AMD hat seine Entscheidung bezüglich des abgewandelten Radeon RX 5000 & 6000 Treiber-Supports nun noch einmal mittels Blog-Eintrags zu erklären versucht, es bleibt trotz schöner Worte jedoch beim Stand von vor dem Wochenende: Die RDNA 1/2 basierten Grafiklösungen erhalten neue Features, Bugfixes und spielebezogene Patches nur noch nach Gusto seitens AMD, nicht mehr gleichwertig zu den RDNA 3/4 basierten Grafiklösungen. Wenn es gut läuft, gibt es da noch für einige Zeit alles, was der Spieler braucht. Wenn es schlecht läuft, denn passiert da nicht mehr viel – zu vergleichen mit dem eingeschränkten Support der Polaris/Vega-basierten Grafikkarten, wo es seit Ende 2023 nur einen kleinen Bugfix bezüglich der Videofunktionalität gegeben hatte. Doch selbst wenn in der Praxis alles ordentlich läuft, kann man sich der Sache nie sicher sein – jeglicher weiterer Support liegt eben in der Hand von AMD. Aus Sicht der Außendarstellung hat sich AMD hiermit schon massiv selbst geschadet, daran würde nur noch eine Aufhebung dieser Aufteilung in zwei Treiber-Branches etwas ändern.
This update introduces two optimized driver paths: one for RDNA 1 and RDNA 2 (Radeon RX 5000 and RX 6000 series), and one for RDNA 3 and RDNA 4 (Radeon RX 7000 and RX 9000 series). This is not the end of support for RDNA 1 and RDNA 2. Your Radeon RX 5000 and RX 6000 series GPUs will continue to receive:
– Game support for new releases
– Stability and game optimizations
– Security and bug fixes
Quelle: AMD am 2. November 2025
Anmerkung: AMD vergisst in seinem Statement zu erwähnen, dass alle zukünftigen Treiberupdates für RDNA 1/2 weiterhin nur "delivered as required by market needs" sind. (Quelle)
Die (deutliche) Reduzierung von AMDs Treibersupport bei den Radeon RX 5000 & 6000 Serien kommt in den allermeisten Fällen nicht gut an, auch wenn es natürlich die Gegenargumente gibt, dass viele dieser älteren Grafikkarten womöglich keine Spiele-bezogenen Treiberupdates mehr benötigen. Mittels dieser Umfrage soll herausgefunden werden, wo diesbezüglich die 3DCenter-Leser stehen, ermessen an der Frage der eigenen Kaufneigung bzw. den eigenen Hardware-Empfehlungen für andere Mitbürger. Ändert somit AMDs neue Treiberpolitik etwas an den eigenen Kaufgewohnheiten oder den persönlichen Empfehlungen für Dritte? Jene ergehen natürlich üblicherweise zugunsten neuerer Hardware, sprich der kurze Treibersupport für die Radeon RX 5000 & 6000 Serien spielt hier nur insofern eine Rolle, also dass man davon ableiten kann, dass es bei den aktuellen AMD-Serien ähnlich kurz ausfallen könnte. Dies ist natürlich aber nur eine Wette auf die Zukunft, niemand kann derzeit sicher sagen, wie lange AMD die Radeon RX 7000 & 9000 Serien mit einem vollständigen Treibersupport bedenken wird.
PS: Diskussion zur Umfrage und zum Umfrageergebnis in unserem Forum
AMD hat nach der breiten Empörung über die Einstellung des Treibersupports zu RDNA1/2 umgehend reagiert und Tom's Hardware ein Statement zukommen lassen, nach welchem die nunmehr im "Maintenance-Modus" befindlichen Radeon RX 5000 & 6000 Serien auch weiterhin auf neue Features, Bugfixes und Spieleoptimierungen hoffen können – mit allerdings der klaren Einschränkung "wenn es der Markt erfordert". Dies ist in dem Sinne kein Zurückrudern von AMD, sondern nur eine Klarstellung, was der "Maintenance-Modus" tatsächlich bedeutet. Ein Versprechen dazu, in wichtigen Fällen auch tatsächlich zu liefern, ist dies genauso wenig. Zudem fehlt hier natürlich weiterhin etwas ganz markantes: Die Gewissheit der Radeon RX 5000 & 6000 Nutzer, wenigstens einmal pro Monat oder aber bei wichtigen Spielereleases mit einem dafür passenden Treiber bedacht zu werden. Und diese Gewissheit kann AMD auch mit seltenen Treiberupdates nicht mehr zurückbringen, dafür bräuchte es einen echten, durchgehenden, unlimitierten Treibersupport.
New features, bug fixes and game optimizations will continue to be delivered as required by market needs in the maintenance mode branch.
Quelle: AMD-Statement gegenüber Tom's Hardware am 31. Oktober 2025