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News des 21. Dezember 2011

Zu AMDs am Donnerstagmorgen um 6 Uhr früh offiziell antretender Radeon HD 7970 sind nun auch noch die komplette Präsentations-Mappe sowie der Reviewers Guide mit den AMD-eigenen Benchmarks beim Filehoster Megaupload aufgetaucht, wir zitieren nachfolgend die interessantesten und bislang teilweise noch fehlenden Präsentationsfolien. Beachtenswert an den Folien zur R1000/Tahiti-Technik ist diejenige mit dem 3DCenter Filter Tester, mittels welchem AMD die bessere Qualität des anisotropen Filters beim R1000/Tahiti-Chip nachweisen will. Im genauen hat AMD damit natürlich nur die bisher vorhandenen Filter-Problem per Hardware gelöst – aber man kann auch schlecht zugeben, daß die bisherige AMD-Hardware diesbezüglich einen Nachteil hatte, demzufolge wird dies als "Zugewinn" des neuen Grafikchips propagandiert. In der Praxis dürfte AMD damit aber nur zur AF-Qualität von nVidia aufschließen – auf keinen Fall verkehrt, aber inzwischen natürlich nur im Status einer Selbstverständlichkeit.

Präsentationsfolien zur Radeon HD 7970, Folie 3 (bessere Qualität)
Präsentationsfolien zur Radeon HD 7970, Folie 3 (bessere Qualität)
Präsentationsfolien zur Radeon HD 7970, Folie 1 (bessere Qualität)
Präsentationsfolien zur Radeon HD 7970, Folie 1 (bessere Qualität)
Präsentationsfolien zur Radeon HD 7970, Folie 25
Präsentationsfolien zur Radeon HD 7970, Folie 25
Präsentationsfolien zur Radeon HD 7970, Folie 26
Präsentationsfolien zur Radeon HD 7970, Folie 26
Präsentationsfolien zur Radeon HD 7970, Folie 27
Präsentationsfolien zur Radeon HD 7970, Folie 27
Präsentationsfolien zur Radeon HD 7970, Folie 28
Präsentationsfolien zur Radeon HD 7970, Folie 28

Bei den Benchmark-Folien bekommen wir zuerst einmal die hauptsächliche Benchmark-Folie in besserer Qualität, laut welcher AMD der Radeon HD 7970 nach wie vor einen Performance-Vorteil von im Schnitt 47 Prozent gegenüber der GeForce GTX 580 zuspricht. Die dafür angeführten Benchmarks wurden vorzugsweise unter 2560x1600 und teilweise mit 8x Anti-Aliasing durchgeführt, so daß schon der Verdacht geäußert wurde, daß sich AMD hier Szenen herausgesucht hat, bei welchen der GeForce GTX 580 primär deren Speicher ausgeht. Der Performanceabstand unter dem regulären Test-Maßstab 1920x1200 mit 4x Anti-Aliasing wird also geringer ausfallen – um wie viel geringer, werden die morgigen Launchtests zeigen. Für HighEnd-Zocker, welche gern superhohe Auflösungen und höherwertigere Anti-Aliasing-Mode nutzen, könnten die von AMD aufgezeigten Zahlen aber durchaus nutzvoll sein, denn in diesen Sphären wird nun kaum standardmäßiges 1920x1200 mit 4xAA genutzt.

Präsentationsfolien zur Radeon HD 7970, Folie 24 (bessere Qualität)
Präsentationsfolien zur Radeon HD 7970, Folie 24 (bessere Qualität)
Präsentationsfolien zur Radeon HD 7970, Folie 29
Präsentationsfolien zur Radeon HD 7970, Folie 29
Präsentationsfolien zur Radeon HD 7970, Folie 30
Präsentationsfolien zur Radeon HD 7970, Folie 30
Präsentationsfolien zur Radeon HD 7970, Folie 31
Präsentationsfolien zur Radeon HD 7970, Folie 31

