In wiederkehrender Aktualisierung des Speicherkrisen-Preisindex vom April soll nachfolgend erneut betrachtet wie auch dokumentiert werden, wie sich die Preise von DDR5, DDR3/4, SODIMM, internen SSDs & HDDs, externen Festplatten und Grafikkarten im deutschen Einzelhandel zwischen April und Mai 2026 sowie seit Sommer 2025 entwickelt haben. Zielsetzung ist es, zu klaren Zahlenwerten zu kommen, welche die hierbei auftretenden Preisübertreibungen für alle genannten Produktgruppen quantifizieren. Zugleich werden monatliche Steigerungsraten für jede Produktgruppe ermittelt, womit sich Anziehen und Abflauen von Preissteigerungen wie auch Preissenkungen belegen lassen. Abschließend wird auf Basis all dieser Daten der gesamte Verlauf der Preisveränderungen aller Produktgruppen von Beginn der Speicherkrise bis jetzt zusammengefasst in Diagramm-Form dargeboten.
Als Grundlage hierfür wurden nachfolgend in allen Produktgruppen aktuelle wie historische Preise zurück bis zum Juli 2025 gemäß des Geizhals-Preisvergleichs herausgezogen und notiert, wobei immer der jeweilige Bestpreis für das Wochenende zur Monatsmitte erfasst wurde. Angebote von eBay sowie dem Amazon Marketplace wurden generell nicht beachtet, da es sich hierbei um Wiederverkäufer und nicht um reguläre Einzelhändler handelt. Preislicher Ausgangspunkt (entspricht Index-Wert "100%") ist üblicherweise der Juli 2025 – mit einer Abweichung bei externen Festplatten sowie Grafikkarten, dort wurde hierfür der September 2025 gewählt, da jener Monat in diesen beiden Produktgruppen den niedrigsten Preisstand der letzten Zeit markiert. Die (zeitlich) unterschiedliche Index-Festsetzung hat das Ziel, mit dem Index-Wert die jeweilige Preisübertreibung innerhalb der Speicherkrise 2025/26 für jede Produktgruppe möglichst akkurat wiederzugeben.
Zu beachten wäre noch, dass die hiermit genannten Preise immer Bestpreise für rein technologisch definierte und damit Hersteller-unabhängige Produkte darstellen (Beispiel: "2x16GB DDR5/6000 CL28", was gemeint ist egal des Herstellers). Die Preislagen konkreter Herstellerangebote können hingegen stärker schwanken bzw. ist dies in der Praxis auch derart zu sehen. Für einen mittel- und langfristigen Vergleich eignet sich die Betrachtung von konkreten Herstellerangeboten jedoch weniger, denn jene können mit der Zeit aus dem Markt gehen oder auch nicht mehr beliefert werden. Zugleich gilt gerade in Zeiten von hohen Preisübertreibungen, dass sich die Hardware-Käufer dann natürlich nach Alternativen umsehen, wenn das ursprünglich angedachte Kaufobjekt preislich zu sehr durch die Decke gegangen ist. Gerade hierfür ist eine Hersteller-unabhängige Betrachtung besser geeignet, denn somit hat jedes Angebot die Chance, das allgemeine Preisniveau zu stabilisieren oder auch wieder zu drücken.
Vorab noch kurz zur Speicherkrise selber: Jene grassiert seit dem Herbst 2025 und dürfte wohl noch eine ganze Weile präsent sein. Markanter Ausgangspunkt sind die OpenAI-Verträge mit den Speicherchip-Hersteller Samsung & SK Hynix, mittels welcher sich OpenAI Zugriff auf ca. 40% der weltweiten Speicherchip-Fertigung gesichert hat – und damit für einen schlagartigen Bedarfszuwachs sorgte, welcher seitens der Speicherhersteller nicht so leicht und so schnell zu decken sein dürfte. Begünstigend kamen hier zwei Faktoren hinzu: Erstens hatten die Speicherhersteller nach dem Ende von Chip-Krise 2020/21 und Cryptomining-Hype 2021/22 seinerzeit gewisse Überkapazitäten und somit in den Jahren danach keinen bedeutsamen weiteren Ausbau ihrer Fertigungsanlagen vorangetrieben. Und zweitens lief der AI-Hype und damit größeren Investitionen in entsprechende Rechenzentren schon seit spätestens 2025 und ging es deswegen sowieso schon in Richtung einer gewissen Speicher-Knappheit.
In dieser Situation waren die OpenAI-Aufträge maximal unglücklich, weil dem Markt eine gewaltige Angebotsmenge entzogen wurde. In der Folge versuchten die Einkäufer von PC-, Komponenten- und Elektronik-Herstellern, sich so schnell wie möglich das restliche Angebot an Speicherchips zu sichern, weil jenen klar war, dass die Restmenge (von 60%) nicht für alle Abnehmer von Speicherchips reichen konnte. In diesem Run auf die restlichen 60% galoppierten innerhalb kürzester Zeit die Speicherpreise nach oben, besonders schnell und deutlich am Spotmarkt zu sehen, wo Restmengen tagesaktuell verkauft werden. Dabei spielte es keine Rolle, dass OpenAI im Jahr 2025 noch gar keine bedeutsamen Waferzuteilungen seitens Samsung & SK Hynix hatte – allein die Angst, nichts mehr zu bekommen, führte zu diesen faktischen Panikkäufen. Die Kontraktpreise für längerfristige Lieferzusagen folgten diesen Preissteigerungen erst später, zementieren aber über ihren langlaufenden Charakter die höhere Preissituation dann auch für die näherliegende Zukunft.
