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Hardware- und Nachrichten-Links des 5. Dezember 2018

Bei TechPowerUp hat man sich die RayTracing-Performance unter Battlefield V auf Basis des neuesten Spielpatches erneut angesehen, welcher RayTracing laut Herstelleraussage stark (um +50%) beschleunigen soll. Erstaunlicherweise läßt sich diese Aussage gemäß den vorliegenden Benchmarks sogar halten: In den RayTracing-Settings "Medium", "High" und "Ultra" geht es um zwischen +48% und +89% nach oben, man kann im Schnitt mit einer Beschleunigung um sogar 50-60% rechnen. Allein das "Low"-Setting legt weit weniger deutlich zu – fällt nunmehr allerdings auch in seiner Bedeutung stark zurück, denn die anderen RayTracing-Settings bieten inzwischen annehmbare Frameraten von 50-70 fps an. Damit ist man nicht mehr dazu gezwungen, für RayTracing die normalerweise gewählte Auflösung zu reduzieren – was ein ziemliches No-Go für derart teure Spielezeuge wie die Grafikkarten der GeForce-RTX-Serie darstellt. Man kann somit sicherlich sagen, das RayTracing trotz aller Einwände ob der Sichtbarkeit der optischen Effekte nunmehr fps-mäßig wirklich nutzbar geworden ist (unter Battlefield V).

GeForce RTX 2070 GeForce RTX 2080 GeForce RTX 2080 Ti
Spiel-Auflösung FullHD WQHD UltraHD
RayTracing off 112,3 → 124,2 fps  (+11%) 111,1 → 108,7 fps  (-2%) 83,4 → 85,0 fps  (+2%)
RayTracing @ Low 60,4 → 79,1 fps  (+31%) 58,9 → 67,1 fps  (+14%) 44,2 → 57,9 fps  (+31%)
RayTracing @ Medium 47,7 → 76,1 fps  (+60%) 40,8 → 73,7 fps  (+81%) 29,4 → 55,6 fps  (+89%)
RayTracing @ High 44,5 → 68,7 fps  (+54%) 39,1 → 59,9 fps  (+53%) 29,9 → 47,8 fps  (+60%)
RayTracing @ Ultra 47,0 → 69,5 fps  (+48%) 39,4 → 64,6 fps  (+64%) 29,4 → 47,1 fps  (+60%)
gemäß der Benchmarks von TechPowerUp mit alter → neuer Version von Battlefield V

Die ComputerBase berichtet über eine kurzzeitig auf der Zotac-Webseite aufgetauchte GeForce GTX 1070 mit GDDR5X-Speicher, kann dies auch mit umfangreichen Bildmaterial dokumentieren, obwohl die entsprechende Produktseite inzwischen wieder entschwunden ist. Augenscheinlich ist eine solche Karte also in Vorbereitung, soll derzeit aber noch nicht bekannt werden – warum auch immer, denn besonders spannend ist diese GDDR5X-Version nicht: Der Speichertakt beträgt 2000 MHz QDR (8 Gbps), womit exakt so viel Speicherbandbreite zur Verfügung gestellt wird wie bei der regulären GDDR5-Variante (4000 MHz DDR aka die gleichen 8 Gbps). Die Taktraten-Möglichkeiten von GDDR5X werden damit nicht nur links liegengelassen, sondern der GDDR5X-Speicher faktisch untertaktet ausgeliefert. Die Zielsetzung besteht hier also weniger in einer Mehrperformance, sondern ganz augenscheinlich in einem Absatz dieses GDDR5X-Speicher, welcher womöglich seitens nVidia in zu hohen Kontingenten eingekauft wurde und nun angesichts des Auslaufens von GeForce GTX 1080 & 1080 Ti nicht mehr benötigt wird. Theoretisch sollte sich bei diesen GDDR5X-Grafikkarten der Speicher natürlich ganz besonders gut zum Übertakten eignen – wobei sowohl GeForce GTX 1060 als auch GeForce GTX 1070 eigentlich wenig an ihrer Speicherbandbreite hängen und der Performance-Effekt dieser Übertaktung somit nicht übermäßig ausfallen sollte.

