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Hardware- und Nachrichten-Links des 25. Juni 2020

Aus unserem Forum kommt der Hinweis auf erste Geekbench-Werte zum Matisse-Refresh – welche insbesondere bei der Singlecore-Performance gut aussehen. Jene erreicht schließlich knapp die Höhen eines Core i9-10900K, liegt damit dann auch etwas höher als beim Core i7-10700K. Allerdings sehen die Singlecore-Zuwächse im Vergleich zu den originalen Matisse-Prozessoren mit jeweils +10-12% dann auch wieder viel zu gut aus, dies geben die nominellen Taktraten nicht her und es liegt deutlich oberhalb von AMDs eigenem Performance-Versprechen (bis zu +4% Singletread-Mehrperformance). Bei der angeblich um +7-14% liegenden Multicore-Steigerung wird es dann ganz offensichtlich: Jene Einzel-Werte aus der Geekbench-Datenbank sind schlicht Spitzen- bzw. Bestcase-Werte, welche sich somit ganz schlecht mit den offiziellen Referenz-Werten vergleichen lassen. Die Geekbench-Datenbank offeriert dann natürlich noch eine Vielzahl an Einzelwerten zu den Vergleichs-Prozessoren, aber da ist dann alles vorhanden von (schnellerem) Bestcase bis sehr viel tieferen Werten. In der Summe der Dinge sind die in jener Datenbank zusammengewürfelten Benchmarks somit kaum zu werten, allein vom selben Tester vorgelegte Geekbench-Werte wären wirklich vergleichbar.

Technik GB5 SC GB5 MC Quellen
Ryzen 9 3900XT Zen 2, 12C/24T, 3.8/4.7 GHz 1413 12970 einzelnes GB-Ergebnis
Ryzen 9 3900X Zen 2, 12C/24T, 3.8/4.6 GHz 1277 12042 offizieller GB-Referenzwert
Core i9-10900K CML, 10C/20T, 3.7/5.3 GHz 1418 10778 offizieller GB-Referenzwert
Ryzen 7 3800XT Zen 2, 8C/16T, 3.9/4.7 GHz 1415 9850 einzelnes GB-Ergebnis
Ryzen 7 3800X Zen 2, 8C/16T, 3.9/4.5 GHz 1283 9003 offizieller GB-Referenzwert
Core i7-10700K CML, 8C/16T, 3.8/5.1 GHz 1351 8944 offizieller GB-Referenzwert
Ryzen 5 3600XT Zen 2, 6C/12T, GHz 1388 7910 einzelnes GB-Ergebnis
Ryzen 5 3600X Zen 2, 6C/12T, GHz 1239 6914 offizieller GB-Referenzwert

Die PC Games Hardware hat sich mit dem Feature "Hardware Accelerated GPU Scheduling" (HAGS, im deutschen "Hardwarebeschleunigte GPU-Planung") beschäftigt, welches Teil des Mai-2020-Updates von Windows 10 ist und von nVidia ab Treiber-Version 451.48 unterstützt wird. Mittels des Features soll der Grafikkarten-Treiber die Verwaltung über den Grafikkartenspeicher selber übernehmen, was dann etwas höhere Frameraten (auch höhere Minimum-Frameraten) sowie bessere Latenzen ermöglichen soll. HAGS läuft API- und Spiel-unabhängig, ist ergo eine reine Treiber-Funktion – was den Vorteil hat, dass es überall funktionieren kann und allein im Grafikkarten-Treiber aktiviert werden muß (derzeit bei nVidia defaultmäßig jedoch deaktiviert). Der Performance-Effekt gemäß den Benchmarks der PCGH ist allerdings nahezu vernachlässigbar, bei den durchschnittlichen wie auch den Minimum-Frameraten gibt es nur gut +1% Mehrperformance.

avg. fps 99th perc.
Performance-Gewinn durch HAGS +1,0% +1,1%
gemäß den Messungen der PCGH unter 8 Spielen mit einer GeForce RTX 2080 Ti auf der WQHD-Auflösung

Interessanterweise ist der Effekt unter dem Speicherfresser "Red Dead Redemption 2" mit +3,5% bei der durchschnittlichen Framerate sowie +5,6% bei den Minimum-fps (natürlich 99th percentiles) am stärksten. Dies ergibt einen Hinweis darauf, dass jenes Feature durchaus das Potential hat, genau dort zu helfen, wo es wirklich gebraucht wird bzw. wo es noch etwas bringt. Laut nVidia soll der Effekt bei stärkeren Grafikkarten allerdings am größten sein – was angesichts der seitens der PCGH benutzten GeForce RTX 2080 Ti bzw. deren geringen Vorteilen wiederum etwas gegenläufig aussieht. Idealerweise sollte natürlich insbesondere eher schwächeren bzw. speicherarmen Beschleunigern geholfen werden, nicht gerade umgedreht. Abzuwarten bleibt noch, ob HAGS eventuell etwas an der Bild- bzw. Texturenqualität dreht. Der PCGH ist bislang zwar nichts aufgefallen, man will dem Fall jedoch dennoch weiterhin betrachten bzw. nachfolgend noch mit mehr Grafikkarten austesten.

