
Leaker 'Jaykihn' hat in einem Gespräch, wo es eigentlich um Sockel-Langlebigkeit ging, einen weiteren Raptor-Lake-Refresh kundgetan. Zwar sollen die Infos hierzu noch ziemlich früh und damit unsicher sein, dafür konnte der Leaker aber dennoch schon einige Details nennen: So wird es in diesem "Raptor Lake Refresh 2" keinen "Core i9" geben, was auf eine Mainstream-Ausrichtung womöglich primär für OEMs hindeutet. Zudem wird natürlich der Sockel LGA1700 behalten, alles in Intels eigener Foundry unter wiederum "Intel 7" gefertigt und soll das ganze Anfang 2027 starten. Dies ist vergleichsweise spät und läßt sogar die Möglichkeit eines neuen Steppings oder Siliziums offen – weil nur dieses benötigt eigentlich einen solch langen Zeitraum, während neue SKUs auf Basis des vorhandenen Siliziums bei weitem nicht so lange dauern. Die Meldung ruft natürlich einigen Unglauben hervor und man sollte dies nur als frühes Gerücht ansehen – früh genug zudem, als dass selbst Intel die Sache doch noch wieder streichen könnte.
Intel is planning another Raptor Lake Refresh to extend LGA1700.
Quelle: Jaykihn @ X am 15. April 2026
We’ll find out at launch. Should be in early 2027.
Quelle: Jaykihn @ X am 15. April 2026
There is no i9 SKU in the upcoming Raptor Lake Refresh.
Quelle: Jaykihn @ X am 15. April 2026
Raptor Lake, including this refresh, is produced by IFS, not third parties.
Quelle: Jaykihn @ X am 15. April 2026
Auffällig ist, dass Intel hier trotz weiterer LGA1700-Aktivitäten wiederum "Bartlett Lake 12P" keine Desktop-Chance geben will – worüber immer die Frage schwebt, ob dies vielleicht deswegen so sein könnte, weil Bartlett Lake Intel im Desktop-Segment zu schnell (oder zu langsam) sein könnte. Immerhin ist auch dieser zweite Raptor-Lake-Refresh ziemlich sicher als Mainstream-Alternative angedacht und wird somit immer derart angesetzt, die jeweils modernste Intel-Generation (aktuell Arrow Lake, später Nova Lake) nicht zu stören. Es ist halt Intels Reserve-Schiene für den Fall einer sich hinziehenden Speicherkrise, wo man schlicht noch eine CPU-Generation mit DDR4-Support weiterpflegt, so lange wie es wegen der Speicherkrise notwendig ist. Die DDR4-Preise sind zwar relativ genauso hochgeschossen, aber absolut immer noch niedriger als die DDR5-Preise – und natürlich gibt es hier den Vorteil von viel breiter gehenden Bestände bei den Endnutzern. Interessant an dem Fall auch, dass ähnliches an dieser Stelle mehrfach vor dem letzten Jahreende propagiert wurde – dass sich die CPU-Hersteller mit CPU-Generationen mit DDR4-Support beschäftigen müssen. Gleichzeitig wurde auch prognostiziert, dass die großen Firmen jedoch üblicherweise zu langsam für derart Schritte sind – was sich genauso bestätigt, wenn Intel diesen zweiten Raptor-Lake-Refresh erst Anfang 2027 bringen will.
Notebookcheck zeigen auf ein neues MSI-Notebook mit "GeForce RTX 5070 Laptop 12GB" hin, welches in Einklang mit entsprechenden Meldungen zu neuen Lenovo-Notebooks steht. Augenscheinlich kommt nun tatsächlich eine solche Mobile-Grafiklösung, welche vermutlich auf Basis des GB206-Chips dessen 128-Bit-Speicherinterface schlicht mit 3-GByte-Speicherchips bestückt (anstatt der bisher üblichen 2-GB-Chips) und somit aus der vormaligen Speicherbestückung von 8 GB dann eben gleich 12 GB VRAM macht. Theoretisch wäre natürlich auch die Nutzung des GB205-Chips mit 192-Bit-Speicherinterface möglich, aber solcherart starke Salvage-Lösungen sind bei nVidia eher dem Desktop-Segment vorbehalten und zugleich würde das dickere Speicherinterface dann einen Performance-Unterschied erzeugen. Vermutlich ist letzteres allerdings nicht geplant, sondern es soll einfach nur mehr VRAM geboten werden. Denkbarerweise basieren diese Sonderlösungen (wie die "GeForce RTX 5050 9GB") auch darauf, dass nVidia für den RTX50 "SUPER"-Refresh jene 3-GB-Speicherchips breit vorbestellt hatte und sich selbige nun bei nVidia stappeln, da dieser Refresh wie bekannt verschoben wurde.
