
Laut Tippgeber Chi11eddog @ X hat AMD wohl noch zwei TDP-stärkere Ryzen-9000-Modelle von Form von Ryzen 5 9650X & Ryzen 7 9750X in Vorbereitung. Nachdem deren Vorgänger im Zen-5-Portfolio – Ryzen 5 9600X & Ryzen 7 9700X – nur mit 65 Watt angetreten sind (abweichend von ihren Zen-4-Vorgängern) – sind Watt-stärkere Varianten nur folgerichtig und bieten sich für AMD nun wohl als Konter zum Arrow-Lake-Refresh an. Allerdings hat es AMD hierbei nicht bei den 105W TDP von Ryzen 5 7600X & Ryzen 7 7700X belassen, sondern geht gleich auf 120 Watt hinauf – und somit regulärerweise auf eine PPT von 162 Watt, was dann das echte Powerlimit darstellt. Dies ergibt zumindest einen gewissen Unterschied zu den bisherigen 65-Watt-Modellen, was sich auch teilweise schon in den Spezifikationen zeigt: Der maximale Boosttakt geht zwar nur um jeweils +100 MHz nach oben, der Baseclock allerdings gleich um jeweils +400 MHz. Und natürlich dürften auch alle zwischenliegenden Betriebszustände positiv von dem höheren Powerlimit beeinflußt werden.
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Ryzen 7 9750X, 120W, 8C16T, 32MB L3 cache, 5.6/4.2GHz
Ryzen 5 9650X, 120W, 6C12T, 32MB L3 cache, 5.5/4.3GHz
Quelle: Chi11eddog @ X am 18. März 2026
Die beiden "Refresh"-Modelle von AMD dürften ergo mit einem guten Stück mehr Multithreading-Performance anrücken, allerdings wohl nur minimal mehr Singlethread-Performance – letzteres ist über ein höheres Powerlimit logischerweise nicht zum besseren beeinflußbar. Ob die höhere Multithreading-Performance wirklich benötigt wird, steht auf einem anderen Blatt, in typischen Gamer-Systemen eigentlich nicht. AMD benötigt diesen gewissen Performance-Boost denkbarerweise, um gegenüber dem Arrow-Lake-Refresh besser dazustehen – wobei da die Intel-Prozessoren wegen ihrer viel höheren Anzahl an CPU-Kernen trotzdem vorn liegen sollten. Die entscheidende Frage dürfte somit eher sein, zu welchem Preispunkt die beiden neuen Zen-5-Modelle daherkommen: Kosten jene mehr als die bisherigen Ryzen 5 9600X & Ryzen 7 9700X, passt dies kaum ins Preisgefüge. Gibt es hingegen für Ryzen 5 9650X & Ryzen 7 9750X den gleichen Preispunkt wie bisher bei Ryzen 5 9600X & Ryzen 7 9700X und gehen jene älteren Modelle dafür im Preis nach unten, hat jeder etwas davon bzw. ergeben sich neue Wahlmöglichkeiten für den CPU-Käufer. Wann dies passieren wird, ist noch nicht heraus, es darf aber durchaus das zweite Quartal angenommen werden.