Eine echte Auflösung der Speicherkrise kann es hingegen nur geben, wenn Angebot & Bedarf wieder in Einklang gebracht werden – wenn also entweder die Blase des KI-Booms platzt (und OpenAI somit aus seinen Bestellungen aussteigen muß) oder wenn die Speicherhersteller ihre Fertigungskapazitäten ausreichend hochgezogen haben. Letzteres dauert allerdings erfahrungsgemäß einige Jahre, vor zu ruckartigen Kapazitätserweiterungen haben die Speicherhersteller wegen des in ihrer Branche üblichen "Schweinezyklus" (stetige Abfolge von Über- und Unterkapazitäten) zudem einigen Bammel und sind daher augenfällig vorsichtig, zu viele neue Speicherchipfabriken zu errichten. Auf Basis der einmal erreichten hohen Preislage lohnt es sich für die Speicherhersteller auch wenig, mit einem Überangebot die Preise wieder in den Keller zu schicken – die Speicherbranche lebt derzeit sehr gut mit der Speicherkrise. Für den Augenblick ist somit nicht zu sehen, wie sich diese Problematik all zu schnell auflöst, so dass mit übertriebenen Speicherpreisen wohl noch für einige Jahre gerechnet werden muß.
Bei DDR5-Speicher für den Desktop gab es wie bekannt von Februar zu März einen kleinen Hoffnungsschimmer in Form etwas fallender Preise, aber dies konnte sich nachfolgend nicht bestätigen und auch für dieses Monatswechsel geht es wieder in Richtung gleichbleibend hoher Preise mit sogar minimaler Tendenz weiter nach oben. Natürlich ist eine Änderung um gemittelt +1,1% in diesem Produktsegment nichts weltbewegendes – aber der einmal erreichte hohe Preisstand hält somit an, ohne dass hier aus dem Marktgeschehen heraus Hoffnung auf endlich mal substantiell sinkende Preise abgeleitet werden kann. Dies sieht man auch gut an den Preisen der einzelnen ausgewerteten Produkte, wo auffällig viele für diesen Monatswechsel bei "±0" stehen, gar keine preisliche Änderung anzeigend. Und natürlich gilt (leider) auch, dass das Feld der DDR5-Speicher im Gesamtmarkt stark unter dem Einfluß von Server-Aufträgen steht, ergo da auch aus der Großwetterlage heraus derzeit kaum irgendwelche Hoffnung abzuleiten ist.
| DDR5-Speicher | Juli | Sept. | Okt. | Nov. | Dez. | Jan. | Feb. | März | Apr. | Mai | Apr→Mai | ∑ Steigerung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 8GB DDR5/5600 | 24€ | 23€ | 27€ | 47€ | 99€ | 120€ | 108€ | 108€ | 106€ | 106€ | ±0 | +342% |
| 16GB DDR5/5600 | 39€ | 45€ | 52€ | 83€ | 148€ | 191€ | 193€ | 167€ | 180€ | 192€ | +7% | +292% |
| 16GB DDR5/6400 | 50€ | 50€ | 58€ | 97€ | 185€ | 238€ | 214€ | 193€ | 194€ | 198€ | +2% | +296% |
| 32GB DDR5/5600 | 77€ | 83€ | 95€ | 160€ | 275€ | 348€ | 340€ | 350€ | 369€ | 320€ | –13% | +316% |
| 32GB DDR5/6400 | 98€ | 102€ | 110€ | 161€ | 284€ | 388€ | 375€ | 381€ | 360€ | 394€ | +9% | +302% |
| 2x16GB DDR5/5600 | 79€ | 79€ | 90€ | 125€ | 299€ | 396€ | 400€ | 350€ | 329€ | 353€ | +7% | +347% |
| 2x16GB DDR5/6000 | 75€ | 88€ | 95€ | 135€ | 301€ | 395€ | 379€ | 362€ | 359€ | 363€ | +1% | +384% |
| 2x16GB DDR5/6000 CL28 | 132€ | 123€ | 146€ | 195€ | 398€ | 431€ | 479€ | 479€ | 479€ | 464€ | –3% | +252% |
| 2x16GB DDR5/6400 | 90€ | 89€ | 105€ | 184€ | 355€ | 419€ | 400€ | 383€ | 352€ | 367€ | +4% | +308% |
| 2x16GB DDR5/6400 CL30 | 141€ | 145€ | 202€ | 222€ | 493€ | 585€ | 580€ | 585€ | 579€ | 579€ | ±0 | +311% |
| 2x16GB DDR5/7200+ | 110€ | 112€ | 131€ | 193€ | 418€ | 446€ | 479€ | 439€ | 383€ | 383€ | ±0 | +248% |
| 2x24GB DDR5/6000 | 128€ | 128€ | 147€ | 186€ | 429€ | 499€ | 538€ | 479€ | 480€ | 480€ | ±0 | +275% |
| 2x24GB DDR5/6400 | 140€ | 146€ | 168€ | 245€ | 432€ | 623€ | 595€ | 521€ | 544€ | 521€ | –4% | +272% |
| 2x24GB DDR5/7200+ | 182€ | 181€ | 198€ | 278€ | 491€ | 731€ | 701€ | 628€ | 688€ | 730€ | +6% | +301% |
| 2x32GB DDR5/5600 | 140€ | 155€ | 180€ | 296€ | 530€ | 677€ | 659€ | 658€ | 631€ | 631€ | ±0 | +351% |
| 2x32GB DDR5/6000 | 158€ | 170€ | 195€ | 315€ | 547€ | 699€ | 645€ | 608€ | 600€ | 648€ | +8% | +310% |
| 2x32GB DDR5/6000 CL28 | 208€ | 215€ | 243€ | 343€ | 608€ | 949€ | 999€ | 805€ | 855€ | 819€ | –4% | +294% |
| 2x32GB DDR5/6400 | 169€ | 173€ | 191€ | 300€ | 559€ | 739€ | 722€ | 619€ | 650€ | 649€ | ±0 | +284% |
