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Hardware- und Nachrichten-Links des 3. Juli 2018

Die GeForce GTX 1050 3GB mit ihrem ungewöhnlichen 96-Bit-Speicherinterface ist nun auch im deutschen Einzelhandel zu Preislagen von 155-170 Euro zu finden – was die Karte allerdings als wenig attraktiv erscheinen läßt, denn für nur gut 10 Euro mehr gibt es die GeForce GTX 1050 Ti mit gleich 4 GB Grafikkartenspeicher samt natürlich auch beachtbar höherer Performance. Die GeForce GTX 1050 3GB müsste angesichts des Punkt, das deren (derzeit nur geschätzte) Performance in etwa gleich zur regulären GeForce GTX 1050 2GB liegt, nur geringfügig teurer als diese angeboten werden, sicherlich aber deutlich weg von der Mitte zwischen GeForce GTX 1050 2GB und GeForce GTX 1050 Ti 4GB. Hier liegt allerdings ein wenig der Fluch aller Programm-Nachzügler, das jene oftmals Probleme haben, sich zum richtigen Preispunkt einzuordnen und damit die Zielsetzung des Herstellers sowie die Erwartungen der Grafikkarten-Käufer auch wirklich zu erfüllen. Aber eventuell reicht nVidia auch nur die reine Existenz dieser Karte – und man macht in den großen OEM-Deals dann sowieso die passenden Preise bzw. gibt entsprechend Rabatt. Der Hauptgrund zur Auflage jener GeForce GTX 1050 3GB war und ist natürlich die Existenz von 4-GB-Lösungen in AMDs Mainstream-Portfolio, was nVidia schlecht mit der regulären 2-GB-Variante der GeForce GTX 1050 kontern kann.

GeForce GTX 1050 2GB GeForce GTX 1050 3GB GeForce GTX 1050 Ti
Chipbasis nVidia GP107, 3.3 Mrd. Transistoren in 14nm auf 132mm² Chipfläche bei Samsung
Technik 2 Raster-Engines, 640 Shader-Einheiten, 40 TMUs, 32 ROPs, 128 Bit GDDR5-Interface (Salvage) 2 Raster-Engines, 768 Shader-Einheiten, 48 TMUs, 24 ROPs, 96 Bit GDDR5-Interface (Salvage) 2 Raster-Engines, 768 Shader-Einheiten, 48 TMUs, 32 ROPs, 128 Bit GDDR5-Interface (Vollausbau)
Taktraten 1354/1455/3500 MHz
(Ø-Chiptakt: ~1730 MHz)
1392/1518/3500 MHz
(Ø-Chiptakt: ?)
1290/1392/3500 MHz
(Ø-Chiptakt: ~1640 MHz)
Speicherausbau 2 GB GDDR5 3 GB GDDR5 4 GB GDDR5
FullHD Perf.Index 310% geschätzt ~300-320% 360%
Straßenpreis 130-145 Euro 155-170 Euro 165-185 Euro
Release 25. Oktober 2016 21. Mai 2018 25. Oktober 2016

Die ComputerBase bringt erste genauere Modell-Angaben zu Intels Whiskey Lake – einer Kaby-Lake-basierten Refresh-Generation unter der 14FF++ Fertigung für Ultrabook-Prozessoren mit 15 Watt TDP. Mit den entsprechenden Prozessoren-Modellen wird Intel primär den maximalen Turbo-Takt steigern, gegenüber dem jeweiligen Vorgänger-Modell gibt es hierbei Aufschläge um 500-600 MHz, was in der Spitze beim Vierkerner Core i7-8565U auf einen maximalen Turbo-Takt von immerhin 4.6 GHz hinausläuft. Sofern die 14FF++ Fertigung tatsächlich echte Effizienzvorteile bietet, könnten diese Prozessoren unter Last und gleicher Leistungsaufnahme dann sogar in der Realität etwas höher takten und damit (etwas) schneller als ihre Kaby-Lake-Vorgänger herauskommen (was in der Praxis natürlich noch zu beweisen wäre). Ganz große Effekte sollte man sich jedoch nicht versprechen – aber die Notebook-Hersteller brauchen halt eben immer mal wieder etwas neues und rein optisch sehen die bis zu 4.6 GHz Takt natürlich toll aus.

