
Heise und ComputerBase berichten über die neuen TSMC-Fertigungsverfahren N2U, A13 und A12, welche TSMC im Zeitraum der Jahre 2028/29 herausbringen will. Hierbei dreht es sich grundsätzlich immer um Abwandlungen bekannter Verfahren – N2U entstammt N2P sowie A13 & A12 entstammen A14, handelt es sich also noch nicht um neue Fullnodes – diese sind somit erst für das Jahr 2030 zu erwarten. A12 bringt aber immerhin die Besonderheit mit, der Super-Power-Rail-Ableger von A14 zu sein, sprich mit "Backside Power Delivery" zu arbeiten – und damit besonders für dicke Server-Chips interessant zu sein. Ansonsten liest sich die Liste der Verbesserungen maßvoll bzw. war TSMC zu A13 & A12 generell wenig mitteilungsfreudig bezüglich harter Fakten. Dabei dürfte TSMC natürlich trotzdem alles aus den Händen gerissen werden, denn bislang konnte sich keiner der Kontrahenten an TSMCs Spitzenstellung heranarbeiten.
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TrendForce berichten über die Preiserhöhungen der CPU-Hersteller, wobei deren Steigerungsraten bislang vergleichsweise human sind und vor allem primär in Richtung Server-Prozessoren zielen. Dies wird bei vielen Berichten zum Thema gern vergessen zu erwähnen, dass hierbei das Hauptaugenmerk eben auf Server- und nicht auf Consumer-Prozessoren liegt. Zudem dürften die Preiserhöhungen bei Consumer-Modellen primär die Hersteller von Komplett-PCs treffen, von deren großzügigen Rabatten nimmt Intel nun ein Stück wieder zurück. Wie schon bei allen anderen durch die Manege getriebenen CPU-Preiserhöhungen gibt es schließlich noch keinen berichtbaren Effekt auf die Einzelhandelspreise (oder eben Listenpreis-Erhöhungen). Dies könnte alles noch kommen, wenn der prognostizierte CPU-Mehrbedarf aus dem AI-Segment dazu führt, dass AMD & Intel lieber mehr Server-Prozessoren herstellen und dafür die Fertigungsmenge von Consumer-Prozessoren bewußt absenken. Noch scheinen AMD & Intel aber nicht zu derart drastischen Mitteln zu greifen.
ODMs indicate that since March, consumer and server CPU prices have risen by 5%–10% and 10%–20%, respectively.
Average lead times have extended from around one to two weeks to roughly eight to 12 weeks.
Quelle: TrendForce am 22. April 2026
Laut VideoCardz hat MediaTek seine Computex-Keynote überraschenderweise gestrichen – von welcher man eigentlich einiges zum MediaTek/nVidia-Kooperationsprojekt der N1-Chipserie erwartet hätte. Offizieller Grund sind Terminprobleme des Keynote-Sprechers – was allerdings etwas seltsam klingt, denn da wird sich bei MediaTek sicherlich noch eine andere Führungskraft finden, welche durch diese Keynote geleiten kann. Eher denn ergibt sich hieran das Restrisiko, dass die N1-Chipserie abermals verschoben wird. Sicherlich könnte jene auch direkt von nVidia (bei deren Computex-Keynote) angekündigt werden, aber MediaTek soll hier nun einmal den offiziellen Part übernehmen – ergo wäre es komisch, wenn nVidia etwas angekündigt und der nominelle Hersteller dann dazu nichts zu sagen hätte. Hoffentlich ist dies aber alles nur schlechte Kaffeesetzleserei und MediaTek & nVidia schaffen es endlich, diese Windows-on-ARM-SoCs mal in den Markt zu bringen. Denn je stärker man sich verspätet, um so härter werden die jeweiligen Kontrahenten seitens AMD (Zen 6) und Intel (Nova Lake).
Mit dem 22. April ist der Ryzen 9 9950X3D2 im Einzelhandel angekommen und dort auch recht breit für die exakte UVP von 909,99 Euro erhältlich. Da VideoCardz selbiges über den US-Markt berichten (dort mit der MSRP von 899 Dollar erhältlich), kann AMDs Zurückhaltung bei der Belieferung von Testredaktionen wohl kaum an einem zu geringen Warenbestand gelegen haben. Selbst das Käuferinteresse ist nicht einmal gering, die Mindfactory hat Stand jetzt über 40 Stück verkauft – nicht schlecht für eine derartig hochpreisige und damit üblicherweise grenzwertige Anschaffung. Möglicherweise kommt der Ryzen 9 9950X3D2 im Markt vielleicht sogar besser an als in den Testredaktionen – und dies trotz, dass der Mehrpreis zum regulären Ryzen 9 9950X3D gemäß Straßenpreisen nunmehr mit +45% nochmals höher ausfällt als zum US-Listenpreis (+29%). Schade, das AMD seine Marktmacht gegenüber der Fachpresse leider zum Aussieben von nicht-Sample-würdigen Testredaktionen mißbraucht hat – anstatt zusammen mit den Hardwaretestern nach Benchmarks zu suchen, wo der Ryzen 9 9950X3D2 seine Stärken wirklich zeigen kann.
| AMD Zen 5 | Kerne | L2+L3 | 3DVC | Takt | iGPU | OC | TDP/PPT | Listenpreis | Retail | Release |
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| Ryzen 9 9950X3D2 | 16C/32T | 16+64 MB | 128 MB | 4.3/5.6 GHz | ✓ | ✓ | 200/250W | $899 / 910€ | ab 910€ | 22. April 2026 |
| Ryzen 9 9950X3D | 16C/32T | 16+64 MB | 64 MB | 4.3/5.7 GHz | ✓ | ✓ | 170/200W | $699 / 769€ | ab 629€ | 12. März 2025 |
| Ryzen 9 9950X | 16C/32T | 16+64 MB | – | 4.3/5.7 GHz | ✓ | ✓ | 170/200W | $649 / 709€ | ab 436€ | 15. Aug. 2024 |
| Ryzen 7 9850X3D | 8C/16T | 8+32 MB | 64 MB | 4.7/5.6 GHz | ✓ | ✓ | 120/162W | $499 / 499€ | ab 453€ | 29. Jan. 2026 |
| Ryzen 7 9800X3D | 8C/16T | 8+32 MB | 64 MB | 4.7/5.2 GHz | ✓ | ✓ | 120/162W | $479 / 529€ | ab 400€ | 7. Nov. 2024 |