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News des 17. November 2011

Bezüglich der kommenden ersten 28nm-Grafikkarten gibt es diverse Anzeichen darauf, daß deren Start eventuell schon Anfang Dezember stattfinden soll – bei nVidia soll der Launch der GeForce 600M Serie am 6. Dezember steigen und zu AMD gibt es (unbestätigte) Gerüchte, wonach man schon am 4. Dezember den neuen Performance-Chip "Cape Verde" (vermutlich Radeon HD 7800 Serie) vorstellen wird. Sollten diese Gerüchte halten, dann deutet aufgrund der Terminlage alles darauf hin, daß sowohl bei AMD als auch bei nVidia alle 28nm-Grafikchips außer den jeweiligen HighEnd-Modellen (AMD R1000/Tahiti & nVidia GK100) noch nicht den jeweils neuen Grafikchip-Architekturen (AMD Graphics Core Next & nVidia Kepler) angehören, sondern schlicht 28nm-Umsetzungen der bekannten Grafikchip-Architekturen (AMD VLIW4 & nVidia Fermi) sind. Der Launch der ersten 28nm-Generation würde dann in dieser Form ablaufen, als daß beide Grafikchip-Entwickler vermutlich zuerst ihren VLIW4/Fermi-basierten Performance-Chip herausbringen und in den nachfolgenden Wochen dann die VLIW4/Fermi-basierten Mainstream- und LowCost-Chips folgen, während der GCN/Kepler-basierte HighEnd-Chip dann jeweils erst im neuen Jahr antritt.

Dieses Launchmuster hat einige Vorteile: So muß man die einfacher zu erstellenden kleineren Chips nicht zurückhalten, bis der HighEnd-Chip der neuen Architektur endlich fertig ist – bei einer neuen Architektur kann es zudem immer zu unerwarteten Verzögerungen kommen, was bei den LowCost-, Mainstream- und Performance-Chips auf Basis der "alten" Architekturen eher unwahrscheinlich ist. Zudem muß man an die neue 28nm-Fertigung nicht gleich mit dem allergrößten und damit am schwierigsten auf gute Ausbeute und verkraftbare Verlustleistung trimmbaren HighEnd-Chip herangehen, sondern kann erst einmal 28nm-Erfahrung mit kleineren und mittleren Chips sammeln, welche sich dann überaus positiv auf die Produktionsvorbereitung des HighEnd-Chips auswirken sollten. Einziger Nachteil dieser Herangehensweise ist es, daß man vom Start weg eigentlich hohe Produktionsmengen (in den hundertausenden-Stückzahlen) benötigt, wenn man Mainstream- und Performance-Lösungen zuerst auf den Markt wirft – während man bei einem Launch mit dem HighEnd-Chip zuerst mit einigen tausenden Chips und dem eher langsamen Anfahren der Produktion auskommen kann.

Dabei dürfte der Launch des jeweiligen Performance-Chips kein Problem aus Sicht der reinen 3D-Performance sein, da von allen kommenden 28nm-Grafikchips – egal ob alte oder neue Architektur – jeweils ein Performancesprung von ca. 50 Prozent in ihrem jeweiligen Marktsegment zu erwarten ist (mehr, wenn AMD und nVidia die Verlustleistung noch weiter nach oben ziehen, was aber nicht gerade wahrscheinlich ist). Ausgehend von der aktuellen Performance-Generation um Radeon HD 6870 (Performance-Index: 190%) und GeForce GTX 560 Ti (Performance-Index: 210%) kann ein Performancesprung von +50% bei den 28nm Performance-Chips Cape Verde und GK104 diese problemlos auf und minimal über das Leistungsniveau der aktuellen HighEnd-Boliden Radeon HD 6970 (Performance-Index: 240%) und GeForce GTX 580 (Performance-Index: 280%) katapultieren – allerdings nicht über das Leistungsniveau der DualChip-Lösungen Radeon HD 6990 (Performance-Index: 380%) und GeForce GTX 590 (Performance-Index: 380%) hinaus. Das Leistungsniveau einer GeForce GTX 580, erreicht durch eine 28nm Performance-Lösung zu einem (angenommenen) Preis von unter 250 Euro wäre aller Ehren wert und würde demzufolge wahrscheinlich sehr gut vom Markt angenommen werden – egal des Umstands, daß die eigentlichen HighEnd-Boliden dann eben erst etwas später nachfolgen würden.

