigefügte Screenshot sagt im Gegensatz zu der Tabelle 7932 GPU-Punkte) bzw. 3960 GPU-Punkten unter dem FireStrike-Ultra-Test schon einmal ganz gut aussehen. Zuzüglich gibt es sogar Werte von CrossFire-Gespannen aus zwei Fury-XT-Grafikkarten, welche eine typische CrossFire-Skalierung bei der Radeon Fury X anzeigen. Der bei Videocardz zu sehender Benchmark-Chart basiert natürlich (für die anderen genannten Grafikkarten) auf unterschiedlichen Tests und Systemen, sprich auf Quellen aus dem Internet – ist aber dennoch eine interessante Datenkompilation, da eben Vergleichswerte aller möglichen HighEnd- und Enthuasiasten-Kombinationen geboten werden. Ausgehend von diesem Benchmark-Chart ergeben sich folgende Differenzen zwischen den einzelnen Grafikkarten und SLI/CrossFire-Kombinationen, normiert auf die GeForce GTX Titan X:

FS Extreme (2560x1440) @ SLI/CrossFire FS Ultra (3840x2160) @ SLI/CrossFire
Radeon Fury X 99,3% CF +75,6% 102,5% ?
GeForce GTX 980 Ti 97,4% SLI +75,2% 100,1% SLI +78,1%
GeForce GTX Titan X 100% SLI +74,8% 100% SLI +81,5%

Die Aussagekraft dieser Zahlen ist natürlich limitiert, da der 3DMark13 gerade unter höheren Auflösungen nicht mehr wie normale Spiele skaliert, sondern vielmehr kaum etwas mit großen Bandbreiten der Enthusiasten-Grafiklösungn anfangen kann. Man kann allerhöchstens die Tendenzen ansehen und jene gedanklich weiterführen, denn reale Spiele werden größere Unterschiede aufzeigen – wie auch schon zum Launch der GeForce GTX 980 Ti erlebt, deren 3DMark13-Werte auch etwas besser als deren Spiele-Performance aussehen. Rechnet man diesen Effekt bei der Radeon Fury X ein, so sollte jene eigentlich sogar oberhalb der GeForce GTX Titan X herauskommen: Unter 2560x1440 vielleicht nur mit minimaler Differenz, unter 3840x2160 dann mit einem Abstand von grob +5%, vielleicht sogar etwas mehr.

Leider ist bislang noch nicht klar, welche Fury-XT-Ausführung wir hierbei sehen: Die luftgekühlte oder die wassergekühlte. Als Taktraten werden nur 1050/500 MHz angegeben, der Grafikkarten-Name ist bei beiden Ausführungen wohl gleich. Natürlich wäre es schöner, wenn wir hier nur die 3DMark13-Werte der luftgekühlten Version sehen – allein, Vorab-Werte werden eigentlich immer mit der allerbesten Version erzeugt, stammen auch gern aus Hersteller-Präsentationen, wo man sich immer mit dem allerbesten schmückt, was man zu bieten hat. Aller Wahrscheinlichkeit nach handelt es sich hierbei also um die Werte der wassergekühlten Ausführung der Radeon Fury X – was auch bedeutet, daß jene mit nicht mehr als ≤1050/500 MHz antreten wird. Vermutlich wird die luftgekühlte Ausführung der gleichen Grafikkarte die identischen Taktraten tragen, jene aber in der Praxis nicht halten können – womit letztlich der gewisse Performance-Unterschied zwischen beiden Ausführungen der Radeon Fury X entsteht.