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News des 10. Januar 2011

Gemäß Fudzilla muß man noch etwas länger auf AMDs geplante DualChip-Grafikkarte Radeon HD 6990 warten: Der Termin liegt nunmehr in der zweiten Februarhälfte, wegen des chinesichen Neujahrsfests (3. bis 17. Februar) und dessen Auswirkungen speziell auf die Wirtschaft in Taiwan und China (in aller Regel passiert zumindestens für eine Woche lang gar nichts) könnte es allerdings auch noch später werden. AMDs Radeon HD 6990 wird wahrscheinlich – wie schon bei der Radeon HD 5970 zu beobachten – keine glatte Verdopplung des jeweiligen SingleChip-Spitzenprodukts bringen, da dies bezüglich der Verlustleistung den Rahmen deutlich sprengen würde. Gleiches gilt für nVidias kommende DualChip-Lösung, sofern diese auf dem GF110-Chip von GeForce GTX 570 & 580 basieren sollte – wenn es "nur" der GF114-Chip der GeForce GTX 560 ist, kann nVidia den maximalen Rahmen von 375 Watt Stromzufuhr (zwei Stück 8polige PCI-Express-Stecker à 150 Watt plus der PCI-Express-Slot à 75 Watt) wohl besser ausschöpfen.

Die PC Games Hardware hat ein paar neue Bilder und die Bestätigung einiger Angaben zur kommenden GeForce GTX 560. Die neue Performance-Karte von nVidia auf GF114-Basis wird mit 384 Shader- und 64 Textureneinheiten samt 32 ROPs an einem 256 Bit DDR Speicherinterface zu Taktraten von 820/1640/2000 MHz antreten und dürfte damit doch deutlich mehr Performance als die Vorgänger-Lösung GeForce GTX 460 auf die Waage bringen. Perspektivisch geht es mit der GeForce GTX 560 in die Performance-Region Radeon HD 5870 & 6950 – ergo in den Preisbereich von 220 bis 250 Euro, wo nVidia derzeit eigentlich gar kein Angebot hat (die GeForce GTX 470 liegt bei 200 Euro und ist kein Gegner gerade für die Radeon HD 6950). Ob die GeForce GTX 560 die Radeon HD 6950 bei der Performance schlagen kann, bliebe allerdings abzuwarten – dies liegt eher am oberen Ende der Erwartungen. In jedem Fall muß auch nVidia für so deutlich Mehrperformance mit einer höheren Verlustleistung operieren, die TDP steigt zwischen GeForce GTX 460 und 560 von 160 auf 180 Watt.

BSN berichten über ein neues Lizenzabkommen zwischen Intel und nVidia, welches Intel den Zugriff auf nVidias Grafik-Patente bis zum Jahr 2017 sichert. nVidia erhält im Gegenzug wohl tatsächlich das Recht, Mainboard-Chipsätze für Intel-Prozessoren zu bauen – und will dieses erstaunlicherweise aber nicht ausnutzen. Für nVidia am interessantesten an der Einigung dürften aber die 1,5 Milliarden US-Dollar sein, welche Intel sich diesen Deal kosten läßt – für eine mittelgroße Firma wie nVidia mit einem Jahresumsatz von 3 bis 4 Milliarden Dollar ist dies sehr viel Geld, faktisch ist dieses Lizenzgeschäft damit genauso lukrativ wie nVidias restliches operatives Geschäft zusammen. Inwiefern die hohe Summe wirklich den Wert der nVidia-Patente wiederspiegelt oder aber genauso auch "Schweigegeld" dafür ist, daß nVidia keinen Rechtsstreit über die Chipsatz-Politik von Intel vom Zaun bricht, läßt sich natürlich kaum genau sagen.

HT4U haben eine Stellungnahme AMDs zur Namensgebung des Phenom II X4 840, welcher trotz des fehlenden Level3-Caches den Verkaufsnamen "Phenom II" anstatt "Athlon II" trägt und damit AMDs bisheriges Namensschema zerstört. Eine richtig befriedigende Antwort kann AMD natürlich nicht bieten, denn die einzige ehrliche Antwort wäre, daß es hierbei rein um die Verkaufsförderung zugunsten dieses einen Prozessors geht und daß man sehr wohl damit kalkuliert, mit dieser Namenswahl eine gewisse Käuferschicht über die Eigenschaften des Prozessors täuschen zu können. Andererseits ist die Namenswahl bei Verkaufsnamen nun einmal schon immer abhängig von Marketingerwägungen und sind frühere Namenskonventionen dabei uninteressant, wenn es um die bestmögliche Verkaufsförderung für ein neues Produkt geht. Wenn dann noch die Konkurrenz ebenfalls mit Verkaufsnamen spielt, wie es gerade passt (die Core i3/i5/i7 Benennung bei Intel folgt auch eher Marketingerwägungen als einem technisch nachvollziehbarem Schema), dann fühlt man sich als Marktteilnehmer im harten Wettbewerb auch schnell zu ähnlichen Schritten gezwungen. Als Käufer dieser Produkte kann man dies leider nur so akzeptieren – ändern werden es die Anbieter sowieso nicht – und es bleibt als einziger Ausweg die ausreichende Information über die Produkteigenschaften.

