23

Hardware- und Nachrichten-Links des 23. Februar 2021

Twitterer Harukaze5719 vermeldet RRA-Einträge zur "GeForce RTX 3060 6GB" seitens Grafikkarten-Hersteller Palit, welcher jene nebst den 12-GB-Varianten dort eingereicht hat. Da die RRA-Einträge in den allermeisten Fällen (im Gegensatz zu den EEC-Einträge) passen, ist dieser Hinweis durchaus ernst zu nehmen. Es sieht damit so aus, als hätte sich nVidia bei dieser kleineren GA106-Variante erneut umentschieden – weg von der bisher geplanten "GeForce RTX 3050 Ti" hin zur "GeForce RTX 3060 6GB" – womit man die am 25. Februar anstehende größere 12-GB-Variante zur korrekten Abgrenzung besser als "GeForce RTX 3060 12GB" betiteln sollte. Sinn macht dieser Namenswechsel sicherlich für nVidia, denn "GeForce RTX 3060" klingt höherwertiger als "GeForce RTX 3050 Ti" (zu ermessen am schwachen Verkaufserfolg der GeForce GTX 1650 Super trotz TU116-Abstammung) – ganz besonders dann, wenn die GeForce RTX 3060 12GB am Donnerstag (ab 15 Uhr) gute Wertungen der Hardwaretester einfahren sollte.

GeForce RTX 3050 GeForce RTX 3060 6GB GeForce RTX 3060 12GB
Grafikchip GA107-300 GA106-? GA106-300
Hardware angeblich 18 Shader-Cluster @ 128 Bit GDDR6 vermutlich 22-24 Shader-Cluster @ 192 Bit GDDR6 offiziell 28 Shader-Cluster @ 192 Bit GDDR6
Speicher angeblich 4 GB GDDR6 angeblich 6 GB GDDR6 offiziell 12 GB GDDR6
4K Perf.Index geschätzt ~100-120% geschätzt ~130-150% geschätzt ~160-175%
Listenpreis vermutlich $179-199 vermutlich $229-279 offiziell $329
Release vermutlich Frühling 2021 vermutlich Frühling 2021 offiziell 25. Februar 2021

Wie genau nVidia die kleinere GA106-Variante gestaltet, ist noch nicht ganz klar: Theoretisch könnte man auch eine Karte exakt wie die GeForce RTX 3060 12GB bringen, halt nur mit reduzierter Speichermenge aber ansonsten den gleichen Hardware-Daten. Allerdings muß nVidia noch einige Preisbereiche nach unten hin abdecken und damit wäre bei der GeForce RTX 3060 6GB eher eine weitere Abspeckung des GA106-Chips zu erwarten. Die Anzahl der freigeschalteten Shader-Cluster dürfte irgendwo in der Mitte zwischen GeForce RTX 3050 (18SM) und GeForce RTX 3060 12GB (28SM) herauskommen, ergo bei ca. 22-24 SM für die GeForce RTX 3060 6GB. Am Ende wird nVidia mit GeForce RTX 3050 sowie GeForce RTX 3060 Ti die Preisbereiche des Mainstream-Segments von 180-280 Dollar/Euro neu besetzen. Dies macht natürlich nur Sinn, wenn man auch wirklich lieferbar ist – ansonsten wäre es wohl besser, diese (derzeit noch nicht mit konkretem Termin versehenen) Launches nach hinten zu schieben.

VideoCardz zeigen CPU-Z- & Geekbench-Resultate zu einem Core i9-11900K aus Intels Rocket-Lake-Generation, welche erneut in der Singlethread-Disziplin wirklich ansprechend aussehen: So kam jenes Rocket-Lake-Spitzenmodell auf den bisher noch nicht gesehenen CPU-Z-Singlethread-Wert von 716 Punkten heraus, genauso wie im Geekbench 5 unter Singlecore wiederum mit 1920 Punkten ein klarer Vorteil gegenüber den bisherigen Prozessoren aufgezeigt wird. In der Multithread-Disziplin muß der Rocket-Lake-Achtkerner aber teilweise gegenüber dem Comet-Lake-Spitzenmodelle (mit 10 CPU-Kernen) zurückstecken, auch gegenüber AMDs Zen-3-Achtkerner Ryzen 7 5800X gibt es grob nur einen Gleichstand. Generell sind dies erwartbare Ergebnisse, welche auch ganz gut für Rocket Lake aussehen – mit allerdings dem Problem, dass es eben schon das Rocket-Lake-Spitzenmodell braucht, um mit AMD auf gleicher Kern-Anzahl überhaupt mitzuhalten, Intel danach dann allerdings (mangels weiterer Prozessoren mit mehr CPU-Kernen) die Luft ausgeht.

