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News des 21. Oktober 2011

Wenn sich nach der gestrigen Meldung, daß AMD bei der Radeon HD 7000 Serie anscheinend breitflächig weiterhin auf die VLIW4-Architektur der Radeon HD 6900 Serie setzen wird und nicht auf die neuere Graphics-Core-Next-Architektur, möglicherweise etwas Enttäuschung aus Performance-Sicht breitmachen sollte, dann ist dies wohl ein Mißverständnis: Deswegen, weil AMD und nVidia bei der jeweils ersten Generation an 28nm-Grafikchips weitgehend auf die "alten" Grafikchip-Architekturen setzen, muß dies nicht weniger Performance bedeuten, sondern potentiell sogar etwas mehr. Schließlich werden AMD und nVidia ihre NextGen-Architekturen Kepler und GCN in bedeutenden Teilen auf professionelle Bedürfnisse ausrichten – was Transistoren kosten wird, die unter Spielen eher weniger oder manchmal auch gar nicht nutzvoll sind.

Designs, die rein nur auf die Leistungsfähigkeit unter Spielen ausgerichtet sind – wie ganz besonders AMDs VLIW5-Architektur – kommen mit weniger Transistoren für die gleiche Performance aus, erreichen damit eine niedrigere Verlustleistung und höhere Taktraten und somit eine insgesamt etwas bessere Spiele-Performance. Alternativ kann man die Vorteile eines solchen Designs auch dazu ausnutzen, mehr Transistoren zu verbauen, die im Spieleeinsatz nutzvoll sind – so oder so erscheinen die "alten" Architekturen für Spieler als erst einmal effektiver. Dies kann natürlich dadurch wieder aufgehoben werden, wenn in die neuen Architekturen interessante Änderungen bei der Effizienz einfließen oder aber neue Möglichkeiten bei bildqualitätsverbessernden Maßnahmen geboten werden. Diesbezüglich wird man sehen müssen, was die HighEnd-Chips von Southern Islands (R1000/Tahiti) und Kepler (GK100) an Verbesserungen bringen, aber in jedem Fall werden die darunterstehenden Chips nicht dadurch schlechter, daß sie noch den "alten" Architekturen angehören – es ist wie gesagt eher sogar ein Vorteil.

Wir erwarten in jedem Fall einen Performance-Boost vom im Schnitt +70% in allen Marktsegmenten, da AMD und nVidia durch die 28nm-Fertigung die Einheiten-Anzahl faktisch verdoppeln können und trotzdem bei derselben Chipfläche bleiben werden. Wahrscheinlich wird man die Taktfrequenzen etwas niedriger ansetzen müssen als bei den aktuellen Grafikkarten, da sich die 28nm-Fertigung erst einfahren muß – dieser Punkt und daß man nicht gleichzeitig die Speicherinterfaces verdoppeln wird, dürfte dann für das Performanceplus von +70% (und nicht +100% wie von einer Einheiten-Verdopplung anzunehmen) sorgen. Für dieses Jahr darf man sich allerdings kaum noch etwas versprechen, laut Fudzilla sagen die Grafikkarten-Hersteller, daß es dieses Jahr keine Desktop-Lösungen der Radeon HD 7000 Serie mehr geben wird. Der vom Heise Newsticker vermeldete Southern-Islands-Launch am 6. Dezember muß deswegen nicht ausfallen, hier könnte eine generelle Präsentation stattfinden und eventuell auch Mobile-Lösungen in den Markt geschickt werden. Von nVidia ist dieses Jahr sowieso nichts mehr an neuen Grafikkarten zu erwarten, aller Voraussicht nach wird dies also generell erst ein Thema des ersten Quartals 2012 werden.

Bei Expreview werden in einem Video-Mitschnitt einer Gigabyte-Präsentation auch die Plattform-Daten zu Sandy Bridge E bestätigt. So wird der Prozessor offiziell nun bis zu DDR3/1600 unterstützen, dafür kommt aber noch kein PCI Express 3.0, sondern es bleibt bei PCI Express 2.0. Sandy Bridge E wurde zwar in Richtung PCI Express 3.0 entwickelt, Intel scheint diese neuere Schnittstelle mangels vorliegender Testobjekte aber noch nicht für die Desktop-Prozessoren von Sandy Bridge E freizugeben – möglicherweise später für die Server-Modelle von Sandy Bridge E, was den Desktop-Prozessoren aber dann natürlich auch nicht mehr weiterhilft. In diesem Punkt wird Ivy Bridge besser sein, denn dort soll PCI Express 3.0 dann wohl wirklich geboten werden. Allerdings hat Sandy Bridge E (wie auch schon Nehalem Gulftown) weiterhin den Vorteil der gleich 40 PCI Express Lanes zu bieten, was ideal für MultiGrafikkarten-Setups ist – während bei Sandy Bridge und Ivy Bridge eben immer nur 16 PCI Express Lanes im Prozessor selber verbaut sind.

