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Gerüchteküche: Kommen AMDs Navi 33, 32, 31 Grafikchips tatsächlich mit 80, 120, 160 Shader-Clustern?

Mitten in der Zeit der Launches von GeForce RTX 3080 Ti & 3070 Ti gab es eine Reihe von kleineren Leaks samt Gedankenspielen zum grundsätzlichen Aufbau der Navi-3X-Chipreihe. Zuletzt gab es hierzu eine Meldung vom 9. Juni, welche Navi 33 als nicht-monolithischen Chip klassifiziert und nachfolgend eine denkbare Auslegung zum Aufbau der Navi-3X-Chipserie anbietet. Nachfolgend kam von Twitterer Vegeta sogar noch eine grundsätzliche Performance-Aussage zu Navi 3X, mittels welcher dieses Thema nunmehr – wenn auch verzögert um zwei Wochen – erneut aufgegriffen werden soll. Denn gerade in Verbindung mit der vorherigen Aussage von Kepler & Twitter läßt sich hieraus eine vernünftige These zur Hardware-Gestaltung der einzelnen Navi-3X-Chips formulieren, welche dann sogar schon auf Basis zweier unterschiedlicher Quellen steht.

2.8x n21
2.2x n21
1.5x n21

 
It's a pure guess. Don't take it seriously.

Quelle:  Vegeta @ Twitter am 11. Juni 2021 (inkl. nachfolgendem Tweet – inzwischen sind beide Tweets allerdings gelöscht)

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Hardware- und Nachrichten-Links des 29. Juni 2021

Microsoft hat mit einem Blog-Eintrag versucht, die Wogen um die Windows 11 Mindestanforderungen zu glätten bzw. selbiges genauer zu erklären. Insbesondere letzterer Punkt ist jedoch überhaupt nicht gelungen, denn Microsoft laviert ständig um den Punkt herum, was man gerne sehen würde und was dann wirklich seitens des Betriebssystems für dessen Grundfunktionalität vorausgesetzt wird. Dies ist anscheinend deutlich weniger, als was Microsoft immer wieder gern mit seinen offiziellen Aussagen notiert – bezogen speziell auf das TPM, dessen Anforderung bei der Windows-Installation umgangen werden kann, welches aber auch nachfolgend im normalen Windows-Betrieb (bis dato) nirgendwo als tatsächlich erforderlich in Erscheinung tritt. Noch klarer ist dies beim offiziellen Prozessoren-Support, wo die offiziellen Support-Listungen ab AMD Ryzen 2000 bzw. Intel Core i-8000 zweifelsfrei nicht das tatsächliche Mindestmaß angeben.

offizielle Anforderung reine Lauffähigkeit
UEFI aktiv augenscheinlich nicht notwendig
SecureBoot aktiv augenscheinlich nicht notwendig
TPM 2.0 aktiv augenscheinlich nicht notwendig
Microsoft-Account bei Win11 Home aktiv unsicherer Punkt
unterstützte AMD-Prozessoren ab Ryzen 2000 augenscheinlich jede CPU ab 586er Klasse *
unterstützte Intel-Prozessoren ab Core i-8000 augenscheinlich jede CPU ab 586er Klasse *
* Windows 11 läuft nachweislich auf einem Pentium 4 651 mit 1C/2T, vermutlich aber auch noch auf viel kleineren Modellen
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Umfrage-Auswertung: Werden bevorzugt Grafikkarten im Vollausbau des jeweiligen Grafikchips gekauft?

Mit einer Umfrage von Mitte Mai wurde die Frage aufgestellt, inwiefern es beim Grafikkarten-Kauf eine Rolle spielt, ob man dabei den Vollausbau des jeweiligen Grafikchips ersteht. Hierbei geht es natürlich weniger um Performance-Gründe, als denn eher um Käufer-Psychologie – abgespeckte Chips (sogenannte "Salvage"-Varianten) hing früher teilweise ein etwas zweifelhafter Ruf an, gerade weil jene in der Anfangszeit der 3D-Grafikkarten eher unüblich waren. Heuer nun ist dies nur noch für eine Minderheit ein gewichtiges Merkmal: Gerade 8,0% der Umfrageteilnehmer bestehen mehr oder weniger auf den Vollausbau – würden somit nur zu einer Salvage-Variante greifen, wenn es gar nicht mehr anders geht.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 28. Juni 2021

