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News des 5. Juli 2011

Gemäß Fudzilla kommt nVidias NextGen-Chip "Kepler" erst im ersten Quartal 2012. Laut Fudzillas fernöstlichen Quellen soll die 28nm-Fertigung noch nicht so reif sein, als daß man noch im Jahr 2011 mit Kepler in den Markt kommen könnte. Zwar wäre ein Launch direkt vor Jahresschluß 2011 noch machbar, aber dies scheint nVidia nicht zu wollen – was darauf hindeutet, daß Kepler, sofern keine weiteren Probleme auftauchen, nicht irgendwann im ersten Quartal 2012, sondern gleich zum Jahresanfang erscheinen dürfte. AMDs 28nm-Generation Southern Islands soll im übrigen dieselbe Probleme mit dem 28nm-Prozeß haben, derweil scheint man bei AMD allerdings am geplanten Launch im dritten oder frühen vierten Quartal 2011 festhalten zu wollen. Möglicherweise wird man dann in den ersten Wochen nach Launch nicht so richtig lieferfähig sein – nicht unähnlich zum seinerzeitigen Launch der Radeon HD 5800 und GeForce 400 Serien. Beide Launchtermine beziehen sich im übrigen nur auf die jeweiligen Spitzenchips dieser NextGen-Architekturen – wann die kleineren Chips für LowCost-, Mainstream- und Performance-Segment kommen, ist derzeit noch komplett unklar.

AMD Southern Islands nVidia Kepler
Tape-Out Februar 2011 (HighEnd-Chip) Juni 2011 (HighEnd-Chip)
Release Herbst/Winter 2011 (HighEnd-Chip) Januar 2012 (HighEnd-Chip)
Fertigung 28nm TSMC 28nm TSMC
Codenamen Tahiti (HighEnd-Chip), New Zealand (DualChip aus 2x Tahiti), Lombok (unklar, möglicherweise Desktop Performance), Wimbledon (Mobile Performance), Heathow (Mobile Mainstream I), Chelsea (Mobile Mainstream II), Thames (Mobile LowCost) ?
Technik teilweise oder vollständig nach AMDs "Graphics Core Next" Grafikchip-Architektur: Abschied vom VLIW-Prinzip, hohes Augenmerk auf gute Programmierbarkeit für GPGPU-Zwecke; Änderungen speziell die Gaming-Eigenschaften betreffend sind aber noch weitestgehend unbekannt; potentiell könnten die kleineren Chips dieser Generation weiterhin auf der bekannten VLIW4-Architektur basieren weitere Verbesserung der Programmierbarkeit für GPGPU-Zwecke; Änderungen die Gaming-Eigenschaften betreffend sind aber noch weitestgehend unbekannt
Einheiten deutliche Aufstockung der Einheitenanzahl durch die kleinere Fertigung; ob AMD diesesmal die Einheitenanzahl wieder verdoppeln kann, ist jedoch angesichts der vielen anderen Änderungen eher zweifelhaft; denkbar ist alles im Rahmen von +50% bis +70% gegenüber der Radeon-HD-6000-Serie (sofern nach der neuen GCN-Architektur, Chips nach der VLIW4-Architektur könnten eine doppelte Einheitenanzahl aufweisen) deutliche Aufstockung der Einheitenanzahl durch die kleinere Fertigung; sehr gut denkbar ist eine glatte Verdopplung gegenüber der GeForce-500-Serie
Links 3DCenter: AMD präsentiert die "Graphics Core Next" Grafikchip-Architektur
3DCenter: Übersichtsseite AMD Southern Islands
3DCenter Forum: Spekulationsthread Southern Islands
3DCenter Forum: Technologiethread "Graphics Core Next"
AnandTech: AMD's Graphics Core Next Preview
3DCenter: Übersichtsseite nVidia Kepler
3DCenter Forum: Spekulationsthread Kepler und Maxwell
3DCenter Forum: Technologiethread Kepler

