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Hardware- und Nachrichten-Links des 21. Oktober 2019

Twitterer Momomo hat einen weiteren Eintrag zu einem "Comet Lake" Desktop-Prozessor in der SiSoft Sandra Benchmark-Datenbank erspäht, welcher offenbar die Frage klärt, wie Intel den Core i5 innerhalb der Comet-Lake-Generation gestalten will. Der Eintrag offeriert zwar kein konkretes Prozessoren-Modell, aber da hierbei ein Sechskerner samt HyperThreading auf einem H470-Mainboard genannt wird, kann es sich faktisch nur um einen Comet-Lake-Prozessor oberhalb des Core i3 (bekannterweise 4C/8T) handeln – ergo einen Core i5. Bislang gab es zu diesem noch zwei Möglichkeiten der Ausgestaltung (6C/12T oder 8C/8T), mittels dieses Eintrags wird die Sache nunmehr klar: Der Core i5 von Comet Lake tritt mit 6 CPU-Kernen samt HyperThreading an – womit für den Core i7 von Comet Lake nur noch die Möglichkeit zu acht CPU-Kernen samt HyperThreading übrig bleibt. Damit ist die grundsätzliche Modell-Abstufung bei Comet Lake (Core i-10000 Serie) gesetzt, wobei Intel somit durchgehend HyperThreading zum Einsatz bringen wird und auch in jedem Fall mehr CPU-Threads als bisher beim Coffee Lake Refresh (Core i-9000 Serie) geboten werden. Nebenbei erhält der Core i5 damit auch zum ersten Mal seit dessen Kreierung (im Desktop-Segment) aktives HyperThreading.

bis Skylake Kaby Lake Coffee Lake CFL-R Comet Lake
Core i9 - - - 8C+HT 10C+HT
Core i7 4C+HT 4C+HT 6C+HT 8C 8C+HT
Core i5 4C 4C 6C 6C 6C+HT
Core i3 2C+HT 2C+HT 4C 4C 4C+HT
Pentium 2C 2C+HT 2C+HT 2C+HT ?
Celeron 2C 2C 2C 2C ?
Die Angaben zu "Comet Lake" sind derzeit noch nicht offiziell.

Twitterer Apisak präsentiert in zwei Meldungen – No.1 & No.23DMark13-Werte zu Ryzen 9 3950X & Core i9-10980XE. Dies ist natürlich der Vergleich eines 16-Kerners aus dem Consumer-Segment gegenüber einem 18-Kerner aus dem HEDT-Segment – was es umso erstaunlicher macht, das AMD unter dem FireStrike-Physics-Test diesen CPU-Vergleich recht deutlich mit 32082 zu 25838 Punkten gewinnt (der Insgesamt-Score ist wegen der klar abweichenden Grafikkarten beider Testsysteme sowieso nicht wertbar). Andererseits läuft jener Core i9-10980XE von Cascade Lake X damit auch unter Wert, wenn schon der vorhergehende Core i9-9980XE beim selbigen Test ganz offiziell mit 30927 Punkten geführt wird. Insofern ist für den Core i9-10980XE anhand des bekannten Abstands zwischen Core i9-7980XE und -9980XE eher ein Wert von ca. 30'500 Punkten zu erwarten – immer noch unterhalb des Ryzen 9 3950X, aber keinesfalls mit so großem Abstand. Leider entwickelt jener Physics-Test kaum eine wirkliche Aussagekraft, denn die Performance unter realen Spielen wird hiermit nicht abgebildet – da gibt es keinerlei solch weitgehende Kern-Skalierung (wie zwischen AMDs 12- und 16-Kernern zu sehen) und liegen die Intel-Prozessoren eher denn grundsätzlich vorn. Natürlich entspricht die hierbei durchgeführte Rechenaufgabe (der reinen Physik-Berechnung) auch nur einem Teil der Arbeit, welche PC-Prozessoren unter modernen Spielen ableisten müssen.