Hardware CPU-Z ST CPU-Z MT GB5 SC GB5 MC
Core i9-11900K RKL, 8C/16T, 3.5/5.3 GHz 716 6539 1920 10955
Core i9-10900K CML, 10C/20T, 3.7/5.3 GHz 588 7159 1399 10902
Ryzen 9 5900X Zen 3, 12C/24T, 3.7/4.8 GHz 677 9768 1670 14194
Ryzen 7 5800X Zen 3, 8C/16T, 3.8/4.7 GHz 663 6766 1676 10466
Werte des Core i9-11900K von VideoCardz; CPU-Z-Vergleichswerte von Guru3D, Geekbench-Vergleichswerte sind die offiziellen Referenzwerte der Geekbench-Datenbank

Noch extra auszuwerten ist ein Tweet seitens Patrick Schur von letzter Woche, mittels welchem die Ausrichtung von AMDs (vorher schon bekanntem) Codenamen "Phoenix" (PHX) klarer wird: Danach wird "Phoenix" in Form des Packages "FP8" antreten – was auf eine Mobile-APU hindeutet, genauso wie die bisherigen AMD-APUs im Mobile-Bereich bereits frühere FP-Ausführungen benutzt haben (Renoir & Cezanne = FP6). Dass es zudem nicht dasselbe Package ist wie beim APU-Vorgänger "Rembrandt" (FP7), zeigt auf gewisse technische Änderungen hin – beispielsweise den Support einer höheren PCI-Express-Norm oder/und von DDR5-Speicher. Mit dem Package-Unterschied erklärt sich dann auch die Zuordnung zu AMDs CPU-Architekturen: "Phoenix" dürfte zur Zen-4-Generation gehören, genauso wie "Raphael" im CPU-Bereich sowie "Genoa" im Server-Segment.

Raphael / RPL / A60F00 / AM5
Phoenix / PHX / A70F00 / FP8

Quelle:  Patrick Schur @ Twitter am 18. Februar 2021

Wie üblich dürften die entsprechenden APUs allerdings mit einigem zeitlichen Abstand folgen: AMD legt derzeit regelmäßig erst einmal die jeweils neue CPU-Architektur für den Desktop/Server-Bereich auf, und adaptiert jene erst nachfolgend für den APU-Bereich. Phoenix wird somit zwar die Zen-4-APU darstellen, aber sicherlich erst im Jahr 2023 antreten, denn AMDs 2022er APU ist erst einmal "Rembrandt" auf Basis von Zen 3+. Davon abgesehen wird vor dem Erreichen von Zen 4 zudem noch eine neue HEDT-Generation von AMD vermisst. Denkbar, dass AMD sich jene im Rahmen des orginalen Zen 3 nunmehr lieber komplett spart bzw. selbige erst im Rahmen von Zen 3+ herausbringt – und sei es nur, um damit den höherwertigen Verkaufsnamen ("Ryzen Threadripper 6000") mitnehmen zu können. Mit der Existenz von 16-Kern-Prozessoren im normalen Comsumer-Segment sind HEDT-Prozessoren in eine kleine Nische abgerutscht und werden wohl nur noch deswegen mit neuen Produkten bedient, weil dies im Baukasten-System von AMD keine größeren Aufwand bedeutet.

Fertigung CPU APU HEDT Server
Zen 14nm Summit Ridge Raven Ridge Whitehaven Naples
Zen+ 12nm Pinnacle Ridge Picasso Colfax -
Zen 2 7nm Matisse Renoir Castle Peak Rome
Zen 3 7nm Vermeer Cezanne Chagall / Genesis Peak Milan
Zen 3+ 7/6nm Warhol  (H2/2021) Rembrandt  (Q1/2022) - -
Zen 4 5nm Raphael  (2022) Phoenix  (2023) ? Genoa  (2022)
Twitterer Harukaze5719 vermeldet RRA-Einträge zur "GeForce RTX 3060 6GB" seitens Grafikkarten-Hersteller Palit, welcher jene nebst den 12-GB-Varianten dort eingereicht hat. Da die RRA-Einträge in den allermeisten Fällen (im Gegensatz zu den EEC-Einträge) passen, ist dieser Hinweis durchaus ernst zu nehmen. Es sieht damit so aus, als hätte sich nVidia bei dieser kleineren GA106-Variante erneut umentschieden - weg von der bisher geplanten "GeForce RTX 3050 Ti" hin zur "GeForce RTX 3060 6GB" - womit man die am 25. Februar anstehende größere 12-GB-Variante zur korrekten Abgrenzung besser als "GeForce RTX 3060 12GB" betiteln sollte. Sinn macht dieser Namenswechsel sicherlich für nVidia, denn "GeForce RTX 3060" klingt höherwertiger als "GeForce RTX 3050 Ti" (zu ermessen am schwachen Verkaufserfolg der GeForce GTX 1650 Super trotz TU116-Abstammung) - ganz besonders dann, wenn die GeForce RTX 3060 12GB am Donnerstag (ab 15 Uhr) gute Wertungen der Hardwaretester einfahren sollte.





GeForce RTX 3050
GeForce RTX 3060 6GB
GeForce RTX 3060 12GB




Grafikchip
GA107-300
GA106-?
GA106-300


Hardware
angeblich 18 Shader-Cluster @ 128 Bit GDDR6
vermutlich 22-24 Shader-Cluster @ 192 Bit GDDR6
offiziell 28 Shader-Cluster @ 192 Bit GDDR6


Speicher
angeblich 4 GB GDDR6
angeblich 6 GB GDDR6
offiziell 12 GB GDDR6


4K Perf.Index
geschätzt ~100-120%
geschätzt ~130-150%
geschätzt ~160-175%


Listenpreis
vermutlich $179-199
vermutlich $229-279
offiziell $329


Release
vermutlich Frühling 2021
vermutlich Frühling 2021
offiziell 25. Februar 2021