Im Rahmen des Tests eines AMD 990FX Mainboard-Chipsatzes haben PC Tuning auch diverse Grafikkarten-Benchmarks eines Nehalem-Systems gegen entsprechende Benchmarks eines Bulldozer-Systems gestellt. Aufgrund der hohen benutzten Auflösung von 2560x1600 mit 8x Anti-Aliasing sollten diese Tests aber trotz der Verwendung zweier GeForce GTX 580 Karten weitestgehend GPU-limitiert gewesen sein, die geringen gemessen Unterschiede zwischen dem AMD- und dem Intel-System dürften wenn dann eher auf Subsysteme wie das Speichersystem zurückzuführen sein und kaum auf Unterschiede in der CPU-Leistung selber. In jedem Fall schwirren derzeit sowieso viel zu viele halb-beschnittene Bulldozer-Vorseriensamples herum, wo mal der Cache nicht richtig auf Touren kommt oder das Speicherinterface limitiert ist, so daß derzeit alle Bulldozer-Vorabbenchmarks nur unter größtmöglicher Vorsicht zu betrachten sind. Zwar ist es nicht zwangsläufig so, daß Vorserien-CPUs außerhalb der reinen Taktrate so gravierend Feature-seitig beschnitten sind (schließlich soll mit diesen die Lauffähigkeit des finalen Produkts unter realen Bedingungen getestet werden), bei Bulldozer muß man diesen Umstand aber nun einfach einkalkulieren. Wahrscheinlich wird erst die nächste Charge an Testsamples echte Performance-Eindrücke zu Bulldozer liefern können.

Wie die c't zu berichten weiss, hat Intel seine NextGen-Architektur "Haswell" auf das Jahr 2014 verschoben. Damit geraten die ursprünglichen Tick-Tock-Planungen von Intel (jedes zweite Jahr eine neue CPU-Architektur, im Fülljahr einen Refresh in kleinerer Fertigung) nun endgültig aus dem Tritt, denn gemäß ursprünglicher Planung sollte Haswell schon im Jahr 2012 antreten, was durch den verspäteten Launch der Nehalem-Refreshgeneration ("Westmere" in 32nm) allerdings schon einmal um ein Jahr verschoben wurde. Nun geht alles in die Richtung, als daß zwischen Sandy Bridge und Haswell insgesamt drei Jahre mit allerdings nur zwei CPU-Generationen liegen werden – daß Ivy Bridge somit von Anfang 2012 auf Frühling 2012 verschoben wurde, ist somit nur folgerichtig. Wenigstens für mittelfristig denkende Intel-User dürfte dies nicht so schlecht sein, weil damit der mit Sandy Bridge eingeführte Sockel 1155 wohl wenigstens drei Jahre von 2011 bis 2013 Bestand haben wird, die Ivy-Bridge-Prozessoren werden bekannterweise auch in diesem Sockel antreten.

Intel Sandy Bridge E Intel Ivy Bridge Intel Haswell AMD Bulldozer AMD Bulldozer 2
Zielmarkt Desktop HighEnd Desktop/Mobile LowCost bis HighEnd Desktop/Mobile LowCost bis HighEnd Desktop HighEnd Desktop/Mobile Mainstream bis HighEnd
Zeitpunkt Januar 2012 März/April 2012 Anfang 2014 Herbst 2011 Winter 2012/2013
Fertigung 32nm Intel 22nm Intel 22nm Intel 32nm GlobalFoundries 32nm GlobalFoundries
Technik geringe bis mittlere Verbesserungen gegenüber Nehalem, vier bis sechs Rechenkerne, QuadChannel DDR3 Interface unwesentliche bis geringe Verbesserungen gegenüber Sandy Bridge, zwei bis vier Rechenkerne, DualChannel DDR3 Interface Befehlssatzerw. AVX2, ansonsten noch recht unbekannt stark veränderter Kern in Modul-Bauweise, vier bis acht Rechenkerne, DualChannel DDR3 Interface wahrscheinlich leicht gegenüber dem originalen Bulldozer verbessert, ansonsten noch recht unbekannt
Sockel 2011 1155 ? AM3+ FMx
Speicher DDR3/1333 DDR3/1600 ? DDR3/1866 ?
Taktraten 3.2 bis 3.6 GHz ? ? geplant mit ca. 3.5 GHz ?
Grafik keine Intel-Grafikchip (DirectX11) mit gegenüber HD Graphics 3000 deutlich verbesserten Features, 33% mehr Recheneinheiten und prognostiziert bestenfalls ca. 100% mehr Performance unbekannter Intel-Grafikchip keine AMD-Grafikchip (DirectX11) mit unbekannter Leistungsfähigkeit, aber sicherlich genauso schnell oder schneller als Llano