Die VR-Zone zeigt Bilder einer Radeon HD 7770 Grafikkarte auf Basis des "Cape Verde" 28nm Mainstream-Grafikchips. Da die Karte auch ohne Kühler abgebildet wurde, läßt sich schon einiges über Cape Verde sagen bzw. annehmen: So belaufen sich die Schätzungen zur Die-Fläche des Grafikchips auf 130 bis 150mm², dies wäre sogar etwas kleiner als der RV840/Juniper-Chip der Radeon HD 5700/6700 Serien (166mm²) aufweist. Aufgrund der Erfahrungen bezüglich des Verhältnisses von Die-Fläche zu Anzahl der Hardware-Einheiten beim R1000/Tahiti-Chip läßt sich Cape Verde demzufolge auf 768 (1D) Shader-Einheiten einschätzen, möglich sind auch die darumliegenden Varianten mit 704 oder 832 Shader-Einheiten (aufgrund der GCN Shader-Cluster immer ein Vielfaches von 64). Dies würde dann zudem in einer Anzahl der Textureneinheiten zwischen 44 und 52 Stück resultieren. Das Speicherinterface scheint dagegen bei 128 Bit DDR geblieben zu sein, mehr muß AMD in dieser Performanceklasse wohl auch nicht tun.

Damit erscheint der Cape-Verde-Chip nun nicht besonders beeindruckend gegenüber dem mehr als zwei Jahre altem RV840/Juniper-Chip, da die Anzahl der Hardware-Einheiten irgendwo im selben Rahmen liegt (der RV840/Juniper-Chip verfügt über 800 VLIW5 Shader-Einheiten, 40 TMUs und 16 ROPs an einem 128 Bit DDR Speicherinterface). Um hier eine klare Mehrperformance zu bieten, wird AMD zum einen die Effizienzvorteile der GCN-Architektur in die Waagschale werfen müssen, zum anderen kann gerade dieser recht kleine Grafikchip möglicherweise mit klar mehr Takt antreten als zum einen der RV840/Juniper-Chip (maximal 850 MHz Chiptakt) oder auch die großen Chips der GCN-Architektur. Sofern AMD den Cape-Verde-Chip angenommen auf 1100 MHz Chiptakt bei 768 (1D) Shader-Einheiten bringt, ergäben sich doch ganz anständige Zugewinne bei den Rohleistungen: 24 Prozent mehr Rechen- und 55 Prozent mehr Texturierleistung. Bei der Speicherbandbreite sind durch die Weiterverwendung des 128 Bit DDR Speicherinterfaces allerdings kaum größere Zugewinne zu erwarten, viel höhere Speichertaktraten als bei der Radeon HD 5770/6770 (2400 MHz) gehen dann ungebührlich ins Geld.

Northern Islands
(Radeon HD 6000 Serie)
Southern Islands
(Radeon HD 7000 Serie)
RV840/Juniper
1,04 Milliarden Transistoren auf 166mm² in 40nm
VLIW5-Architektur mit einer Raster Engine
800 VLIW5 Shader-Einheiten
40 Textureneinheiten (TMUs)
16 Raster Operation Units (ROPs)
128 Bit DDR Speicherinterface (bis GDDR5)
maximaler Takt: Chip 850 MHz, Speicher 2400 MHz
maximale Rechenleistung: 1,36 TFlops (SP)
maximale Speicherbandbreite: 76,8 GB/sec
Cape Verde
geschätzt 1,2 Milliarden Transistoren auf rund 130 bis 150mm² in 28nm
GCN-Architektur
geschätzt 704 bis 832 (1D) Shader-Einheiten
geschätzt 44 bis 52 Textureneinheiten (TMUs)
wahrscheinlich 16 Raster Operation Units (ROPs)
128 Bit DDR Speicherinterface (bis GDDR5)
Radeon HD 5750/6750
Performance-Index 100%, Spieleverbrauch 67W
Radeon HD 7750
Performance-Index geschätzt 130 bis 140%
Radeon HD 5770/6770
Performance-Index 115%, Spieleverbrauch 87W
Radeon HD 7770
Performance-Index geschätzt 150 bis 160%
Vergleichswerte: Radeon HD 6790 mit Performance-Index 130% und 115W Spieleverbrauch, Radeon HD 6850 mit Performance-Index 160% und 121W Spieleverbrauch

