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Hardware- und Nachrichten-Links des 3. Januar 2020

In unserem Forum wird über seitens Twitterer Rogame gelieferte 3DMark13-Benchmarkwerte zu AMDs "Renoir"-APU in Form des augenscheinlichen Achtkerners Ryzen 7 4700U gesprochen. Mit diesen Benchmarks ist allerdings nur ein gewisser erster Eindruck möglich, weil seitens der Notebook-Hersteller manchmal nicht der passende Speichertakt gewählt wurde, genauso aber auch der "Combined"-Test des 3Mark13 noch überhaupt nicht mit der Renoir-APU zusammenarbeiten will und daher jener den Gesamtscore (drastisch) verhagelt. Allerdings kann man teilweise etwas mit dem Graphics-Score und in jedem Fall etwas mit dem Physics-Score anfangen: Und letzterer sieht gut aus, hiermit schlägt der Renoir-Achtkerner (ohne SMT) gleich einmal AMDs bisherige Desktop-APUs mit viel höherer TDP und damit beachtbar höherem Takt sowie natürlich auch Intels beste Ice-Lake-Prozessoren – wenngleich deren Benchmark-Werte etwas kurios aussehen, wenn der Core i7-1068G7 mit 28 Watt TDP spürbar langsamer herauskommt als der Core i7-1065G7 mit (nominell) nur 15 Watt TDP.

Technik FS Graphics FS Physics
Ryzen 3 3200G AMD Picasso (Zen+), 4C/4T, Vega 8, 65W TDP (Desktop) 4947 7280
Ryzen 7 4700U AMD Renoir (Zen 2), 8C/8T, Vega-iGPU 4733 9166
Core i7-1068G7 Intel Ice Lake, 4C/8T, Iris Plus Graphics (64 EU), 28W TDP 3951 6823
Core i7-1065G7 Intel Ice Lake, 4C/8T, Iris Plus Graphics (64 EU), 15W TDP 4582 7702
Ryzen 5 3550H AMD Picasso (Zen+), 4C/8T, Vega 8, 35W TDP 4120 5683
3DMark13-Benchmarkwerte, gefunden seitens Twitterer Rogame, festgehalten im 3DCenter-Forum

Eine allerdings ganz einfache Erklärung hierfür lautet: Zu letzterem Prozessor existieren viel mehr Notebooks und daher sicherlich auch einige Geräte mit hochgesetzter TDP – was somit das Problem von Notebook-Benchmarks offenlegt, gerade wenn man sich rein an den jeweiligen Spitzenwerten orientiert. Es bleibt also dabei, das man hiervon nur gewisse Tendenzen mitnehmen kann, was dann auch für den Graphics-Score gilt: Jenes Ergebnis sieht auf den ersten Blick deutlich schwächer aus, allerdings dürfte hierbei die jeweilige TDP noch viel stärker mit hineinspielen. Doch immerhin schlägt die Renoir-APU auf wahrscheinlich nur 15-18 Watt TDP eine Vega-8-iGPU im Ryzen 5 3550H (mit 35 Watt TDP) um ca. +15% und kommt bis auf wenige Prozentpunkte an eine Vega-8-iGPU im Desktop-Prozessor Ryzen 3 3200G (mit 65 Watt TDP) heran. Dafür, das auch Renoir weiterhin Vega-Technik benutzt und wahrscheinlich nur wenige Shader-Cluster mehr mitbringt, ist dies ein vernünftiges Ergebnis. Ein wirklich großer Sprung in der Grafik-Performance ist aufgrund dieser Ansetzung sowieso nicht zu erwarten – wobei der eigentlich zählende Vergleich erst dann erbracht werden kann, wenn auf gleicher TDP und mit dem jeweils nominellen Speichertakt ausgemessen wird.

Overclock3D (XFX) sowie Videocardz (ASRock & MSI) zeigen Leaks zur Radeon RX 5600 XT in Form von Kartendaten und Bildern entsprechender Modelle von XFX, ASRock & MSI. Damit läßt sich nunmehr ziemlich zweifelsfrei bestätigen, das die kürzlich gemeldete Hardware-Konfiguration der Radeon RX 5600 XT mit gleich 36 Shader-Clustern auf allerdings auffallend niedrigen Taktraten keinen Fehler darstellt, sondern wohl exakt so real werden wird. An der letztlich zur Verfügung stehenden Rechenleistung ändert dies im übrigen nichts, die vorherige Kalkulation sah mit (angenommen) 26-30 Shader-Clustern auf 1755 MHz "Game Clock" eine Rechenleistung von 5,8-6,7 TFlops vor, die reale Radeon RX 5600 XT wird dann ziemlich gut in der Mitte hiervon bei 6,3 TFlops herauskommen. AMD hat hierbei also nur einen anderen Weg zum Ziel genommen – und selbiges dürfte weiterhin bei einer Karte zwischen GeForce GTX 1660 Ti und GeForce RTX 2060 liegen, um nVidia an einer empfindlichen Stelle in dieser gewissen Angebotslücke zu treffen.

