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Hardware- und Nachrichten-Links des 20. August 2012

Im Zuge der Arbeit am jüngsten Grafikkarten-Marktüberblick ergab sich auch der Punkt, daß die GeForce GTX 660 Ti schon innerhalb weniger Tage nach deren Launch einigermaßen gut im Preis hat abspecken können: Kostete eine Karte mit Referenz-Taktraten am Launchtag noch 300 bis 330 Euro, ist dieser Preispunkt zum Wochenstart auf 280 bis 300 Euro herabgefallen. Dies ist augenscheinlich nicht viel, durchschreitet aber natürlich die psychologisch wichtige 300-Euro-Marke und bringt vor allem deswegen einen Vorteil, weil sich an den Preisen zu Radeon HD 7870 und 7950 gar nichts geändert hat – die Radeon HD 7870 kostet nach wie vor 260 bis 280 Euro, die Radeon HD 7950 hingegen 290 bis 310 Euro. Damit hat sich die GeForce GTX 660 Ti schnell in eine Position geschoben, wo sie preislich hervorragend mit den AMD-Angeboten konkurrieren kann.

Radeon HD 7950 3GB
AMD R1000/Tahiti, 28nm, GCN-Architektur, DirectX 11.1, 1792 (1D) Shader-Einheiten, 112 TMUs, 32 ROPs, 384 Bit DDR Interface, 800/2500 MHz, 3072 MB GDDR5, DualSlot, Verbrauch: 15W/147W, Performance: 290%, Perf./Preis: 0,97, Perf./Verbr.: 1,97
Produkt- und Preissuche: PreisRoboter, Geizhals, Amazon
290-310
Euro
 
  280-300
Euro
GeForce GTX 660 Ti 2GB
nVidia GK104, 28nm, Kepler-Architektur, DirectX 11.1, 1344 (1D) Shader-Einheiten, 112 TMUs, 24 ROPs, 192 Bit DDR Interface, 915/980/3000 MHz, 2048 MB GDDR5, DualSlot, Verbrauch: 15W/127W, Performance: 290%, Perf./Preis: 1,00, Perf./Verbr.: 2,28
Produkt- und Preissuche: PreisRoboter, Geizhals, Amazon
Radeon HD 7870 2GB
AMD R1040/Pitcairn, 28nm, GCN-Architektur, DirectX 11.1, 1280 (1D) Shader-Einheiten, 80 TMUs, 32 ROPs, 256 Bit DDR Interface, 1000/2400 MHz, 2048 MB GDDR5, DualSlot, Verbrauch: 13W/120W, Performance: 260%, Perf./Preis: 0,96, Perf./Verbr.: 2,17
Produkt- und Preissuche: PreisRoboter, Geizhals, Amazon
260-280
Euro
 

Es bleibt zu hoffen, daß die preisliche Bewegung noch etwas weitergeht – denn dann würde nämlich auch AMD zu einer Reaktion gezwungen werden und es könnte endlich einmal zu so etwas wie einem Preiskampf unter den 28nm-Beschleunigern kommen. Dabei sind auch von AMD-Seite gewisse Impulse zu erwarten, denn so wie es ausschaut, werden die Grafikkartenhersteller die zweite Version der Radeon HD 7950 als extra Grafikkarte auflegen – seitens PowerColor "Radeon HD 7950 Boost State Edition" genannt, bei Sapphire ist es eine "Radeon HD 7950 with Boost". Da die zweite Version der Radeon HD 7950 letztlich nicht zu einem wirklich teureren Preispunkt in den Markt kommen soll (für was es technisch auch keinen Grund gäbe, immerhin ist nur das BIOS anders), könnten die Grafikkartenhersteller versuchen, ihre ersten Versionen der Radeon HD 7950 noch so schnell wie möglich abzuverkaufen – möglicherweise führt dies zu dem einen oder anderem Aktionspreis.

Zu der früher schon in einigen OEM-PCs aufgetauchten GeForce GTX 660 OEM gibt es bei nVidia nun endlich auch eine Produkt-Webseite, welche über die Spezifikationen der Karte aufklärt. Danach verfügt die Karte über 1152 Shader-Einheiten an einem 192 Bit DDR breiten Speicherinterface mit einer Speichermenge von 1,5 oder 3 GB GDDR5. Die Taktraten liegen bei 823/888/2900 MHz und damit klar unterhalb des Niveaus der GeForce GTX 660 Ti (915/980/3000 MHz). Chiptechnisch dürfte diese OEM-Karte derzeit weiterhin auf dem GK104-Chip basieren, da der GK106-Chip noch nicht zur Verfügung steht bzw. wohl erst am 6. September vorgestellt werden wird. Allerdings ist es möglich, daß nVidia diese OEM-Karte später einmal durchaus auch auf Basis des GK106-Chips auflegt, was in jedem Fall wirtschaftlicher wäre. Dazu müsste der GK106-Chip letztlich nur eben diese 1152 Shader-Einheiten aufbieten – das 192 Bit DDR breite Speicherinterface gilt dagegen schon als gesichert.