| AMD Zen 5 | Kerne | L2+L3 | 3DVC | Takt | iGPU | OC | TDP/PPT | Listenpreis | Retail | Release |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Ryzen 9 9950X3D | 16C/32T | 16+64 MB | 64 MB | 4.3/5.7 GHz | ✓ | ✓ | 170/200W | $699 / 769€ | ab 645€ | 12. März 2025 |
| Ryzen 9 9950X | 16C/32T | 16+64 MB | – | 4.3/5.7 GHz | ✓ | ✓ | 170/200W | $649 / 709€ | ab 446€ | 15. Aug. 2024 |
| Ryzen 9 9900X3D | 12C/24T | 12+64 MB | 64 MB | 4.4/5.5 GHz | ✓ | ✓ | 120/162W | $599 / 659€ | ab 552€ | 12. März 2025 |
| Ryzen 9 9900X | 12C/24T | 12+64 MB | – | 4.4/5.6 GHz | ✓ | ✓ | 120/162W | $499 / 539€ | ab 369€ | 15. Aug. 2024 |
| Ryzen 7 9850X3D | 8C/16T | 8+32 MB | 64 MB | 4.7/5.6 GHz | ✓ | ✓ | 120/162W | $499 / 499€ | ab 475€ | 29. Jan. 2026 |
| Ryzen 7 9800X3D | 8C/16T | 8+32 MB | 64 MB | 4.7/5.2 GHz | ✓ | ✓ | 120/162W | $479 / 529€ | ab 422€ | 7. Nov. 2024 |
| Ryzen 7 9750X | 8C/16T | 8+32 MB | – | 4.2/5.6 GHz | ✓ | ✓ | 120/162W | ? | ? | möglw. Q2/2026 |
| Ryzen 7 9700X | 8C/16T | 8+32 MB | – | 3.8/5.5 GHz | ✓ | ✓ | 65/88W | $359 / 399€ | ab 253€ | 8. Aug. 2024 |
| Ryzen 7 9700F | 8C/16T | 8+32 MB | – | 3.8/5.5 GHz | ✗ | ✓ | 65/88W | ? | ? | 16. Sept. 2025 |
| Ryzen 5 9650X | 6C/12T | 6+32 MB | – | 4.3/5.5 GHz | ✓ | ✓ | 120/162W | ? | ? | möglw. Q2/2026 |
| Ryzen 5 9600X | 6C/12T | 6+32 MB | – | 3.9/5.4 GHz | ✓ | ✓ | 65/88W | $279 / 309€ | ab 185€ | 8. Aug. 2024 |
| Ryzen 5 9600 | 6C/12T | 6+32 MB | – | 3.8/5.2 GHz | ✓ | ✓ | 65/88W | ? | ab 164€ | Januar 2025 |
| Ryzen 5 9500F | 6C/12T | 6+32 MB | – | 3.8/5.0 GHz | ✗ | ✓ | 65/88W | ? | ab 188€ | 16. Sept. 2025 |
Von Gamers Nexus, Spieleentwickler Dallas Drapeau und der Digital Foundry gibt es neue Video-Berichterstattungen zu DLSS5, wobei letztere im deutlichen Gegensatz zum ersten DF-Video zu DLSS5 steht, welches jenes Grafikfeature ziemlich in den Himmel gelobt hatte. Mit der neuerlichen Berichterstattung hat man hingegen nunmehr stärker auf die Details geachtet bzw. nimmt sich der Kritik aus Gamer-Kreisen an, dass bei DLSS5 der Instagramm-Beauty-Regler einfach zu weit aufgedreht wurde. Letzteres ist natürlich nur eine plakative Darstellung, wobei die Realität womöglich sogar schlimmer ist: Denn die kleinen Veränderungen an den dargestellten Videospiel-Personen gehen allesamt in dieselbe Richtung, weil KIs nun einmal die Tendenz haben, denn Mittelwert ihres Trainingsmaterials zu benutzen, wenn sie etwas hinzuerfinden sollen. Erschwerdend kommt hier hinzu, dass die KI wahrscheinlich keine Ahnung von der Intention der Spieleentwickler hat bzw. auf Basis der ihr zur Verfügung stehenden Daten haben kann. Ergo bekommen alle Personen den gleichen "Yassify"-Filter ab, welcher auf Screenshots zwar hier und da nett aussehen kann, aber logischerweise den Charakter der Person verfälscht.
