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Hardware- und Nachrichten-Links des 10. Mai 2017

Die PC Games Hardware hat ihre Prey-Benchmarks um die Meßwerte einiger weiterer Grafikkarten ergänzt sowie noch extra Benchmarks zur CPU-Belastung hinzugefügt. Bei den Grafikkarten gab es den interessanten Effekt zu beobachten, daß das Spiel bei einer unzureichenden Menge an Grafikkartenspeicher selbsttätig die Texturenqualität nach unten regelte – womit auch eine GeForce GTX 770 2GB noch eine nominell sogar sehr gute Performance erreichte, dies allerdings unter einer (deutlich) niedrigeren Texturenqualität. Laut den Ausführungen der PC Games Hardware benötigt man für Prey unter FullHD & WQHD Grafikkarten ab 3 GB Grafikkartenspeicher, um diesem Effekt zu entgehen – für die UltraHD-Auflösungen müssen es denn 4 GB Grafikkartenspeicher sein. Dies ist bislang der einzige Negativpunkt in der Grafikkarten-Performance von Prey, wo ansonsten auch ältere Midrange-Modelle wie Radeon R9 280X und eben jene GeForce GTX 770 um die 70 fps unter der FullHD-Auflösung erzielen konnten.

Bezüglich der CPU-Performance ist dagegen die vernünftige Skalierung mit vielen CPU-Kernen & -Threads positiv zu erwähnen: Selbst der Wechsel von 8C8T zu 8C16T (SMT on/off auf Ryzen 7) bringt noch einen (kleinen) Performancegewinn, zwischen 4C4T und 8C16T liegt immerhin eine insgesamte Performancedifferenz von +60,2%. Für die Praxis hat dies allerdings keine Auswirkungen, da selbst diese Minimalvariante von 4 CPU-Kernen ohne SMT auf 3 GHz Takt bereits knapp 90 fps in diesem Titel erreicht. Sehr interessant sind daneben die Benchmarks zu den möglichen CCX-Konfigurationen von Ryzen: Die von AMD verkaufte CCX-Konfiguration von 2+2 kommt auf 88,5 fps, die "ideale" CCX-Konfiguration von 4+0 dagegen auf gleich 95,1 fps – was sich ja auch theoretisch untermauern läßt durch den Wegfall des Datentransports zwischen den beiden CCX-Modulen. Sobald allerdings SMT aktiv ist, verschwindet dieser nicht unerhebliche Unterschied vollständig, ist (zumindest unter Prey) erstaunlicherweise die Verkaufsvariante (2+2) dann sogar minimal schneller.

Ein Eintrag in der SiSoft-Benchmarkdatenbank bestätigt einige technischen Daten zu den kommenden AMD "Raven Ridge" APUs: Das dort notierte PC-System meldet sich schon ganz offiziell mit "AMD Mandolin Raven" an, insofern ist die Zuordnung dieser Daten keine Frage mehr. Der CPU-Part wird mit 4 CPU-Kernen samt SMT auf Taktraten von 3.0/3.3 GHz mit insgesamt 4 MB Level3-Cache genannt – wobei Cache und SMT bereits früher gerüchteweise in dieser Form charakterisiert wurden und mittels dieses Eintrags nunmehr bestätigt werden konnten. Der GPU-Part basiert hingegen auf 11 Shader-Clustern (ergibt 704 Shader-Einheiten), was AMD zuletzt sogar ganz offiziell schon so angegeben hatte, auf allerdings nur 800 MHz GPU-Takt. Hierzu wurde früher ein deutlich höherer GPU-Takt von 1200 MHz genannt – aber das Vorserien-Samples niedriger takten können, ist schließlich vollkommen normal.

Auch der CPU-Takt ist wohl nicht wirklich final – zumindest kann man von Raven Ridge eigentlich höhere Taktraten als von Summit Ridge (= Ryzen) erwarten, wenn bei der APU nur 4 CPU-Kerne physikalisch vorhanden sind. In der Praxis der Verkaufsexemplare könnte AMD allerdings die Raven-Ridge-Taktraten dann doch wieder einschränken, um gewisse TDP-Grenzen nicht zu überschreiten. Hier könnte möglicherweise auch der größte Unterschied gegenüber den Vierkernern von Ryzen 5 liegen: Jene gibt es mit gleich 8 oder 16 MB Level3-Cache, höheren Taktraten – und eben der Möglichkeit zur Übertaktung, was bei Raven Ridge noch etwas in Frage steht. Zwar hatte AMD bei seinen letzten Bulldozer-basierten APUs ebenfalls einigen Modellen die Übertaktung freigegeben, aber dies war auch zu Zeiten, wo AMD keinerlei schlagkräftige HighEnd-CPU hatte. Nun aber mittels Ryzen könnte AMD den APUs die Übertaktung generell verwehren – und damit dann eben Ryzen 3 & 5 stärken, welche diese Funktionalität besitzen.

Laut der ComputerBase ergibt sich ein neuer Launchtermin für Kaby-Lake-X und Skylake-X: Nachdem man bisher die Computex annahm, soll es nunmehr die E3 2017 (13. bis 15. Juni) werden – wobei zur Computex nichtsdestotrotz die Mainboard-Hersteller schon ihre neuen diesbezüglichen Produkte zeigen werden. Der neue Termin passt sowieso besser zum zuletzt genannten eigentlichen Fall des NDAs und damit der Berichterstattung samt Benchmarks am 12. Juni 2017. Die neue Enthusiasten-Plattform von Intel dürfte somit wahrscheinlich am 12. Juni im Vorfeld der E3 offiziell vorgestellt werden, dann ist auch der NDA-Fall. Wie bekannt, soll die eigentliche Auslieferung dieser Prozessoren trotzdem aber erst am 26. Juni starten – Intel ist wegen der Terminvorverlegungen spät dran mit dem Produktionsbeginn, welcher für diese Prozessoren sogar erst auf der vorletzten Juni-Woche liegt.