Als letztes offenes Hardware-Merkmal von AMDs Navi-23-Chip wurde seitens TechPowerUp (via VideoCardz nun noch die Anzahl der ROPs auf Basis einer direkten AMD-Information mit "64" bestätigt. Der Navi-23-Chip bekommt somit die gleiche Anzahl an ROPs wie Navi 22 oder Navi 10 – was für den Mainstream-Ansatz von Navi 23 ziemlich viel ist, aber womöglich einfach nur unnötigen Limitationen an dieser Stelle vorbeugen soll. Zudem dürften die ROP-Einheiten auf dem Navi-23-Die kaum großartig Platz belegen und somit vergleichsweise effizient in der Frage Chipfläche zu Performance-Effekt sein. Erstaunlich ist dennoch, wie gut AMD die Schrumpfung zwischen Navi 22 & 23 hinbekommen hat: Für –20% weniger Shader-Cluster als der hauptsächlichen Komponente sowie –33% Level2-Cache, –67% Infinity Cache und –33% Speicherinterface zu allerdings gleicher Anzahl an Raster-Engines und ROPs (korrelieren bei allen Navi-2X-Chips im Verhältnis 1:32) nebst anderen unveränderbaren Chipteilen erreicht man –29,6% weniger Chipfläche bzw. sogar –35,5% weniger Transistoren. Damit lassen sich auf derselben Waferfläche anstatt fünf Navi-22-Chips immerhin sieben Navi-23-Chips herstellen.

Navi 23 Navi 22 Navi 21
Chip-Daten 11,1 Mrd. Transistoren auf 236mm² Chipfläche in der 7nm-Fertigung von TSMC 17,2 Mrd. Transistoren auf 335mm² Chipfläche in der 7nm-Fertigung von TSMC 26,8 Mrd. Transistoren auf 519mm² Chipfläche in der 7nm-Fertigung von TSMC
Hardware 2 Raster-Engines, 32 Shader-Cluster, 2048 FP32-Einheiten, 128 TMUs, 32 RA-Einheiten, 64 ROPs, 2 MB Level2-Cache, 32 MB Infinity Cache, 128 Bit GDDR6-Interface 2 Raster-Engines, 40 Shader-Cluster, 2560 FP32-Einheiten, 160 TMUs, 40 RA-Einheiten, 64 ROPs, 3 MB Level2-Cache, 96 MB Infinity Cache, 192 Bit GDDR6-Interface 4 Raster-Engines, 80 Shader-Cluster, 5120 FP32-Einheiten, 320 TMUs, 80 RA-Einheiten, 128 ROPs, 4 MB Level2-Cache, 128 MB Infinity Cache, 256 Bit GDDR6-Interface
Grafikkarten Desktop: Radeon RX 6600 Serie
Mobile: Radeon RX 6600M
Desktop: Radeon RX 6700 Serie
Mobile: Radeon RX 6700M & 6800M
Desktop: Radeon RX 6800/6900 Serien
Hinweis: Chipflächen entsprechen den Angaben von Locuza @ Twitter, nicht AMDs offiziellen Angaben
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Stromverbrauch von Rocket Lake im Vergleich zu Zen 3 & Comet Lake

Die seinerzeitige Launch-Analyse zu Intels "Rocket Lake" begnügte sich (auch aus Zeit-Gründen) mit ein paar textlichen Ausführungen zum Stromverbrauch dieser Prozessoren, lieferte allerdings keine Meßwerte. Da jedoch das Thema Stromverbrauch von Rocket Lake für die Nutzer-Bewertung dieser neuen Intel-Generation augenscheinlich ein größeres Gewicht hatte, soll die tabellarische Auflistung vorhandener Stromverbrauchs-Meßwerte hiermit nachgeholt werden. In allen Fällen handelt es sich um Messungen rein der CPU, inzwischen meistens realisiert über das schlichte Auslesen der Package Power in entsprechenden Anzeigetools (was jedoch nach allgemeiner Erfahrung ziemlich akkurat ist). Zugleich beziehen sich nachfolgende Meßwerte allein auf gemäß ihren offiziellen Power-Limits laufende Prozessoren, sprich es gibt weder eine Zeitausdehnung bei PL2 noch ein mitlaufendes "Adaptive Boost".