AMD aktuell nVidia aktuell erste 28nm-Generation
DualChip Dual RV970/Cayman
Radeon HD 6990
Performance-Index: 380%
Dual GF110
GeForce GTX 590
Performance-Index: 380%
AMD Dual R1000/Tahiti ("New Zealand") & nVidia Dual GK100
Radeon HD 7990 & GeForce GTX 690
Performance-Index: ca. 550%
HighEnd RV970/Cayman
Radeon HD 6950 & 6970
Performance-Index: 220%-240%
GF110
GeForce GTX 570 & 580
Performance-Index: 240%-280%
AMD R1000/Tahiti & nVidia GK100
Radeon HD 7900 & GeForce GTX 670 & 680
Performance-Index: ca. 400%
Performance RV940/Barts
Radeon HD 6790, 6850 & 6870
Performance-Index: 130%-190%
GF104 & GF114
GeForce GTX 460 SE, 460, 560 & 560 Ti
Performance-Index: 140%-210%
AMD Cape Verde & nVidia GK104
Radeon HD 7800 & GeForce GTX 660
Performance-Index: ca. 300%
Mainstream I RV840/Juniper
Radeon HD 6750 & 6770
Performance-Index: 100%-115%
GF106 & GF116
GeForce GTS 450 & GTX 550 Ti
Performance-Index: 100%-120%
AMD Pitcairn & nVidia GK107
Radeon HD 7700 & GeForce GTX 650
Performance-Index: ca. 180%
Mainstream II RV830/Redwood & RV930/Turks
Radeon HD 5570, 5670, 6570 & 6670
Performance-Index: 50%-80%
GF108
GeForce GT 430 & 440
Performance-Index: 45%-55%
?

Hartnäckig gegen einen Dezember-Launch der ersten 28nm-Boliden für den Desktop spricht allerdings die GeForce GTX 560 Ti v2 auf GF110-Basis, welche am 29. November in laut der VR-Zone allerdings auf einige zehntausende Stück limitierter Anzahl antreten soll: Diese Karte kann man sich wirklich sparen, wenn schon knapp eine Woche später eine brandneue Grafikkarten-Generation vor der Tür stehen sollte. Demzufolge ist es nicht auszuschließen, daß es sich bei den Dezember-Terminen von AMD und nVidia wirklich nur um Mobile-Launches handelt – d.h. die neuen 28nm-Chips werden zwar veröffentlicht und verbaut, aber dies erst einmal rein im Mobile-Segment, und das Desktop-Segment müsste dann erst einmal warten. Dies wäre allerdings eine ungewöhnliche Launch-Strategie – und riskant zudem, denn wenn entweder AMD oder nVidia dann doch unvermittelt mit Desktop-Chips vorpreschen würden, könnte der jeweils andere Grafikchip-Entwickler dann auf dem falschen Fuß erwischt werden (unzureichende Produktionsmengen, um Desktop und Mobile gleichzeitig bedienen zu können). Wirklich sicher, wann welche 28nm-Grafikchips in welcher Architektur herauskommen werden, ist daher derzeit leider noch gar nichts.

Shortcuts: Die Treiber-Analyse des neuen Catalyst 11.11 Treiber bei TweakTown ergab keinerlei Performance-Vorteil gegenüber dem vorhergehendem Treiber 11.10 – wobei allerdings nicht mit den zuletzt stark im Fokus liegenden Titeln Battlefield 3 und Modern Warfare 3 getestet wurde. Der Vergleich des DualChannel-Speicherinterface des Z68-Chipsatzes zum QuadChannel-Speicherinterface des X79-Chipsatzes bei nochmals TweakTown brachte nur insofern einen Informationsgewinn, als daß alle beide Speicherinterfaces im DualChannel-Modus mit gleichem Takt in etwa gleichschnell sind. Daß das (voll ausgefahrene) QuadChannel-Interface des X79-Chipsatzes schneller ist, ist keine Frage – bei diesem liegt das Problem allerdings eher darin, daß es auf dem Desktop kaum derzeit Anwendungen gibt, welche so viel Speicherbandbreite benötigen. Und letztlich vermelden Golem die Ankündigung Intels, ab 2012 die "Knights Corner" genannte Coprozessor-Platine mit über 50 Larrabee-Rechenkernen in den Verkauf schicken zu wollen, daß der bisherige Status als "Forschungsprojekt" nun also endlich verlassen wird. Knights Corner ist allerdings eine reine Entwicklung für den GPGPU-Bereich und bis dato ist unklar, ob Intel jemals noch die Ansätze des ehemaligen Larrabee-Projekts wieder in Richtung einer echten Grafikkarte als Spielebeschleuniger weiterverfolgen wird.

