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News des 24. Februar 2026

Das Wall Street Journal (Paywall, via VideoCardz) bringt die viel beachtete Meldung, der nVidia/MediaTek "N1"-SoC für Windows-on-ARM würde bereits im ersten Halbjahr 2026 in Form fertiger PCs bzw. Notebooks zur Verfügung stehen, da derzeit bei Dell und Lenovo entsprechendes vorbereitet wird. Eine derartige Terminlage dürfte allerdings von allen anderen Anzeichen her eher knapp werden, denn bislang fehlen hierzu die entsprechenden kleineren Leaks & Benchmark-Fetzen, welche einen demnächst kommenden Chip üblicherweise ankündigen. Auch wäre es wahrscheinlicher, dass MediaTek & nVidia bei einem echten Releasetermin noch im ersten Halbjahr auf der CES im Januar wenigstens entsprechende Teaser von sich gegeben hätten – was wie bekannt nicht passiert ist. Insofern wird es mit diesem Termin eher knapp und man sollte die N1-Chipfamilie besser auf "Sommer 2026" einordnen – dies läßt die Möglichkeit offen, dass das erste Halbjahr knapp verfehlt wird, aber dass es eben dennoch noch zur Jahresmitte passiert.

People familiar with Nvidia’s supply chain said PC makers including Dell Technologies and Lenovo were working with the chip maker on models using the Nvidia-MediaTek system-on-a-chip, which is built on architecture from U.K. chip designer Arm. The first PCs with the chip could come in the first half of this year, they said.
Quelle:  The Wall Street Journal (Paywall) am 23. Februar 2026

Der Idealfall für nVidia & MediaTek wäre eine offizielle Vorstellung auf der Computex (2. bis 5. Juni) mit dort vielleicht sogar schon zu sehenden ersten realen Notebooks. Ehe jene dann den Markt erreichen, vergeht aber noch so seine Zeit, Verkaufs-technisch geht es hier eher schon in Richtung eines Back-to-School-Projekts – sprich eines Produkts, welches zum Start des neuen Schuljahres in Stückzahlen verfügbar sein muß. Passiert somit bis vor die Computex nichts offizielles hierzu, spricht alles für einen realen Ausliefertermin im dritten Quartal. Diese gewisse Verzögerung passt aber auch zum Stand der Hardware-Kenntnis zur N1-Chipfamilie, an welcher sich seit dem letzten Herbst nicht mehr viel getan hat, trotz umfangreicher Annahmen wie Fragezeichen zu deren Hardware-Daten. Insofern ist derzeit auch noch komplett offen, wie "Mainstream" das ganze tatsächlich wird – oder ob MediaTek hierbei womöglich in dieselbe Hochpreis-Falle tappt wie dies Qualcomm mit der ersten Snapdragon-X-Generation "gelungen" ist.

nVidia "N1E" nVidia N1 nVidia N1X/GB10
Datengrundlage eigene Hypothese, dass die Daten von Jetson T4000 einem extra Chip "N1E" entsprechen (und damit nicht einen reinen Salvage von N1 darstellen) eigene Hypothese, dass die Daten von Jetson T5000 "N1" entsprechen nVidia-Aussagen
CPU-Teil 14C ARM Neoverse V3AE, 16 MB L3 20C ARM (10x Cortex X925 + 10x Cortex A725), 32 MB L3, 16 MB L4
GPU-Teil 12-16 SM (Blackwell, 1536-2048 FP32, 64 Tensor-Cores) 20-24 SM (Blackwell, 2560-3072 FP32, 96 Tensor-Cores) 48 SM (Blackwell, 6144 FP32, 24 MB L2)
Speicherinterface 256-bit LPDDR5X 256-bit LPDDR5X 256-bit LPDDR5X
TDP =70W =130W =140W
Produkte Jetson T4000 (12C, 12 SM), zukünftige Mediatek-SoCs für WoA-Notebooks Jetson T5000 (14C, 20 SM), Jetson AGX Thor (14C, 20 SM), zukünftige Mediatek-SoCs für WoA-Notebooks DGX Spark (20C, 48 SM), zukünftige Mediatek-SoCs für WoA-Notebooks
Hinweis: basierend auf offiziellen Angaben (sofern verfügbar), ansonsten jedoch mit eigenen Annahmen aufgefüllt

Die von TechEpiphany @ X kommenden Grafikkarten-Verkaufszahlen der Mindfactory zeigen für die 8. Woche (einmal mehr) fallenden Absätze & Umsätze an – was wohl auch dem allgemeinem Trend im Einzelhandel für PC-Güter entspricht, wo mitten in der Speicherkrise nun einmal keine große Lust auf PC-Umrüstungen besteht. Zwischen AMD und nVidia verschob sich nur wenig, AMD gewann ein wenig Absatz-Marktanteil hinzu, nVidia hingegen Umsatz-Marktanteil hinzu – resultierend aus einem wieder in den vierstelligen Bereich gehenden durchschnittlichen nVidia-Verkaufspreis (ASP). Maßgeblich hierfür war, dass die GeForce RTX 5080 inzwischen wieder an der Spitze der nVidia-Verkäufe steht (insgesamt an dritter Position nach Radeon RX 9070 XT und 9060 XT), nachdem diese Karte mit dem Anziehen von deren Einzelhandelspreis zuerst einmal nach unten durchgereicht wurden war. Auffallend daneben, dass es für diese Woche keinerlei Absätze zur GeForce RTX 5060 Ti zu berichten gibt: Dies ist nur zu logisch, denn die 8-GB-Ausführung will niemand haben und die 16-GB-Ausführung ist preislich inzwischen zu nahe an der GeForce RTX 5070 dran, dies lohnt sich nicht mehr.