SemiAccurate und HT4U zeigen ein paar erste halbe Details zur kommenden Sockel-2011-Plattform der Sandy-Bridge-E-Prozessoren anhand eines Vorserien-Mainboards von MSI mit X68-Chipsatz. Sandy Bridge E unterstützt offenbar schon PCI Express 3.0 mit 40 PCI Express Lanes, was für zwei volle x16 Grafikkarten-Steckplätze reicht. Zudem bestätigt sich das QuadChannel-Speicherinterface der Sandy-Bridge-E-Prozessoren, da vier Speicherbänke abgebildet wurden – was mit dem bisherigen TripleChannel-Speicherinterface der Core i7-9xx Prozessoren nicht zusammenpasst. Zwar war der QuadChannel-Support von Sandy Bridge E vorher schon bekannt, es war allerdings nicht klar, ob Intel dieses Feature auch in den Consumer-Markt entläßt oder aber eventuell nur den Workstation-Prozessoren vorbehält. Nachteiligerweise wurde Sandy Bridge E allerdings gerade auf das Jahresende 2011 verschoben – für die nächsten Monate operiert Intel im HighEnd-Segment weiterhin mit den Sechskernern auf Nehalem-Basis, welche allerdings auch schon in 32nm hergestellt werden.

Wie HT4U berichten, wird die integrierte Grafikeinheit in Intels "Ivy Bridge" Prozessoren endlich über DirectX 11 verfügen, nachdem die integrierte Sandy-Bridge-Grafik nur DirectX 10.1 unterstützt. Da es zudem Gerüchte über einen (auf dem Prozessoren-Trägermaterial) eingebetten Grafikspeicher bei Ivy Bridge gab, deutet alles auf eine deutliche Umarbeitung der Grafikeinheit bei diesen Prozessoren des Jahres 2012 hin, welche dann erstmals bei Intel schon in 22nm gefertigt werden. Unter Umständen wird Intel bei der integrierten Grafik von Ivy Bridge sogar eine Larrabee-Abwandlung einsetzen, nachdem die bisherigen Intel-Grafikchips allesamt noch Weiterentwicklungen der ursprünglichen GMA-Linie sind und diese Architektur zumeist nicht als ausreichend potent angesehen wird, um sich langfristig mit AMDs und nVidias Grafikchip zu messen. In jedem Fall scheint neben mehr Taktfrequenz bzw. Übertaktungsspielraum durch die 22nm-Fertigung die deutlich verbesserte Grafikeinheit eines der wichtigen Merkmale der Ivy-Bridge-Generation zu sein.

Shortcuts: Der Heise Newsticker berichtet über das, was AMD derzeit bezüglich Stereo-3D zu bieten hat: Im Gegensatz zu nVidias 3D-Technologie "3D Vision" operiert AMDs "HD3D" als offener Standard – was aber die Mitarbeit von Drittherstellern voraussetzt, welche derzeit allerdings eher spärlich fließt. Nochmals der Heise Newsticker vermeldet jede Menge interessanter Anmerkungen und Produktneuheiten rund um den USB 3.0 Standard. Gemäß HT4U erlaubt AMD den Grafikkartenherstellern nur äußerst geringe Übertaktungen der Radeon HD 6950 von maximal 810 MHz Chiptakt, was ausgehend von einem Referenztakt von 800 MHz in dem Sinne gar nichts ist. Allerdings ist dies aufgrund des vergleichsweise geringen Performanceabstands zwischen Radeon HD 6950 und 6970 von gerade einmal 10 Prozent auch sehr verständlich – irgendwo muß ein Hersteller schließlich seine Produkte abgrenzen. Daß die Radeon HD 6950 dennoch derzeit das HighEnd-Produkt der Stunde ist, hängt sowieso nicht an irgendwelchen ab-Werk-Übertaktungen, sondern an der weiterhin extrem hochprozentigen Freischaltungschance (derzeit 98,6%) zur Radeon HD 6970.