Bezüglich der kommenden ersten 28nm-Grafikkarten gibt es diverse Anzeichen darauf, daß deren Start eventuell schon Anfang Dezember stattfinden soll - bei nVidia soll der Launch der GeForce 600M Serie am 6. Dezember steigen und zu AMD gibt es (unbestätigte) Gerüchte, wonach man schon am 4. Dezember den neuen Performance-Chip "Cape Verde" (vermutlich Radeon HD 7800 Serie) vorstellen wird. Sollten diese Gerüchte halten, dann deutet aufgrund der Terminlage alles darauf hin, daß sowohl bei AMD als auch bei nVidia alle 28nm-Grafikchips außer den jeweiligen HighEnd-Modellen (AMD R1000/Tahiti & nVidia GK100) noch nicht den jeweils neuen Grafikchip-Architekturen (AMD Graphics Core Next & nVidia Kepler) angehören, sondern schlicht 28nm-Umsetzungen der bekannten Grafikchip-Architekturen (AMD VLIW4 & nVidia Fermi) sind. Der Launch der ersten 28nm-Generation würde dann in dieser Form ablaufen, als daß beide Grafikchip-Entwickler vermutlich zuerst ihren VLIW4/Fermi-basierten Performance-Chip herausbringen und in den nachfolgenden Wochen dann die VLIW4/Fermi-basierten Mainstream- und LowCost-Chips folgen, während der GCN/Kepler-basierte HighEnd-Chip dann jeweils erst im neuen Jahr antritt.

Dieses Launchmuster hat einige Vorteile: So muß man die einfacher zu erstellenden kleineren Chips nicht zurückhalten, bis der HighEnd-Chip der neuen Architektur endlich fertig ist - bei einer neuen Architektur kann es zudem immer zu unerwarteten Verzögerungen kommen, was bei den LowCost-, Mainstream- und Performance-Chips auf Basis der "alten" Architekturen eher unwahrscheinlich ist. Zudem muß man an die neue 28nm-Fertigung nicht gleich mit dem allergrößten und damit am schwierigsten auf gute Ausbeute und verkraftbare Verlustleistung trimmbaren HighEnd-Chip herangehen, sondern kann erst einmal 28nm-Erfahrung mit kleineren und mittleren Chips sammeln, welche sich dann überaus positiv auf die Produktionsvorbereitung des HighEnd-Chips auswirken sollten. Einziger Nachteil dieser Herangehensweise ist es, daß man vom Start weg eigentlich hohe Produktionsmengen (in den hundertausenden-Stückzahlen) benötigt, wenn man Mainstream- und Performance-Lösungen zuerst auf den Markt wirft - während man bei einem Launch mit dem HighEnd-Chip zuerst mit einigen tausenden Chips und dem eher langsamen Anfahren der Produktion auskommen kann.

Dabei dürfte der Launch des jeweiligen Performance-Chips kein Problem aus Sicht der reinen 3D-Performance sein, da von allen kommenden 28nm-Grafikchips - egal ob alte oder neue Architektur - jeweils ein Performancesprung von ca. 50 Prozent in ihrem jeweiligen Marktsegment zu erwarten ist (mehr, wenn AMD und nVidia die Verlustleistung noch weiter nach oben ziehen, was aber nicht gerade wahrscheinlich ist). Ausgehend von der aktuellen Performance-Generation um Radeon HD 6870 (Performance-Index: 190%) und GeForce GTX 560 Ti (Performance-Index: 210%) kann ein Performancesprung von +50% bei den 28nm Performance-Chips Cape Verde und GK104 diese problemlos auf und minimal über das Leistungsniveau der aktuellen HighEnd-Boliden Radeon HD 6970 (Performance-Index: 240%) und GeForce GTX 580 (Performance-Index: 280%) katapultieren - allerdings nicht über das Leistungsniveau der DualChip-Lösungen Radeon HD 6990 (Performance-Index: 380%) und GeForce GTX 590 (Performance-Index: 380%) hinaus. Das Leistungsniveau einer GeForce GTX 580, erreicht durch eine 28nm Performance-Lösung zu einem (angenommenen) Preis von unter 250 Euro wäre aller Ehren wert und würde demzufolge wahrscheinlich sehr gut vom Markt angenommen werden - egal des Umstands, daß die eigentlichen HighEnd-Boliden dann eben erst etwas später nachfolgen würden.





