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News des 11./12. April 2026

Von Hardware Unboxed @ YouTube kommt ein Performance-Vergleich aller X3D-Modelle mit 6 & 8 CPU-Kernen, sprich außerhalb der Spitzenmodelle mit 12 & 16 CPU-Kernen, dafür aber durchgehend von Zen 3 über Zen 4 zu Zen 5 und inklusive auch der nur regional erhältlichen Modelle Ryzen 5 5500X3D & 5600X3D. Damit läßt sich auf einen Blick die Performance-Differenz aller für Gamer wirklich relevanten Modelle erfassen, interessant somit auch für bisherige X3D-Nutzer mit Upgrade-Interesse. Für die nachfolgende Benchmark-Auswertung wurden die Werte unter FullHD auf "Medium"-Bildqualitätspreset und zu 1% low Frameraten verwendet, da gegenüber allen anderen Testreihen die beste Performance-Skalierung bietend. Die maximale Skalierung beträgt dabei +72% vom Ryzen 5 5500X3D zum Ryzen 7 9850X3D. Zwischen Ryzen 7 5800X3D und 9850X3D sind es hingegen +46%, was erstaunlich gut zur letzten Launch-Analyse des Prozessoren-Bereichs mit diesbezüglich breiteren Benchmarks liegt – dort waren es zwischen diesen beiden X3D-Achtkernern +47%.

Spiele-Perf. Zen 3 Zen 4 Zen 5
8-Kerner  
 
 
100% — Ryzen 7 5800X3D
 95% — Ryzen 7 5700X3D
 
 
124% — Ryzen 7 7800X3D
146% — Ryzen 7 9850X3D
140% — Ryzen 7 9800X3D
6-Kerner  
 
 95% — Ryzen 5 5600X3D
 85% — Ryzen 5 5500X3D
113% — Ryzen 5 7600X3D
109% — Ryzen 5 7500X3D
gemäß der Benchmarks von Hardware Unboxed @ YouTube unter 12 Spielen (FHD "Medium", 1% low fps)

Bemerkenswert in allen Fällen ist, wie nahe die 6-Kerner den jeweiligen 8-Kernern kommen, zumeist liegen da keine 10% Performancedifferenz dazwischen. Eben dieser Punkt dürfte AMD bislang davon abgehalten haben, einen "Ryzen 5 9600X3D" herauszubringen, jener kannibalisiert die Absätze des Ryzen 7 9800X3D wohl zu stark, was sich AMD angesichts von dessem hohen Preispunkt derzeit noch nicht leisten will. Die Rolle der günstigen Ersatzangeboten wird schließlich weiterhin ganz gut von den Zen-4-Modellen mit X3D ausgefüllt – und schließlich muß AMD diese älteren Prozessoren-Generationen auch weiterhin verkaufen, findet kein so schneller Generations-Durchfluß statt wie bei Intel normalerweise üblich (mit diesesmal allerdings der Ausnahme von "Raptor Lake"). Denkbarerweise kommt es dann irgendwann doch noch zum Release des Ryzen 5 9600X3D, aber nunmehr wahrscheinlich erst zu einem Zeitpunkt, wo Zen 6 naht oder gar schon im Markt steht. Letzterer wird dann grundsätzlich mehr CPU-Kerne mit sich bringen (CCD á 12C), und somit die älteren AMD-Generationen technisch (etwas) abwerten.

Tom's Hardware haben eigene Benchmarks zu nVidias "RTX Neural Texture Compression" aufgestellt, wobei "NTC" erneut mit Kompressionsraten von 80% ziemlich gut wegkommt, zudem sind die Performanceanforderungen wohl recht harmlos. Es bleibt allerdings die Problematik bestehen, das insbesondere in der Datenkompression Beispieltests und RealWorld-Anwendungen oftmals weit auseinanderliegen – sprich, der Effekt auf volle Spiele gerechnet durchaus beachtbar geringer ausfallen sollte. Dies kann dann aber immer noch ein großer Gewinn sein, Potential hat die Technologie in jedem Fall. Nur wird sie kaum jemals zur tatsächlichen Reduzierung der bisherigen VRAM-Anforderungen eingesetzt werden können, denn aus Kompatibilitätsgründen mit nicht unterstützter Hardware können die Spieleentwickler nun nicht einfach wild NTC zur Lösung ihrer VRAM-Problem nutzen. Der Anwendungszweck liegt eher in noch höheraufgelösten Texturen, welche ohne Komprimierung dann keineswegs mehr in den VRAM passen würden. Eine Lösung für die VRAM-Probleme von speziell 8-GB-Grafikkarten ergibt sich damit also wahrscheinlich nicht.

Die Marktforscher von IDC (via PC Games Hardware) liefern nun auch noch eigene Aussagen zum PC-Markt im ersten Quartal 2026 ab – welcher wie schon kürzlich bei Gartner erstaunlicherweise als "gewachsen" beschrieben wird, mit einem Zuwachs von +2,5% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Seitens IDC wird dies erklärt mit der Furcht vor steigenden Preisen, der Migration von Windows 10 zu 11 und Produkt-Neuvorstellungen. Ehrlicherweise zieht das aber wenig bzw. ist die Erklärung seitens Gartner eher zielführend: Danach sollen hier in erster Linie mehr Käufe innerhalb der Handelskette zur Lageraufstockung vor den kommenden Preissteigerungen für komplette PCs & Notebooks vorliegen. Der Endkunden-Markt liegt im sichtbaren Teil allerdings derart tief darnieder, dass es als unwahrscheinlich gelten darf, dass sich davon abweichend die tatsächlichen PC-Verkäufe (im Einzelhandel) sogar positiv entwickelt haben sollen. Denkbarerweise ergibt sich hier ein größere Lücke zwischen dem, was die in die Handelskette verkauft wurde (die Absätze der PC-Hersteller somit) und dem, was die Endkunden im Einzelhandel dann gekauft haben.

Leider sind fast alle Absatz-Statistiken immer Handelsketten-zentriert, weil damit die Geschäftstätigkeit der jeweiligen Hersteller bewertet werden sollen und nicht das direkte Kaufverhalten der Endkunden. Und natürlich gleichen sich diese Abweichungen mittelfristig immer aus – je mehr Ware in der Handelskette liegt und nicht abgesetzt wird, um so weniger wird dann in den folgenden Quartalen nachbestellt. Genau das prognostizieren nun auch IDC und Gartner gleichlautend: Die nachfolgenden Quartale werden schlechter für die PC-Hersteller, weil die Handelskette sich nun erst einmal eingedeckt hat und die Preissteigerungen den PC-Käufern die Kauflaune verderben. Letztlich kann man diese Prognose schon aus dem kurzfristigen Trend des abgelaufenden Quartals entnehmen, wo das bislang klare Wachstum nach unten ging (die blaue Linie ergibt die weltweiten Absatzsteigerungen): Der klare Aufwärtstrend seit Ende 2024 erfährt mit dem letzten Quartal in jedem Fall einen gehörigen Dämpfer – und wandelt sich, wenn die Prognosen zutreffen, ab dem zweiten Quartal 2026 dann in einen Abwärtstrend auf dem PC-Markt.