| 2x32GB DDR5/6400 CL32 | 181€ | 180€ | 217€ | 354€ | 629€ | 799€ | 837€ | 779€ | 749€ | 757€ | +1% | +318% |
| 2x48GB DDR5/6400 | 304€ | 298€ | 352€ | 459€ | 820€ | 1045€ | 1379€ | 1219€ | 1420€ | 1478€ | +4% | +386% |
| Preisindex (Ø 20 Produkte) | 100% | 103% | 119% | 179% | 345% | 440% | 440% | 408% | 410% | 414% | ||
| monatliche Preissteigerung | - | +1,5% | +15,8% | +49,5% | +93,0% | +27,6% | +0,0% | –7,2% | +0,3% | +1,1% | ∑ +314% | |
| jeweils günstigstes lieferbares Angebot im deutschen Einzelhandel gemäß Geizhals, Preisdatum jeweils Wochenende zur Monatsmitte, ∑ Steigerung gegenüber Juli 2025 | ||||||||||||
Bei DDR3/4-Speicher für den Desktop gibt es hingegen eine erfreuliche Gegenbewegung von für diesen Monatswechsel gemittelt –4,2%. Dies ist eigentlicht nicht viel, stellt aber in dieser Produktgruppe den allerersten Schritt in die preislich richtige Richtung seit dem Start der Speicherkreise dar. Denkbarerweise kann hier noch einiges nach unten gehen, denn letztlich wurde diese Produktgruppe auch nur von der allgemeinen Preisübertreibung mit nach oben gezogen, besteht hier allerdings keinerlei Überbedarf durch den KI-Boom – jener nutzt HBM, DDR5, konventionelle Festplatten und SSDs, aber keine älteren DRAM-Formen. Natürlich haben die Speicherhersteller bei DDR3/4 die Preise genauso angezogen bzw. schichten von diesen älteren DRAMs auf lukrativere Speicherformen um, ein Teil der Preisübertreibung ist somit durchaus real. Ein guter Teil dürfte allerdings nur dem allgemeinen Run auf jeden Speicher geschuldet sein – und dieser Teil könnte durchaus abgebaut werden, sprich vielleicht noch niedrigere Preise im Einzelhandel folgen (so zumindest die Hoffnung).
| DDR3/4-Speicher | Juli | Sept. | Okt. | Nov. | Dez. | Jan. | Feb. | März | Apr. | Mai | Apr→Mai | ∑ Steigerung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 8GB DDR3/1600 | 12€ | 12€ | 13€ | 13€ | 17€ | 21€ | 21€ | 27€ | 26€ | 25€ | –4% | +108% |
| 2x8GB DDR3/1600 | 25€ | 25€ | 28€ | 26€ | 35€ | 51€ | 57€ | 58€ | 62€ | 59€ | –5% | +136% |
| 8GB DDR4/2133-2400 | 15€ | 18€ | 20€ | 30€ | 25€ | 60€ | 64€ | 71€ | 69€ | 69€ | ±0 | +360% |
| 8GB DDR4/3200 | 17€ | 20€ | 25€ | 38€ | 46€ | 60€ | 60€ | 58€ | 60€ | 57€ | –5% | +235% |
| 16GB DDR4/2133-2400 | 25€ | 25€ | 25€ | 35€ | 50€ | 87€ | 89€ | 89€ | 100€ | 83€ | –17% | +232% |
| 16GB DDR4/3200 | 30€ | 37€ | 45€ | 58€ | 71€ | 107€ | 117€ | 113€ | 110€ | 107€ | –3% | +257% |
| 2x8GB DDR4/3200 | 35€ | 36€ | 46€ | 69€ | 106€ | 124€ | 130€ | 125€ | 125€ | 125€ | ±0 | +257% |
| 2x16GB DDR4/3200 | 60€ | 69€ | 82€ | 105€ | 173€ | 219€ | 224€ | 200€ | 200€ | 200€ | ±0 | +233% |
| Preisindex (Ø 8 Produkte) | 100% | 110% | 127% | 168% | 218% | 319% | 334% | 337% | 342% | 327% | ||
| monatliche Preissteigerung | - | +0,2% | +15,9% | +31,7% | +30,2% | +46,3% | +4,6% | +0,8% | +1,5% | –4,2% | ∑ +227% | |
| jeweils günstigstes lieferbares Angebot im deutschen Einzelhandel gemäß Geizhals, Preisdatum jeweils Wochenende zur Monatsmitte, ∑ Steigerung gegenüber Juli 2025 | ||||||||||||
Bei SODIMM für Notebooks ergaben sich pro Produkt teils substantielle Preisbewegungen, welche dann interessanterweise im Durchschnitt der gesamten Produktgruppe zu einer Änderung von nur +0,1% geführt haben. Jene Produktgruppe bleibt somit "preisstabil" – auf einem stark überhöhten Stand von gemittelt +252% gegenüber den Preisen vom letzten Sommer. Aber letztlich gibt es für Mobile-Speicher eben einen realen, sogar sehr erheblichen Bedarf aus den Reihen der Notebook-Hersteller – welche derzeit fast drei Viertel aller neuen PCs bauen, somit weit vor dem Desktop-Segment liegen. Insbesondere der aktuellere DDR5-Speicher hat hier allerdings das Problem, letztlich oftmals auf denselben Speicherchips wie im Desktop-Segment zu basieren – und somit genauso vom Überbedarf des KI-Booms abzuhängen, egal ob jener eher nur im Desktop/Server-Segment stattfindet. Zudem werden vom Notebook-Markt derzeit auch noch keine derart schlechten Verkaufszahlen wie bei Desktop-PCs vermeldet, ergo fehlt hier auch ein wenig der Hebel des zurückgehenden Consumer-Geschäfts zugunsten vielleicht irgendwann sinkender Preise.
