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nVidia bringt MaxQ-Versionen von GeForce GTX 1050 & 1050 Ti

Wie Notebookcheck dankenswerterweise bemerkt haben, hat nVidia über den Jahreswechsel ohne große Ankündigung zwei neue Mobile-Lösungen in sein Angebots-Portfolio aufgenommen: GeForce GTX 1050 MaxQ und GeForce GTX 1050 Ti MaxQ, beide natürlich auf Basis des GP107-Chips der Pascal-Generation. Jene ergänzen nVidias Mobile-Portfolio genau an dieser Stelle, wo in Zukunft Intels Kaby-Lake-G zu wildern versuchen wird, insbesondere die die kleinere "Radeon RX Vega M GL" gilt ja als guter Kontrahent zur GeForce GTX 1050/Ti Mobile. Ein weiterer Grund für die beiden neuen Mobile-Lösungen dürfte darin liegen, das nVidia im Mainstream-Bereich bislang nur reguläre Mobile-Lösungen stehen hatte (GeForce GTX 1050 Mobile & GeForce GTX 1050 Ti Mobile), aber eben noch keine MaxQ-Ausführungen. Jene sind zwar logischerweise etwas langsamer als die regulären Mobile-Ausführungen, passen aber wegen ihrer viel höheren Energieeffizienz (und der besonders flachen Bauform bei MaxQ-Lösungen) auch viel eher in ein Notebook.

GeForce GTX 1050 Ti
MaxQ Notebook Desktop
Hardware 768 SE & 128 Bit GDDR5 SI 768 SE & 128 Bit GDDR5 SI 768 SE & 128 Bit GDDR5 SI
Taktraten konfigurierbar 1151-1290/1290-1417/3500 MHz 1493/1620/3500 MHz 1290/1392/3500 MHz
Speicherausbau bis zu 4 GB GDDR5 bis zu 4 GB GDDR5 4 GB GDDR5
Rohleistungen konfigurierbar 1,98-2,18 TFlops & 112 GB/sec 2,49 TFlops & 112 GB/sec 2,12 TFlops & 112 GB/sec
TDP konfigurierbar 40-46W (TGP) 64W (TGP) 75W (GCP)
FullHD Perf.Index grob geschätzt ~270-310% geschätzt ~360% 360%

Im Gegensatz zu den Mobile-Ausführungen von GeForce GTX 1060, 1070 & 1080 hat nVidia bei der Mobile-Ausführung der GeForce GTX 1050 Ti den Vorteil, das jene von ihrem Power-Limit her kaum zu niedrigeren realen Taktraten als offiziell angegeben gezwungen wird, da die GeForce GTX 1050 Ti auf dem Desktop nur 58 Watt verbraucht – was gut ins Power-Limit der Mobile-Ausführung von 64 Watt passt. In diesem Fall dürfte es also tatsächlich zutreffen, das Desktop- und Mobile-Variante ziemlich exakt dieselbe Performance aufweisen – die Desktop-Lösung taktet schließlich in der Praxis auch Richtung 1640 MHz und nicht auf dem von nVidia angegebenen Takt. Die neue MaxQ-Variante der GeForce GTX 1050 wird dann mit einem Power-Limit von (konfigurierbar) nur 40-46 Watt natürlich klare Abstriche bei der Performance hinnehmen müssen, dies kann je nach konkret angesetzter Wattage zwischen 15-25% kosten.

GeForce GTX 1050
MaxQ Notebook Desktop
Hardware 640 SE & 128 Bit GDDR5 SI 640 SE & 128 Bit GDDR5 SI 640 SE & 128 Bit GDDR5 SI
Taktraten konfigurierbar 999-1189/1139-1328/3500 MHz 1354/1493/3500 MHz 1354/1455/3500 MHz
Speicherausbau bis zu 4 GB GDDR5 bis zu 4 GB GDDR5 2 GB GDDR5
Rohleistungen konfigurierbar 1,46-1,70 TFlops & 112 GB/sec 1,91 TFlops & 112 GB/sec 1,86 TFlops & 112 GB/sec
TDP konfigurierbar 34-40W (TGP) 53W (TGP) 75W (GCP)
FullHD Perf.Index grob geschätzt ~220-270% geschätzt ~300% 310%

Bei der kleineren GeForce GTX 1050 Mobile wird es etwas schwieriger werden, deren Taktraten gegenüber dem Desktop-Modell zu halten. Jenes verbraucht real ungefähr 55 Watt, dafür reicht das Power-Limit der Mobile-Ausführung (mit 53W) aber nicht aus – hier dürfte also trotz nominell höherer Taktraten die Mobile-Ausführung letztlich etwas langsamer als die Desktop-Ausführung herauskommen. Bei der GeForce GTX 1050 MaxQ wird dann wieder das viel niedrigere Power-Limit von (konfigurierbar) nur 34-40 Watt die real erreichbaren Taktraten limitieren und diese Mobile-Lösung auf ein klar niedrigeres Performance-Niveau von 15-30% weniger zwingen. Gegenüber der Desktop-Ausführung der GeForce GTX 1050 haben beide Mobile-Ausführungen allerdings den enormen Vorteil, auch als 4-GB-Versionen verfügbar zu sein. Die (fest) nur 2 GB Grafikkartenspeicher der GeForce GTX 1050 limitieren jene auf dem Desktop doch einigermaßen und sind gerade für einen Neukauf inzwischen nicht mehr zeitgemäß.