Zum vorgenannten Ivy-Bridge-Prozessor ist im Coolaler-Forum ein erster Benchmark aufgetaucht: Ein Ivy Bridge Testsample mit zwei Rechenkernen auf 1.8 GHz Takt erreichte im Cinebench 11.5 seine 1,81 Punkte, ein gleichgetakteter Sandy-Bridge-Zweikerner kam hier auf 1,73 Punkte – dies ergibt vier Prozent Differenz. Dies deckt sich absolut mit allen bisherigen Intel-Aussagen und den daraus resultierenden Vorab-Erwartungen, wonach Ivy Bridge eben "nur" ein Refreshchip in einer kleineren Fertigung ist und von diesem keine beachtbaren Änderungen an der CPU-Architektur zu erwarten sind. Allerdings könnte Ivy Bridge trotzdem CPU-seitig einen mindestens genauso großen Sprung wie Sandy Bridge hinlegen, da das Taktpotential der 22nm-Fertigung deutlich bessere Overclocking-Ergebnisse verheißt. Abseits dessen wird sich Intel bei Ivy Bridge vor allem dessen Grafikeinheit annehmen, welche DirectX11, ein Drittel mehr Ausführungseinheiten und mehr Taktrate bekommen soll, womit Intel ein Performanceplus von bestenfalls 100 Prozent gegenüber der Sandy-Bridge-Grafik erzielen will.

WinFuture vermelden eine "Brazos-T" Plattform seitens AMD speziell für Windows-8-basierte Tablet-PCs im Jahr 2012. Dafür benutzt AMD das aktuelle 40nm Bobcat-Design, senkt aber durch die Deaktivierung diverser Chipteile (weniger SATA, weniger USB, kein PCI Express, kein VGA) im Northbridge-Bereich des Chips die Stromaufnahme nochmals: Von bisher 5,9W TDP auf dann nur noch 4,5W TDP, wobei die typische Leistungsaufnahme von 4 auf 2 Watt sinken soll. An den zwei Rechenkernen und der integrierten Radeon-GPU samt deren Taktraten wird jedoch nichts beschnitten, so daß die – aus Sicht von Tablet-Bedürfnissen – relativ hohe Leistungsfähigkeit von Bobcat gewahrt wird. AMD wurde ja in der Vergangenheit des öfteren dafür gescholten, keinen extra Prozessor für Kleingeräte aufzulegen – nun zeigt sich aber, daß man diesen mittels des Bobcat-Designs eigentlich schon hat. Der große Vorteil des AMD-Ansatzes ist dabei, daß die Leistungsbedürfnisse gerade von Tablet-PCs in der kommenden Zeit vermutlich stark ansteigen dürften, was dem potenteren Ansatz von AMD deutlich entgegenkommt – AMD hat jetzt schon den Prozessor für zukünftige Tablet-PCs, während ARM einen solchen erst noch auflegen muß.

TweakPC vermelden dagegen die Ankündigung von nVidias Tegra 4 (Codename "Wayne") für das Ende des Jahres 2012 pünktlich zum Start von Windows 8. Der ARM-Prozessor mit integrierter nVidia-Grafikeinheit wird mit vier Prozessorkernen und 24 Shader-Einheiten in 28nm antreten, eine glatte Verdopplung gegenüber dem aktuellen Tegra 3. Wie üblich geht auch dieser Tegra-Chip sowohl ins Smartphone- als auch Tablet-Segment, wobei für letzteres auch eine spezielle Version mit bis zu acht ARM-Rechenkernen und bis zu 64 Shader-Einheiten geplant ist – vermutlich allerdings nicht als ein einzelner Chip, sondern im MultiChip-Verfahren unter der Nutzung von SLI ausgeführt. Mit 64 Shader-Einheiten in einem Tablet-PC würde nVidia im übrigen selbst dem hohem Ansatz von Bobcat (aktuell 80 VLIW5 Shader-Einheiten) weit davoneilen können – selbst wenn nicht klar ist, ob die Shader-Einheiten von Tegra so leistungsfähig sind wie diese der GeForce-Grafikkarten.

