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Hardware- und Nachrichten-Links des 7. Juni 2017

Im aktuellen Crypto-Mining-Boom ziehen inzwischen sogar die Preise gebrauchter AMD-Grafikkarten spürbar an – die einen verkaufen ihre Radeon RX 400 Karten teurer als zum seinerzeitigen Neupreis, andere erleben beachtliche Preisaufschwünge für alte Radeon R9 290 & 390 Karten. Letztere waren ja schon immer zum Crypto-Minern beliebt – sind vielleicht nicht so energieeffizient wie die Radeon RX 400 Serie, aber immer noch sehr leistungsfähig. Im Zuge des aktuellen Booms gibt es von Phoronix und Legit Reviews entsprechende GPU-Vergleiche für das Ethereum-Mining – mit dem bekannten Ergebnis: AMD liegt hierbei vorn, deren höhere theoretische Rechenleistung läßt sich unter der Spezialaufgabe des Crypto-Minings einfach besser abrufen als unter Spielen. Bei den nVidia-Grafikkarten ist die GeForce GTX 1060 noch gut mit dabei und teilweise wegen ihrer Energieeffizienz eine Überlegung wert. Die GeForce GTX 1070 ist nicht schlecht, aber zu teuer, GeForce GTX 1080 und 1080 Ti fallen wegen der Nutzung von GDDR5X-Speicher deutlich ab, dies mag der Code von Ethereum überhaupt nicht. Ältere nVidia-Grafikkarten sind gänzlich nicht zu empfehlen, während von den älteren AMD-Grafikkarten die Radeon R9 290, 380 & 390 Serien gut mitspielen, die Fiji-basierten Grafikkarten hingegen trotz guter Leistungen hierfür zu teuer angelegt sind. Ganz an der Spitze steht bei Legit Reviews im übrigen eine Radeon R9 295X2 – womit jenes unter Spielen nur noch selten gut nutzbares DualChip-Konstrukt hier noch einmal zu neuen Ehren kommt.

In der Frage, wann denn der eigentliche Launch der Core-X-Prozessoren sein soll, gibt es derzeit leider immer noch keine wirklich belastbaren Informationen – sondern im eigentlichen nur Gerüchte: So sollen die beiden Kaby-Lake-X-basierten Prozessoren von Core X am 12. Juni gelauncht werden bzw. in den Handel gehen. Die Skylake-X-basierten Prozessoren sollen dann erst am 30. Juni folgen – wie gesagt sind beide Termine allerdings unbelegt. Die in absehbarer Zeit in den Handel kommenden Skylake-X-Modelle sollen zudem nur bis zum Zehnkerner Core i9-7900X gehen, der Rest folgt in jedem Fall später. Zum Zwölfkerner Core i9-7920X gibt es die frühere Aussage von "August 2017", zu den drei restlichen Modellen steht sogar die Aussage "Jahr 2018" im Raum – jene werden aber selbst im besten Fall kaum noch in diesem Sommer erscheinen. Intel hat hier eine ziemlich clevere Strategie angesetzt, indem man technisch vergleichsweise interessante Prozessoren sehr früh angekündigt hat – ohne allerdings zu erwähnen, das gerade die Spitzenmodelle noch einige Monate von ihrer wirklichen Verfügbarkeit entfernt sind. Für Profi-Hardware und ohne Ankündigung konkreter Modelle mag dies eventuell angehen, aber bei Consumer-Hardware sollte man genau solcherart "Paper-Ankündigungen" von konkreten Produkten ohne Hardware-Spezifikationen und mit weit in der Zukunft liegender Verfügbarkeit eigentlich eher vermeiden.