Laut WCCF Tech soll die "GeForce RTX Mobility" Serie schon zur CES 2019 vorgestellt werden, sprich in gut einem Monat. Was man sich genau darunter vorstellen kann, ist allerdings noch unklar – zur Auswahl stehen reine Mobile-Ableger der bisherigen Turing-Chips (TU102, TU104 & TU106), oder auch der Release weiterer Grafikchips innerhalb der Turing-Generation (TU116 & TU117), die dann auch niedrigere Performance-Segment abdecken können. Letztere sollen für das Desktop-Segment derzeit zwar zurückgestellt sein (bis nVidia seine Lagerbestände an Midrange-Lösungen reduziert hat), könnten aber natürlich dennoch schon für das Mobile-Segment vorgestellt werden – weil es dort sowieso eine gewisse Zeit braucht, ehe eine Produktvorstellung dann in direkt kaufbaren Notebooks mündet. WCCF Tech fügen als Nebeninformation noch hinzu, daß das Sampling dieser Mobile-Beschleuniger derzeit schon stattfindet, was in den nächsten Wochen sicherlich zu diversen kleinen Leaks führen sollte. Allerdings soll nVidia derzeit nur einen klaren Vorab-Treiber mitgeben, welcher deutlich von der Performance der finalen Treiber entfernt liegt – jene finalen Treiber soll es dagegen erst mit der offiziellen Vorstellung geben.

In der Frage der (gestern schon angesprochenen) angeblichen Spezifikationen zu AMDs Ryzen 3000 Portfolio gibt es nun ein bißchen mehr Klarheit, wie dieser "Leak" zustandegekommen ist. Ausgangspunkt des ganzen ist wohl eine Tabelle mit dem (angeblichen) 2019er CPU-Portfolio von AMD, welche zuerst auf Reddit auftauchte und auch den Machern von AdoredTV vorlag. Mittels jener Unterlage wird einiges nunmehr klarer – vor allem, das jene Unterlage unmöglich direkt von AMD stammt, was sich an zwei Details ergibt: Erstens einmal ist sich die Unterlage über eine angeblich verbesserte 28nm-Fertigung diverser Prozessoren im unklaren, will diesbezüglich eine Bestätigung abwarten – was AMD nicht benötigt, dort gibt es das Wissen darüber. Und zweitens gibt AMD in keiner Unterlage irgendwelche Overclocking-Spielräume an, so etwas notieren nicht einmal die Mainboard-Hersteller. Im allerbesten Fall stammt diese Unterlage also von jemanden außerhalb der Kreise der Mainboard-Hersteller, welcher irgendwie an Halbinformationen gekommen ist und sich den Rest zusammenspinnt – im schlechtesten Fall ist alles nur eine Annahme, basiert nichts davon auf realen Daten.

Angebliches 2019er AMD CPU-Portfolio
Angebliches 2019er AMD CPU-Portfolio (augenscheinlich nicht von AMD selber stammend!)

Interessant sind daneben die teilweise enormen Abweichungen dieser originale Unterlage gegenüber der Berichterstattung von AdoredTV: In letzterer werden teilweise ganz andere Kern-Anzahlen und iGPU-Größen angegeben – ganz so, als hätte man eigentlich eine andere Unterlage zur Verfügung gehabt. Eine von beiden Berichterstattungen muß damit schon zwingend falsch sein – oder natürlich auch beide. Gegen die Berichterstattung von AdoredTV spricht generell die angesetzte Terminlage, da die CES 2019 (selbst auch für einzelne CPU-Modelle) einfach noch zu früh für Zen 2 ist. Gegen die bei Reddit aufgetauchte Unterlage sprechen einige Details zu den CPU-Modellen, die arg unwahrscheinlich klingen – wie neue Duron-Prozessoren auf Excavator-Basis (mit utopischen bis zu 5 GHz Takt unter der 28nm-Fertigung), oder auch das die Threadripper-Spitzenmodelle mit 64 CPU-Kernen angeblich einen Basetakt von 5.0 GHz haben sollen, wo alle anderen Prozessoren nicht über 4.5 GHz Basetakt hinauskommen. Normalerweise sollte gerade bei diesen ManyCore-Prozessoren der Basetakt sinken, weil bei Last auf wirklich allen Kernen die ganz hohen Taktraten sowieso aus Gründen von Temperatur- und Power-Limits nicht erreichbar sind.