Gemäß Fudzilla kommt nVidias NextGen-Chip "Kepler" erst im ersten Quartal 2012. Laut Fudzillas fernöstlichen Quellen soll die 28nm-Fertigung noch nicht so reif sein, als daß man noch im Jahr 2011 mit Kepler in den Markt kommen könnte. Zwar wäre ein Launch direkt vor Jahresschluß 2011 noch machbar, aber dies scheint nVidia nicht zu wollen - was darauf hindeutet, daß Kepler, sofern keine weiteren Probleme auftauchen, nicht irgendwann im ersten Quartal 2012, sondern gleich zum Jahresanfang erscheinen dürfte. AMDs 28nm-Generation Southern Islands soll im übrigen dieselbe Probleme mit dem 28nm-Prozeß haben, derweil scheint man bei AMD allerdings am geplanten Launch im dritten oder frühen vierten Quartal 2011 festhalten zu wollen. Möglicherweise wird man dann in den ersten Wochen nach Launch nicht so richtig lieferfähig sein - nicht unähnlich zum seinerzeitigen Launch der Radeon HD 5800 und GeForce 400 Serien. Beide Launchtermine beziehen sich im übrigen nur auf die jeweiligen Spitzenchips dieser NextGen-Architekturen - wann die kleineren Chips für LowCost-, Mainstream- und Performance-Segment kommen, ist derzeit noch komplett unklar.





AMD Southern Islands
nVidia Kepler





Tape-Out
Februar 2011 (HighEnd-Chip)
Juni 2011 (HighEnd-Chip)



Release
Herbst/Winter 2011 (HighEnd-Chip)
Januar 2012 (HighEnd-Chip)



Fertigung
28nm TSMC
28nm TSMC



Codenamen
Tahiti (HighEnd-Chip), New Zealand (DualChip aus 2x Tahiti), Lombok (unklar, möglicherweise Desktop Performance), Wimbledon (Mobile Performance), Heathow (Mobile Mainstream I), Chelsea (Mobile Mainstream II), Thames (Mobile LowCost)
?



Technik
teilweise oder vollständig nach AMDs "Graphics Core Next" Grafikchip-Architektur: Abschied vom VLIW-Prinzip, hohes Augenmerk auf gute Programmierbarkeit für GPGPU-Zwecke; Änderungen speziell die Gaming-Eigenschaften betreffend sind aber noch weitestgehend unbekannt; potentiell könnten die kleineren Chips dieser Generation weiterhin auf der bekannten VLIW4-Architektur basieren
weitere Verbesserung der Programmierbarkeit für GPGPU-Zwecke; Änderungen die Gaming-Eigenschaften betreffend sind aber noch weitestgehend unbekannt



Einheiten
deutliche Aufstockung der Einheitenanzahl durch die kleinere Fertigung; ob AMD diesesmal die Einheitenanzahl wieder verdoppeln kann, ist jedoch angesichts der vielen anderen Änderungen eher zweifelhaft; denkbar ist alles im Rahmen von +50% bis +70% gegenüber der Radeon-HD-6000-Serie (sofern nach der neuen GCN-Architektur, Chips nach der VLIW4-Architektur könnten eine doppelte Einheitenanzahl aufweisen)
deutliche Aufstockung der Einheitenanzahl durch die kleinere Fertigung; sehr gut denkbar ist eine glatte Verdopplung gegenüber der GeForce-500-Serie



Links
3DCenter: AMD präsentiert die "Graphics Core Next" Grafikchip-Architektur
3DCenter: Übersichtsseite AMD Southern Islands
3DCenter Forum: Spekulationsthread Southern Islands
3DCenter Forum: Technologiethread "Graphics Core Next"
AnandTech: AMD's Graphics Core Next Preview
3DCenter: Übersichtsseite nVidia Kepler
3DCenter Forum: Spekulationsthread Kepler und Maxwell
3DCenter Forum: Technologiethread Kepler