Die bisherigen 3DMark13-Ergebnisse sprechen zudem dafür, das dies gelingen sollte – an der Performance-Prognose zur Radeon RX 5600 XT ändert sich auch mit dieser anderen Hardware-Ansetzung ergo nichts. Entscheidend wird schlicht und ergreifend sein, zu welchem Preispunkt AMD die Radeon RX 5600 XT herausbringt: Es sollte schon ausreichend tiefer als bei der GeForce RTX 2060 (329$) sein, auch weil nVidia bei dieser kleinsten RTX-Karte sicherlich noch preislichen Spielraum hat. Ideal wäre es eher näher zur GeForce GTX 1660 Ti (249$), denn so weit herunter dürfte nVidia sicherlich nicht gehen wollen – und hat nach dem nominellen Abschluß des "SUPER"-Refreshs auch erst einmal keine weiteren Pfeile im Köcher (und selbst eine Neuauflage der GeForce GTX 1660 Ti mit etwas mehr Performance würde entsprechend Vorbereitungszeit kosten). Natürlich dürfte die Speicherbestückung der Radeon RX 5600 XT mit nur 6 GB GDDR6-Speicher ein Thema werden, gerade nachdem die Radeon RX 5500 XT gezeigt hat, das AMD die größere Speicherbestückung in der Praxis benötigt. Allerdings könnte es durchaus auch sein, das die Radeon RX 5600 XT genau oberhalb jener Grenze liegt, wo die Speichermenge AMD weh tut – womit das ganze eine Enthusiasten-Diskussion bleibt, aber im angepeilten Massenmarkt keine Relevanz entwickeln würde.

GeForce GTX 1660 Ti Radeon RX 5600 XT GeForce RTX 2060
Chipbasis nVidia TU116, 6.6 Mrd. Transistoren auf 284mm² Chipfläche in der 12nm-Fertigung von TSMC entweder AMD Navi 10 (wahrscheinlicher) oder AMD Navi 12 nVidia TU106, 10.6 Mrd. Transistoren auf 445mm² Chipfläche in der 12nm-Fertigung von TSMC
Technik 3 Raster-Engines, 24 Shader-Cluster, 1536 Shader-Einheiten, 96 TMUs, 48 ROPs, 1.5 MB Level2-Cache, 192 Bit GDDR6-Interface (Vollausbau) 36 Shader-Cluster, 2304 Shader-Einheiten, 144 TMUs, 48 ROPs, 192 Bit GDDR6-Interface 3 Raster-Engines, 30 Shader-Cluster, 1920 Shader-Einheiten, 120 TMUs, 30 RT-Cores, 240 Tensor-Cores, 48 ROPs, 3 MB Level2-Cache, 192 Bit GDDR6-Interface (Salvage)
Taktraten 1500/1770/3000 MHz (QDR) 1130/1375/3000 MHz (QDR) 1365/1680/3500 MHz (QDR)
Rohleistungen 5,4 TFlops & 288 GB/sec 6,3 TFlops & 288 GB/sec 6,5 TFlops & 336 GB/sec
Speicherausbau 6 GB GDDR6 6 GB GDDR6 6 GB GDDR6
TDP 120W ? 160W
FHD Perf.Index 790% geschätzt ~840-870% 910%
4K Perf.Index 103% geschätzt ~110-115% 123%
Listenpreis 229$ ? 349$
Release 22. Februar 2019 wahrschl. Anfang 2020 7. Januar 2019
In unserem Forum wird über seitens Twitterer Rogame gelieferte 3DMark13-Benchmarkwerte zu AMDs "Renoir"-APU in Form des augenscheinlichen Achtkerners Ryzen 7 4700U gesprochen. Mit diesen Benchmarks ist allerdings nur ein gewisser erster Eindruck möglich, weil seitens der Notebook-Hersteller manchmal nicht der passende Speichertakt gewählt wurde, genauso aber auch der "Combined"-Test des 3Mark13 noch überhaupt nicht mit der Renoir-APU zusammenarbeiten will und daher jener den Gesamtscore (drastisch) verhagelt. Allerdings kann man teilweise etwas mit dem Graphics-Score und in jedem Fall etwas mit dem Physics-Score anfangen: Und letzterer sieht gut aus, hiermit schlägt der Renoir-Achtkerner (ohne SMT) gleich einmal AMDs bisherige Desktop-APUs mit viel höherer TDP und damit beachtbar höherem Takt sowie natürlich auch Intels beste Ice-Lake-Prozessoren - wenngleich deren Benchmark-Werte etwas kurios aussehen, wenn der Core i7-1068G7 mit 28 Watt TDP spürbar langsamer herauskommt als der Core i7-1065G7 mit (nominell) nur 15 Watt TDP.





Technik
FS Graphics
FS Physics





Ryzen 3 3200G
AMD Picasso (Zen+), 4C/4T, Vega 8, 65W TDP (Desktop)
4947
7280



Ryzen 7 4700U
AMD Renoir (Zen 2), 8C/8T, Vega-iGPU
4733
9166



Core i7-1068G7
Intel Ice Lake, 4C/8T, Iris Plus Graphics (64 EU), 28W TDP
3951
6823



Core i7-1065G7
Intel Ice Lake, 4C/8T, Iris Plus Graphics (64 EU), 15W TDP
4582
7702



Ryzen 5 3550H
AMD Picasso (Zen+), 4C/8T, Vega 8, 35W TDP
4120
5683



3DMark13-Benchmarkwerte, gefunden seitens Twitterer Rogame, festgehalten im 3DCenter-Forum