Bei Imgur kann man erneut einen CPU-Verkaufsreport für den Monat Juni 2018 studieren, welcher auf den Desktop-CPU-Verkaufszahlen des deutschen Online-Händlers Mindfactory basiert. Die Datenauswertung hierzu ist ziemlich detailliert und birgt daher einige interessante Fakten – wie beispielsweise, das die Durchschnitts-Verkaufspreise durchaus zugunsten von Intel sprechen (190 zu 246 Euro). Dies führt dann auch dazu, das Intel aus einem Stückzahlen-Marktanteil von 55% einen Umsatz-Marktanteil von gleich 62% generieren kann. Insgesamt betrachtet hat sich AMD bei den Verkäufen dieses Online-Händlers derzeit auf grob 45% Marktanteil stabiliert – was niedriger ist als letzten Herbst, bevor Intels Coffee Lake herausgekommen ist, aber immer noch besser als zum Jahresstart 2018, wo AMD auch mal wieder auf knapp unter 40% gefallen war. Jene Retail-Verkaufszahlen sind für das gesamte CPU-Geschäft natürlich nur ein (geringer) Bruchteil, zudem gilt Deutschland immer schon als eher AMD geneigtes Land – sprich, in anderen Nationen war und ist die Markentreue zu Intel stärker ausgeprägt. Für das gesamte Geschäft mit PC-Prozessoren dürfte AMD vermutlich derzeit gerade einmal bei 10-15% Marktanteil herauskommen – der Weg für AMD insbesondere im volumenträchtigen OEM-Geschäft ist halt lang und steinig.

Bei SemiWiki hat man anhand bekannter und prognostizierter Daten einen Vergleich der Fertigungsprozesse von GlobalFoundries, Intel, Samsung und TSMC unter 7nm, 5nm und 3nm vorgenommen. Hierbei kam auch eine (näherungsweise) objektive Vergleichsrechnung zur Transistorendichte zum Einsatz, welche mit 60% Speicherzellen und 40% Logiktschaltungen operiert – was sich darauf bezieht, das die meisten Halbleiterfertiger gern nur die Verbesserungen bei den einfachen Speicherzellen in den Vordergrund stellen, da sich dort eben sehr einfach Fortschritte erzielen lassen. Bei den eigentlich relevanten Halbleiterprodukten in Form von Smartphone-SoCs, PC-Prozessoren und Grafikchips sind zwar auch jeweils große Caches und Register (aka für Speicherzellen verwendete Transistoren) vorhanden, aber natürlich besteht dort das Hauptaugenmerk auf Logikschaltungen. Die benutzte Vergleichsrechnung, welche dann in einem Wert für Millionen von Transistors per Quadratmillimeter Chipfläche (MTx/mm²) resultiert, mag nicht perfekt sein, ergibt aber in jedem Fall eine bessere Näherung als bei vielen Herstellerangaben. Intels Fertigungsverfahren wurden dabei jeweils eine Stufe niedriger eingeordnet (also Intels 10nm-Prozeß in die 7nm-Gruppe), da dies (eindeutig) besser zu den erreichten technischen Parametern passt:

GlobalFoundries Intel Samsung TSMC
7nm 7LP:  98,21 MTx/mm² 10FF:  106,10 MTx/mm² 7LPP:  95,30 MTx/mm² 7FF:  96,49 MTx/mm²
5nm - 7FF:  253,04 MTx/mm² 5LPE:  126,53 MTx/mm² 5FF:  185,46 MTx/mm²
3nm 3LP:  216,37 MTx/mm² ? 3GAA:  216,37 3FF:  247,28
Quelle: SemiWiki (z.T. auf Basis von Prognosen und unsicheren Daten)

