
Die Launchreviews zum Ryzen 9 9950X3D2 sind wie zu sehen arg mager in der Anzahl ausgefallen, fehlend darunter Ausarbeitungen von einigen der bekanntesten Web-Publikationen. Der Grund hierfür wurde schnell bekannt: AMD hatte angeblich nur sehr wenige Testmuster und hat somit nur ausgewählten Publikationen ein Testexemplar zukommen lassen. Dies führt natürlich zur Verärgerung bei den nicht bedachten Publikationen und der erstaunten Frage, ob AMD mit dieser Auswahl die Testergebnisse zu beeinflussen versuchen könnte. Dies scheint nach Sicht der tatsächlich mit Hardware bedachten Publikationen aber weniger der Fall zu sein, denn darunter sind auch (einige), welche sehr akkurat und nachvollziehbar testen. Vermutlich ging es AMD hierbei nur darum, diesen Launch auf möglichst kleiner Flamme kochen zu lassen, damit nicht gleich Netz-weit thematisiert wird, wie mager der Ryzen 9 9950X3D2 doch letztlich ausgefallen ist. Dabei ist der Mehrgewinn an Anwendungs-Performance mit +5-7% gegenüber dem regulären Ryzen 9 9950X3D sogar ganz praktikabel, rechnet man ein, dass es sich hierbei nur um eine Abwandlung jenes Ryzen 9 9950X3D handelt – einen 3D V-Cache hatte letzterer schließlich auch schon.
| Anwendungen | 270KP | 9850X3D | 9950X | 9950X3D | 9950X3D2 |
|---|---|---|---|---|---|
| Hardware & Co (16 Tests) | 102,7% | 73,3% | 95,8% | 100% | 107,4% |
| PC Games Hardware (6 Tests) | 91,0% | 62,2% | 96,0% | 100% | 104,6% |
Interessant eher, dass der nunmehr verdoppelte 3D V-Cache im Anwendungs-Bereich stärker skaliert als der einzelne 3D V-Cache – der Performancegewinn vom 9950X3D zum 9950X3D2 ist leicht höher als vom 9950X zum 9950X3D. Unter den Linux-Benchmarks von Phoronix ist dies überdeutlich, da kommt der Ryzen 9 9950X3D nur auf derselben Anwendungs-Performance wie der Ryzen 9 9950X heraus, während der Ryzen 9 9950X3D2 gleich mal um +10% schneller ist. Aber was zählt heutzutage im Consumer-Bereich die Anwendungs-Performance, jedenfalls wenn es um Beträge von 5-10% geht. Denn mit der Spiele-Performance des Ryzen 9 9950X3D2 ist es nicht weit her, im Schnitt sind es nur +1-2% mehr als beim regulären Ryzen 9 9950X3D – und damit zumeist sogar minimal langsamer als der Ryzen 7 9850X3D. Letztlich ist dies aber doch ein sehr erwartbares Ergebnis gewesen und AMD muß sich dieses Prozessors keineswegs schämen. Logischerweise war das Potential unter der Spiele-Performance ausgeschöpft und konnte der verdoppelte Extracache nur dort etwas bringen, wo es nur wenige interessiert. Denkbarerweise war die Releasestategie nicht ganz so toll, jenen Prozessor erst ganz am Schluß zu bringen. Als technische Machbarkeitsstudie und damit auch zur Vorbereitung von "Zen 6" war der Ryzen 9 9950X3D2 aber wahrscheinlich sogar notwendig.
| Spiele im CPU-Limit | 270KP | 9850X3D | 9950X | 9950X3D | 9950X3D2 |
|---|---|---|---|---|---|
| Hardware & Co (12 Tests) | 92,3% | 105,7% | 84,1% | 100% | 101,7% |
| Hardware Unboxed (14 Tests) | 80,6% | - | 74,7% | 100% | 100,2% |
| Quasarzone (10 Tests) | 86,7% | 102,6% | 82,8% | 100% | 102,3% |
| PC Games Hardware (15 Tests) | 84,8% | 100,0% | 78,3% | 100% | 102,6% |
| Tom's Hardware (17 Tests) | 82,2% | 105,5% | 79,5% | 100% | 101,4% |
Laut dem bekannten Tippgeber 'Kepler' im NeoGAF-Forum soll die Grafiklösung der nächsten Xbox ("Project Helix") keinerlei Microsoft-spezifische Änderungen haben, sprich ein reines RDNA5-Produkt sein. Damit wird indirekt der Weg Microsofts bestätigt, die nächste Xbox wie einen PC zu gestalten – einfach nur unter dem "Xbox"-Label. Zugleich ist diese technische Ausgestaltung aber auch nur folgerichtig, denn gemäß früheren Gerüchten dürfte die nächste Xbox augenscheinlich den AT2-Chip aus AMDs RDNA5-Portfolio verwenden – sprich einen Grafikchip aus der normalen PC-Reihe. Bei dieserart Doppelverwendung für PCs und Konsole ist es klar, dass da so wenig wie möglich spezifische Schaltungen integriert werden können, weil jene dann immer im einen oder anderen Marktsegment nutzlos sind. In diesem Fall läuft es augenscheinlich auf gar keine Microsoft-spezifischen Schaltungen bei der Xbox-GPU hinaus. Microsoft geht damit den allereinfachsten Weg – diesen dann allerdings sehr konsequent. Dazu passt eine weitere Wortmeldung seitens Kepler im NeoGAF-Forum, wonach andere PC-Hersteller eigene PCs auf Basis dieser Konsolen-Hardware bauen sollen – womit Microsoft den Vorteil dieser reinen PC-Hardware versucht ausnutzen, indem man seinen Marktzugang verbreitert.
MS has 0 customization on the GPU side this time.
Quelle: KeplerL2 @ NeoGAF-Forum am 16. April 2026
... you will be able to buy an Asus/MSI/etc Helix machine.
Quelle: KeplerL2 @ NeoGAF-Forum am 20. April 2026
Beim chinesischsprachigen HKEPC hat man den kommenden HUDIMM DDR5 schon einmal simuliert – mit einem normalen UDIMM mit zur Hälfte abgeklebten Kontakten und einem Mainboard-BIOS, welches bereits auf HUDIMM vorbereitet war. Hierbei wurden zwar nur Speicherbandbreiten-Tests angestellt, aber die Ergebnisse decken die Erwartungen vollkommen: Zwei solcher Speichermodule kommen knapp auf die Hälfte der für DDR5/7200 möglichen Speicherbandbreite, ein einzelnes Speichermodul kommt hingegen nur wenig besser heraus als ein Viertel dieser Werts (115,2 GB/sec unter DualChannel). Da das einzelne Speichermodul derart auf PR-Fotos gezeigt wurde, ist davon auszugehen, dass die PC-Hersteller genau diese Konfiguration auch einsetzen wollen – im Feld der OEM- und Billig-PCs. Dabei dürfte es auch nur um einen marginalen Kostenvorteil gehen, denn gerade in der laufenden Speicherkrise wird der Preis des Speichermoduls maßgeblich von den Speicherchips selber bestimmt – und zumindest deren Kapazität ändert sich durch HUDIMM nicht. Wahrscheinlich dürfte dies insgesamt ein ziemlich schlechter Tausch sein – vorbehaltlich echter Anwendungs-Benchmarks mit nur 32-Bit-Speicherinterface.