Videocardz berichten eingehend über den neuen Xe-Teaser seitens Intels Raja Koduri, bei welchem diverse Xe-Chips gezeigt wurden. Der mittlere entspricht der Datacenter-Ausführung von Xe-HP, welche bereits vor einiger Zeit gezeigt wurde (seinerzeit zuerst als Xe-HPC mißverstanden), die größere sollte dann logischerweise Xe-HPC mit Codenamen "Ponte Vecchio" sein. Der kleinste gezeigte Chip dürfte somit eine andere Version von Xe-HP darstellen, da halb so groß wie die mittlere Variante und damit für Xe-LP wahrscheinlich deutlich zu groß. Genau läßt sich dies natürlich nicht sagen, da nur ganze Chips samt Abdeckung zu sehen sind, was ergo nichts über die darunter verborgene Chip-Fläche aussagt. Derzeit sind jene Xe-Chips bei Intel im Testbetrieb, was ergo auf ein Release erst im Jahr 2021 hindeutet – durchaus einhergehend mit den bisherigen Intel-Plänen zur Xe-Grafik, welche für dieses Jahr nur den Release von "DG1" aka Xe-LP vorsehen.

Nachträge zur gestrigen Tages-News: Das bei Notebookcheck getestete erste Notebook mit Radeon RX 5600M ist auch bei der Stromaufnahme gut mit dabei, jene beträgt unter dem Witcher 153 Watt – der Durchschnitt der Notebooks mit GeForce RTX 2060 Mobile liegt dagegen bei 143 Watt. Seinen größten Stromverbrauchs-Vorteil hat das AMD-Notebook dann im Arbeitsalltag, wo dank des Ryzen 7 4800H unter Last 84 Watt Stromverbrach anfallen – die Vergleichs-Notebooks mit Intel-Prozessoren kommen hingegen im Schnitt bei 109 Watt heraus. Zu den genannten (angeblichen) Navi-21-Spezifikationen ist hingegen der Grund zu notieren, wieso das AdoredTV-Video nunmehr auf "privat" gesetzt ist: Jenes ist seitens AdoredTV inzwischen schon selber als falsch erkannt wurden – was sogar schon in unserem Forum notiert war, bei der News-Gestaltung aber leider übersehen wurde. Weiterhin bestehen bleiben an der gestrigen Meldung allerdings die grundsätzlichen Aussagen zu hohen TDPs á 350W oder 400W für Gaming-Grafikkarten: Jene sind unter normalen Bedingungen arg unwahrscheinlich, weil diese Möglichkeit zur Hochjubelung des Stromverbrauchs der Gegenseite schließlich genauso zur Verfügung steht.

Aus unserem Forum kommt der Hinweis auf erste Geekbench-Werte zum Matisse-Refresh - welche insbesondere bei der Singlecore-Performance gut aussehen. Jene erreicht schließlich knapp die Höhen eines Core i9-10900K, liegt damit dann auch etwas höher als beim Core i7-10700K. Allerdings sehen die Singlecore-Zuwächse im Vergleich zu den originalen Matisse-Prozessoren mit jeweils +10-12% dann auch wieder viel zu gut aus, dies geben die nominellen Taktraten nicht her und es liegt deutlich oberhalb von AMDs eigenem Performance-Versprechen (bis zu +4% Singletread-Mehrperformance). Bei der angeblich um +7-14% liegenden Multicore-Steigerung wird es dann ganz offensichtlich: Jene Einzel-Werte aus der Geekbench-Datenbank sind schlicht Spitzen- bzw. Bestcase-Werte, welche sich somit ganz schlecht mit den offiziellen Referenz-Werten vergleichen lassen. Die Geekbench-Datenbank offeriert dann natürlich noch eine Vielzahl an Einzelwerten zu den Vergleichs-Prozessoren, aber da ist dann alles vorhanden von (schnellerem) Bestcase bis sehr viel tieferen Werten. In der Summe der Dinge sind die in jener Datenbank zusammengewürfelten Benchmarks somit kaum zu werten, allein vom selben Tester vorgelegte Geekbench-Werte wären wirklich vergleichbar.





Technik
GB5 SC
GB5 MC
Quellen





Ryzen 9 3900XT
Zen 2, 12C/24T, 3.8/4.7 GHz
1413
12970
einzelnes GB-Ergebnis



Ryzen 9 3900X
Zen 2, 12C/24T, 3.8/4.6 GHz
1277
12042
offizieller GB-Referenzwert



Core i9-10900K
CML, 10C/20T, 3.7/5.3 GHz
1418
10778
offizieller GB-Referenzwert



Ryzen 7 3800XT
Zen 2, 8C/16T, 3.9/4.7 GHz
1415
9850
einzelnes GB-Ergebnis



Ryzen 7 3800X
Zen 2, 8C/16T, 3.9/4.5 GHz
1283
9003
offizieller GB-Referenzwert



Core i7-10700K
CML, 8C/16T, 3.8/5.1 GHz
1351
8944
offizieller GB-Referenzwert



Ryzen 5 3600XT
Zen 2, 6C/12T, GHz
1388
7910
einzelnes GB-Ergebnis



Ryzen 5 3600X
Zen 2, 6C/12T, GHz
1239
6914
offizieller GB-Referenzwert