Gut zu sehen, das sich die Halbleiterfertiger in der 7nm-Gruppe allesamt auf einem ähnlichen Niveau treffen, während es nachfolgend zu erheblichen Abweichungen kommt bzw. einfach die differierende Entwicklungs-Zielsetzungen der einzelnen Halbleiterfertiger zu sehen sind. So ist beispielsweise die 5nm-Gruppe bei Samsung vergleichsweise schwach, GlobalFoundries läßt diesen Prozeß gleich komplett aus – bei TSMC ist jener allerdings vergleichsweise stark und bei Intel sogar übermäßig stark. Die 3nm-Gruppe sieht dagegen starke Zugewinne dann bei Samsung, während TSMC hier nur einen maßvollen Flächengewinn bringt. Intels 7nm-Prozeß ist in diesem Punkt hingegen so stark, das man selbst in der 3nm-Gruppe noch in der Führung wäre. Dabei dürfte Intel zu diesem Zeitpunkt längst die (nochmals bessere) 5nm-Fertigung anstreben – sofern man sich in seiner Fertigungsentwicklung nicht noch weiter verzettelt. Ein Grund für die nunmehr langjährigen Verzögerungen bei Intel kann man schon dieser Tabelle entnehmen: Intel übertreibt es womöglich bei den angestrebten Fortschritten etwas – die technologisch höhere Zielsetzung benötigt augenscheinlich auch viel mehr Zeit für deren Entwicklung sowie die Produktreife zugunsten einer niedrigen Ausschußquote.

Die GeForce GTX 1050 3GB mit ihrem ungewöhnlichen 96-Bit-Speicherinterface ist nun auch im deutschen Einzelhandel zu Preislagen von 155-170 Euro zu finden - was die Karte allerdings als wenig attraktiv erscheinen läßt, denn für nur gut 10 Euro mehr gibt es die GeForce GTX 1050 Ti mit gleich 4 GB Grafikkartenspeicher samt natürlich auch beachtbar höherer Performance. Die GeForce GTX 1050 3GB müsste angesichts des Punkt, das deren (derzeit nur geschätzte) Performance in etwa gleich zur regulären GeForce GTX 1050 2GB liegt, nur geringfügig teurer als diese angeboten werden, sicherlich aber deutlich weg von der Mitte zwischen GeForce GTX 1050 2GB und GeForce GTX 1050 Ti 4GB. Hier liegt allerdings ein wenig der Fluch aller Programm-Nachzügler, das jene oftmals Probleme haben, sich zum richtigen Preispunkt einzuordnen und damit die Zielsetzung des Herstellers sowie die Erwartungen der Grafikkarten-Käufer auch wirklich zu erfüllen. Aber eventuell reicht nVidia auch nur die reine Existenz dieser Karte - und man macht in den großen OEM-Deals dann sowieso die passenden Preise bzw. gibt entsprechend Rabatt. Der Hauptgrund zur Auflage jener GeForce GTX 1050 3GB war und ist natürlich die Existenz von 4-GB-Lösungen in AMDs Mainstream-Portfolio, was nVidia schlecht mit der regulären 2-GB-Variante der GeForce GTX 1050 kontern kann.





GeForce GTX 1050 2GB
GeForce GTX 1050 3GB
GeForce GTX 1050 Ti




Chipbasis
nVidia GP107, 3.3 Mrd. Transistoren in 14nm auf 132mm² Chipfläche bei Samsung


Technik
2 Raster-Engines, 640 Shader-Einheiten, 40 TMUs, 32 ROPs, 128 Bit GDDR5-Interface (Salvage)
2 Raster-Engines, 768 Shader-Einheiten, 48 TMUs, 24 ROPs, 96 Bit GDDR5-Interface (Salvage)
2 Raster-Engines, 768 Shader-Einheiten, 48 TMUs, 32 ROPs, 128 Bit GDDR5-Interface (Vollausbau)


Taktraten
1354/1455/3500 MHz
(Ø-Chiptakt: ~1730 MHz)
1392/1518/3500 MHz
(Ø-Chiptakt: ?)
1290/1392/3500 MHz
(Ø-Chiptakt: ~1640 MHz)


Speicherausbau
2 GB GDDR5
3 GB GDDR5
4 GB GDDR5


FullHD Perf.Index
310%
geschätzt ~300-320%
360%


Straßenpreis
130-145 Euro
155-170 Euro
165-185 Euro


Release
25. Oktober 2016
21. Mai 2018
25. Oktober 2016