Den ganz großen Sprung gegenüber dem RV840/Juniper wird Cape Verde auf dieser geringen Chip-Fläche und mit diesem Speicherinterface also nicht hinlegen können. Es ist von Cape Verde bzw. der Radeon HD 7700 Serie ein eher mittelprächtiger Performancegewinn gegenüber den Radeon HD 5700/6700 Serien zu erwarten – irgendetwas in Richtung 30 bis 40 Prozent Performanceplus, das heist bestenfalls kommt eine Radeon HD 7770 auf das Niveau einer Radeon HD 6850 bzw. GeForce GTX 460. Dafür sind mit diesem Design aber eben auch vergleichsweise sparsame und kostengünstige Spiele-Beschleuniger realisierbar: AMD verbaut auf der gezeigten Karte nur einen 6poligen Stromanschluß, was eine TDP bis maximal 150 Watt zulassen würde. Vermutlich sind es aber sogar unter 100 Watt realer Stromaufnahme, ganz im Stil der Radeon HD 5700/6700 Karten. Und preislich dürfte AMD auch nicht viel mehr als das Niveau der Radeon HD 6850 verlangen können – sprich, ca. 130 Euro für eine Radeon HD 7770 und dann vielleicht ca. 110 Euro für eine etwas abgespeckte Radeon HD 7750.

In der Summe würden Radeon HD 7750 & 7770 damit einen Ersatz für die Radeon HD 6790 & 6850 Lösungen zu vergleichbarer Performance und Preis zu einer klar niedrigeren Stromaufnahme bieten. Perspektivisch dürften zudem die Preise dieser neuen AMD Mainstream-Lösungen auch unter 100 Euro gedrückt werden können – dies allerdings erst, wenn die "alten" AMD-Beschleuniger der Radeon HD 6000 Serie aus dem Markt verschwunden sind und wenn nVidia entsprechende 28nm-Gegenangebote hat, mittels welchen sich erst ein echter Wettbewerb entfalten kann. Zum Launch irgendwann im ersten oder zweiten Qurtal 2012 dürfte AMD die Radeon HD 7700 Serie sicherlich (wie voraussichtlich auch bei der Radeon HD 7970) zu dann marktüblichen Preisen anbieten – sprich, man bezahlt für die Mehrperformance gegenüber der 40nm-Generation auch entsprechend mehr. Der Zustand, daß die 28nm-Generation mehr Performance zum selben Preis bietet, wird sich generell erst im Laufe des Jahres 2012 einstellen, ganz gewiß nicht am Anfang der 28nm-Generation.

Die PC Games Hardware berichten über eine hersteller-unabhängige Implementierung von Morphological Anti-Aliasing namens injectSMAA, welche diese überall einsetzbare Kantenglättungsart zu einem besonders niedrigen Performanceverlust realisieren können soll. Da hierfür allerdings die Spiele derart modifiziert werden müssen, als daß in Onlinespielen der Cheater-Schutz anschlagen wird, ist die Einsatzbreite von injectSMAA etwas begrenzt. Ohne solcherart Einschränkungen nutzbares Morphological Anti-Aliasing bietet AMD bereits mittels seines MLAA und nVidia (noch inoffiziell) durch FXAA – wobei abzuwarten bleibt, welche weiteren Verbesserungen die Grafikchip-Entwickler beim Thema Anti-Aliasing mit der kommenden 28nm Grafikchip-Generation bieten werden.

Laut dem Planet 3DNow! sind in einem Beta-BIOS von Asus drei neue Bulldozer-Prozessoren gelistet, was auf deren baldiges Erscheinen hinweist. Es handelt sich dabei um die Modelle FX-4170, FX-8100 und FX-8120, welche allerdings schon zum Bulldozer-Launch genannt wurden. FX-8100 und FX-8120 sind wegen ihrer niedrigen Taktraten eher uninteressant, dagegen könnte der Vierkern-Prozessor FX-4170 wegen seines hohen Nominaltakts von 4.2 GHz (unter TurboCore geht es auf maximal 4.3 GHz hinauf) möglicherweise für ein gewisses Interesse sorgen. Denn ausgehend von den Erkenntnissen zur Spiele-Performance von Vierkern-Bulldozern sollte der FX-4170 eine Spiele-Performance wie in FX-8150 hinlegen können, was die CPU bei einem entsprechendem Preis als gangbare Alternative erscheinen lassen könnte.