Im Rahmen des Tests eines AMD 990FX Mainboard-Chipsatzes haben PC Tuning auch diverse Grafikkarten-Benchmarks eines Nehalem-Systems gegen entsprechende Benchmarks eines Bulldozer-Systems gestellt. Aufgrund der hohen benutzten Auflösung von 2560x1600 mit 8x Anti-Aliasing sollten diese Tests aber trotz der Verwendung zweier GeForce GTX 580 Karten weitestgehend GPU-limitiert gewesen sein, die geringen gemessen Unterschiede zwischen dem AMD- und dem Intel-System dürften wenn dann eher auf Subsysteme wie das Speichersystem zurückzuführen sein und kaum auf Unterschiede in der CPU-Leistung selber. In jedem Fall schwirren derzeit sowieso viel zu viele halb-beschnittene Bulldozer-Vorseriensamples herum, wo mal der Cache nicht richtig auf Touren kommt oder das Speicherinterface limitiert ist, so daß derzeit alle Bulldozer-Vorabbenchmarks nur unter größtmöglicher Vorsicht zu betrachten sind. Zwar ist es nicht zwangsläufig so, daß Vorserien-CPUs außerhalb der reinen Taktrate so gravierend Feature-seitig beschnitten sind (schließlich soll mit diesen die Lauffähigkeit des finalen Produkts unter realen Bedingungen getestet werden), bei Bulldozer muß man diesen Umstand aber nun einfach einkalkulieren. Wahrscheinlich wird erst die nächste Charge an Testsamples echte Performance-Eindrücke zu Bulldozer liefern können.

Wie die c't zu berichten weiss, hat Intel seine NextGen-Architektur "Haswell" auf das Jahr 2014 verschoben. Damit geraten die ursprünglichen Tick-Tock-Planungen von Intel (jedes zweite Jahr eine neue CPU-Architektur, im Fülljahr einen Refresh in kleinerer Fertigung) nun endgültig aus dem Tritt, denn gemäß ursprünglicher Planung sollte Haswell schon im Jahr 2012 antreten, was durch den verspäteten Launch der Nehalem-Refreshgeneration ("Westmere" in 32nm) allerdings schon einmal um ein Jahr verschoben wurde. Nun geht alles in die Richtung, als daß zwischen Sandy Bridge und Haswell insgesamt drei Jahre mit allerdings nur zwei CPU-Generationen liegen werden - daß Ivy Bridge somit von Anfang 2012 auf Frühling 2012 verschoben wurde, ist somit nur folgerichtig. Wenigstens für mittelfristig denkende Intel-User dürfte dies nicht so schlecht sein, weil damit der mit Sandy Bridge eingeführte Sockel 1155 wohl wenigstens drei Jahre von 2011 bis 2013 Bestand haben wird, die Ivy-Bridge-Prozessoren werden bekannterweise auch in diesem Sockel antreten.





Intel Sandy Bridge E
Intel Ivy Bridge
Intel Haswell
AMD Bulldozer
AMD Bulldozer 2





Zielmarkt
Desktop HighEnd
Desktop/Mobile LowCost bis HighEnd
Desktop/Mobile LowCost bis HighEnd
Desktop HighEnd
Desktop/Mobile Mainstream bis HighEnd



Zeitpunkt
Januar 2012
März/April 2012
Anfang 2014
Herbst 2011
Winter 2012/2013



Fertigung
32nm Intel
22nm Intel
22nm Intel
32nm GlobalFoundries
32nm GlobalFoundries



Technik
geringe bis mittlere Verbesserungen gegenüber Nehalem, vier bis sechs Rechenkerne, QuadChannel DDR3 Interface
unwesentliche bis geringe Verbesserungen gegenüber Sandy Bridge, zwei bis vier Rechenkerne, DualChannel DDR3 Interface
Befehlssatzerw. AVX2, ansonsten noch recht unbekannt
stark veränderter Kern in Modul-Bauweise, vier bis acht Rechenkerne, DualChannel DDR3 Interface
wahrscheinlich leicht gegenüber dem originalen Bulldozer verbessert, ansonsten noch recht unbekannt



Sockel
2011
1155
?
AM3+
FMx



Speicher
DDR3/1333
DDR3/1600
?
DDR3/1866
?



Taktraten
3.2 bis 3.6 GHz
?
?
geplant mit ca. 3.5 GHz
?



