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Hardware- und Nachrichten-Links des 13./14. März 2021

AnandTech haben ihren Vorab-Test zum Core i7-11700K mittels eines neuen Mainboard-BIOS mit neuerem Microcode zugunsten von Rocket Lake aktualisiert. Hierbei ergaben sich trotz umfangreichem Testfeld nicht unbeachtliche Performancegewinne von durchschnittlich +1,2% unter Anwendungen, +2,2% unter Singlethread, +2,1% unter Spielen sowie +3,7% unter Spielen auf (CPU-limitiert) niedrigstmöglicher Auflösung. Dies sind keine Bäume ausreißenden Zugewinne, aber nur für ein neues BIOS-Update gar nicht einmal schlecht – welches zudem auch noch nicht das finale BIOS für den Rocket-Lake-Launch zum Monatsende sein muß. Der große Durchbruch gegenüber AMDs Zen 3 wird hiermit natürlich nicht erzielt – und ist auch nicht mehr zu erwarten, so hochfliegendes Potential haben BIOS-Updates dann auch wieder nicht. Daneben wurde auch die Frage zum Takt des Speichercontrollers beantwortet: Jener lief durchgehend im Verhältnis 1:1, trotz dass Intels eigene Spezifikations-Folie für den Core i7-11700K unter DDR4/3200 eigentlich eine Takthalbierung vorsieht.

Core i9-9900KS Core i7-10700K Core i7-11700K Ryzen 7 5800X
Hardware CFL-R, 8C/16T, 4.0/5.0 GHz CML, 8C/16T, 3.8/5.1 GHz RKL, 8C/16T, 3.6/5.0 GHz Zen 3, 8C/16T, 3.8/4.7 GHz
Anwendungs-Performance 100,3% 100% 108,8% (altes BIOS: 107,5%) 115,8%
Singlethread-Performance 98,6% 100% 129,4% (altes BIOS: 126,6%) 120,2%
Spiele-Perf. FHD 5% perc. 103,0% 100% 102,4% (altes BIOS: 100,3%) 104,1%
Spiele-Perf. lowP/lowQ 104,7% 100% 104,5% (altes BIOS: 100,8%) 123,0%
"Spiele-Perf. FHD 5% perc." = FullHD, bestmögliche Qualität, 5% percentile fps ... "Spiele-Perf. lowP/lowQ" = niedrigstmögliche Auflösung (360p-768p), niedrigstmögliche Qualität, average fps ... gemäß der Ausführungen von AnandTech unter 21 Anwendungs-, 3 Singlethread- und 11 Spiele-Tests (ausgenommen: 3D Particle Movement mit AVX, AI Benchmark, DigiCortex & SPEC2017)

Die kürzlich weit herumgereichten Benchmarks zur Radeon RX 6700 XT unter immerhin 24 Rasterizer- und 11 RayTracing-Tests stammen wahrscheinlich nicht von einer unabhängigen Quelle, sondern von AMD selber – vermutlich aus dem "Reviewer's Guide" zu dieser Karte, welcher derzeit den Hardwaretestern vorliegt. Darauf deuten durchgehend gleichartige fps-Werte gegenüber den zur Karten-Ankündigung gezeigten AMD-Benchmarks hin: Differenzen gibt es hierbei bestenfalls im Rahmen von 1-2 fps, meistens ist es aber fps-genau gleich. Dies kann zwar bei einzelnen Benchmarks passieren, aber über ein größeres Testfeld sollten sich bei unterschiedlichen Hardwaretestern doch auch einmal klare Unterschiede in der Wertehöhe einstellen, weil einfach eine andere Testsequenz benutzt wird. Ganz ohne jede wirklichen Unterschiede saß im Endeffekt bei beiden Wertereihen wohl derselbe Tester am Werk – AMD. Darauf deutet indirekt auch die schwache Skalierung zwischen GeForce RTX 3060 Ti und 3070 hin, welche bisher fast nur AMD derart konsequent ausgemessen hat.

Dies senkt den Wert der gezeigten zweiten Benchmark-Reihe deutlich ab, von welcher man bisher eine Herkunft aus Kreisen der Grafikkarten-Hersteller o.ä. ausgehen konnte. Jene somit höchstwahrscheinlich AMD-eigenen Benchmarks dürften generell ein etwas zu AMD-positives Bild abgeben, wie es zuletzt bei eigentlich allen Hersteller-eigenen Benchmarks der Fall war. Dazu muß man nicht einmal die exklusive Aktivierung von SAM bei der Radeon RX 6700 XT zählen, denn schließlich ist es nicht AMDs Schuld, wenn nVidia beim rBAR-Support für GeForce RTX 3060 Ti & 3070 nicht in die Puschen kommt. Clever ist in diesem Sinne der Launchtermin der Radeon RX 6700 XT angesetzt – noch vor den zum Monatsende zu erwartenden rBAR-Updates seitens nVidia. In jedem Fall sollte man die Möglichkeit einrechnen, dass die Ergebnisse von AMD eigenen Benchmarks beim am Donnerstag anstehenden Launch der Radeon RX 6700 XT von den unabhängigen Hardwaretestern nicht unbedingt in dieser Höhe repliziert werden könnten – womit das Ringen zwischen Radeon RX 6700 XT und GeForce RTX 3070 umso interessanter wird und nicht einmal ein herauskommender Gleichstand als garantiert erscheint.