Und so kann man die Spezifkationen der GeForce GTX 660 OEM durchaus als gewissen Hinweis darauf verstehen, daß die GK106-basierte GeForce GTX 660 für das Retail-Segment eben auch schon über 1152 Shader-Einheiten verfügt – weil hierzu die Idee im Raum steht, daß nVidia die OEM-Version dieser Karte kaum mit einer mächtigeren Hardware ausrüsten wird als die Retail-Version. Sicher ist in dieser Beziehung aber leider gar nichts: nVidia hat sowohl schon Fälle gehabt, wo eine OEM-Version schneller war als eine Retail-Version (GeForce GT 640 GDDR5 OEM vs. GeForce GT 640 DDR3 Retail) als auch Fälle, wo ein und dieselbe Grafikkarte auf Basis verschiedener Grafikchips mit abweichenden Spezifikationen gebildet wurde (GeForce GT 640 OEM auf Basis von GF116 und GK107). Noch sind die Spezifikationen des GK106-Chips und damit der GeForce GTX 660 vakant, es gilt somit das Abwarten auf den 6. September.

PS in eigener Sache: 3DCenter stand am Dienstagmorgen durch einen technischen Fehler leider nur teilweise zur Verfügung – die Startseite zeigte leider nichts an, Direktlinks zu Artikeln oder News (beispielsweise aus Google heraus oder von anderen Webseiten) funktionierten allerdings. Hintergrund war ein kleiner, ärgerlicher Fehler, welcher leider erst durch den Webmaster behoben werden konnte. Wir bitten den teilweisen Ausfall zu entschuldigen. Das Forum – auf einem extra Server laufend – war natürlich nicht betroffen.

Im Zuge der Arbeit am jüngsten Grafikkarten-Marktüberblick ergab sich auch der Punkt, daß die GeForce GTX 660 Ti schon innerhalb weniger Tage nach deren Launch einigermaßen gut im Preis hat abspecken können: Kostete eine Karte mit Referenz-Taktraten am Launchtag noch 300 bis 330 Euro, ist dieser Preispunkt zum Wochenstart auf 280 bis 300 Euro herabgefallen. Dies ist augenscheinlich nicht viel, durchschreitet aber natürlich die psychologisch wichtige 300-Euro-Marke und bringt vor allem deswegen einen Vorteil, weil sich an den Preisen zu Radeon HD 7870 und 7950 gar nichts geändert hat - die Radeon HD 7870 kostet nach wie vor 260 bis 280 Euro, die Radeon HD 7950 hingegen 290 bis 310 Euro. Damit hat sich die GeForce GTX 660 Ti schnell in eine Position geschoben, wo sie preislich hervorragend mit den AMD-Angeboten konkurrieren kann.





Radeon HD 7950 3GB
AMD R1000/Tahiti, 28nm, GCN-Architektur, DirectX 11.1, 1792 (1D) Shader-Einheiten, 112 TMUs, 32 ROPs, 384 Bit DDR Interface, 800/2500 MHz, 3072 MB GDDR5, DualSlot, Verbrauch: 15W/147W, Performance: 290%, Perf./Preis: 0,97, Perf./Verbr.: 1,97
Produkt- und Preissuche: PreisRoboter, Geizhals, Amazon
290-310
Euro
 



 
280-300
Euro
GeForce GTX 660 Ti 2GB
nVidia GK104, 28nm, Kepler-Architektur, DirectX 11.1, 1344 (1D) Shader-Einheiten, 112 TMUs, 24 ROPs, 192 Bit DDR Interface, 915/980/3000 MHz, 2048 MB GDDR5, DualSlot, Verbrauch: 15W/127W, Performance: 290%, Perf./Preis: 1,00, Perf./Verbr.: 2,28
Produkt- und Preissuche: PreisRoboter, Geizhals, Amazon