Kerne/Gen/TDP Gaming avg Gaming max H.264 CB20 Prime95 Peak
Datenquelle:   CapFrameX CapFrameX Le Comptoir Hardwareluxx ComputerBase AnandTech
Core i9-11900K 8C RKL, 125/251W 109W 133W 148W 230W 125W (Peak 243W) 296W
Core i7-11700K 8C RKL, 125/251W 102W 126W 148W 188W - 277W
Core i5-11600K 6C RKL, 125/251W - - 138W 142W 125W (Peak 182W) 210W
Ryzen 9 5950X 16C Zen 3, 105/142W - - 166W 146W 116W 142W
Ryzen 9 5900X 12C Zen 3, 105/142W 99W 114W 166W 149W 130W 142W
Ryzen 7 5800X 8C Zen 3, 105/142W - - 155W 149W - 141W
Ryzen 5 5600X 6C Zen 3, 65/88W - - 89W 81W - 76W
Core i9-10900K 10C CML, 125/250W 83W 117W 148W 223W 125W 252W
Core i7-10700K 8C CML, 125/229W - - 147W 184W - 205W
Core i5-10600K 6C CML, 125/182W 59W 72W 117W 103W 125W 131W
Hinweis: Stromverbrauchsmessungen rein der CPU! ... alle Prozessoren laufen im Rahmen ihrer offiziellen Power-Limits
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Hardware- und Nachrichten-Links des 26./27. Juni 2021

Beim TechSpot hat man sich den Vergleich von GeForce RTX 3080 Laptop vs. Desktop angesehen, mit im Test dabei war allerdings auch eine gewisse Anzahl anderer RTX-Mobilelösungen mit jeweils ganz unterschiedlichen Zielsetzungen. Die Performance-Skalierung gegenüber den Desktop-Modellen fällt allerdings bemerkbar niedriger aus, da im Desktop nur ein Core i5-10600K als CPU-Unterbau zum Einsatz kam. Deswegen ergibt sich auch erst unter WQHD eine beachtbare Differenz zwischen GeForce RTX 3070 & 3080 (jeweils Desktop), während gleichzeitig die Mobile-Lösungen womöglich eine Spur zu nahe an die Desktop-Lösungen herankommen. Nichtsdestotrotz stellt sich letztlich eine erhebliche Performance-Differenz zwischen GeForce RTX 3080 Laptop und GeForce RTX 3080 Desktop ein. Jene ergibt sich natürlich allein schon anhand des jeweils eingesetzten Grafikchips – GA104 und GA102 stehen sich hierbei gegenüber.

TechSpot Hardware FullHD WQHD
GeForce RTX 3080 Desktop (320W) 109% 120%
GeForce RTX 3070 Desktop (220W) 100% 100%
GeForce RTX 3080 Laptop (135-155W) MSI GE76 Raider, Core i9-10980HK 83% 92%
GeForce RTX 3070 Laptop (115-130W) ?, Ryzen 9 5900HX 74% 78%
GeForce RTX 3070 MaxQ (80-95W) ?, Core i7-10870H 65% 65%
GeForce RTX 3060 Laptop (115-130W) ?, Ryzen 7 5800H 66% 64%
GeForce RTX 3060 MaxQ (80-95W) ?, Ryzen 5 5600H 60% 59%
gemäß der Ausführungen von TechSpot unter 8 Spiele-Benchmarks
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Umfrage: Wie wird der TPM-Zwang von Windows 11 gesehen?

Microsoft wird wie bekannt mit Windows 11 den Zwang zu einem anscheinend aktivem TPM 2.0 bringen – nachdem dies bei Windows 10 zwar auch schon empfohlen, jedoch nie durchgesetzt wurde. Heuer nun scheint Microsoft bislang nicht von dieser Forderung abweichen zu wollen – womit die umstiegswilligen Nutzer sich mit der Frage beschäftigen müssen, ob man diese Anforderung mitgehen will. Bei dieser Umfrage geht es somit allein um die persönliche Einstellung zur TPM-Thematik – gänzlich unabhängig von etwaigen technischen Hürden auf den konkret benutzten PC-Systemen.
PS: Diskussion zur Umfrage und zum Umfrageergebnis in unserem Forum.

Keinerlei Problem damit.
14% (199 Stimmen)
Nicht schön, doch werde damit leben.
15% (217 Stimmen)
Noch komplett unentschieden zu dieser Frage.
25% (355 Stimmen)
Werde Win11 nur unter Umgehung des TPM-Zwangs nutzen.
23% (322 Stimmen)
Werde keinesfalls auf ein System mit Zwang zum aktiven TPM umsteigen.
23% (327 Stimmen)
Gesamte Stimmen: 1420
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Umfrage-Auswertung: Wie ist der Ersteindruck zu Intels Rocket Lake?