Gemäß Fudzilla muß man noch etwas länger auf AMDs geplante DualChip-Grafikkarte Radeon HD 6990 warten: Der Termin liegt nunmehr in der zweiten Februarhälfte, wegen des chinesichen Neujahrsfests (3. bis 17. Februar) und dessen Auswirkungen speziell auf die Wirtschaft in Taiwan und China (in aller Regel passiert zumindestens für eine Woche lang gar nichts) könnte es allerdings auch noch später werden. AMDs Radeon HD 6990 wird wahrscheinlich - wie schon bei der Radeon HD 5970 zu beobachten - keine glatte Verdopplung des jeweiligen SingleChip-Spitzenprodukts bringen, da dies bezüglich der Verlustleistung den Rahmen deutlich sprengen würde. Gleiches gilt für nVidias kommende DualChip-Lösung, sofern diese auf dem GF110-Chip von GeForce GTX 570 & 580 basieren sollte - wenn es "nur" der GF114-Chip der GeForce GTX 560 ist, kann nVidia den maximalen Rahmen von 375 Watt Stromzufuhr (zwei Stück 8polige PCI-Express-Stecker à 150 Watt plus der PCI-Express-Slot à 75 Watt) wohl besser ausschöpfen.

Die PC Games Hardware hat ein paar neue Bilder und die Bestätigung einiger Angaben zur kommenden GeForce GTX 560. Die neue Performance-Karte von nVidia auf GF114-Basis wird mit 384 Shader- und 64 Textureneinheiten samt 32 ROPs an einem 256 Bit DDR Speicherinterface zu Taktraten von 820/1640/2000 MHz antreten und dürfte damit doch deutlich mehr Performance als die Vorgänger-Lösung GeForce GTX 460 auf die Waage bringen. Perspektivisch geht es mit der GeForce GTX 560 in die Performance-Region Radeon HD 5870 & 6950 - ergo in den Preisbereich von 220 bis 250 Euro, wo nVidia derzeit eigentlich gar kein Angebot hat (die GeForce GTX 470 liegt bei 200 Euro und ist kein Gegner gerade für die Radeon HD 6950). Ob die GeForce GTX 560 die Radeon HD 6950 bei der Performance schlagen kann, bliebe allerdings abzuwarten - dies liegt eher am oberen Ende der Erwartungen. In jedem Fall muß auch nVidia für so deutlich Mehrperformance mit einer höheren Verlustleistung operieren, die TDP steigt zwischen GeForce GTX 460 und 560 von 160 auf 180 Watt.

BSN berichten über ein neues Lizenzabkommen zwischen Intel und nVidia, welches Intel den Zugriff auf nVidias Grafik-Patente bis zum Jahr 2017 sichert. nVidia erhält im Gegenzug wohl tatsächlich das Recht, Mainboard-Chipsätze für Intel-Prozessoren zu bauen - und will dieses erstaunlicherweise aber nicht ausnutzen. Für nVidia am interessantesten an der Einigung dürften aber die 1,5 Milliarden US-Dollar sein, welche Intel sich diesen Deal kosten läßt - für eine mittelgroße Firma wie nVidia mit einem Jahresumsatz von 3 bis 4 Milliarden Dollar ist dies sehr viel Geld, faktisch ist dieses Lizenzgeschäft damit genauso lukrativ wie nVidias restliches operatives Geschäft zusammen. Inwiefern die hohe Summe wirklich den Wert der nVidia-Patente wiederspiegelt oder aber genauso auch "Schweigegeld" dafür ist, daß nVidia keinen Rechtsstreit über die Chipsatz-Politik von Intel vom Zaun bricht, läßt sich natürlich kaum genau sagen.

HT4U haben eine Stellungnahme AMDs zur Namensgebung des Phenom II X4 840, welcher trotz des fehlenden Level3-Caches den Verkaufsnamen "Phenom II" anstatt "Athlon II" trägt und damit AMDs bisheriges Namensschema zerstört. Eine richtig befriedigende Antwort kann AMD natürlich nicht bieten, denn die einzige ehrliche Antwort wäre, daß es hierbei rein um die Verkaufsförderung zugunsten dieses einen Prozessors geht und daß man sehr wohl damit kalkuliert, mit dieser Namenswahl eine gewisse Käuferschicht über die Eigenschaften des Prozessors täuschen zu können. Andererseits ist die Namenswahl bei Verkaufsnamen nun einmal schon immer abhängig von Marketingerwägungen und sind frühere Namenskonventionen dabei uninteressant, wenn es um die bestmögliche Verkaufsförderung für ein neues Produkt geht. Wenn dann noch die Konkurrenz ebenfalls mit Verkaufsnamen spielt, wie es gerade passt (die Core i3/i5/i7 Benennung bei Intel folgt auch eher Marketingerwägungen als einem technisch nachvollziehbarem Schema), dann fühlt man sich als Marktteilnehmer im harten Wettbewerb auch schnell zu ähnlichen Schritten gezwungen. Als Käufer dieser Produkte kann man dies leider nur so akzeptieren - ändern werden es die Anbieter sowieso nicht - und es bleibt als einziger Ausweg die ausreichende Information über die Produkteigenschaften.

