14

Hardware- und Nachrichten-Links des 14. Januar 2021

Wie nVidia bekanntgegeben hat, wird der Grafikchip-Entwickler im Laufe des ersten Quartals einen nVidia-Support für Resizable BAR aufbauen. Ab der GeForce RTX 3060 sollen alle neuen nVidia-Grafikkarten jenen ab Werk erhalten, die älteren GeForce-30-Modelle werden nachfolgend per BIOS-Update fit für "rBAR" gemacht. Die GeForce RTX 30 Mobile-Serie soll das Feature zudem genauso schon ab Start bzw. ab Werk aufweisen. Letzteres wird automatisch nur für neue Notebooks gelten, während im Desktop-Bereich zwar der rBAR-Support für AMD- und Intel-Prozessoren erwähnt, jener jedoch nicht genauer ausgeführt wird. Allerdings kann nVidia seine Grafikkarten sowieso nur per Treiber bzw. BIOS "freischalten", zu erbringen ist das Feature dann von der CPU/Mainboard-Plattform – was bei AMD eher nur auf Zen-3-Systeme und bei Intel auf Comet/Rocket-Lake-Plattformen nach PCI Express 4.0 zutreffen dürfte. Der Support älterer Plattformen ist zwar möglich, fällt dann aber ganz in den Wirkungsbereich der Mainboard-Hersteller und dürfte demzufolge eher nur vereinzelt erfolgen. Generell sind SAM bzw. rBAR ein Features für neue sowie zukünftige CPU/Mainboard-Plattformen, ältere Gerätschaften werden zumeist nicht davon bedient.

SAM/rBAR-Support Radeon RX 6000 GeForce RTX 30
AMD Zen 2 (und älter) von AMD nicht vorgesehen teilweise durch die Mainboard-Hersteller
AMD Zen 3 erledigt durch AMD in Vorbereitung durch nVidia
Intel Coffee Lake (und älter) unwahrscheinlich unwahrscheinlich
Intel Comet Lake denkbar bei PCIe-4.0-Unterbau denkbar bei PCIe-4.0-Unterbau
Intel Rocket Lake kommt sicherlich in Vorbereitung durch nVidia
rBAR/SAM-Support für ältere Grafikkarten wird augenscheinlich nicht nachgereicht

Die Performance-Abschätzungen zu Mobile-Ampere im Rahmen der Vorstellungs-News waren wohl etwas zu defensiv angesetzt, hierzu wird nachfolgend eine aktualisierte Rechnung aufgemacht. Aufgrund der durchgehend gleichen Hardware-Daten gegenüber der vorherigen Mobile-Generation von nVidia gibt es bei Mobile-Ampere primär den Effizienzgewinn zu beachten, welchen nVidia auf gleichem Stromverbrauch zwischen Turing und Ampere erzielt hat. Selbiger fällt niedriger aus als der absolute Performancegewinn von Ampere (ca. +49% zwischen GeForce RTX 2080 Ti und GeForce RTX 3090), da hierfür bekannterweise auch ein hochgehender Stromverbrauch benutzt wurde. Der reine Effizienzgewinn zwischen Turing und Ampere ist auf ca. +25-30% zu schätzen – zu sehen beispielsweise in einem ComputerBase-Test oder auch beim Vergleich von GeForce RTX 3070 (247%, 220W) gegen GeForce RTX 2080 FE (192%, 225W). Wie gut sich dies auf Mobile-Gefilde übertragen läßt, ist unklar – aber eine viel bessere Orientierungs-Maßgabe existiert derzeit nicht.

GeForce RTX 20 Mobile GeForce RTX 20 "SUPER" Mobile GeForce RTX 30 Mobile
GeForce RTX 2080 MaxQ/Mobile
TU104/46SM     80-150W     ~100-150%
GeForce RTX 2080 Super MaxQ/Mobile
TU104/48SM     80-150W     ~100-150%
GeForce RTX 3080 MaxQ/Laptop
GA104/48SM     80-150W     ~130-190%
GeForce RTX 2070 MaxQ/Mobile
TU106/36SM     80-115W     ~90-115%
GeForce RTX 2070 Super MaxQ/Mobile
TU104/40SM     80-115W     ~90-120%
GeForce RTX 3070 MaxQ/Laptop
GA104/40SM     80-125W     ~120-160%
GeForce RTX 2060 MaxQ/Mobile
TU106/30SM     60-90W     ~70-90%
- GeForce RTX 3060 MaxQ/Laptop
GA106/30SM     60-115W     ~90-140%
Anmerkung: Performance-Angaben sind grobe Schätzungen gemäß des 3DCenter UltraHD/4K Performance-Index

Auf dieser Basis wurden die Performance-Abschätzungen der GeForce RTX 3060/3070/3080 Mobile-Lösungen neu kalkuliert (und auch in die entsprechende News-Meldung eingearbeitet), was in etwas höheren Performance-Wertungen und damit einem etwas größerem Abstand zu Turing sowie einem etwas kleinerem Abstand gegenüber den Desktop-Pendants resultiert. Eingerechnet wurde dabei natürlich auch der höhere TDP-Spielraum, welchen GeForce RTX 3060 Laptop & GeForce RTX 3070 Laptop erhalten haben. Nichtsdestotrotz bleibt das ganze eine grobe Abschätzung, welche sich maßgeblich an den Rohdaten orientiert und hierfür auch einige Pi-mal-Daumen-Schätzungen enthält. Leider gibt es so gut wie keine Tests von Mobile-Lösungen, wo das ganze mal wirklich sauber herausgearbeitet wird – die meisten Mobile-Tests scheitern schon daran, die genaue TDP-Klasse der getesteten Mobile-Grafiklösung zu ermitteln. Erst ein Test unter bestätigten TDP-Klassen gegenüber den bekannten Desktop-Beschleunigern unter echten Spielen (nicht 3DMarks) würde Gewißheit bringen, ob die grundsätzliche Höhe dieser Performance-Abschätzungen gut oder schlecht getroffen wurde.