Zu AMDs am Donnerstagmorgen um 6 Uhr früh offiziell antretender Radeon HD 7970 sind nun auch noch die komplette Präsentations-Mappe sowie der Reviewers Guide mit den AMD-eigenen Benchmarks beim Filehoster Megaupload aufgetaucht, wir zitieren nachfolgend die interessantesten und bislang teilweise noch fehlenden Präsentationsfolien. Beachtenswert an den Folien zur R1000/Tahiti-Technik ist diejenige mit dem 3DCenter Filter Tester, mittels welchem AMD die bessere Qualität des anisotropen Filters beim R1000/Tahiti-Chip nachweisen will. Im genauen hat AMD damit natürlich nur die bisher vorhandenen Filter-Problem per Hardware gelöst - aber man kann auch schlecht zugeben, daß die bisherige AMD-Hardware diesbezüglich einen Nachteil hatte, demzufolge wird dies als "Zugewinn" des neuen Grafikchips propagandiert. In der Praxis dürfte AMD damit aber nur zur AF-Qualität von nVidia aufschließen - auf keinen Fall verkehrt, aber inzwischen natürlich nur im Status einer Selbstverständlichkeit.





Präsentationsfolien zur Radeon HD 7970, Folie 3 (bessere Qualität)

Präsentationsfolien zur Radeon HD 7970, Folie 1 (bessere Qualität)



Präsentationsfolien zur Radeon HD 7970, Folie 25

Präsentationsfolien zur Radeon HD 7970, Folie 26



Präsentationsfolien zur Radeon HD 7970, Folie 27

Präsentationsfolien zur Radeon HD 7970, Folie 28




Bei den Benchmark-Folien bekommen wir zuerst einmal die hauptsächliche Benchmark-Folie in besserer Qualität, laut welcher AMD der Radeon HD 7970 nach wie vor einen Performance-Vorteil von im Schnitt 47 Prozent gegenüber der GeForce GTX 580 zuspricht. Die dafür angeführten Benchmarks wurden vorzugsweise unter 2560x1600 und teilweise mit 8x Anti-Aliasing durchgeführt, so daß schon der Verdacht geäußert wurde, daß sich AMD hier Szenen herausgesucht hat, bei welchen der GeForce GTX 580 primär deren Speicher ausgeht. Der Performanceabstand unter dem regulären Test-Maßstab 1920x1200 mit 4x Anti-Aliasing wird also geringer ausfallen - um wie viel geringer, werden die morgigen Launchtests zeigen. Für HighEnd-Zocker, welche gern superhohe Auflösungen und höherwertigere Anti-Aliasing-Mode nutzen, könnten die von AMD aufgezeigten Zahlen aber durchaus nutzvoll sein, denn in diesen Sphären wird nun kaum standardmäßiges 1920x1200 mit 4xAA genutzt.





Präsentationsfolien zur Radeon HD 7970, Folie 24 (bessere Qualität)