Technik 3DM13 FS Physics Quelle
Ryzen 9 3950X Zen 2, 16C/32T, 3.5/4.7 GHz, 749$ 32082 Apisak @ Twitter
Core i9-10980XE Cascade Lake X, 18C/36T, 3.0/4.6 GHz, 979$ 25838 (?) Apisak @ Twitter
Core i9-9980XE Skylake X Refresh, 18C/36T, 3.0/4.4 GHz, 1979$ 30927 3DMark13-Datenbank
Core i9-7980XE Skylake X, 18C/36T, 2.6/4.2 GHz, 1999$ 30577 3DMark13-Datenbank
Ryzen 9 3900X Zen 2, 12C/24T, 3.8/4.6 GHz, 499$ 28792 3DMark13-Datenbank

Die Gerüchtemeldung zu nVidias Ampere-Generation wird in den Foren-Diskussionen (No.1 & No.2) größtenteils als "Fake" angesehen – wobei von Anfang an klar war (und auch mehrfach so ausgedrückt wurde), daß das ganze auf wackeligen Füßen steht. Beachtenswert ist dabei besonders ein Foren-Beitrag, welcher sich damit beschäftigt, was von den Einzel-Aussagen nun eigentlich sowieso erwartbar war – und somit faktisch auch schlicht erraten werden konnte. Da kommt einiges zusammen, was dem Gerücht/Leak nachfolgend nochmals einiges an Schlagkraft nimmt. Oftmals leider in der Diskussion nicht beachtet wird jedoch der komplette Ansatzpunkt: Im eigentlichen handelt es sich hierbei nicht um ein Gerücht, ergo kein Hörensagen – sondern um Aussagen auf Basis (angeblich) real abgelaufener Meetings zwischen nVidia und den Grafikkarten-Herstellern. Das ganze ist somit viel eher ein "Leak" als denn ein "Gerücht". Und dies ergibt vor allem die Konsequenz, das es in diesem speziellen Fall zwischen "wahr" oder "unwahr" keine Grauzone gibt: Entweder gab es diese Veranstaltungen, womit auch jene Daten dort so genannt sein könnten – oder das ganze ist von Anfang bis Ende erdacht, sowohl die Daten als auch die Veranstaltung (und damit die Terminlage). Das wird der spannende Punkt sein herauszufinden – ob hier ein "Leak" oder ein "Fake" vorliegt.

WCCF Tech weisen auf einen (mehr oder weniger) offiziellen Benchmark-Wert zur GeForce GTX 1660 Super seitens des chinesischen Grafikkarten-Herstellers Maxsun hin. Hierbei wurde unter dem 3DMark13 FireStrike Extreme eine Insgesamt-Wertung von 6578 Punkten erzielt – was laut WCCF Tech um +6-8% besser als bei der GeForce GTX 1660 sowie um -5% schlechter als bei der GeForce GTX 1660 Ti sein soll. Diese Einschätzung wird durch Vergleichswerte allerdings nicht gedeckt, hierbei zeigt sich die kommende GeForce GTX 1660 Super unter diesem Benchmark der kleineren GeForce GTX 1660 weitaus näher als der größeren GeForce GTX 1660 Ti. Eine gewisse Verzerrung der Ergebnisse durch werksübertaktete Modelle kann zwar abgezogen werden (was aber heutzutage wie bekannt kaum größeren Differenzen mehr hervorruft), der Hauptanteil an diesem Ergebnis dürfte aber wohl schlicht auf den 3DMark selber zurückzuführen sein, welcher nicht gerade überschäumend auf eine höhere Speicherbandbreite reagiert. Da selbiges den einzigen Vorteil der GeForce GTX 1660 Super gegenüber der regulären GeForce GTX 1660 darstellt, kommt eben das zu sehende Ergebnis zustande – welches unter realen Spielen dann hoffentlich besser für die GeForce GTX 1660 Super ausfällt.

Technik 3DM13 FS Extreme Quelle
GeForce GTX 1660 Ti TU116, 1536 SE @ 192 Bit GDDR6, 1500/1770/3000 MHz (QDR) Ø 7329 Bit-Tech, HardwareZone & Tweakers
GeForce GTX 1660 Super TU116, 1408 SE @ 192 Bit GDDR6, 1530/1785/4000 MHz (QDR) 6578 Maxsun (via WCCF Tech)
GeForce GTX 1650 TU116, 1408 SE @ 192 Bit GDDR5, 1530/1785/4000 MHz (DDR) Ø 6204 Bit-Tech, HardwareZone & Tweakers

