Launch-Analyse AMD Radeon RX 5700 & 5700 XT (Seite 3)

Sonntag, 21. Juli 2019
 / von Leonidas
 

Beiden Grafikkarten gibt AMD nominell einige Reserven zum Übertakten mit, da die Power-Limits vernünftig bis gutklassig erhöhbar sind und auch der Temperatur-Schwellenwert von beiderseits 110°C im Normalbetrieb nie erreicht wird. Dafür werden im (unübertakteten) Normalbetrieb dann aber auch deutlich höhere reale Chip-Taktraten erreicht als es AMDs durchschnittlicher Boost-Takt vorgibt: Bei der Radeon RX 5700 wurden hierbei Werte zwischen 1672 und 1676 MHz gemessen, was noch nicht so abweichend vom nominellen durchschnittlichen Boost-Takt von 1625 MHz ist – bei der Radeon RX 5700 XT hingegen Werte zwischen 1822 und 1887 MHz, was dann doch reichlich oberhalb des nominellen durchschnittlichen Boost-Takts von 1755 MHz liegt. Somit gibt es hier mal einen wirklich kräftigen Taktraten-Unterschied zwischen zwei Grafikkarten auf Basis desselben AMD-Chips, was bei früheren AMD-Grafikkarten oftmals nur eingeschränkt der Fall war. Augenscheinlich hat AMD beim Navi-10-Chip ein besseres Binning als früher hinbekommen und kann daher für die größere Radeon RX 5700 XT tatsächlich beachtbar taktfreudigere Grafikchips verwenden als für die kleinere Radeon RX 5700.

Radeon RX 5700 Radeon RX 5700 XT Radeon RX 5700 XT "50th AE"
Temperatur-Limit 110°C 110°C ?
max. Temp-Limit für alle drei Karten: keine Anpassung (per Control-Panel des AMD-Treibers) möglich
TDP (TBP) 180W 225W 235W
Power-Limit 150W 185W ?
max. Power-Limit bis +20% einstellbar (=180W) bis +50% einstellbar (=277W) ?
nominelle Taktraten 1465/1625/3500 MHz 1605/1755/3500 MHz 1680/1830/3500 MHz
höchstmögl. Chiptakt 1725 MHz 1905 MHz 1980 MHz
realer Chiptakt CB: Ø 1676 MHz @ 15 Tests
HWL: Ø ~1675 MHz @ 9 Tests
TPU: Ø 1672 MHz @ 21 Tests
CB: Ø 1822 MHz @ 15 Tests
HWL: Ø 1870 MHz @ 9 Tests
TPU: Ø 1887 MHz @ 21 Tests
?
Das Power-Limit ist bei AMD immer nur auf den Grafikchip bezogen, nicht auf die gesamte Grafikkarte wie bei nVidia.

Die Übertaktung der Radeon RX 5700 & 5700 XT Karten ist dann ein Thema, welches noch nicht wirklich gut betrachtet werden kann – zum einen, weil viele Launchreviews hierbei Probleme hatten, die auf frühe Treiber- und BIOS-Versionen zurückzuführen sind, was sich aber natürlich mit der Zeit beheben lassen wird. Bei denjenigen Launchreviews, welche dann zum Overclocking schreiten konnten, waren die Taktraten-Ergebnisse (halbwegs) in Ordnung, die Performance-Ergebnisse allerdings eher mau – grob gibt es nur +5% Mehrperformance unter Übertaktung, was sicherlich unterdurchschnittlich ist (allerdings gibt es bei den meisten aktuellen nVidia-Grafikkarten auch nicht bedeutsam mehr). Da sich die Power-Limits beider Navi-Grafikkarten gut erhöhen lassen, das Referenzdesign jedoch schon vergleichsweise warm wird, könnte man als mögliche Erklärung das Temperatur-Limit anführen, welches unter Übertaktung erstmals zum limitierenden Element wird. An dieser Stelle werden die kommenden Herstellerdesigns zu Radeon RX 5700 & 5700 XT dann sicherlich besseres bieten können als jenes Referenzdesign.