| RTX50 Mobile | Chip | Hardware | VRAM | TGP | Vorstellung | Release | grobes Desktop-Äquivalent |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| GeForce RTX 5090 Laptop | GB203 | 82 SM @ 256-bit | 24 GB GDDR7 | 95-175W | CES 2025 | März 2025 | RTX5080: 84 SM @ 256-bit, 16 GB, 360W |
| GeForce RTX 5080 Laptop | GB203 | 60 SM @ 256-bit | 16 GB GDDR7 | 80-175W | CES 2025 | März 2025 | RTX5070Ti: 70 SM @ 256-bit, 16 GB, 300W |
| GeForce RTX 5070 Ti Laptop | GB205 | 46 SM @ 192-bit | 12 GB GDDR7 | 60-150W | CES 2025 | März 2025 | RTX5070: 48 SM @ 192-bit, 12 GB, 250W |
| GeForce RTX 5070 Laptop 12GB | ? | ? | 12 GB GDDR7 | ? | ? | ? | – |
| GeForce RTX 5070 Laptop 8GB | GB206 | 36 SM @ 128-bit | 8 GB GDDR7 | 50-125W | CES 2025 | April 2025 | RTX5060Ti: 36 SM @ 128-bit, 8 GB, 180W |
| GeForce RTX 5060 Laptop | GB206 | 26 SM @ 128-bit | 8 GB GDDR7 | 45-125W | 15. April | Mai 2025 | RTX5060: 30 SM @ 128-bit, 8 GB, 145W |
| GeForce RTX 5050 Laptop | GB207 | 20 SM @ 128-bit | 8 GB GDDR7 | ≤115W | 24. Juni | Juli 2025 | RTX5050: 20 SM @ 128-bit, 8 GB, 130W |
| Hinweis: Angaben zu noch nicht offiziell vorgestellter Hardware basieren auf Gerüchten & Annahmen | |||||||
Die von TechEpiphany @ X kommenden Prozessoren-Verkaufszahlen der Mindfactory zeigen für die 14. & 15. Woche einen neuen, drastischen Tiefstand beim Prozessoren-Absatz an – gerade einmal 500 Stück wurden pro Woche in diesem Zeitraum abgesetzt. Dies ist schon ganz offensichtlich viel weniger als in den letzten sowieso schon schwachen Wochen (Visualisierung dessen bei PCGamer) – und genauso ein so nie gesehener Absatzverlust. Schaut man sich die komplette Absatzstatistik des Jahres 2024 bei der Mindfactory an (das Jahr 2025 hatte mit der damals drohenden Insolvenz einen zu starken Sondereffekt), dann waren da wochenweise Absatzzahlen von 2000-3000 Stück normal, der Tiefstwert lag seinerzeit bei 1570 Stück – ergo dreimal so hoch wie aktuell. Der Einzelhandel liegt nun wegen der Speicherkrise wirklich darnieder, letztlich bestätigt auch durch alles, was in den Foren zu lesen ist: Die Leute würden gern upgraden – und verschieben derzeit so gut wie alles wegen der Speicherpreise. In den Zahlen der großen Marktforscher wird sich dies logischerweise erst nach dem Quartalsende (und somit zur Jahresmitte) zeigen – diese Mindfactory-Zahlen kann man hierzu als ersten Indikator nehmen.
Mit den deutlich zurückgehenden Absatzzahlen ergab sich dennoch nur eine geringfügige Veränderung bei den Marktanteilen: AMD verlor etwas auf nun "nur" noch 86% beim Absatz, während hingegen die Umsatzverteilung sogar nahezu gleich blieb. Dies basierte auf einem deutlich höheren durchschnittlichen Verkaufspreis (ASP) bei AMD, wo nunmehr der Ryzen 7 9850X3D den zweiten Platz in der Modell-Verkaufsliste erklommen hat und somit sehr wohl als Erfolg für AMD angesehen werden kann. Zugleich verkauften sich deutlich weniger AM4-Prozessoren, denkbarerweise waren die guten AM4-Absätze der letzten Wochen nur eine temporäre Phase bzw. sind diese Aufrüstungen nun eben allesamt durch und muß sich die AM4-Plattform nunmehr ihrem Alter stellen. Bei Intel hingegen gab es erstmals den Fall, dass die LGA1851-Absätze den LGA1700-Absätzen überlegen waren, dies allerdings auch basierend auf ungewöhnlich schwachen LGA1700-Zahlen und dem nachträglichen Effekt des Marktstarts des Arrow-Lake-Refreshs (wurde in der Vorwoche noch nicht bei der Mindfactory gelistet). Die nunmehr sehr niedrigen absoluten Verkaufszahlen bei Intel begünstigen natürlich solcherart Sprünge, ergo ist nicht sicher, ob dies ein langfristig neuer Trend ist – wobei natürlich LGA1851 irgendwann LGA1700 tatsächlich überflügeln sollte.