Radeon HD 7870 2GB
AMD R1040/Pitcairn, 28nm, GCN-Architektur, DirectX 11.1, 1280 (1D) Shader-Einheiten, 80 TMUs, 32 ROPs, 256 Bit DDR Interface, 1000/2400 MHz, 2048 MB GDDR5, DualSlot, Verbrauch: 13W/120W, Performance: 260%, Perf./Preis: 0,96, Perf./Verbr.: 2,17
Produkt- und Preissuche: PreisRoboter, Geizhals, Amazon
260-280
Euro
 





Es bleibt zu hoffen, daß die preisliche Bewegung noch etwas weitergeht - denn dann würde nämlich auch AMD zu einer Reaktion gezwungen werden und es könnte endlich einmal zu so etwas wie einem Preiskampf unter den 28nm-Beschleunigern kommen. Dabei sind auch von AMD-Seite gewisse Impulse zu erwarten, denn so wie es ausschaut, werden die Grafikkartenhersteller die zweite Version der Radeon HD 7950 als extra Grafikkarte auflegen - seitens PowerColor "Radeon HD 7950 Boost State Edition" genannt, bei Sapphire ist es eine "Radeon HD 7950 with Boost". Da die zweite Version der Radeon HD 7950 letztlich nicht zu einem wirklich teureren Preispunkt in den Markt kommen soll (für was es technisch auch keinen Grund gäbe, immerhin ist nur das BIOS anders), könnten die Grafikkartenhersteller versuchen, ihre ersten Versionen der Radeon HD 7950 noch so schnell wie möglich abzuverkaufen - möglicherweise führt dies zu dem einen oder anderem Aktionspreis.

Zu der früher schon in einigen OEM-PCs aufgetauchten GeForce GTX 660 OEM gibt es bei nVidia nun endlich auch eine Produkt-Webseite, welche über die Spezifikationen der Karte aufklärt. Danach verfügt die Karte über 1152 Shader-Einheiten an einem 192 Bit DDR breiten Speicherinterface mit einer Speichermenge von 1,5 oder 3 GB GDDR5. Die Taktraten liegen bei 823/888/2900 MHz und damit klar unterhalb des Niveaus der GeForce GTX 660 Ti (915/980/3000 MHz). Chiptechnisch dürfte diese OEM-Karte derzeit weiterhin auf dem GK104-Chip basieren, da der GK106-Chip noch nicht zur Verfügung steht bzw. wohl erst am 6. September vorgestellt werden wird. Allerdings ist es möglich, daß nVidia diese OEM-Karte später einmal durchaus auch auf Basis des GK106-Chips auflegt, was in jedem Fall wirtschaftlicher wäre. Dazu müsste der GK106-Chip letztlich nur eben diese 1152 Shader-Einheiten aufbieten - das 192 Bit DDR breite Speicherinterface gilt dagegen schon als gesichert.

Und so kann man die Spezifkationen der GeForce GTX 660 OEM durchaus als gewissen Hinweis darauf verstehen, daß die GK106-basierte GeForce GTX 660 für das Retail-Segment eben auch schon über 1152 Shader-Einheiten verfügt - weil hierzu die Idee im Raum steht, daß nVidia die OEM-Version dieser Karte kaum mit einer mächtigeren Hardware ausrüsten wird als die Retail-Version. Sicher ist in dieser Beziehung aber leider gar nichts: nVidia hat sowohl schon Fälle gehabt, wo eine OEM-Version schneller war als eine Retail-Version (GeForce GT 640 GDDR5 OEM vs. GeForce GT 640 DDR3 Retail) als auch Fälle, wo ein und dieselbe Grafikkarte auf Basis verschiedener Grafikchips mit abweichenden Spezifikationen gebildet wurde (GeForce GT 640 OEM auf Basis von GF116 und GK107). Noch sind die Spezifikationen des GK106-Chips und damit der GeForce GTX 660 vakant, es gilt somit das Abwarten auf den 6. September.

PS in eigener Sache: 3DCenter stand am Dienstagmorgen durch einen technischen Fehler leider nur teilweise zur Verfügung - die Startseite zeigte leider nichts an, Direktlinks zu Artikeln oder News (beispielsweise aus Google heraus oder von anderen Webseiten) funktionierten allerdings. Hintergrund war ein kleiner, ärgerlicher Fehler, welcher leider erst durch den Webmaster behoben werden konnte. Wir bitten den teilweisen Ausfall zu entschuldigen. Das Forum - auf einem extra Server laufend - war natürlich nicht betroffen.