Zum anderen deutet sich mit dem kürzlich kreiierten SPPT-Mod allerdings eine Möglichkeit an, Radeon RX 5700 & 5700 XT zu wirklichen Taktratensprüngen bei gleichzeitig auch entsprechender Mehrperformance zu führen. Die bislang hierzu vorliegenden Daten sind leider noch zu wenige für eine klare Beurteilung, aber es deutet sich ein Performancesprung von ca. +15% bei beiden Karten unter dem SPPT-Mod (samt äquadater Kühlung) an. Dies ist in der heutigen Zeit vergleichsweise viel und würde die derart übertaktete Radeon RX 5700 auf das Performance-Niveau von etwas besser als bei einer unübertakteten Radeon RX 5700 XT führen, eine derart übertaktete Radeon RX 5700 XT käme hingegen grob auf dem Performance-Niveau einer unübertakteten GeForce RTX 2080 zu Referenz-Taktraten heraus. Sicherlich ist der SPPT-Mod eher etwas für Bastler, zum bestmöglichen Gelingen ist dann auch eine Wasserkühlung zu empfehlen – aber gewisse Anwender werden es durchaus zu schätzen wissen, das dem Bastler mal wieder etwas geboten wird, wo jener sich ausleben und auch entsprechende Erfolge (in Form von sinnvoller Mehrperformance) erzielen kann.

In der Summe der Dinge hat AMD somit bei den Nebenpunkten keine größeren Probleme liegen, sondern liefert dort zumindest grob gleichwertiges. Allenfalls in der Frage der Geräuschentwicklung hat nVidia für den Augenblick die Nase etwas vorn – resultierend schlicht aus dem Umstand, das schon Herstellerdesigns zu GeForce RTX 2060 & 2060 Super am Markt sind, die Herstellerdesigns zu Radeon RX 5700 & 5700 aber erst folgen werden. Aufgrund dieser groben Gleichwertigkeit in den Nebenpunkten kann man (vorbehaltlich subjektiv anderer Herangehensweisen) sich durchaus wieder auf die Gleichung Performance zu Preispunkt konzentrieren. Hierbei können sich AMDs neue Grafikkarten wie gesagt exzellent einordnen – jeweils mit etwas besseren Preispunkten zum gleichen Listenpreis. Allenfalls bei den Straßenpreisen hat nVidia derzeit gewisse kleinere Vorteile – aber dies natürlich auch nur als Momentaufnahme zu einem Zeitpunkt, wo zu AMDs neuen Grafikkarten noch keinerlei echter Wettbewerb mangels des Vorliegens entsprechender Herstellerdesigns existiert.

Speicher FHD-Perf. WQHD-Perf. 4K-Perf. Verbr. FHD-Index 4K-Index Liste Straße
GeForce RTX 2080 Ref. 8 GB - - - ~215W 1210% 180% 699$ 640-680€
Radeon VII 16 GB 114,5% 120,0% 124,9% 281W 1120% 173% 699$ 630-700€
GeForce RTX 2070 Super 8 GB 120,0% 121,2% 123,8% 217W 1180% 172% 499$ 520-560€
Radeon RX 5700 XT "50th AE" 8 GB - - - ~230W ~1110% ~160% 449$ 449$ (~486€)
Radeon RX 5700 XT 8 GB 111,4% 112,6% 112,1% 218W 1090% 156% 399$ 420-430€
GeForce RTX 2070 Ref. 8 GB - - - ~173W 1030% 146% 499$ 440-460€
GeForce RTX 2060 Super 8 GB 105,1% 104,2% 104,3% 176W 1030% 145% 399$ 410-420€
Radeon RX 5700 8 GB 100% 100% 100% 175W 980% 139% 349$ 370-390€
Radeon RX Vega 64 8 GB 95,5% 95,7% 96,5% 297W 930% 132% 499$ 350-370€
GeForce RTX 2060 6 GB 92,5% 90,4% 88,4% 160W 910% 123% 349$ 330-360€
Diese Tabelle beinhaltet aufgrund der neuen Benchmark-Werte drei kleinere Index-Korrekturen gegenüber früheren Angaben: Die GeForce RTX 2060 geht von 920%/124% auf 910%/123%, die GeForce RTX 2060 Super von 1030%/144% auf 1030%/145% sowie die Radeon VII von 1110%/173% auf 1120%/173%.