Präsentationsfolien zur Radeon HD 7970, Folie 29



Präsentationsfolien zur Radeon HD 7970, Folie 30

Präsentationsfolien zur Radeon HD 7970, Folie 31




Die VR-Zone zeigt Bilder einer Radeon HD 7770 Grafikkarte auf Basis des "Cape Verde" 28nm Mainstream-Grafikchips. Da die Karte auch ohne Kühler abgebildet wurde, läßt sich schon einiges über Cape Verde sagen bzw. annehmen: So belaufen sich die Schätzungen zur Die-Fläche des Grafikchips auf 130 bis 150mm², dies wäre sogar etwas kleiner als der RV840/Juniper-Chip der Radeon HD 5700/6700 Serien (166mm²) aufweist. Aufgrund der Erfahrungen bezüglich des Verhältnisses von Die-Fläche zu Anzahl der Hardware-Einheiten beim R1000/Tahiti-Chip läßt sich Cape Verde demzufolge auf 768 (1D) Shader-Einheiten einschätzen, möglich sind auch die darumliegenden Varianten mit 704 oder 832 Shader-Einheiten (aufgrund der GCN Shader-Cluster immer ein Vielfaches von 64). Dies würde dann zudem in einer Anzahl der Textureneinheiten zwischen 44 und 52 Stück resultieren. Das Speicherinterface scheint dagegen bei 128 Bit DDR geblieben zu sein, mehr muß AMD in dieser Performanceklasse wohl auch nicht tun.

Damit erscheint der Cape-Verde-Chip nun nicht besonders beeindruckend gegenüber dem mehr als zwei Jahre altem RV840/Juniper-Chip, da die Anzahl der Hardware-Einheiten irgendwo im selben Rahmen liegt (der RV840/Juniper-Chip verfügt über 800 VLIW5 Shader-Einheiten, 40 TMUs und 16 ROPs an einem 128 Bit DDR Speicherinterface). Um hier eine klare Mehrperformance zu bieten, wird AMD zum einen die Effizienzvorteile der GCN-Architektur in die Waagschale werfen müssen, zum anderen kann gerade dieser recht kleine Grafikchip möglicherweise mit klar mehr Takt antreten als zum einen der RV840/Juniper-Chip (maximal 850 MHz Chiptakt) oder auch die großen Chips der GCN-Architektur. Sofern AMD den Cape-Verde-Chip angenommen auf 1100 MHz Chiptakt bei 768 (1D) Shader-Einheiten bringt, ergäben sich doch ganz anständige Zugewinne bei den Rohleistungen: 24 Prozent mehr Rechen- und 55 Prozent mehr Texturierleistung. Bei der Speicherbandbreite sind durch die Weiterverwendung des 128 Bit DDR Speicherinterfaces allerdings kaum größere Zugewinne zu erwarten, viel höhere Speichertaktraten als bei der Radeon HD 5770/6770 (2400 MHz) gehen dann ungebührlich ins Geld.




Northern Islands
(Radeon HD 6000 Serie)
Southern Islands
(Radeon HD 7000 Serie)





RV840/Juniper
1,04 Milliarden Transistoren auf 166mm² in 40nm
VLIW5-Architektur mit einer Raster Engine
800 VLIW5 Shader-Einheiten
40 Textureneinheiten (TMUs)
16 Raster Operation Units (ROPs)
128 Bit DDR Speicherinterface (bis GDDR5)
maximaler Takt: Chip 850 MHz, Speicher 2400 MHz
maximale Rechenleistung: 1,36 TFlops (SP)
maximale Speicherbandbreite: 76,8 GB/sec
Cape Verde
geschätzt 1,2 Milliarden Transistoren auf rund 130 bis 150mm² in 28nm
GCN-Architektur
geschätzt 704 bis 832 (1D) Shader-Einheiten
geschätzt 44 bis 52 Textureneinheiten (TMUs)
wahrscheinlich 16 Raster Operation Units (ROPs)
128 Bit DDR Speicherinterface (bis GDDR5)



Radeon HD 5750/6750
Performance-Index 100%, Spieleverbrauch 67W
Radeon HD 7750
Performance-Index geschätzt 130 bis 140%



Radeon HD 5770/6770
Performance-Index 115%, Spieleverbrauch 87W
Radeon HD 7770
Performance-Index geschätzt 150 bis 160%



Vergleichswerte: Radeon HD 6790 mit Performance-Index 130% und 115W Spieleverbrauch, Radeon HD 6850 mit Performance-Index 160% und 121W Spieleverbrauch