Grafikkarten-Verkäufe der Mindfactory in den Jahren 2025/26   (AMD in rot, nVidia in grün, Intel in blau, durchgehend in dieser Reihenfolge)
Absatz Absatz-Anteile Umsatz Umsatz-Anteile ASPs
8. Woche 2026 870 Stück 56,3%   37,9%   5,8% 0,67M € 43,0%   54,5%   2,5% 586€   1104€   331€
7. Woche 2026 1015 Stück 55,2%   42,4%   2,4% 0,76M € 45,2%   53,9%   0,9% 610€   948€   287€
6. Woche 2026 955 Stück 61,2%   32,5%   6,3% 0,67M € 51,5%   46,8%   1,7% 587€   1006€   194€
5. Woche 2026 1210 Stück 62,0%   33,9%   4,1% 0,88M € 51,0%   47,7%   1,3% 600€   1025€   232€
4. Woche 2026 1300 Stück 62,7%   34,2%   3,1% 0,99M € 51,0%   48,0%   1,0% 618€   1063€   244€
3. Woche 2026 1215 Stück 69,1%   28,4%   2,5% 0,79M € 66,7%   32,7%   0,6% 631€   754€   164€
51. Woche 2025 1680 Stück 57,4%   38,7%   3,9% 1,05M € 46,0%   52,8%   1,2% 499€   851€   187€
50. Woche 2025 2795 Stück 55,3%   40,8%   3,9% 1,89M € 42,5%   56,1%   1,4% 519€   928€   231€
49. Woche 2025 3845 Stück 69,4%   29,0%   1,6% 2,26M € 62,8%   36,7%   0,5% 532€   745€   200€
48. Woche 2025 2850 Stück 66,0%   33,0%   1,0% 1,69M € 58,7%   40,9%   0,4% 527€   733€   245€
47. Woche 2025 2605 Stück 59,9%   38,0%   2,1% 1,69M € 50,6%   48,8%   0,6% 550€   836€   177€
34. Woche 2025 2635 Stück 56,9%   42,3%   0,8% 1,92M € 43,6%   56,1%   0,3% 559€   967€   290€
33. Woche 2025 2535 Stück 54,6%   44,2%   1,2% 1,74M € 44,4%   55,2%   0,4% 559€   858€   251€
32. Woche 2025 2740 Stück 53,5%   45,4%   1,1% 1,88M € 42,3%   57,4%   0,3% 543€   865€   168€
31. Woche 2025 2045 Stück 61,6%   37,4%   1,0% 1,33M € 52,9%   46,8%   0,3% 560€   816€   197€
30. Woche 2025 1655 Stück 52,3%   47,1%   0,6% 1,13M € 43,3%   56,6%   0,1% 564€   818€   124€
alle Daten basierend auf den Erhebungen von TechEpiphany auf Twitter; Wochenkonvention: Sonntag zu Samstag; "p.W." = per Woche

Das PlayStation-Blog listet die Systemanforderungen für "Death Stranding 2" auf, welches nach 9 Monaten PlayStation-Exklusivität am 19. März dann auch für den PC erhältlich sein wird. Das Spiel auf Basis wiederum der Decima-Engine kommt mit maßvollen Hardware-Anforderungen daher, denn für den Einstieg will man nur Core i3-10100 oder Ryzen 3 3100 samt GeForce GTX 1660 oder Radeon RX 5500 XT 8GB sehen. Letztere Angabe deutet im übrigen darauf hin, dass 4 GB Grafikkartenspeicher zu wenig sind (es gibt die Radeon RX 5500 XT in beiden Ausführungen, mit 4 oder 8 GB VRAM), für den Einstieg dann eben 6 GB VRAM vonnöten sein dürften. Genauso zeigen die beiden nächsten Hardware-Kategorien "Medium" und "High" darauf hin, dass man dort mit jeweils 8 GB VRAM noch auskommt. Allein für die 4K-Auflösung mit "Very High" Bildqualität ist mittels GeForce RTX 4080 oder Radeon RX 9070 XT wirklich gehaltvolle Hardware vonnöten, unterhalb dessen kommt man mit früheren Midrange-Beschleunigern aus. Denkbarerweise hat man sich bei der Fortsetzung des 2020er Vorgängers weniger um besonders viel mehr Grafikeffekte als eher denn ums Spielerische gekümmert.

offizielle PC-Systemanforderungen für "Death Stranding 2: On the Beach"
Minimum Medium High (Empfehlung) Very High
gedacht für FullHD "Low" @ 30 fps FullHD "Medium" @ 60 fps WQHD "High" @ 60 fps fps 4K "Very High" @ 60 fps
System Windows 10/11 64-Bit, DirectX 12, 150 GB freier Festplatten-Platz (SSD durchgehend empfohlen)
CPU Core i3-10100 oder Ryzen 3 3100 Core i5-11400 oder Ryzen 5 5600 Core i7-11700 oder Ryzen 7 5700X Core i7-11700 oder Ryzen 7 5700X
Speicher 16 GB RAM 16 GB RAM 16 GB RAM 16 GB RAM
Grafik GeForce GTX 1660 oder Radeon RX 5500 XT 8GB GeForce RTX 3060 12GB oder Radeon RX 6600 GeForce RTX 3070 oder Radeon RX 6800 GeForce RTX 4080 oder Radeon RX 9070 XT