Intel Sandy Bridge E Plattform-Daten

Trotzdem bleibt es natürlich dabei, daß Sandy Bridge E nur in Ausnahmefällen interessant ist (ernsthafte Ausnutzung der vielen PCI-Express-Lanes oder/und ernsthafte Ausnutzung des superbreiten QuadChannel-Speicherinterfaces), ansonsten bieten die Spitzenmodelle von Sandy Bridge einfach schon viel zu viel Performance für einen anständigen Preis, als daß man sich auf die wahrscheinlich recht teure X79-Plattform und die ebenfalls teuren Sandy-Bridge-E-Prozessoren einlassen müsste. Für Intel ist Sandy Bridge E sowieso nur Resteverwertung des Server-Segments (wo es die wahren Sandy-Bridge-E-Modelle mit gleich acht Rechenkernen geben wird) und gleichfalls Show-Veranstaltung, um zu demonstrieren, was man zu leisten im Stande ist. AMD kann derzeit aber keinen Konkurrenzdruck auf Sandy Bridge E ausüben, dafür müsste Bulldozer schließlich erst einmal an den regulären Sandy-Bridge-Modellen vorbeikommen.

Gemäß der DigiTimes liefert AMD seine derzeit für den weltweiten Bedarf nach wie vor nicht ausreichenden Llano-Lieferungen zur Hälfte in China aus, um in diesem bedeutenden Markt präsent zu sein – was damit eine der ersten konkreten Reaktionen auf die Kräfteverschiebung weg von den Märkten der westlichen Welt hin zu den Märkten Asiens darstellt. In diesem Fall kommt natürlich auch noch hinzu, daß Llano dem Preisniveau von China viel eher entspricht als ausgewachsene Prozessoren wie Sandy Bridge und Bulldozer. In jedem Fall scheint es für AMD trotz des Bulldozer-Fehlschlags nicht ganz so schlecht auszusehen, wenn Bobcat und Llano wirklich brummen und AMD gerade bei Llano in Zukunft noch viel mehr ausliefern könnte als bisher. Selbst daß der Llano-Nachfolger Trinity bei der CPU-Leistung aufgrund der Bulldozer-Abstammung vermutlich nicht wirklich zulegen kann, wäre diesbezüglich kein Beinbruch, da bei Llano für dieses Marktsegment eher die Kombination aus Standard-CPU und integrierter Mainstream-Grafiklösung zum günstigen Preis zählt.

Wenn sich nach der gestrigen Meldung, daß AMD bei der Radeon HD 7000 Serie anscheinend breitflächig weiterhin auf die VLIW4-Architektur der Radeon HD 6900 Serie setzen wird und nicht auf die neuere Graphics-Core-Next-Architektur, möglicherweise etwas Enttäuschung aus Performance-Sicht breitmachen sollte, dann ist dies wohl ein Mißverständnis: Deswegen, weil AMD und nVidia bei der jeweils ersten Generation an 28nm-Grafikchips weitgehend auf die "alten" Grafikchip-Architekturen setzen, muß dies nicht weniger Performance bedeuten, sondern potentiell sogar etwas mehr. Schließlich werden AMD und nVidia ihre NextGen-Architekturen Kepler und GCN in bedeutenden Teilen auf professionelle Bedürfnisse ausrichten - was Transistoren kosten wird, die unter Spielen eher weniger oder manchmal auch gar nicht nutzvoll sind.

Designs, die rein nur auf die Leistungsfähigkeit unter Spielen ausgerichtet sind - wie ganz besonders AMDs VLIW5-Architektur - kommen mit weniger Transistoren für die gleiche Performance aus, erreichen damit eine niedrigere Verlustleistung und höhere Taktraten und somit eine insgesamt etwas bessere Spiele-Performance. Alternativ kann man die Vorteile eines solchen Designs auch dazu ausnutzen, mehr Transistoren zu verbauen, die im Spieleeinsatz nutzvoll sind - so oder so erscheinen die "alten" Architekturen für Spieler als erst einmal effektiver. Dies kann natürlich dadurch wieder aufgehoben werden, wenn in die neuen Architekturen interessante Änderungen bei der Effizienz einfließen oder aber neue Möglichkeiten bei bildqualitätsverbessernden Maßnahmen geboten werden. Diesbezüglich wird man sehen müssen, was die HighEnd-Chips von Southern Islands (R1000/Tahiti) und Kepler (GK100) an Verbesserungen bringen, aber in jedem Fall werden die darunterstehenden Chips nicht dadurch schlechter, daß sie noch den "alten" Architekturen angehören - es ist wie gesagt eher sogar ein Vorteil.