Schließlich scheint es die Aufgabe der GeForce GTX 1660 Super zu sein, die bisherige GeForce GTX 1660 Ti abzulösen – und nicht in den sowieso kleinen Zwischenraum zwischen GeForce GTX 1660 & 1660 Ti (ca. +15% Performance-Differenz) noch eine weitere Karte hineinzuquetschen. Dafür muß die GeForce GTX 1660 Super halbwegs in Sichtweite der GeForce GTX 1660 Ti herauskommen – bis zu -5% Minderperformance sind statthaft, darüber hinaus wird es kritisch. Aller Voraussicht wird nVidia dann der GeForce GTX 1660 Super auch einen niedrigeren Preispunkt mit auf den Weg geben – wahrscheinlich nicht höher als 250 Dollar, möglicherweise auch noch etwas niedriger. Die GeForce GTX 1660 Ti kann nachfolgend auslaufen, da deren Performance-Vorteil zu gering ist und das Performance/Preis-Verhältnis zugunsten der neuen GeForce GTX 1660 Super sprechen sollte. Die GeForce GTX 1660 wird eigentlich genauso obsolet – und könnte allerdings erst dann aus dem Markt gehen, wenn nVidia der GeForce GTX 1660 Super tatsächlich deren niedrigen Preispunkt (219$) auf dem Weg gibt. Alternativ könnte die GeForce GTX 1660 auch preisgesenkt weiter bestehen bleiben – zumindest sofern dies nicht nVidias Planungen bei der GeForce GTX 1650 Super stört, wo leider immer noch nicht gänzlich sicher ist, mit welcher Hardware jene wirklich antritt (TU117- oder TU116-Chip).

Technik FHD Perf.Index Listenpreis Release
GeForce GTX 1660 Ti TU116, 1536 SE @ 192 Bit GDDR6 790% 279$ 22. Februar 2019
GeForce GTX 1660 Super TU116, 1408 SE @ 192 Bit GDDR6 gesch. ~750-790% unbekannt angebl. 28. Okt. 2019
GeForce GTX 1660 TU116, 1408 SE @ 192 Bit GDDR5 690% 219$ 14. März 2019
GeForce GTX 1650 Super mglw. TU117, 1024 SE @ 128 Bit GDDR5/6 gesch. ~490-550% angebl. ~155$ angebl. 22. Okt. 2019
GeForce GTX 1650 TU117, 896 SE @ 128 Bit GDDR5 450% 149$ 23. April 2019
Twitterer Momomo hat einen weiteren Eintrag zu einem "Comet Lake" Desktop-Prozessor in der SiSoft Sandra Benchmark-Datenbank erspäht, welcher offenbar die Frage klärt, wie Intel den Core i5 innerhalb der Comet-Lake-Generation gestalten will. Der Eintrag offeriert zwar kein konkretes Prozessoren-Modell, aber da hierbei ein Sechskerner samt HyperThreading auf einem H470-Mainboard genannt wird, kann es sich faktisch nur um einen Comet-Lake-Prozessor oberhalb des Core i3 (bekannterweise 4C/8T) handeln - ergo einen Core i5. Bislang gab es zu diesem noch zwei Möglichkeiten der Ausgestaltung (6C/12T oder 8C/8T), mittels dieses Eintrags wird die Sache nunmehr klar: Der Core i5 von Comet Lake tritt mit 6 CPU-Kernen samt HyperThreading an - womit für den Core i7 von Comet Lake nur noch die Möglichkeit zu acht CPU-Kernen samt HyperThreading übrig bleibt. Damit ist die grundsätzliche Modell-Abstufung bei Comet Lake (Core i-10000 Serie) gesetzt, wobei Intel somit durchgehend HyperThreading zum Einsatz bringen wird und auch in jedem Fall mehr CPU-Threads als bisher beim Coffee Lake Refresh (Core i-9000 Serie) geboten werden. Nebenbei erhält der Core i5 damit auch zum ersten Mal seit dessen Kreierung (im Desktop-Segment) aktives HyperThreading.





bis Skylake
Kaby Lake
Coffee Lake
CFL-R
Comet Lake




Core i9
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8C+HT
10C+HT


Core i7
4C+HT
4C+HT
6C+HT
8C
8C+HT


Core i5
4C
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6C
6C
6C+HT


Core i3
2C+HT
2C+HT
4C
4C
4C+HT


Pentium
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2C+HT
2C+HT
2C+HT
?


Celeron
2C
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Die Angaben zu "Comet Lake" sind derzeit noch nicht offiziell.