Gegen beide Berichte gemeinsam spricht zudem generell die Annahme von integrierten Grafiklösungen mit 14 oder 20 Shader-Clustern (896 bzw. 1280 Shader-Einheiten): Dies ist am Speicherinterface dieser Prozessoren (2x 64 Bit DDR4) gar nicht sinnvoll mit Speicherbandbreite zu versorgen, das ist vergleichsweise wie eine Radeon RX 560 mit nur DDR4-Speicher (anstatt GDDR5). AMD dürfte vermutlich nicht so fix mit (viel) mehr Shader-Clustern bei seinen integrierten Grafiklösungen hantieren, so lange man nicht für eine bessere Speicheranbindung sorgen kann – was man im übrigen derzeit aber auch nicht muß, denn diesbezüglich ist man durch Intels integrierte Lösungen überhaupt nicht im Zugzwang. In der Summe enthalten beide Berichte zu viele Ungereihmtheiten, welche somit eher beide Berichte als "unwahrscheinlich" aussehen lassen. Demzufolge sollte man besser derzeit nicht auf die genannten Prozessoren-Spezifikationen setzen – Ryzen 3000 kommt zwar sicherlich im Jahr 2019 heraus, aber mit eher der geringsten Chance genau zu diesen Spezfikationen und Preislagen.

Bei TechPowerUp hat man sich die RayTracing-Performance unter Battlefield V auf Basis des neuesten Spielpatches erneut angesehen, welcher RayTracing laut Herstelleraussage stark (um +50%) beschleunigen soll. Erstaunlicherweise läßt sich diese Aussage gemäß den vorliegenden Benchmarks sogar halten: In den RayTracing-Settings "Medium", "High" und "Ultra" geht es um zwischen +48% und +89% nach oben, man kann im Schnitt mit einer Beschleunigung um sogar 50-60% rechnen. Allein das "Low"-Setting legt weit weniger deutlich zu - fällt nunmehr allerdings auch in seiner Bedeutung stark zurück, denn die anderen RayTracing-Settings bieten inzwischen annehmbare Frameraten von 50-70 fps an. Damit ist man nicht mehr dazu gezwungen, für RayTracing die normalerweise gewählte Auflösung zu reduzieren - was ein ziemliches No-Go für derart teure Spielezeuge wie die Grafikkarten der GeForce-RTX-Serie darstellt. Man kann somit sicherlich sagen, das RayTracing trotz aller Einwände ob der Sichtbarkeit der optischen Effekte nunmehr fps-mäßig wirklich nutzbar geworden ist (unter Battlefield V).





GeForce RTX 2070
GeForce RTX 2080
GeForce RTX 2080 Ti





Spiel-Auflösung
FullHD
WQHD
UltraHD



RayTracing off
112,3 → 124,2 fps  (+11%)
111,1 → 108,7 fps  (-2%)
83,4 → 85,0 fps  (+2%)



RayTracing @ Low
60,4 → 79,1 fps  (+31%)
58,9 → 67,1 fps  (+14%)
44,2 → 57,9 fps  (+31%)



RayTracing @ Medium
47,7 → 76,1 fps  (+60%)
40,8 → 73,7 fps  (+81%)
29,4 → 55,6 fps  (+89%)



RayTracing @ High
44,5 → 68,7 fps  (+54%)
39,1 → 59,9 fps  (+53%)
29,9 → 47,8 fps  (+60%)



RayTracing @ Ultra
47,0 → 69,5 fps  (+48%)
39,4 → 64,6 fps  (+64%)
29,4 → 47,1 fps  (+60%)



gemäß der Benchmarks von TechPowerUp mit alter → neuer Version von Battlefield V