Aus unserem Forum kommen neuerliche Spekulationen zur Playstation 5 – welche Sony augenscheinlich wohl bauen will, allen Unkenrufen vom nahen Ableben der Spielekonsolen zum Trotz. Die technische Seite der Spekulation (10 TFlops Rechenleistung, keine APU sondern extra GPU, Fokus auf VR) ist dabei ganz sicher noch sehr ungewiß und dürfte sich selbst bei Sony auch erst im Laufe der Entwicklung ergeben. Ziemlich sicher dürfte sich jedoch der (angeblich) abgestrebte Termin im Jahr 2018 nicht halten lassen – denn für 10 TFlops Rechenleistung braucht man im Rahmen einer Spielekonsole die 7nm-Fertigung, welche im Jahr 2018 allerhöchstens (vereinzelt) als Riskfertigung zur Verfügung stehen wird. Gerade für so ein Massenprodukt wie eine Spielekonsole kann man sowieso nicht auf den absoluten Anfang eines neuen Fertigungsverfahren setzen, dies treibt die Preislage zu hoch und ergibt zudem das Risiko von Terminverzögerungen, wenn dieses neue Fertigungsverfahren nicht rechtzeitig fertig wird. So gesehen wäre selbst 2019 noch keine absolut sichere Wahl für 7nm-basierte Konsolen-Chips, dies trifft dann erst auf das Jahr 2020 zu. Erst dann ist die 7nm-Fertigung voraussichtlich so weit, mit hohen Kapazitäten und trotzdem zu gangbarer Preislage eingesetzt werden zu können. Ende 2019 wäre natürlich genauso noch möglich – doch das Jahr 2018 steht bezüglich der Chipfertigung einfach zu sehr zwischen den Stühlen und ist daher für neue Spielekonsolen eher unwahrscheinlich.

Die neuesten Zahlen zur weltweiten Betriebssystem-Verteilung für den Monat Mai 2017 bei StatCounter zeigen diesesmal eine Nullveränderung: Windows 7 verlor gegenüber dem April um -0,02% auf nunmehr 38,91%, Windows 10 gewann gegenüber dem April um +0,08% auf nunmehr 30,01%. Die gewisse Tendenz der letzten Monate, das sich die Kurven beider Betriebssysteme einander immer langsamer annähern, wird damit nur unterstützt – wenn man es rein mathematisch betrachten wollte, dürfte der Übergang von Windows 7 zu Windows 10 so gesehen noch mehrere Jahre brauchen. Aber dieser Vorgang wird letztlich auch durch außerhalb der Mathematik liegenden Ereignisse wie dem Kauf neuer PCs nur noch mit Windows 10 sowie dem absehbaren Supportende von Windows 7 mit dem 14. Januar 2020 unterstützt. Beim konkurrierenden Statistikdienst NetMarketShare gibt es hingegen wieder einmal eher kuriose Zahlen: Dort soll Windows 10 zwar um ein glattes halbes Prozent zugelegt haben, Windows 7 hingegen genauso um nahezu ein ganzes Prozent zugelegt haben. Man kann diese auch in der Höhe abweichenden Zahlen von NetMarketShare eventuell mit einer stärkeren Gewichtung auf die östliche Welt erklären, wo lange Zeit noch viel Windows XP und jetzt eben viel Windows 7 zum Einsatz kommt – aber die ständigen starken Schwankungen in beide Richtungen hin ziehen den NetMarktShare-Zahlen dann leider doch den Zahn.

Im aktuellen Crypto-Mining-Boom ziehen inzwischen sogar die Preise gebrauchter AMD-Grafikkarten spürbar an - die einen verkaufen ihre Radeon RX 400 Karten teurer als zum seinerzeitigen Neupreis, andere erleben beachtliche Preisaufschwünge für alte Radeon R9 290 & 390 Karten. Letztere waren ja schon immer zum Crypto-Minern beliebt - sind vielleicht nicht so energieeffizient wie die Radeon RX 400 Serie, aber immer noch sehr leistungsfähig. Im Zuge des aktuellen Booms gibt es von Phoronix und Legit Reviews entsprechende GPU-Vergleiche für das Ethereum-Mining - mit dem bekannten Ergebnis: AMD liegt hierbei vorn, deren höhere theoretische Rechenleistung läßt sich unter der Spezialaufgabe des Crypto-Minings einfach besser abrufen als unter Spielen. Bei den nVidia-Grafikkarten ist die GeForce GTX 1060 noch gut mit dabei und teilweise wegen ihrer Energieeffizienz eine Überlegung wert. Die GeForce GTX 1070 ist nicht schlecht, aber zu teuer, GeForce GTX 1080 und 1080 Ti fallen wegen der Nutzung von GDDR5X-Speicher deutlich ab, dies mag der Code von Ethereum überhaupt nicht. Ältere nVidia-Grafikkarten sind gänzlich nicht zu empfehlen, während von den älteren AMD-Grafikkarten die Radeon R9 290, 380 & 390 Serien gut mitspielen, die Fiji-basierten Grafikkarten hingegen trotz guter Leistungen hierfür zu teuer angelegt sind. Ganz an der Spitze steht bei Legit Reviews im übrigen eine Radeon R9 295X2 - womit jenes unter Spielen nur noch selten gut nutzbares DualChip-Konstrukt hier noch einmal zu neuen Ehren kommt.