| SODIMM (Mobile-RAM) | Juli | Sept. | Okt. | Nov. | Dez. | Jan. | Feb. | März | Apr. | Mai | Apr→Mai | ∑ Steigerung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 4GB DDR3/1600 | 6,40€ | 6,30€ | 9,30€ | 12€ | 12€ | 15€ | 15€ | 15€ | 14€ | 16€ | +14% | +150% |
| 8GB DDR3/1600 | 12€ | 12€ | 13€ | 19€ | 21€ | 21€ | 21€ | 30€ | 28€ | 30€ | +7% | +150% |
| 4GB DDR4/2400+ | 7,00€ | 10€ | 14€ | 14€ | 15€ | 15€ | 44€ | 25€ | 29€ | 29€ | ±0 | +314% |
| 8GB DDR4/2400+ | 17€ | 20€ | 25€ | 32€ | 40€ | 51€ | 49€ | 51€ | 57€ | 47€ | –18% | +176% |
| 16GB DDR4/2400+ | 28€ | 31€ | 46€ | 65€ | 70€ | 90€ | 99€ | 93€ | 101€ | 79€ | –22% | +182% |
| 8GB DDR5/4800+ | 25€ | 27€ | 30€ | 31€ | 56€ | 79€ | 118€ | 120€ | 100€ | 122€ | +22% | +388% |
| 16GB DDR5/4800+ | 36€ | 41€ | 47€ | 42€ | 100€ | 160€ | 160€ | 176€ | 177€ | 170€ | –4% | +372% |
| 32GB DDR5/4800+ | 76€ | 75€ | 103€ | 116€ | 249€ | 292€ | 268€ | 282€ | 276€ | 294€ | +7% | +287% |
| Preisindex (Ø 8 Produkte) | 100% | 111% | 144% | 170% | 236% | 299% | 369% | 352% | 352% | 352% | ||
| monatliche Preissteigerung | - | +1,1% | +29,3% | +18,1% | +39,1% | +26,3% | +23,4% | –4,6% | +0,1% | +0,1% | ∑ +252% | |
| jeweils günstigstes lieferbares Angebot im deutschen Einzelhandel gemäß Geizhals, Preisdatum jeweils Wochenende zur Monatsmitte, ∑ Steigerung gegenüber Juli 2025 | ||||||||||||
Bei den internen SSDs fand für diesen Monatswechsel endlich das Ende der ständig nach oben gehenden Preise statt, es gab mit gemittelt –0,9% sogar ein minimal niedrigeres Preisniveau gegenüber dem April. Jenes ist nun allerdings mit dem Doppelten gegenüber letzten Sommer bereits ausreichend hoch, einzelne SSDs kratzen sogar am Dreifachen des Preisniveaus, was im insgesamten Bild neben den massiv hochgegangenen DDR5-Preisen der zweite große Störstein für das PC-Geschäft des Jahres 2026 darstellt. Ob die aktuelle Trendwende zu tatsächlich sinkenden Preisen oder nur einem reinen Ende der weiteren Preissteigerungen führt, ist dabei noch nicht klar und bleibt die nächsten Monate abzuwarten. Nebenbei wurde mit dieser Auswertung die Sparte der PCIe3-SSD technisch zu "PCIe3/4" verändert, da insbesondere die größeren PCIe3-SSDs inzwischen teilweise (klar) höhere Preise als ihre PCIe4-Pendants erreichen. Hierbei wurden teilweise auch früheren Preisstände angepasst, was dann auch die früheren Monats-Gesamtzahlen dieser Produktgruppe (leicht) veränderten (jene liegen nunmehr um ein paar Prozentpunkte niedriger).