| Prozessoren-Verkäufe der Mindfactory in den Jahren 2025/26 (AMD in rot, Intel in blau, durchgehend in dieser Reihenfolge) | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Absatz | Anteile | Umsatz | Anteile | ASPs | AM4, AM5, 1700, 1851 | |
| 14./15. Woche 2026 | 500 Stück p.W. | 86,0% 14,0% | 0,19M € p.W. | 90,3% 9,7% | 390€ 246€ | 45, 385, 25, 45 p.W. |
| 13. Woche 2026 | 825 Stück | 89,1% 10,9% | 0,24M € | 90,6% 9,4% | 296€ 250€ | 200, 535, 80, 10 |
| 12. Woche 2026 | 1080 Stück | 89,8% 10,2% | 0,31M € | 91,1% 8,9% | 290€ 251€ | 350, 620, 70, 40 |
| 9.-11. Woche 2026 | 1100 Stück p.W. | 87,3% 12,7% | 0,34M € p.W. | 89,3% 10,7% | 318€ 263€ | 343, 617, 100, 40 p.W. |
| 8. Woche 2026 | 1255 Stück | 88,4% 11,6% | 0,36M € | 91,7% 8,3% | 295€ 204€ | 490, 620, 70, 55 |
| 7. Woche 2026 | 1275 Stück | 89,8% 10,2% | 0,38M € | 92,4% 7,6% | 307€ 223€ | 445, 700, 120, 0 |
| 6. Woche 2026 | 1500 Stück | 89,3% 10,7% | 0,48M € | 92,1% 7,9% | 329€ 235€ | 480, 860, 120, 40 |
| 5. Woche 2026 | 1385 Stück | 87,0% 13,0% | 0,44M € | 90,3% 9,7% | 328€ 237€ | 415, 790, 120, 50 |
| 4. Woche 2026 | 1505 Stück | 87,4% 12,6% | 0,48M € | 89,9% 10,1% | 328€ 255€ | 460, 850, 120, 60 |
| 3. Woche 2026 | 1535 Stück | 87,9% 12,1% | 0,48M € | 91,0% 9,0% | 323€ 232€ | 390, 960, 150, 35 |
| 51. Woche 2025 | 2105 Stück | 91,4% 8,6% | 0,54M € | 91,8% 8,2% | 259€ 248€ | 715, 1210, 130, 50 |
| 50. Woche 2025 | 2120 Stück | 94,3% 5,7% | 0,54M € | 95,9% 4,1% | 261€ 184€ | 490, 1510, 90, 20 |
| 49. Woche 2025 | 3905 Stück | 93,6% 6,4% | 1,19M € | 95,0% 5,0% | 310€ 236€ | 950, 2705, 200, 40 |
| 48. Woche 2025 | 3620 Stück | 95,7% 4,3% | 1,03M € | 96,3% 3,7% | 287€ 249€ | 880, 2585, 80, 55 |
| 47. Woche 2025 | 2480 Stück | 91,1% 8,9% | 0,75M € | 92,9% 7,1% | 307€ 243€ | 410, 1850, 160, 60 |
| 46. Woche 2025 | 1815 Stück | 89,3% 10,7% | 0,45M € | 90,0% 10,0% | 252€ 232€ | 470, 1150, 110, 80 |
| 40. Woche 2025 | 1780 Stück | 88,2% 11,8% | 0,50M € | 90,9% 9,1% | 288€ 216€ | 360, 1210, 130, 70 |
| alle Daten basierend auf den Erhebungen von TechEpiphany auf Twitter; Wochenkonvention: Sonntag zu Samstag; "p.W." = per Woche | ||||||
Shortcuts: Tippgeber 'HXL' zeigt auf zwei erste Benchmark-Ergebnisse des Ryzen 9 9950X3D2 hin – so unter dem Cinebench als auch Blender. So richtig zu werten ist dies natürlich noch nicht, insbesondere ersterer Wert soll unter Luftkühlung mit AMDs eigenen Kühlern erzielt worden sein – was für diesen Prozessor zu wenig sein dürfte, AMD empfiehlt für den Ryzen 9 9950X3D2 selber schon eine Wasserkühlung. Die Performance jenes neuen AM5-Spitzenmodells wird sich spätestens zum 22. April klären, wobei die Launchreviews denkbarerweise schon einen Tag vorher anstehen könnten. Leaker 'Jaykihn' bekräftigt hingegen die Intel-Pläne zu Desktop-Modellen der Xe3-Architektur: Jene umfassen derzeit allein Profi-Beschleuniger von "Crescent Island" und keinerlei Gaming-Modelle bzw. neue Arc-Grafikkarten. Jenes "Crescent Island" ist wohl auch als reine HPC/AI-Architektur angelegt, daraus lassen sich dann selbst wenn es so gewollt wäre, keine Gaming-Grafikkarten ableiten. Derzeit sieht es ganz danach aus, als würde Intel auf Xe3-Basis gar keine Gaming-Modelle herausbringen. Enweder man überspringt somit Xe3 nur zugunsten von "Xe4" – oder die Arc B570 ist die vorerst letzte Gaming-Grafikkarte von Intel.