Vor allem geraten mittels des fast zeitgleichen Launches von GeForce RTX 2060 Super & 2070 Super sowie von Radeon RX 5700 & 5700 XT nunmehr diverse ältere Grafikkarten ins Hintertreffen: Die Radeon RX Vega 64 hat zwar schon preislich erheblich abgespeckt, ist aber dennoch immer noch beim Performance/Preis-Verhältnis gegenüber der Radeon RX 5700 zurückliegend, welche an dieser Stelle zudem ihren Neuheitswert in die Waagschale werfen kann. Die GeForce RTX 2070 zu Referenz-Taktraten bietet nur ein minimales Performanceplus gegenüber der GeForce RTX 2060 Super und ist damit zu ihrem immer noch höheren Preispunkt nicht wettbewerbsfähig. Und letztlich wird die Radeon VII nunmehr durch die GeForce RTX 2070 Super preislich klar unterboten zu einer nur minimalen Performance-Differenz – wobei die grob gleich teure GeForce RTX 2080 zu Referenz-Taktraten auch schon ein paar Prozentpunkte schneller ist. Jene drei Grafikkarten sind zu ihren aktuellen Preislagen nicht konkurrenzfähig und müssten demzufolge entsprechend preislich abspecken. Zumindest bei der GeForce RTX 2070 wird dies letztlich zum Auslauf-Status führen, für diese Karte ist schlicht kein Platz mehr im nVidia-Portfolio.

Zurückkommend auf die beiden neuen AMD-Grafikkarten sollen letztlich noch die beiden konkreten Duelle betrachtet werden, welche sich mit diesen nunmehr ergeben. GeForce RTX 2060 und Radeon RX 5700 treten mit gleichem Listenpreis (von 349 Dollar) an, wobei die nVidia-Lösung (auch wegen der bereits längeren Verweildauer im Grafikkarten-Markt) derzeit einen Straßenpreis-Vorteil von immerhin 35 Euro innehat. Als Gegenargument bietet die AMD-Lösung zuerst einmal zwischen +8% und +13% Mehrperformance, was den Preisunterschied schon von alleine aussticht. Viel elementarer dürfte in diesem Vergleich allerdings sein, das die Radeon RX 5700 zum anderen mit 8 GB die größere Speicherbestückung gegenüber den nur 6 GB der GeForce RTX 2060 aufbietet. In diesem Preissegment und vor allem im Jahr 2019 sieht man 6 GB Grafikkartenspeicher weitflächig als erheblichen Makel an – was bedeutet, das AMD in diesem Vergleich noch nicht einmal seine Mehrperformance bräuchte, um dennoch klar vorn zu sein. Die Radeon RX 5700 ist in jedem Fall ein besserer Ersatz der GeForce RTX 2060, letztere wäre mit dieser Speichermenge eigentlich nur zu Preislagen klar unterhalb 300 Euro irgendwie vielleicht noch ein gangbares Angebot.

GeForce RTX 2060 Radeon RX 5700 Differenzen
Technik nVidia TU106, 1920 Shader-Einheiten an einem 192 Bit GDDR6-Interface AMD Navi 10, 2304 Shader-Einheiten an einem 256 Bit GDDR6-Interface
Speichermenge 6 GB GDDR6 8 GB GDDR6 +2 GB für AMD (+33%)
Performance-Siege 0 von 20 Launchreviews 20 von 20 Launchreviews Vorteil für AMD
FullHD-Performance 92,5% 100,0% +8% für AMD
WQHD-Performance 90,4% 100,0% +11% für AMD
UltraHD-Performance 88,4% 100,0% +13% für AMD
Stromverbrauch 160W 175W -15W für nVidia (-9%)
Übertaktungseignung durchschnittlich (ca. +10%) für den Hausgebrauch unterdurchschnittlich (ca. +5%), nach Software-Mods allerdings gutklassig (ca. +15%) grober Gleichstand
RayTracing Vorteil für nVidia
Spielebundle Spiele "Wolfenstein: Youngblood" & "Control" drei Monate Zugang zum "Xbox Game Pass für PC" grober Gleichstand
Listenpreis 349$ 349$ Gleichstand
Straßenpreis 330-360€ 370-390€ -35€ für nVidia (-9%)