AMD aktuell
nVidia aktuell
erste 28nm-Generation





DualChip
Dual RV970/Cayman
Radeon HD 6990
Performance-Index: 380%
Dual GF110
GeForce GTX 590
Performance-Index: 380%
AMD Dual R1000/Tahiti ("New Zealand") & nVidia Dual GK100
Radeon HD 7990 & GeForce GTX 690
Performance-Index: ca. 550%



HighEnd
RV970/Cayman
Radeon HD 6950 & 6970
Performance-Index: 220%-240%
GF110
GeForce GTX 570 & 580
Performance-Index: 240%-280%
AMD R1000/Tahiti & nVidia GK100
Radeon HD 7900 & GeForce GTX 670 & 680
Performance-Index: ca. 400%



Performance
RV940/Barts
Radeon HD 6790, 6850 & 6870
Performance-Index: 130%-190%
GF104 & GF114
GeForce GTX 460 SE, 460, 560 & 560 Ti
Performance-Index: 140%-210%
AMD Cape Verde & nVidia GK104
Radeon HD 7800 & GeForce GTX 660
Performance-Index: ca. 300%



Mainstream I
RV840/Juniper
Radeon HD 6750 & 6770
Performance-Index: 100%-115%
GF106 & GF116
GeForce GTS 450 & GTX 550 Ti
Performance-Index: 100%-120%
AMD Pitcairn & nVidia GK107
Radeon HD 7700 & GeForce GTX 650
Performance-Index: ca. 180%



Mainstream II
RV830/Redwood & RV930/Turks
Radeon HD 5570, 5670, 6570 & 6670
Performance-Index: 50%-80%
GF108
GeForce GT 430 & 440
Performance-Index: 45%-55%
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Hartnäckig gegen einen Dezember-Launch der ersten 28nm-Boliden für den Desktop spricht allerdings die GeForce GTX 560 Ti v2 auf GF110-Basis, welche am 29. November in laut der VR-Zone allerdings auf einige zehntausende Stück limitierter Anzahl antreten soll: Diese Karte kann man sich wirklich sparen, wenn schon knapp eine Woche später eine brandneue Grafikkarten-Generation vor der Tür stehen sollte. Demzufolge ist es nicht auszuschließen, daß es sich bei den Dezember-Terminen von AMD und nVidia wirklich nur um Mobile-Launches handelt - d.h. die neuen 28nm-Chips werden zwar veröffentlicht und verbaut, aber dies erst einmal rein im Mobile-Segment, und das Desktop-Segment müsste dann erst einmal warten. Dies wäre allerdings eine ungewöhnliche Launch-Strategie - und riskant zudem, denn wenn entweder AMD oder nVidia dann doch unvermittelt mit Desktop-Chips vorpreschen würden, könnte der jeweils andere Grafikchip-Entwickler dann auf dem falschen Fuß erwischt werden (unzureichende Produktionsmengen, um Desktop und Mobile gleichzeitig bedienen zu können). Wirklich sicher, wann welche 28nm-Grafikchips in welcher Architektur herauskommen werden, ist daher derzeit leider noch gar nichts.

Shortcuts: Die Treiber-Analyse des neuen Catalyst 11.11 Treiber bei TweakTown ergab keinerlei Performance-Vorteil gegenüber dem vorhergehendem Treiber 11.10 - wobei allerdings nicht mit den zuletzt stark im Fokus liegenden Titeln Battlefield 3 und Modern Warfare 3 getestet wurde. Der Vergleich des DualChannel-Speicherinterface des Z68-Chipsatzes zum QuadChannel-Speicherinterface des X79-Chipsatzes bei nochmals TweakTown brachte nur insofern einen Informationsgewinn, als daß alle beide Speicherinterfaces im DualChannel-Modus mit gleichem Takt in etwa gleichschnell sind. Daß das (voll ausgefahrene) QuadChannel-Interface des X79-Chipsatzes schneller ist, ist keine Frage - bei diesem liegt das Problem allerdings eher darin, daß es auf dem Desktop kaum derzeit Anwendungen gibt, welche so viel Speicherbandbreite benötigen. Und letztlich vermelden Golem die Ankündigung Intels, ab 2012 die "Knights Corner" genannte Coprozessor-Platine mit über 50 Larrabee-Rechenkernen in den Verkauf schicken zu wollen, daß der bisherige Status als "Forschungsprojekt" nun also endlich verlassen wird. Knights Corner ist allerdings eine reine Entwicklung für den GPGPU-Bereich und bis dato ist unklar, ob Intel jemals noch die Ansätze des ehemaligen Larrabee-Projekts wieder in Richtung einer echten Grafikkarte als Spielebeschleuniger weiterverfolgen wird.