Letzteres kann sogar so weit gehen, die Szenen-Emotion der Spielfigur zu verwischen – und damit die Intention des Spieleentwicklers zu zerstören. Ob an dieser Stelle überhaupt ein gutklassiger KI-Aufsatz möglich ist, der ohne Informationen über Charakter, Stil und Emotion der Spielfigur arbeitet, bleibt eine offenen Frage. Doch wenn man an KI-Bildgeneratoren denkt, dann gehören die Prompts zu diesen Dingen zu den wichtigsten überhaupt – ohne selbige kommt halt immer nur eine unpersönliche Werbefigur heraus. Möglicherweise sind Spielfiguren nicht gerade das, was man derzeit durch KI aufhübschen kann, weil der KI wichtiges Hintergrundwissen hierfür fehlt und ohne jenes die KI-Aufhübschung zu einer Instagramm-artigen Angleichung aller Spielfiguren führt. Eine DLSS-Ausführung, welche diese Informationen seitens der Spieleentwickler bekommt, könnte sicherlich viel stärker, weil zielgenauer sein – und vor allem die Vereinheitlichung von Spielefiguren und deren Emotionen verhindern. Für den Augenblick steht jedenfalls zu befürchten, dass DLSS5 ein ziemlicher Reinfall wird, weil ein größerer Teil der Gamer-Gemeinde generell dagegen ist – und die anderen womöglich vom real erreichten enttäuscht sein könnten, denn nVidias Preview-Bilder waren doch sehr zugunsten von DLSS5 "bearbeitet" (mittels hochgedrehtem HDR & Kontrasten). (Diskussion zum Thema im 3DC-Forum)
Ein anderer Punkt, der zu DLSS5 noch angesprochen werden muß, ist das Risiko, dass Spieleentwickler zukünfiger weniger in Grafikqualität und Artwork investieren und sich ganz auf DLSS5 verlassen. Dies ist insbesondere deswegen relevant, weil Artwork eines der zeitraubendsten und damit kostenträchtigsten Dinge bei der Spieleentwicklung darstellt – hier spart man (aus Manager-Sicht) gern, zugunsten von Kostenlage und auch Termintreue. Wenn DLSS5 dann einmal draußen ist, dürfte sich diese Tendenz kaum noch verhindern lassen, vielleicht mit ein paar Ausnahmen von sicheren Hit-Spielen. Als Gegenargument kann man allerdings auch anbringen, dass dies die Tür stärker für Independent-Entwickler öffnet, welche sowieso kein Budget für eine erstklassige Grafikqualität haben – und mittels DLSS5 somit einen Wettbewerbsnachteil überbrücken könnten. Es bleibt zu hoffen, dass dann aber tatsächlich noch ein Weg gefunden wird, dass nicht alles derart gleichförmig verschönert wird, damit nicht am Ende die lebendige Szene der Independent-Spiele ihre teilweise einzigartige Optik verliert.
Laut Notebookcheck gibt es im Fall der gefälschten Ryzen 5 7430U Prozessoren ein viertes betroffenes Produkt in Form des Chuwi Ubox 7430U Mini-PCs. Dies hat der chinesische Distributor "Hornington" bei einer eigenen Überprüfung seiner Lagerbestände herausgefunden und auch gleich einen Rückruf der entsprechenden Produkte veranlasst. Nochmals Notebookcheck berichten zudem von einem erste Statement AMDs, welche hierbei allerdings auch nur eher Standard-Aussagen abliefern und nicht unbedingt deutlich zum Ausdruck bringen, dass man nunmehr mit Nachdruck an der Sache dran ist. Von Chuwi selber war bislang immer noch nichts neues zu hören, was angesichts der vorherigen Androhung rechtlicher Schritte gegenüber Notebookcheck nicht gerade für das Unternehmen spricht. Aller Vermutung nach passierte der "Fehler" aber eher beim Komponenten-Hersteller "Emdoor Digital", von welchem sich dann die Gerätehersteller Chuwi und Ninkear behumsen lassen haben. Sicherlich waren die Testmuster noch mit dem Ryzen 5 7430U (Zen 3) ausgestattet, Produktionschargen wurden dann aber eben nur mit dem Ryzen 5 5500U (Zen 2) ausgerüstet – und damit die eherne Regel verletzt, welche auf alle Produkte aus China (leider) zutrifft: Ständige Produktkontrollen sind zwingend notwendig, auch in die Tiefe hineingehend.