GeForce RTX 2060 Super und Radeon RX 5700 XT teilen sich hingegen den Listenpreis von 399 Dollar, beachtbare Differenzen beim Straßenpreis gibt es hier dann nicht mehr. Gleichfalls entfällt auch die Differenz bei der Speicherbestückung, beide Grafikkarten kommt mit 8 GB GDDR6-Speicher daher. Insofern kann man sich hier ganz auf die Perfomance-Differenz konzentrieren, welche mit zwischen +6% bis +8% zugunsten von AMD nicht ganz so kräftig ausfällt, zum identischen Straßenpreis aber letztlich genauso viel wert ist wie im vorgehenden Vergleich. Als kleiner Minuspunkt liegt der Stromverbrauch der AMD-Lösung in diesem Vergleich mit +42 Watt doch etwas weiter weg gegenüber der nVidia-Lösung – wobei diese Differenz eigentlich nur deswegen erwähnenswert ist, weil es ansonsten eher wenige Unterschiede in diesem Vergleich gibt. Man kann sicherlich beide Grafikkarten als gangbare Lösungen bezeichen, die AMD-Lösung liegt aber bei der Performance halt vorn – was, wenn dies bei nVidia passieren würde, üblicherweise eine klare Kaufpräferenz ergeben würde.

GeForce RTX 2060 Super Radeon RX 5700 XT Differenzen
Technik nVidia TU104, 2176 Shader-Einheiten an einem 256 Bit GDDR6-Interface AMD Navi 10, 2560 Shader-Einheiten an einem 256 Bit GDDR6-Interface
Speichermenge 8 GB GDDR6 8 GB GDDR6 Gleichstand
Performance-Siege 0 von 19 Launchreviews 19 von 19 Launchreviews Vorteil für AMD
FullHD-Performance 105,1% 111,4% +6% für AMD
WQHD-Performance 104,2% 112,6% +8% für AMD
UltraHD-Performance 104,3% 112,1% +7% für AMD
Stromverbrauch 176W 218W -42W für nVidia (-19%)
Übertaktungseignung durchschnittlich (ca. +10%) für den Hausgebrauch unterdurchschnittlich (ca. +5%), nach Software-Mods allerdings gutklassig (ca. +15%) grober Gleichstand
RayTracing Vorteil für nVidia
Spielebundle Spiele "Wolfenstein: Youngblood" & "Control" drei Monate Zugang zum "Xbox Game Pass für PC" grober Gleichstand
Listenpreis 399$ 399$ Gleichstand
Straßenpreis 410-420€ 420-430€ -10€ für nVidia (-2%)

Genau in diesem Punkt liegt dann der Hase begraben bei der Performance/Preis-Ansetzung von AMDs Navi-Grafikkarten: Auch bei früheren Grafikkarten-Launches hatte AMD regelmäßig schon konkurrenzfähige Performance/Preis-Verhältnisse geboten, ansonsten wären die AMD-Grafikkarten auch gar nicht absetzbar. Aber oftmals hat man dabei den nVidia-Preis unterbieten müssen (ob in Form des Listen- oder des Straßenpreises), weil man rein bei der Performance in den angesetzten Vergleichen genauso oftmals hinten lag. Beim Navi-Launches hat sich AMD hingegen perfekt positioniert: Man bietet zum selben Preispunkt überall ein wenig Mehrperformance, liegt also in den sich ergebenden direkten Vergleichen bei der Balkenlänge jederzeit leicht vorn. Dieses "AMD ist schneller" ist Verkaufs-psychologisch viel wertvoller als jeder rechnerische Performance/Preis-Vorteil, weil eben sehr augenscheinlich und zugleich schwer wegdiskutierbar. Nach einigen Grafikkarten-Launches in AMDs Vergangenheit, welche man durchaus mit dem Prädikat "suboptimal" beschreiben kann, hat man nunmehr bei der Radeon RX 5700 Serie einen überaus gelungenen Launch hingelegt.