Mittels einer Umfrage vom April wurde nach dem Ersteindruck der zum März-Ende von Intel in den Markt gebrachten Rocket-Lake-Prozessoren gefragt. Jene hatten in dieser Umfrage einen schweren Stand – wenngleich es nicht noch tiefer herunter ging als seinerzeit bei der Umfrage zu Comet Lake. Dies ist angesichts von nur 6,2% positivem Ersteindruck und einem potentiellen Kaufinteresse von nur 3,5% allerdings auch kaum möglich. Dabei spielt inzwischen wohl auch die Psychologie einen gewichtigen Anteil bei diesen Umfrage-Ergebnissen: Intel wird derzeit halt abgewatscht zum einen für die Salami-Taktik der früheren Core-Generationen und zum anderen für die fruchtlosen Versuche, den einmal aufgebauten Rückstand zu AMD mit immer noch 14nm-Technologie wieder aufzuholen.

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Neuer Artikel: Performance-Entwicklung von Ampere & RDNA2 seit Herbst 2020

Mit dem Launch der Radeon RX 6700 XT in diesem März deutete sich bereits ein neues Performance-Bild an, da sich seinerzeit die größeren RDNA2-Beschleuniger schon leicht besser gegenüber den jeweiligen nVidia-Grafikkarten positionieren konnten als noch im Dezember 2020 zum Launch der Radeon RX 6900 XT. Die neuerlichen Launches zu GeForce RTX 3080 Ti & 3070 Ti haben diesen Ansatz dann bestätigt und sogar vertieft, das alte Performance-Bild vom Jahresende 2020 ist somit bereits wieder überholt. Auch wenn mittels der Launch-Analyse zur GeForce RTX 3070 Ti die neuen Performance-Zahlen bereits offeriert wurden, soll mittels dieser extra Betrachtung gezielt auf die seit dem Herbst 2020 herausgearbeiteten Performance-Fortschritte bei AMD & nVidia sowie die neuen Differenz-Werte zwischen RDNA2- & Ampere-Beschleunigern eingegangen werden ... zum Artikel.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 25. Juni 2021

Laut VideoCardz enthalten die letzten AMD-Treiber Einträge zu Radeon RX 6600 & 6600 XT – woraus man auf einen nunmehr anstehenden Release dieser Mainstream-Grafikkarten schießt. Dies ist denkbar, allerdings zeigt dies eigentlich nur den Grad der Fertigstellung dieser Hardware an. Der Launch der Radeon RX 6600 Serie dürfte jedoch inzwischen eher eine marktpolitische Entscheidung darstellen: AMD kann eine Mainstream-Grafikkarte nur dann in den Handel bringen, wenn die Grafikkarten-Preise sich derart beruhigt haben, dass die neue Karte auch tatsächlich Mainstream-Preise im Einzelhandel erreicht. Dafür spielt derzeit durchaus die Zeit, gegenüber dem Stand vom letzten Wochenende sind die Grafikkarten-Preise erneut gut nach unten gegangen. Für die Zielsetzung von AMD bei der Radeon RX 6600 Serie reicht dies allerdings noch nicht aus, dafür wird man eventuell noch den ganzen Juli über den Markt beobachten müssen.

Technik Segment Terminlage
Radeon RX 6600 XT Navi 23, 32 CU @ 128 Bit, 8 GB GDDR6 Mainstream nicht vor Juli (oder später)
Radeon RX 6600 Navi 23, 28 CU @ 128 Bit, 8 GB GDDR6 Mainstream nicht vor Juli (oder später)
GeForce RTX 3060 6GB GA106, 22-26 SM @ 192 Bit, 6 GB GDDR6 Mainstream vermutlich Sommer 2021 (oder später)
Radeon RX 6700 Navi 22, 32-40 CU @ 192 Bit, 6/12 GB GDDR6 Midrange vermutlich Sommer 2021 (oder später)
GeForce RTX 3050 GA107, 16-18 SM @ 128 Bit, 4 GB GDDR6 Mainstream vermutlich Sommer 2021 (oder später)
Anmerkung: Hardware-Daten & Terminlagen zu noch nicht veröffentlichten Grafikkarten basieren weitgehend auf Gerüchten & Annahmen
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