Twitterer Harukaze5719 zeigt eine nochmals aktualisierte Auflistung der "Rocket Lake" Modell-Spezifikationen – welche inzwischen für die Rocket-Lake-Modelle der 11. Core-Generation komplett ist, faktisch fehlen nur noch die Listenpreise. Deutliche Abweichungen ergeben sich allerdings bei den kleineren Modellen des Portfolios, welche auf einem Comet-Lake-Refresh basieren werden: Hierzu werden ganz andere Modellnamen genannt als zuletzt, beim Core i3 dann auch im 10er Nummernkreis und nicht mehr im 11er Nummernkreis ("Core i3-10305" anstatt "Core i3-11300"). Dies wäre natürlich sinnvoller zur besseren Unterscheidung, was hierbei neue Architektur (Rocket Lake) und was alte Architektur (Comet Lake) ist – aber eigentlich ist Intel nicht gerade dafür bekannt, derart fair bei der Namenswahl vorzugehen. Es könnte sich hierbei allerdings auch um zusätzliche Modelle für die Comet-Lake-Generation handeln, das genaue Portfolio der 11. Core-Generation kann sich sowieso bis zum Marktstart in diesem März noch (etwas) ändern.

Abstammung Kerne Taktraten L2+L3 Grafik TDP
Core i9-11900K Rocket Lake 8C/16T 3.5/4.8/5.3 GHz 4+16 MB Xe @ 32 EU 125W
Core i9-11900 Rocket Lake 8C/16T 2.5/4.7/5.2 GHz 4+16 MB Xe @ 32 EU 65W
Core i7-11700K Rocket Lake 8C/16T 3.6/4.6/5.0 GHz 4+16 MB Xe @ 32 EU 125W
Core i7-11700 Rocket Lake 8C/16T 2.5/4.4/4.9 GHz 4+16 MB Xe @ 32 EU 65W
Core i5-11600K Rocket Lake 6C/12T 3.9/4.6/4.9 GHz 3+12 MB Xe @ 32 EU 125W
Core i5-11600 Rocket Lake 6C/12T 2.8/4.3/4.9 GHz 3+12 MB Xe @ 32 EU 65W
Core i5-11500 Rocket Lake 6C/12T 2.7/4.2/4.6 GHz 3+12 MB Xe @ 32 EU 65W
Core i5-11400 Rocket Lake 6C/12T 2.6/4.2/4.4 GHz 3+12 MB Xe @ 24 EU 65W
vorläufige Daten basierend zumeist auf Gerüchten ... Taktraten-Angaben: 1. Base-Takt, 2. AllCore-Turbo, 3. maximaler Turbo-Takt
Wie nVidia bekanntgegeben hat, wird der Grafikchip-Entwickler im Laufe des ersten Quartals einen nVidia-Support für Resizable BAR aufbauen. Ab der GeForce RTX 3060 sollen alle neuen nVidia-Grafikkarten jenen ab Werk erhalten, die älteren GeForce-30-Modelle werden nachfolgend per BIOS-Update fit für "rBAR" gemacht. Die GeForce RTX 30 Mobile-Serie soll das Feature zudem genauso schon ab Start bzw. ab Werk aufweisen. Letzteres wird automatisch nur für neue Notebooks gelten, während im Desktop-Bereich zwar der rBAR-Support für AMD- und Intel-Prozessoren erwähnt, jener jedoch nicht genauer ausgeführt wird. Allerdings kann nVidia seine Grafikkarten sowieso nur per Treiber bzw. BIOS "freischalten", zu erbringen ist das Feature dann von der CPU/Mainboard-Plattform - was bei AMD eher nur auf Zen-3-Systeme und bei Intel auf Comet/Rocket-Lake-Plattformen nach PCI Express 4.0 zutreffen dürfte. Der Support älterer Plattformen ist zwar möglich, fällt dann aber ganz in den Wirkungsbereich der Mainboard-Hersteller und dürfte demzufolge eher nur vereinzelt erfolgen. Generell sind SAM bzw. rBAR ein Features für neue sowie zukünftige CPU/Mainboard-Plattformen, ältere Gerätschaften werden zumeist nicht davon bedient.




SAM/rBAR-Support
Radeon RX 6000
GeForce RTX 30





AMD Zen 2 (und älter)
von AMD nicht vorgesehen
teilweise durch die Mainboard-Hersteller



AMD Zen 3
erledigt durch AMD
in Vorbereitung durch nVidia



Intel Coffee Lake (und älter)
unwahrscheinlich
unwahrscheinlich



Intel Comet Lake
denkbar bei PCIe-4.0-Unterbau
denkbar bei PCIe-4.0-Unterbau



Intel Rocket Lake
kommt sicherlich
in Vorbereitung durch nVidia



rBAR/SAM-Support für ältere Grafikkarten wird augenscheinlich nicht nachgereicht