Wir erwarten in jedem Fall einen Performance-Boost vom im Schnitt +70% in allen Marktsegmenten, da AMD und nVidia durch die 28nm-Fertigung die Einheiten-Anzahl faktisch verdoppeln können und trotzdem bei derselben Chipfläche bleiben werden. Wahrscheinlich wird man die Taktfrequenzen etwas niedriger ansetzen müssen als bei den aktuellen Grafikkarten, da sich die 28nm-Fertigung erst einfahren muß - dieser Punkt und daß man nicht gleichzeitig die Speicherinterfaces verdoppeln wird, dürfte dann für das Performanceplus von +70% (und nicht +100% wie von einer Einheiten-Verdopplung anzunehmen) sorgen. Für dieses Jahr darf man sich allerdings kaum noch etwas versprechen, laut Fudzilla sagen die Grafikkarten-Hersteller, daß es dieses Jahr keine Desktop-Lösungen der Radeon HD 7000 Serie mehr geben wird. Der vom Heise Newsticker vermeldete Southern-Islands-Launch am 6. Dezember muß deswegen nicht ausfallen, hier könnte eine generelle Präsentation stattfinden und eventuell auch Mobile-Lösungen in den Markt geschickt werden. Von nVidia ist dieses Jahr sowieso nichts mehr an neuen Grafikkarten zu erwarten, aller Voraussicht nach wird dies also generell erst ein Thema des ersten Quartals 2012 werden.

Bei Expreview werden in einem Video-Mitschnitt einer Gigabyte-Präsentation auch die Plattform-Daten zu Sandy Bridge E bestätigt. So wird der Prozessor offiziell nun bis zu DDR3/1600 unterstützen, dafür kommt aber noch kein PCI Express 3.0, sondern es bleibt bei PCI Express 2.0. Sandy Bridge E wurde zwar in Richtung PCI Express 3.0 entwickelt, Intel scheint diese neuere Schnittstelle mangels vorliegender Testobjekte aber noch nicht für die Desktop-Prozessoren von Sandy Bridge E freizugeben - möglicherweise später für die Server-Modelle von Sandy Bridge E, was den Desktop-Prozessoren aber dann natürlich auch nicht mehr weiterhilft. In diesem Punkt wird Ivy Bridge besser sein, denn dort soll PCI Express 3.0 dann wohl wirklich geboten werden. Allerdings hat Sandy Bridge E (wie auch schon Nehalem Gulftown) weiterhin den Vorteil der gleich 40 PCI Express Lanes zu bieten, was ideal für MultiGrafikkarten-Setups ist - während bei Sandy Bridge und Ivy Bridge eben immer nur 16 PCI Express Lanes im Prozessor selber verbaut sind.



Trotzdem bleibt es natürlich dabei, daß Sandy Bridge E nur in Ausnahmefällen interessant ist (ernsthafte Ausnutzung der vielen PCI-Express-Lanes oder/und ernsthafte Ausnutzung des superbreiten QuadChannel-Speicherinterfaces), ansonsten bieten die Spitzenmodelle von Sandy Bridge einfach schon viel zu viel Performance für einen anständigen Preis, als daß man sich auf die wahrscheinlich recht teure X79-Plattform und die ebenfalls teuren Sandy-Bridge-E-Prozessoren einlassen müsste. Für Intel ist Sandy Bridge E sowieso nur Resteverwertung des Server-Segments (wo es die wahren Sandy-Bridge-E-Modelle mit gleich acht Rechenkernen geben wird) und gleichfalls Show-Veranstaltung, um zu demonstrieren, was man zu leisten im Stande ist. AMD kann derzeit aber keinen Konkurrenzdruck auf Sandy Bridge E ausüben, dafür müsste Bulldozer schließlich erst einmal an den regulären Sandy-Bridge-Modellen vorbeikommen.

Gemäß der DigiTimes liefert AMD seine derzeit für den weltweiten Bedarf nach wie vor nicht ausreichenden Llano-Lieferungen zur Hälfte in China aus, um in diesem bedeutenden Markt präsent zu sein - was damit eine der ersten konkreten Reaktionen auf die Kräfteverschiebung weg von den Märkten der westlichen Welt hin zu den Märkten Asiens darstellt. In diesem Fall kommt natürlich auch noch hinzu, daß Llano dem Preisniveau von China viel eher entspricht als ausgewachsene Prozessoren wie Sandy Bridge und Bulldozer. In jedem Fall scheint es für AMD trotz des Bulldozer-Fehlschlags nicht ganz so schlecht auszusehen, wenn Bobcat und Llano wirklich brummen und AMD gerade bei Llano in Zukunft noch viel mehr ausliefern könnte als bisher. Selbst daß der Llano-Nachfolger Trinity bei der CPU-Leistung aufgrund der Bulldozer-Abstammung vermutlich nicht wirklich zulegen kann, wäre diesbezüglich kein Beinbruch, da bei Llano für dieses Marktsegment eher die Kombination aus Standard-CPU und integrierter Mainstream-Grafiklösung zum günstigen Preis zählt.