| interne SSDs | Juli | Sept. | Okt. | Nov. | Dez. | Jan. | Feb. | März | Apr. | Mai | Apr→Mai | ∑ Steigerung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1TB 2,5'' SATA (kein Cache) | 41€ | 43€ | 47€ | 51€ | 69€ | 80€ | 95€ | 95€ | 102€ | 102€ | ±0 | +149% |
| 1TB 2,5'' SATA mit DRAM | 74€ | 78€ | 76€ | 81€ | 103€ | 136€ | 144€ | 168€ | 168€ | 158€ | –6% | +114% |
| 1TB M.2 PCIe3/4 (kein Cache) | 42€ | 44€ | 50€ | 58€ | 89€ | 104€ | 121€ | 118€ | 122€ | 129€ | +6% | +207% |
| 1TB M.2 PCIe3/4 mit DRAM | 53€ | 70€ | 65€ | 70€ | 104€ | 130€ | 125€ | 156€ | 173€ | 151€ | –13% | +185% |
| 2TB M.2 PCIe3/4 (kein Cache) | 95€ | 97€ | 100€ | 105€ | 140€ | 180€ | 191€ | 188€ | 179€ | 200€ | +12% | +111% |
| 2TB M.2 PCIe3/4 mit DRAM | 117€ | 117€ | 118€ | 124€ | 157€ | 199€ | 230€ | 210€ | 238€ | 249€ | +5% | +113% |
| 1TB M.2 PCIe4 (kein Cache) | 52€ | 49€ | 50€ | 61€ | 95€ | 114€ | 125€ | 118€ | 133€ | 133€ | ±0 | +156% |
| 1TB M.2 PCIe4 mit DRAM | 68€ | 70€ | 65€ | 70€ | 106€ | 130€ | 125€ | 156€ | 173€ | 151€ | –13% | +122% |
| 2TB M.2 PCIe4 (kein Cache) | 98€ | 99€ | 100€ | 110€ | 150€ | 180€ | 191€ | 188€ | 209€ | 200€ | –4% | +104% |
| 2TB M.2 PCIe4 mit DRAM | 117€ | 117€ | 118€ | 124€ | 157€ | 199€ | 238€ | 210€ | 238€ | 249€ | +5% | +113% |
| 4TB M.2 PCIe4 (kein Cache) | 207€ | 200€ | 210€ | 230€ | 270€ | 347€ | 350€ | 349€ | 365€ | 349€ | –4% | +69% |
| 4TB M.2 PCIe4 mit DRAM | 232€ | 227€ | 236€ | 240€ | 300€ | 399€ | 389€ | 399€ | 408€ | 439€ | +8% | +89% |
| 8TB M.2 PCIe4 mit DRAM | 550€ | 590€ | 595€ | 620€ | 697€ | 760€ | 850€ | 842€ | 850€ | 830€ | –2% | +51% |
| 1TB M.2 PCIe5 (kein Cache) | 100€ | 93€ | 90€ | 90€ | 105€ | 125€ | 140€ | 149€ | 146€ | 150€ | +3% | +50% |
| 1TB M.2 PCIe5 mit DRAM | 119€ | 110€ | 117€ | 125€ | 127€ | 139€ | 152€ | 165€ | 170€ | 170€ | ±0 | +43% |
| 2TB M.2 PCIe5 (kein Cache) | 163€ | 160€ | 150€ | 160€ | 179€ | 214€ | 219€ | 218€ | 235€ | 238€ | +1% | +46% |
| 2TB M.2 PCIe5 mit DRAM | 179€ | 170€ | 175€ | 180€ | 200€ | 230€ | 229€ | 230€ | 250€ | 250€ | ±0 | +40% |
| 4TB M.2 PCIe5 mit DRAM | 326€ | 299€ | 316€ | 329€ | 313€ | 420€ | 415€ | 430€ | 454€ | 447€ | –2% | +37% |
| Preisindex (Ø 18 Produkte) | 100% | 101% | 103% | 110% | 141% | 172% | 184% | 190% | 202% | 200% | ||
| monatliche Preissteigerung | - | –3,0% | +1,5% | +7,3% | +28,2% | +22,3% | +6,9% | +2,9% | +6,3% | –0,9% | ∑ +100% | |
| jeweils günstigstes lieferbares Angebot im deutschen Einzelhandel gemäß Geizhals, Preisdatum jeweils Wochenende zur Monatsmitte, ∑ Steigerung gegenüber Juli 2025 | ||||||||||||
Bei konventionellen internen Festplatten, welche letzten Monatswechsel schon mit dem größten Preisschub "glänzten", ergab sich mit diesem Monatswechsel der nächste beachtbare Preisschub, wenngleich jener mit +7,1% nicht ganz so groß ausfiel wie zuletzt (+15,1% von März zu April). Aber in der Summe robbten sich die HDD-Preise somit weiter nach vorn und erreichten nunmehr mit +96% insgesamter Preisübertreibung fast das Niveau wie bei SSDs (derzeit +100%). Dabei waren Festplatten eigentlich sogar noch vor DRAM-Speicher vom KI-Boom betroffen und die Festplatten-Hersteller meldeteten eigentlich früher als die Speicherhersteller "Land unter" – nur dauerte es in dieser Produktgruppe augenscheinlich länger, ehe dies im Einzelhandel ankam. Nun ist die große Preisübertreibung bei fast doppelten Preisniveau auch bei konventionellen Festplatten da – und es steht durchaus die Befürchtung im Raum, dass dies bei weitem nicht das Ende ist, sondern dass da noch viel höhere HDD-Preise kommen könnten. Zumindest sind die konventionellen HDDs somit nunmehr ein weiteres Segment, welches zum Wehe des PC-Geschäfts im Jahr 2026 beiträgt.
