
AMD-CEO Lisa Su hat laut WCCF Tech während einer Analystenkonferenz die bemerkenswerte Aussage getroffen, dass AMDs Prozessoren-Geschäft derzeit weit besser läuft als erwartet – und zwar interessanterweise vorangetrieben durch den Bedarf speziell aus dem AI-Bereich. Zwar läuft derzeit wohl auch das Geschäft mit "normalen" Servern recht gut, aber beim Thema "AI" hätte man eher explizite AI-Beschleuniger erwartet. Wie sich herausstellt, benötigen jene aber nun auch jede Menge an CPU-Power, um sinnvoll betrieben zu werden – gerade da sich die Performance-Anforderungen im AI-Bereich derzeit wandeln. War in der jüngeren Vergangenheit vor allem das Training von künstlicher Intelligenz wichtig und wurde dort in der Tat primär GPU-Hardware verwendet, wandeln sich die Anforderungen nunmehr in Richtung von bedeutsam mehr Inference-Ausführung – sprich die fertig trainierte künstliche Intelligenz wird dann auch tatsächlich genutzt. Dies bevorzugt dann zum einen speziell GPU-Hardware mit Vorteilen bei Inference-Beschleunigung, was nebenbei auch AMDs HPC/AI-Beschleunigern der "Radeon Instinct" Serie zugute kommt (und wieso nVidia mit "Rubin CPX" einen extra Inference-Beschleuniger auflegen will).
The demand for CPU compute sitting along AI was perhaps something that was under-forecasted.
Quelle: AMD-CEO Lisa Su in Wiedergabe einer Kundenaussage während der "Morgan Stanley Conference" am 3. März 2026, niedergeschrieben von Investing
Zum anderen wird hierfür CPU-Power eben wieder wichtig, weil Inference eine typische Endkunden-Anwendung ist – jede KI-Anfrage bei Google oder den üblichen Sprachmodellen fällt darunter. Damit kommt ein beachtbarer Verwaltungsaufwand hinzu, immerhin läßt hier nicht mehr ein Hersteller einen Trainingsprozeß durchlaufen, sondern greifen ständig Millionen an Endkunden auf die fertige künstliche Intelligenz zu. In gewissem Sinne ist diese Verschiebung der Hardware-Anforderungen sogar gut, denn es bedeutet, dass es mehr praktische Anwendung von künstlicher Intelligenz gibt – und damit die Chance, dass sich die Abermilliarden an Investitionen darin irgendwann vielleicht rentieren. Für AMD bedeutet dies, dass man indirekt vom AI-Hype profitiert, auch wenn die eigenen HPC/AI-Beschleuniger derzeit hierzu noch vergleichsweise wenig beitragen. Für den PC-Nutzer kann dies aber auch bedeuten, dass AMD nunmehr wieder mehr seiner CPUs ins Profi-Segment liefert bzw. die Fertigung entsprechend umstellt – was für AMD bei seinem Baukasten-System einfach ist, die üblichen 8-Kern-CCDs können eben sowohl in Desktop-Prozessoren als auch in Server-Prozessoren landen. Sofern AMD bei TSMC auch entsprechend mehr herstellen kann, geht dies alles gut – aber wenn TSMC wieder in Probleme bei der Ausweitung seiner Fertigung läuft, dann kann es auch in diesem Segment passieren, dass AI die Hardware vor den Augen der Endkunden "wegfrisst".
VideoCardz berichten über Hersteller-Notierungen seitens Asus und Lenovo einer "GeForce RTX 5070 Laptop mit 12 GB VRAM" – was insofern ungewöhnlich wäre, als dass die GeForce RTX 5070 Laptop den GB206-Chip benutzt, damit nur ein 128-Bit-Speicherinterface und somit üblicherweise 8 GB VRAM trägt. Sicherlich sind mit 3-Gbyte-Speicherchips auch 12 GB VRAM an diesem Speicherinterface zu erreichen, aber dies passt wenig zur derzeit laufenden Speicherkrise. Vor allem aber hat natürlich nVidia den Finger drauf bei solchen Sachen, vom Standard abweichende Speicherkonfigurationen gibt es damit (außer dort wo nVidia es zuläßt) seit Jahren nicht mehr. Insofern ist die Chance auf einen simplen Schreibfehler viel größer als die Chance auf eine solche Mobile-Grafiklösung mit mehr VRAM. Bei Asus hat man sich in der Zwischenzeit schon korrigiert und nennt die verbaute Grafiklösung nunmehr richtigerweise "GeForce RTX 5070 Ti Laptop" – zu welcher 12 GB VRAM dann sehr wohl passend wie normal sind.