Den ganz großen Sprung gegenüber dem RV840/Juniper wird Cape Verde auf dieser geringen Chip-Fläche und mit diesem Speicherinterface also nicht hinlegen können. Es ist von Cape Verde bzw. der Radeon HD 7700 Serie ein eher mittelprächtiger Performancegewinn gegenüber den Radeon HD 5700/6700 Serien zu erwarten - irgendetwas in Richtung 30 bis 40 Prozent Performanceplus, das heist bestenfalls kommt eine Radeon HD 7770 auf das Niveau einer Radeon HD 6850 bzw. GeForce GTX 460. Dafür sind mit diesem Design aber eben auch vergleichsweise sparsame und kostengünstige Spiele-Beschleuniger realisierbar: AMD verbaut auf der gezeigten Karte nur einen 6poligen Stromanschluß, was eine TDP bis maximal 150 Watt zulassen würde. Vermutlich sind es aber sogar unter 100 Watt realer Stromaufnahme, ganz im Stil der Radeon HD 5700/6700 Karten. Und preislich dürfte AMD auch nicht viel mehr als das Niveau der Radeon HD 6850 verlangen können - sprich, ca. 130 Euro für eine Radeon HD 7770 und dann vielleicht ca. 110 Euro für eine etwas abgespeckte Radeon HD 7750.

In der Summe würden Radeon HD 7750 & 7770 damit einen Ersatz für die Radeon HD 6790 & 6850 Lösungen zu vergleichbarer Performance und Preis zu einer klar niedrigeren Stromaufnahme bieten. Perspektivisch dürften zudem die Preise dieser neuen AMD Mainstream-Lösungen auch unter 100 Euro gedrückt werden können - dies allerdings erst, wenn die "alten" AMD-Beschleuniger der Radeon HD 6000 Serie aus dem Markt verschwunden sind und wenn nVidia entsprechende 28nm-Gegenangebote hat, mittels welchen sich erst ein echter Wettbewerb entfalten kann. Zum Launch irgendwann im ersten oder zweiten Qurtal 2012 dürfte AMD die Radeon HD 7700 Serie sicherlich (wie voraussichtlich auch bei der Radeon HD 7970) zu dann marktüblichen Preisen anbieten - sprich, man bezahlt für die Mehrperformance gegenüber der 40nm-Generation auch entsprechend mehr. Der Zustand, daß die 28nm-Generation mehr Performance zum selben Preis bietet, wird sich generell erst im Laufe des Jahres 2012 einstellen, ganz gewiß nicht am Anfang der 28nm-Generation.

Die PC Games Hardware berichten über eine hersteller-unabhängige Implementierung von Morphological Anti-Aliasing namens injectSMAA, welche diese überall einsetzbare Kantenglättungsart zu einem besonders niedrigen Performanceverlust realisieren können soll. Da hierfür allerdings die Spiele derart modifiziert werden müssen, als daß in Onlinespielen der Cheater-Schutz anschlagen wird, ist die Einsatzbreite von injectSMAA etwas begrenzt. Ohne solcherart Einschränkungen nutzbares Morphological Anti-Aliasing bietet AMD bereits mittels seines MLAA und nVidia (noch inoffiziell) durch FXAA - wobei abzuwarten bleibt, welche weiteren Verbesserungen die Grafikchip-Entwickler beim Thema Anti-Aliasing mit der kommenden 28nm Grafikchip-Generation bieten werden.

Laut dem Planet 3DNow! sind in einem Beta-BIOS von Asus drei neue Bulldozer-Prozessoren gelistet, was auf deren baldiges Erscheinen hinweist. Es handelt sich dabei um die Modelle FX-4170, FX-8100 und FX-8120, welche allerdings schon zum Bulldozer-Launch genannt wurden. FX-8100 und FX-8120 sind wegen ihrer niedrigen Taktraten eher uninteressant, dagegen könnte der Vierkern-Prozessor FX-4170 wegen seines hohen Nominaltakts von 4.2 GHz (unter TurboCore geht es auf maximal 4.3 GHz hinauf) möglicherweise für ein gewisses Interesse sorgen. Denn ausgehend von den Erkenntnissen zur Spiele-Performance von Vierkern-Bulldozern sollte der FX-4170 eine Spiele-Performance wie in FX-8150 hinlegen können, was die CPU bei einem entsprechendem Preis als gangbare Alternative erscheinen lassen könnte.