| interne HDDs | Juli | Sept. | Okt. | Nov. | Dez. | Jan. | Feb. | März | Apr. | Mai | Apr→Mai | ∑ Steigerung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1TB HDD | 33€ | 35€ | 37€ | 37€ | 37€ | 50€ | 60€ | 43€ | 70€ | 59€ | –16% | +79% |
| 2TB HDD | 52€ | 53€ | 58€ | 59€ | 59€ | 80€ | 89€ | 98€ | 102€ | 102€ | ±0 | +96% |
| 4TB HDD | 65€ | 65€ | 81€ | 93€ | 95€ | 123€ | 123€ | 128€ | 143€ | 154€ | +8% | +137% |
| 8TB HDD | 126€ | 136€ | 143€ | 149€ | 170€ | 188€ | 191€ | 210€ | 213€ | 235€ | +10% | +87% |
| 10TB HDD | 200€ | 200€ | 222€ | 255€ | 276€ | 299€ | 292€ | 295€ | 246€ | 349€ | +42% | +75% |
| 14TB HDD | 225€ | 252€ | 273€ | 298€ | 304€ | 332€ | 352€ | 388€ | 446€ | 442€ | –1% | +96% |
| 18TB HDD | 284€ | 287€ | 312€ | 335€ | 349€ | 419€ | 449€ | 412€ | 500€ | 597€ | +19% | +110% |
| 22TB HDD | 322€ | 308€ | 352€ | 359€ | 449€ | 449€ | 468€ | 412€ | 559€ | 619€ | +11% | +92% |
| Preisindex (Ø 8 Produkte) | 100% | 103% | 114% | 122% | 130% | 153% | 162% | 159% | 184% | 196% | ||
| monatliche Preissteigerung | - | +2,8% | +10,8% | +6,9% | +6,7% | +17,8% | +5,9% | –1,9% | +15,1% | +7,1% | ∑ +96% | |
| jeweils günstigstes lieferbares Angebot im deutschen Einzelhandel gemäß Geizhals, Preisdatum jeweils Wochenende zur Monatsmitte, ∑ Steigerung gegenüber Juli 2025 | ||||||||||||
Bei externen Festplatten fand die gleiche langsame preisliche Vorwärtsbewegung statt wie in den Monaten vorher – wo es bislang niemals einen zweistelligen Preiszugewinn pro Monat gab, womit auch die insgesamte erreichte Preisübertreibung mit bislang +32% noch halbwegs im Rahmen bleibt. Allerdings ist diese Produktgruppe auch die einzige in diesem Monat, welche eine Preissteigerung quer über alle Einzelprodukte vermelden musste – hinweisend auf einen klaren Trend doch nach oben. Generell hat dieses Produktsegment (leider) noch einiges an Preissteigerungspotential, denn inzwischen sind viele externe Festplatten bemerkbar günstiger als ihre internen Pendants – beispielsweise eine externe 12 TB HDD für ab 297 Euro, wo eine interne 10 TB HDD derzeit für ab 349 Euro ansteht. Hier sind in diesen Fällen, wo man auch eine externe anstatt einer internen Platte verwenden kann, derzeit einige Schnäppchen möglich. Aber natürlich dürfte sich dieses preisliche Mißverhältnis über die Zeit auch ausgleichen, die Preise für externe Festplatten vermutlich noch bedeutsam nach oben gehen.
| externe Festplatten | Aug. | Sept. | Okt. | Nov. | Dez. | Jan. | Feb. | März | Apr. | Mai | Apr→Mai | ∑ Steigerung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1TB 2,5'' SSD | 60€ | 60€ | 63€ | 71€ | 77€ | 77€ | 95€ | 95€ | 98€ | 100€ | +2% | +67% |
| 2TB 2,5'' SSD | 160€ | 144€ | 144€ | 144€ | 135€ | 135€ | 140€ | 153€ | 153€ | 155€ | +1% | +8% |
| 1TB 2,5'' HDD | 49€ | 46€ | 49€ | 49€ | 49€ | 52€ | 55€ | 59€ | 64€ | 67€ | +5% | +46% |
| 2TB 2,5'' HDD | 66€ | 62€ | 63€ | 65€ | 67€ | 69€ | 74€ | 76€ | 78€ | 86€ | +10% | +39% |
| 4TB 2,5'' HDD | 101€ | 96€ | 100€ | 95€ | 100€ | 107€ | 110€ | 116€ | 123€ | 125€ | +2% | +30% |
| 5TB 2,5'' HDD | 119€ | 109€ | 115€ | 115€ | 115€ | 119€ | 126€ | 126€ | 134€ | 142€ | +6% | +30% |
| 6TB 2,5'' HDD | 145€ | 139€ | 137€ | 140€ | 142€ | 152€ | 149€ | 150€ | 155€ | 165€ | +6% | +19% |
| 4TB 3,5'' HDD | 98€ | 99€ | 98€ | 99€ | 102€ | 108€ | 106€ | 113€ | 112€ | 130€ | +16% | +31% |
| 8TB 3,5'' HDD | 145€ | 153€ | 160€ | 156€ | 155€ | 164€ | 178€ | 179€ | 186€ | 195€ | +5% | +27% |
| 12TB 3,5'' HDD | 239€ | 225€ | 239€ | 243€ | 242€ | 261€ | 270€ | 260€ | 273€ | 297€ | +9% | +32% |
| 18TB 3,5'' HDD | 320€ | 288€ | 288€ | 285€ | 324€ | 343€ | 352€ | 339€ | 358€ | 380€ | +6% | +32% |
| 24TB 3,5'' HDD | 425€ | 414€ | 399€ | 434€ | 409€ | 440€ | 450€ | 482€ | 482€ | 520€ | +8% | +26% |
| Preisindex (Ø 12 Produkte) | 105% | 100% | 102% | 104% | 106% | 111% | 117% | 120% | 124% | 132% | ||
| monatliche Preissteigerung | +0,3% | –4,5% | +2,3% | +1,7% | +1,8% | +4,9% | +5,4% | +2,4% | +3,7% | +6,2% | ∑ +32% | |
| jeweils günstigstes lieferbares Angebot im deutschen Einzelhandel gemäß Geizhals, Preisdatum jeweils Wochenende zur Monatsmitte, ∑ Steigerung gegenüber Sept. 2025 | ||||||||||||