Passend hierzu liegen seitens VideoCardz neue Benchmarks zur Radeon RX 6700 XT vor, diesesmal ein umfangreicher Vergleich unter diversen 3DMark13-Tests. Die Radeon RX 6700 XT wurde dabei durch eine werksübertaktete "Nitro+" von Sapphire vertreten, was allerdings bei einer Radeon RX 6800 XT nur ca. 1% Mehrperformance unter dem 3DMark13 erbrachte und damit eine negierbare Verzerrung darstellt. Die mit der Sapphire-Karte erzielte 3DMark13-Performance ist jedoch sowieso nicht berauschend, im Schnitt nur bei +34% oberhalb der Radeon RX 5700 XT liegend, in der Spitze dann wenigstens bei +44% (FireStrike Extreme). Die Problematik hieran ist, dass jene 3DMark13-Resultate der bekannten AMD-Karten (Radeon RX 5700 XT & Radeon RX 6800 /XT) ziemlich vergleichbar zum 3DCenter UltraHD/4K Performance-Index skalieren, man den Stand der Radeon RX 6700 XT unter dem 3DMark13 (verglichen nur mit AMD-Hardware) also durchaus auf jenen Performance-Index applizieren kann.

5700XT 6700XT(+) 3070 6800 3080 6800XT
geometrisches Mittel von fünf 3DMark13-Tests 59,4% 79,5% 88,8% 100% 117,2% 119,0%
AMD-Skalierung des 4K Perf.Index, normiert auf RX6800 61,3% - - 100% - 115,0%
3DCenter UltraHD/4K Performance-Index 163% ? 245% 266% 328% 306%
3DMark13-Werte gemäß der Ausführungen von VideoCardz (mit einer Sapphire Nitro+)

Dies geht dann allerdings nicht gut aus für die Radeon RX 6700 XT, denn bei nur +34% auf die Radeon RX 5700 XT oben drauf bzw. einem Weg von +26% zur Radeon RX 6800 kommt hierbei nur ein (geschätzter) 4K-Index von ~210-220% heraus. Dies würde zwar für einen Kontrahenten zur GeForce RTX 3060 Ti (4K Perf.Index 212%) gut genug sein, aber keinesfalls bis zur GeForce RTX 3070 (4K Perf.Index 245%) hinaufreichen. Es bleibt zugunsten von AMD zu hoffen, dass diese Vorab-Benchmarks nicht die Situation unter realen Spielen wiedergeben oder aus anderen Gründen hiermit nicht das reale Performancebild der Radeon RX 6700 XT wiedergegeben wird. Immerhin hat AMD mit seinen eigenen Benchmarks zur Vorstellung der Radeon RX 6700 XT nunmehr ein gewisses Performance-Narrativ (der direkten Konkurrenz zur GeForce RTX 3070) gesetzt – welches man nunmehr auch erfüllen muß, größere Abstriche hiervon kann man sich ob der einmal geweckten Erwartungen nicht leisten.

AnandTech haben ihren Vorab-Test zum Core i7-11700K mittels eines neuen Mainboard-BIOS mit neuerem Microcode zugunsten von Rocket Lake aktualisiert. Hierbei ergaben sich trotz umfangreichem Testfeld nicht unbeachtliche Performancegewinne von durchschnittlich +1,2% unter Anwendungen, +2,2% unter Singlethread, +2,1% unter Spielen sowie +3,7% unter Spielen auf (CPU-limitiert) niedrigstmöglicher Auflösung. Dies sind keine Bäume ausreißenden Zugewinne, aber nur für ein neues BIOS-Update gar nicht einmal schlecht - welches zudem auch noch nicht das finale BIOS für den Rocket-Lake-Launch zum Monatsende sein muß. Der große Durchbruch gegenüber AMDs Zen 3 wird hiermit natürlich nicht erzielt - und ist auch nicht mehr zu erwarten, so hochfliegendes Potential haben BIOS-Updates dann auch wieder nicht. Daneben wurde auch die Frage zum Takt des Speichercontrollers beantwortet: Jener lief durchgehend im Verhältnis 1:1, trotz dass Intels eigene Spezifikations-Folie für den Core i7-11700K unter DDR4/3200 eigentlich eine Takthalbierung vorsieht.





Core i9-9900KS
Core i7-10700K
Core i7-11700K
Ryzen 7 5800X




Hardware
CFL-R, 8C/16T, 4.0/5.0 GHz
CML, 8C/16T, 3.8/5.1 GHz
RKL, 8C/16T, 3.6/5.0 GHz
Zen 3, 8C/16T, 3.8/4.7 GHz


Anwendungs-Performance
100,3%
100%
108,8% (altes BIOS: 107,5%)
115,8%


Singlethread-Performance
98,6%
100%
129,4% (altes BIOS: 126,6%)
120,2%


Spiele-Perf. FHD 5% perc.
103,0%
100%
102,4% (altes BIOS: 100,3%)
104,1%


Spiele-Perf. lowP/lowQ
104,7%
100%
104,5% (altes BIOS: 100,8%)
123,0%


"Spiele-Perf. FHD 5% perc." = FullHD, bestmögliche Qualität, 5% percentile fps ... "Spiele-Perf. lowP/lowQ" = niedrigstmögliche Auflösung (360p-768p), niedrigstmögliche Qualität, average fps ... gemäß der Ausführungen von AnandTech unter 21 Anwendungs-, 3 Singlethread- und 11 Spiele-Tests (ausgenommen: 3D Particle Movement mit AVX, AI Benchmark, DigiCortex & SPEC2017)