Denn AMD dominiert ab sofort die Performance/Preis-Vergleiche im Preisbereich von 350-450 Euro, setzt darüber hinaus aber natürlich auch die jeweils umliegenden Preisbereiche unter Druck: So lohnt sich eine GeForce RTX 2070 Super beim Performance/Preis-Verhältnis gegenüber einer Radeon RX 5700 XT eigentlich kaum, wenn für ca. 8-10% Mehrperformance derzeit gleich +27% mehr zu löhnen sind. Und gleichfalls ist auch eine GeForce GTX 1660 Ti in Frage zu stellen, wenn eine Radeon RX 5700 für eine Mehrperformance von immerhin +35% einen Mehrpreis von (fast idealen) +41% ansetzt, für welchen es dann schließlich auch noch die bessere Speicherbestückung oben drauf gibt. Natürlich wäre es noch besser, wenn AMD diese (sowie die anderen) Preisbereich schlicht mit weiteren Navi-Lösungen bestückt. Sofern man hierbei dieselbe Performance/Preis-Verhältnisse liefern kann wie bislang bei der Radeon RX 5700 Serie zu sehen, würde nVidia sogar in der Breite des Angebots-Portfolios unter Druck geraten.

AMD 4K-Perf. Straßenpreis 4K-Perf. nVidia
640-680€ 180% GeForce RTX 2080 Ref. 8GB
Radeon VII 16GB 173% 630-700€
520-560€ 172% GeForce RTX 2070 Super 8GB
Radeon RX 5700 XT "50th AE" 8GB ~160% ~486€
440-460€ 146% GeForce RTX 2070 Ref. 8GB
Radeon RX 5700 XT 8GB 156% 420-430€
410-420€ 145% GeForce RTX 2060 Super 8GB
Radeon RX 5700 8GB 139% 370-390€
Radeon RX Vega 64 8GB 132% 350-390€
330-360€ 123% GeForce RTX 2060 6GB
260-280€ 103% GeForce GTX 1660 Ti 6GB
Radeon RX Vega 56 8GB 117% 240-290€
Performance-Angaben gemäß dem 3DCenter UltraHD Performance-Index

Dabei hat nVidia zum Vorteil für AMD derzeit sein Pulver mittels des RTX-Refreshs schon weitgehend verschossen, zudem begünstigt das Hochziehen der Grafikkarten-Preise mittels der Turing-Generation jetzt AMDs Navi-Offensive – wahrscheinlich kann AMD zu diesen Preisen sogar noch gute Gewinne einstreichen (was beim vergleichsweise teuren Vega-Design immer so eine Frage war). Echte Preissenkungen dürfte nVidia wahrscheinlich kaum dagegen ansetzen, dafür ist man zum einen zu stolz und kann zum anderen rechnen: Denn Preissenkungen bei einem Markt, welchen man weitgehend über seine Markenstärke im Griff hat, senken zwar ganz sicher Umsatz & Gewinn, bringen aber ansonsten vergleichsweise wenig positive Effekte. nVidia dürfte die Situation somit vermutlich erst einmal einfach so hinnehmen und eher an seinen eigenen Stärken arbeiten – sprich GeForce-Marke, nVidia-eigene Feature und RayTracing. Dies dürfte einen interessanten Grafikkarten-Markt ergeben, wo man nunmehr im Preisbereich von 350-450 Euro vollkommen ohne jeden Pferdefuß tatsächlich mal wieder AMD-Hardware empfehlen kann – ohne das nVidia wirklich groß geschlagen wäre.