SemiAccurate und HT4U zeigen ein paar erste halbe Details zur kommenden Sockel-2011-Plattform der Sandy-Bridge-E-Prozessoren anhand eines Vorserien-Mainboards von MSI mit X68-Chipsatz. Sandy Bridge E unterstützt offenbar schon PCI Express 3.0 mit 40 PCI Express Lanes, was für zwei volle x16 Grafikkarten-Steckplätze reicht. Zudem bestätigt sich das QuadChannel-Speicherinterface der Sandy-Bridge-E-Prozessoren, da vier Speicherbänke abgebildet wurden - was mit dem bisherigen TripleChannel-Speicherinterface der Core i7-9xx Prozessoren nicht zusammenpasst. Zwar war der QuadChannel-Support von Sandy Bridge E vorher schon bekannt, es war allerdings nicht klar, ob Intel dieses Feature auch in den Consumer-Markt entläßt oder aber eventuell nur den Workstation-Prozessoren vorbehält. Nachteiligerweise wurde Sandy Bridge E allerdings gerade auf das Jahresende 2011 verschoben - für die nächsten Monate operiert Intel im HighEnd-Segment weiterhin mit den Sechskernern auf Nehalem-Basis, welche allerdings auch schon in 32nm hergestellt werden.

Wie HT4U berichten, wird die integrierte Grafikeinheit in Intels "Ivy Bridge" Prozessoren endlich über DirectX 11 verfügen, nachdem die integrierte Sandy-Bridge-Grafik nur DirectX 10.1 unterstützt. Da es zudem Gerüchte über einen (auf dem Prozessoren-Trägermaterial) eingebetten Grafikspeicher bei Ivy Bridge gab, deutet alles auf eine deutliche Umarbeitung der Grafikeinheit bei diesen Prozessoren des Jahres 2012 hin, welche dann erstmals bei Intel schon in 22nm gefertigt werden. Unter Umständen wird Intel bei der integrierten Grafik von Ivy Bridge sogar eine Larrabee-Abwandlung einsetzen, nachdem die bisherigen Intel-Grafikchips allesamt noch Weiterentwicklungen der ursprünglichen GMA-Linie sind und diese Architektur zumeist nicht als ausreichend potent angesehen wird, um sich langfristig mit AMDs und nVidias Grafikchip zu messen. In jedem Fall scheint neben mehr Taktfrequenz bzw. Übertaktungsspielraum durch die 22nm-Fertigung die deutlich verbesserte Grafikeinheit eines der wichtigen Merkmale der Ivy-Bridge-Generation zu sein.

Shortcuts: Der Heise Newsticker berichtet über das, was AMD derzeit bezüglich Stereo-3D zu bieten hat: Im Gegensatz zu nVidias 3D-Technologie "3D Vision" operiert AMDs "HD3D" als offener Standard - was aber die Mitarbeit von Drittherstellern voraussetzt, welche derzeit allerdings eher spärlich fließt. Nochmals der Heise Newsticker vermeldet jede Menge interessanter Anmerkungen und Produktneuheiten rund um den USB 3.0 Standard. Gemäß HT4U erlaubt AMD den Grafikkartenherstellern nur äußerst geringe Übertaktungen der Radeon HD 6950 von maximal 810 MHz Chiptakt, was ausgehend von einem Referenztakt von 800 MHz in dem Sinne gar nichts ist. Allerdings ist dies aufgrund des vergleichsweise geringen Performanceabstands zwischen Radeon HD 6950 und 6970 von gerade einmal 10 Prozent auch sehr verständlich - irgendwo muß ein Hersteller schließlich seine Produkte abgrenzen. Daß die Radeon HD 6950 dennoch derzeit das HighEnd-Produkt der Stunde ist, hängt sowieso nicht an irgendwelchen ab-Werk-Übertaktungen, sondern an der weiterhin extrem hochprozentigen Freischaltungschance (derzeit 98,6%) zur Radeon HD 6970.