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PNY leakt ausgesprochen handzahme Taktraten zu GeForce RTX 2080 & 2080 Ti

Seitens des Grafikkarten-Hersteller PNY gab es einen sicherlich unbeabsichtigen Leak, als diverse im Hintergrund bereits vorbereitete Produkt-Webseiten zur "PNY GeForce RTX 2080 8GB XLR8 Gaming Overclocked Edition" sowie zur "PNY GeForce RTX 2080 Ti 11GB XLR8 Gaming Overclocked Edition" kurzzeitig bereits online sichtbar waren. Das hiervon umgehend Kopien angefertigt werden (so in unserem Forum: No.1 & No.2), ist vollkommen unvermeidlich – womit nun ernstmals offizielle Daten zu diesen beiden Turing-basierten Grafikkarten vorliegen. Nachteiligerweise müssen noch nicht alle der einzelnen Angaben korrekt sein, sind sogar augenscheinliche Fehler zu finden und besteht immer auch die Chance auf eventuelle Platzhalter-Daten. Andere Angaben sind dann jedoch ausreichend abweichend von der vorhergehenden Pascal-Generation, das man sich diesbezüglich ziemlich sicher sein kann – wie die TDP der GeForce GTX 2080 Ti von 285 Watt (für die werksübertaktete PNY-Ausführung). Bei der GeForce GTX 2080 wurde hingegen der gleiche Wert eingetragen, was dann offensichtlich einen Copy&Paste-Fehler darstellt – wie gesagt sind die PNY-Datenblätter nicht fehlerfrei.

Chip Hardware Taktraten Speicher TDP Stromstecker
PNY GeForce RTX 2080 Ti 11GB
XLR8 Gaming Overclocked Edition
TU102 4352 Shader-Einheiten (34 von 36 CU)
352 Bit GDDR6-Speicherinterface
1350/1545/3500 MHz 11 GB GDDR6 285W 2x 8pol.
PNY GeForce RTX 2080 8GB
XLR8 Gaming Overclocked Edition
TU104 2944 Shader-Einheiten (23 von 24 CU)
256 Bit GDDR6-Speicherinterface
?/1710/3500 MHz 8 GB GDDR6 ? 1x 6pol. + 1x 8pol.
Alle Angaben basieren auf PNY-Datenblättern, abzüglich offensichtlicher Fehler.

Die wichtigste Information stellt natürlich jene zu den Turing-Taktraten dar – und diesbezüglich kann man erst einmal konstatieren, das hierbei ein Copy&Paste-Fehler eher unwahrscheinlich ist, da alle PNY-Karten der Chip-Modelle GeForce GTX 1080 & 1080 Ti aus der Pascal-Generation abweichend takten. Will man jedoch die genannten Taktraten ernst nehmen, so fallen jene ausgesprochen handzahm und teilweise hinter den Referenz-Taktraten der Pascal-Generation zurückliegend aus. Denn eine GeForce GTX 1080 taktet referenzmäßig mit 1607/1733/2500 MHz, während deren XLR8-OC-Version von PNY sogar mit 1708/1848/2500 MHz antritt. Die für die XLR8-OC-Version der GeForce RTX 2080 genannten 1710 MHz Boosttakt sind demzufolge sehr maßvoll, der Referenztakt der GeForce RTX 2080 müsste demzufolge noch niedriger zu erwarten sein. Bei der GeForce RTX 2080 Ti wird dies noch drastischer, wo der Pascal-Vorgänger GeForce GTX 1080 Ti referenzmäßig mit 1480/1582/2750 MHz antritt, und die XLR8-OC-Version von PNY dann mit 1531/1645/2750 MHz. Die von PNY genannten Taktraten der XLR8-OC-Version zur GeForce RTX 2080 Ti sehen dagegen mit 1350/1545/3500 MHz überaus niedrig aus, dies wäre für diese (anzunehmenderweise) werksübertaktete Karte weniger als der Referenztakt einer GeForce GTX 1080 Ti.

Pascal Turing Differenz
1080 Ti zu 2080 Ti
(beiderseits PNY XLR8 OC)
Taktraten: 1531/1645/2750 MHz
FP32-Rechenleistung: 11,8 TFlops
Speicherbandbreite: 484 GB/sec
Taktraten: 1350/1545/3500 MHz
FP32-Rechenleistung: 13,4 TFlops
Speicherbandbreite: 616 GB/sec
 
+14%
+27%
1080 zu 2080
(beiderseits PNY XLR8 OC)
Taktraten: 1708/1848/2500 MHz
FP32-Rechenleistung: 9,5 TFlops
Speicherbandbreite: 320 GB/sec
Taktraten: ?/1710/3500 MHz
FP32-Rechenleistung: 10,1 TFlops
Speicherbandbreite: 448 GB/sec
 
+6%
+40%
Taktraten-Angaben auf Turing-Seite laut den PNY-Datenblättern.