Bei Grafikkarten gibt es die einzige längeranhaltende positive Entwicklung im ganzen Feld (wobei natürlich auch der Speicher-Wertanteil bei dieser Produktgruppe klar am geringsten ist). Inzwischen konnte hierbei die dritte preisliche Entlastung hintereinander notiert werden – jeweils nur um kleine Schritte, aber immerhin. Dabei waren die Grafikkarten sowieso nie preislich vollkommen übertrieben, der preisliche Höhepunkt wurde im Februar mit gemittelt +20% erreicht. Derzeit liegen die Preise der notierten Grafikkarten gemittelt wieder bei +12%, wovon die preislich in einer völlig eigenen Welt spielende GeForce RTX 5090 allein 2-3 Prozentpunkte beiträgt. Auch ergibt sich ein erheblicher Unterschied zwischen AMD-Modellen (inzwischen gemittelt nur noch +5%) und nVidia-Modellen (gemittelt +15%), letztlich darauf hinweisend, dass trotz der Speicherkrise ein halbwegs normaler Grafikkarten-Markt durchaus möglich ist. Zum Glück scheinen PC-Grafikkarten somit vorerst kein echter Teilnehmer der Speicherkrise zu werden, wobei dies das PC-Geschäft des Jahres 2026 wie bekannt nicht wirklich retten kann.
| Grafikkarten | Aug. | Sept. | Okt. | Nov. | Dez. | Jan. | Feb. | März | Apr. | Mai | Apr→Mai | ∑ Steigerung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Radeon RX 9060 XT 8GB | 297€ | 279€ | 279€ | 259€ | 269€ | 311€ | 321€ | 335€ | 309€ | 298€ | –4% | +7% |
| Radeon RX 9060 XT 16GB | 349€ | 329€ | 349€ | 339€ | 349€ | 389€ | 438€ | 399€ | 389€ | 389€ | ±0 | +18% |
| Radeon RX 9070 16GB | 589€ | 549€ | 541€ | 539€ | 529€ | 599€ | 613€ | 594€ | 566€ | 546€ | –4% | –1% |
| Radeon RX 9070 XT 16GB | 659€ | 639€ | 619€ | 609€ | 593€ | 671€ | 688€ | 655€ | 649€ | 619€ | –5% | –3% |
| Arc B570 10GB | 188€ | 185€ | 200€ | 217€ | 217€ | 222€ | 217€ | 215€ | 223€ | 220€ | –1% | +19% |
| Arc B580 12GB | 249€ | 239€ | 256€ | 239€ | 239€ | 279€ | 278€ | 250€ | 259€ | 255€ | –2% | +7% |
| GeForce RTX 5050 8GB | 249€ | 232€ | 237€ | 243€ | 233€ | 250€ | 269€ | 257€ | 257€ | 261€ | +2% | +13% |
| GeForce RTX 5060 8GB | 285€ | 288€ | 289€ | 279€ | 277€ | 299€ | 324€ | 309€ | 299€ | 299€ | ±0 | +4% |
| GeForce RTX 5060 Ti 8GB | 350€ | 341€ | 350€ | 339€ | 348€ | 369€ | 394€ | 369€ | 319€ | 318€ | ±0 | –7% |
| GeForce RTX 5060 Ti 16GB | 428€ | 416€ | 419€ | 419€ | 411€ | 483€ | 547€ | 540€ | 529€ | 524€ | –1% | +26% |
| GeForce RTX 5070 12GB | 531€ | 529€ | 530€ | 529€ | 526€ | 574€ | 619€ | 589€ | 579€ | 549€ | –5% | +4% |
| GeForce RTX 5070 Ti 16GB | 769€ | 766€ | 762€ | 755€ | 749€ | 849€ | 959€ | 929€ | 908€ | 873€ | –4% | +14% |
| GeForce RTX 5080 16GB | 1029€ | 1027€ | 1019€ | 1019€ | 1009€ | 1238€ | 1259€ | 1219€ | 1189€ | 1148€ | –3% | +12% |
| GeForce RTX 5090 32GB | 2345€ | 2319€ | 2449€ | 2628€ | 2689€ | 3079€ | 3280€ | 3365€ | 3539€ | 3550€ | ±0 | +52% |
| Preisindex (Ø 14 Produkte) | 103% | 100% | 102% | 101% | 101% | 114% | 120% | 116% | 114% | 112% | ||
| monatliche Preissteigerung | –2,6% | –3,0% | +1,9% | –0,5% | –0,1% | +12,1% | +5,9% | –3,4% | –1,9% | –1,8% | ∑ +12% | |
| jeweils günstigstes lieferbares Angebot im deutschen Einzelhandel gemäß Geizhals, Preisdatum jeweils Wochenende zur Monatsmitte, ∑ Steigerung gegenüber Sept. 2025 | ||||||||||||
In der Summe ergibt sich somit dennoch kein guter Monatsbericht zur laufenden Speicherkrise: Mag sein, dass die Grafikkarten sich preislich wieder in die richtige Richtung entwickelt haben, dass sich die Preise für DDR3/4 erstmals entspannen und dass bei SSDs wenigstens ein Anhalten der Preisübertreibung stattfand. Doch bei den anderen Produktgruppen fehlen Impulse zugunsten echter Preisreduzierungen und bei konventionellen sowie externen Festplatten laufen die monatlich steigenden Preisübertreibungen weiter, gehen auch diese Produktgruppen nun in Richtung einer ausgewachsenen bzw. substantiellen Preisübertreibung. Manche Produktgruppen waren diesbezüglich einfach nur früher dran, die Festplatten folgen nun einfach nur nach – auch mit beitragend zu insgesamt überhöhten PC-Preisen sowohl beim Komplett-Kauf als auch beim Eigenbau. Und wie gesagt fehlen derzeit alle Impulse und (begründeten) Hoffnungen auf sinkende Preise – allerhöchsten bei den internen SSDs kann man darauf hoffen, aber hier ist der zukünftige Trend einfach noch nicht sichtbar.