Grafik
keine
Intel-Grafikchip (DirectX11) mit gegenüber HD Graphics 3000 deutlich verbesserten Features, 33% mehr Recheneinheiten und prognostiziert bestenfalls ca. 100% mehr Performance
unbekannter Intel-Grafikchip
keine
AMD-Grafikchip (DirectX11) mit unbekannter Leistungsfähigkeit, aber sicherlich genauso schnell oder schneller als Llano





Zum vorgenannten Ivy-Bridge-Prozessor ist im Coolaler-Forum ein erster Benchmark aufgetaucht: Ein Ivy Bridge Testsample mit zwei Rechenkernen auf 1.8 GHz Takt erreichte im Cinebench 11.5 seine 1,81 Punkte, ein gleichgetakteter Sandy-Bridge-Zweikerner kam hier auf 1,73 Punkte - dies ergibt vier Prozent Differenz. Dies deckt sich absolut mit allen bisherigen Intel-Aussagen und den daraus resultierenden Vorab-Erwartungen, wonach Ivy Bridge eben "nur" ein Refreshchip in einer kleineren Fertigung ist und von diesem keine beachtbaren Änderungen an der CPU-Architektur zu erwarten sind. Allerdings könnte Ivy Bridge trotzdem CPU-seitig einen mindestens genauso großen Sprung wie Sandy Bridge hinlegen, da das Taktpotential der 22nm-Fertigung deutlich bessere Overclocking-Ergebnisse verheißt. Abseits dessen wird sich Intel bei Ivy Bridge vor allem dessen Grafikeinheit annehmen, welche DirectX11, ein Drittel mehr Ausführungseinheiten und mehr Taktrate bekommen soll, womit Intel ein Performanceplus von bestenfalls 100 Prozent gegenüber der Sandy-Bridge-Grafik erzielen will.

WinFuture vermelden eine "Brazos-T" Plattform seitens AMD speziell für Windows-8-basierte Tablet-PCs im Jahr 2012. Dafür benutzt AMD das aktuelle 40nm Bobcat-Design, senkt aber durch die Deaktivierung diverser Chipteile (weniger SATA, weniger USB, kein PCI Express, kein VGA) im Northbridge-Bereich des Chips die Stromaufnahme nochmals: Von bisher 5,9W TDP auf dann nur noch 4,5W TDP, wobei die typische Leistungsaufnahme von 4 auf 2 Watt sinken soll. An den zwei Rechenkernen und der integrierten Radeon-GPU samt deren Taktraten wird jedoch nichts beschnitten, so daß die - aus Sicht von Tablet-Bedürfnissen - relativ hohe Leistungsfähigkeit von Bobcat gewahrt wird. AMD wurde ja in der Vergangenheit des öfteren dafür gescholten, keinen extra Prozessor für Kleingeräte aufzulegen - nun zeigt sich aber, daß man diesen mittels des Bobcat-Designs eigentlich schon hat. Der große Vorteil des AMD-Ansatzes ist dabei, daß die Leistungsbedürfnisse gerade von Tablet-PCs in der kommenden Zeit vermutlich stark ansteigen dürften, was dem potenteren Ansatz von AMD deutlich entgegenkommt - AMD hat jetzt schon den Prozessor für zukünftige Tablet-PCs, während ARM einen solchen erst noch auflegen muß.

TweakPC vermelden dagegen die Ankündigung von nVidias Tegra 4 (Codename "Wayne") für das Ende des Jahres 2012 pünktlich zum Start von Windows 8. Der ARM-Prozessor mit integrierter nVidia-Grafikeinheit wird mit vier Prozessorkernen und 24 Shader-Einheiten in 28nm antreten, eine glatte Verdopplung gegenüber dem aktuellen Tegra 3. Wie üblich geht auch dieser Tegra-Chip sowohl ins Smartphone- als auch Tablet-Segment, wobei für letzteres auch eine spezielle Version mit bis zu acht ARM-Rechenkernen und bis zu 64 Shader-Einheiten geplant ist - vermutlich allerdings nicht als ein einzelner Chip, sondern im MultiChip-Verfahren unter der Nutzung von SLI ausgeführt. Mit 64 Shader-Einheiten in einem Tablet-PC würde nVidia im übrigen selbst dem hohem Ansatz von Bobcat (aktuell 80 VLIW5 Shader-Einheiten) weit davoneilen können - selbst wenn nicht klar ist, ob die Shader-Einheiten von Tegra so leistungsfähig sind wie diese der GeForce-Grafikkarten.