Jener Vergleich will derzeit noch nicht wirklich passen, denn damit würde es zwischen GeForce GTX 1080 Ti und GeForce RTX 2080 Ti nur +14% mehr Rechenleistung geben, zwischen GeForce GTX 1080 und GeForce RTX 2080 gar nur +6% (bezogen jeweils auf die XLR8-OC-Versionen). Selbst im unwahrscheinlichen Fall, das die XLR8-OC-Versionen bei der Turing-Generation nur auf dem Referenztakt laufen, würden sich diese Werte nur auf +18% bei der GeForce RTX 2080 Ti sowie +13% bei der GeForce RTX 2080 erhöhen. Dies ist schon angesichts der viel höheren Steigerung der Speicherbandbreite eher unwahrscheinlich – was eine gute Chance ergibt, das diese Taktraten-Angaben seitens PNY in dieser Form doch nicht stimmen könnten. Entweder handelt es sich hierbei um einen Fehler, eine bewußte Tiefstapelei oder aber rein optisch niedrig angesetzte Taktraten, welche dann in der Praxis keine Rolle mehr spielen. Schon bei der Pascal-Generation liefen sehr viele nVidia-Karten (auch im Referenzdesign) auf beachtbar abweichenden Boost-Taktraten, spielten bei der Taktraten-Festsetzung offenbar auch produktpolitische Faktoren mit hinein.

Möglicherweise ist in der Frage der Turing-Taktraten ein weiteres Posting im Baidu-Forum (maschinelle Übersetzung ins Deutsche) interessanter, welches im Umlauf befindliche Gerüchte als Quelle heranzieht, in vielen anderen Detailfragen aber bislang erstaunlich treffsicher ist. Leider kann es hierbei natürlich diverse kleine Verständnisfehler durch die Übersetzung geben, aber es sieht fast so aus, als würde der Posting-Autor hierbei von einem Boost-Takt des Referenzdesigns von 1920 MHz reden, während Herstellerdesigns durchaus bei 2100-2200 MHz Boosttakt herauskommen könnten – und die Übertaktungsgrenze hingegen bei stattlichen 2500 MHz liegen soll. Dies würde bedeuten, das nVidia bei der Turing-Generation wieder entscheidend in Richtung besserer Taktraten gearbeitet hat – wie man dies schon seinerzeit bei der Maxwell-Generation getan hatte, wo ja auch keine wesentlich bessere Chipfertigung zur Verfügung stand. Eine darauf basierende, derzeit rein spekulative Rechnung würde jedenfalls viel eher annehmbare Vorteile bei der FP32-Rechenleistung von +38% bei der GeForce RTX 2080 Ti sowie +27% bei der GeForce RTX 2080 ergeben.

Pascal Turing Differenz
1080 Ti zu 2080 Ti
(beiderseits Referenzdesign)
Taktraten: 1480/1582/2750
FP32-Rechenleistung: 11,3 TFlops
Speicherbandbreite: 484 GB/sec
Taktraten: ?/1800/3500 MHz
FP32-Rechenleistung: 15,7 TFlops
Speicherbandbreite: 616 GB/sec
 
+38%
+27%
1080 zu 2080
(beiderseits Referenzdesign)
Taktraten: 1607/1733/2500
FP32-Rechenleistung: 8,9 TFlops
Speicherbandbreite: 320 GB/sec
Taktraten: ?/1920/3500 MHz
FP32-Rechenleistung: 11,3 TFlops
Speicherbandbreite: 448 GB/sec
 
+27%
+40%
Taktraten-Angaben auf Turing-Seite in diesem Fall rein spekulativ!
Seitens des Grafikkarten-Hersteller PNY gab es einen sicherlich unbeabsichtigen Leak, als diverse im Hintergrund bereits vorbereitete Produkt-Webseiten zur "PNY GeForce RTX 2080 8GB XLR8 Gaming Overclocked Edition" sowie zur "PNY GeForce RTX 2080 Ti 11GB XLR8 Gaming Overclocked Edition" kurzzeitig bereits online sichtbar waren. Das hiervon umgehend Kopien angefertigt werden (so in unserem Forum: No.1 & No.2), ist vollkommen unvermeidlich - womit nun ernstmals offizielle Daten zu diesen beiden Turing-basierten Grafikkarten vorliegen. Nachteiligerweise müssen noch nicht alle der einzelnen Angaben korrekt sein, sind sogar augenscheinliche Fehler zu finden und besteht immer auch die Chance auf eventuelle Platzhalter-Daten. Andere Angaben sind dann jedoch ausreichend abweichend von der vorhergehenden Pascal-Generation, das man sich diesbezüglich ziemlich sicher sein kann - wie die TDP der GeForce GTX 2080 Ti von 285 Watt (für die werksübertaktete PNY-Ausführung). Bei der GeForce GTX 2080 wurde hingegen der gleiche Wert eingetragen, was dann offensichtlich einen Copy&Paste-Fehler darstellt - wie gesagt sind die PNY-Datenblätter nicht fehlerfrei.





Chip
Hardware
Taktraten
Speicher
TDP
Stromstecker





PNY GeForce RTX 2080 Ti 11GB
XLR8 Gaming Overclocked Edition
TU102
4352 Shader-Einheiten (34 von 36 CU)
352 Bit GDDR6-Speicherinterface
1350/1545/3500 MHz
11 GB GDDR6
285W
2x 8pol.



PNY GeForce RTX 2080 8GB
XLR8 Gaming Overclocked Edition
TU104
2944 Shader-Einheiten (23 von 24 CU)
256 Bit GDDR6-Speicherinterface
?/1710/3500 MHz
8 GB GDDR6
?
1x 6pol. + 1x 8pol.



Alle Angaben basieren auf PNY-Datenblättern, abzüglich offensichtlicher Fehler.