Somit verfestigt sich das einmal erreichte hohe Preisniveau derzeit nur weiter, ziehen wie gesagt die bislang noch nicht ganz so übertriebenen Preise nur nach und gibt es bislang noch nirgendwo berichtenswerte Preisnachlässe. Das Nachlassen der DDR3/4-Preise ist zwar schön, hat aber kaum eine Marktbedeutung und darf vor allem nicht verallgemeinert werden, schließlich handelt es sich hierbei um ein technologisch nicht mehr aktuelles Produkt. Die insgesamt eher zu beobachtende Verfestigung des hohen Preisniveaus dürfte hingegen daran hängen, dass der große Auslöser der Speicherkrise in Form des KI-Booms derzeit weiterhin galoppiert und sich nicht in einem Seifenblasen-Knall verflüchtigt, wie man es anfänglich noch hoffen durfte. Nunmehr sieht es eher danach aus, als würde der KI-Boom das PC-Geschäft sogar mittelfristig begleiten, den PC- und Elektronikmarkt somit für die nächsten paar Jahre in Unordnung bringen. Und so lange dieser Faktor aktiv bleibt, gibt es eigentlich keine begründete Hoffnung auf substantiell sinkende Preise für Speicherprodukte im PC-Markt.
| Juli | Aug. | Sept. | Okt. | Nov. | Dez. | Jan. | Feb. | März | Apr. | Mai | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Preisstand | 12./13.7. | 16./17.8. | 13./14.9. | 18./19.10. | 15./16.11. | 14.12. | 18.1. | 15.2. | 15.3. | 18.4. | 17.5. |
| Preisindex DDR5-Speicher | 100% | 102% | 103% | 119% | 179% | 345% | 440% | 440% | 408% | 410% | 414% |
| monatliche Preissteigerung | - | +1,6% | +1,5% | +15,8% | +49,5% | +93,0% | +27,6% | +0,0% | –7,2% | +0,3% | +1,1% |
| Preisindex DDR3/4-Speicher | 100% | 110% | 110% | 127% | 168% | 218% | 319% | 334% | 337% | 342% | 327% |
| monatliche Preissteigerung | - | +9,6% | +0,2% | +15,9% | +31,7% | +30,2% | +46,3% | +4,6% | +0,8% | +1,5% | –4,2% |
| Preisindex SODIMM | 100% | 110% | 111% | 144% | 170% | 236% | 299% | 369% | 352% | 352% | 352% |
| monatliche Preissteigerung | - | +10,1% | +1,1% | +29,3% | +18,1% | +39,1% | +26,3% | +23,4% | –4,6% | +0,1% | +0,1% |
| Preisindex interne SSDs | 100% | 104% | 101% | 103% | 110% | 141% | 172% | 184% | 190% | 202% | 200% |
| monatliche Preissteigerung | - | +4,2% | –3,0% | +1,5% | +7,3% | +28,2% | +22,3% | +6,9% | +2,9% | +6,3% | –0,9% |
| Preisindex interne HDDs | 100% | 100% | 103% | 114% | 122% | 130% | 153% | 162% | 159% | 184% | 196% |
| monatliche Preissteigerung | - | +0,3% | +2,8% | +10,8% | +6,9% | +6,7% | +17,8% | +5,9% | –1,9% | +15,1% | +7,1% |
| Preisindex externe Festplatten | 104% | 105% | 100% | 102% | 104% | 106% | 111% | 117% | 120% | 124% | 132% |
| monatliche Preissteigerung | - | +0,3% | –4,5% | +2,3% | +1,7% | +1,8% | +4,9% | +5,4% | +2,4% | +3,7% | +6,2% |
| Preisindex Grafikkarten | 106% | 103% | 100% | 102% | 101% | 101% | 114% | 120% | 116% | 114% | 112% |
| monatliche Preissteigerung | - | –2,6% | –3,0% | +1,9% | –0,5% | –0,1% | +12,1% | +5,9% | –3,4% | –1,9% | –1,8% |
| jeweils günstigstes lieferbares Angebot im deutschen Einzelhandel gemäß Geizhals, Preisdatum jeweils Wochenende zur Monatsmitte | |||||||||||