| RTX50 Mobile | Chip | Hardware | VRAM | TGP | Vorstellung | Release | RTX40-Vorgänger |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| GeForce RTX 5090 Laptop | GB203 | 82 SM @ 256-bit | 24 GB GDDR7 | 95-175W | CES 2025 | März 2025 | 4090 Laptop: 76 SM @ 256-bit, 16 GB |
| GeForce RTX 5080 Laptop | GB203 | 60 SM @ 256-bit | 16 GB GDDR7 | 80-175W | CES 2025 | März 2025 | 4080 Laptop: 58 SM @ 192-bit, 12 GB |
| GeForce RTX 5070 Ti Laptop | GB205 | 46 SM @ 192-bit | 12 GB GDDR7 | 60-150W | CES 2025 | März 2025 | - |
| GeForce RTX 5070 Laptop | GB206 | 36 SM @ 128-bit | 8 GB GDDR7 | 50-125W | CES 2025 | April 2025 | 4070 Laptop: 36 SM @ 128-bit, 8 GB |
| GeForce RTX 5060 Laptop | GB206 | 26 SM @ 128-bit | 8 GB GDDR7 | 45-125W | 15. April | Mai 2025 | 4060 Laptop: 24 SM @ 128-bit, 8 GB |
| GeForce RTX 5050 Laptop | GB207 | 20 SM @ 128-bit | 8 GB GDDR7 | =115W | 24. Juni | Juli 2025 | 4050 Laptop: 20 SM @ 96-bit, 6 GB |
| Hinweis: Angaben zu noch nicht offiziell vorgestellter Hardware basieren auf Gerüchten & Annahmen | |||||||
PC Games Hardware und VideoCardz berichten derweil vom "Problem" des neuen nVidia-Treibers 595.71 bezüglich einer Spannungseinschränkung und somit bemerkbar schlechteren Übertaktungsresultaten. Jene werden durch den neuen Treiber wirklich hart getroffen, es gibt Berichte von Karten-Besitzern, die oftmals über 3.2 GHz gesehen haben und nunmehr nur mit knapp 3.0 GHz herauskommen. Hierzu wird spekuliert, dass nVidia damit eventuell weiteren Schadensfällen mit seinem 16poligen Stromstecker vorbeugen will – derzeit ist dies aber nur eine Annahme und letztlich könnte auch etwas anderes dahinterstecken bzw. dies nur ein Fehler dieses Treibers sein. Logischerweise haben die Übertakter keinen Anspruch auf jene Übertaktungsreserve und kann nVidia jene mit einem neuen Treiber tatsächlich einschränken. Interessant wäre allerdings, ob über die niedrigere Spannung nicht vielleicht auch die Nominalperformance geringfügig betroffen ist, dies sollte sicherlich mal nachgeprüft werden.
ComputerBase und Deskmodder berichten über die Vorstellung von Apples M5 Pro und M5 Max, welche interessante technische Neuerungen enthalten, wo das Apple-Marketing allerdings sehr viele nützliche Details & Hinweise verwischt. So redet Apple viel über seine tolle neue Chip-Verbindungstechnologie, vergisst allerdings zu erwähnen, wie genau die Daten der beiden verbundenen Einzelchips ausfallen. Klar ist das ganze somit nur aus Produktsicht: Der M5 geht mit (jeweils maximal) 10 CPU- und 10 GPU-Kernen ins Rennen, der M5 Pro mit 18 CPU- und 20 GPU-Kernen und der M5 Max mit 18 und 32 GPU-Kernen. Letztere Differenz würden für ein extra Grafik-Chiplet sprechen, was drangepappt wird – oder zwei unterschiedlich große Grafik-Chiplets. Apple hält sich wie gesagt mit genaueren Angaben zu diesen Dingen vornehm zurück – und muß diese wohl auch nicht liefern, die Jünger nehmen es schließlich trotzdem. Apple will die ersten Macbooks mit den neuen M5-Pro/Max-SoCs ab 11. März ausliefern, danach dürfte es dann auch vergleichende Tests gegen PC-Prozessoren und PC-Grafikchips geben.