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Hardware- und Nachrichten-Links des 8. Januar 2020

Für einige Aufmerksamkeit sorgt derzeit die bei TechPowerUp zu sehende "EVGA GeForce RTX 2060 KO", bei welcher EVGA mittels eines leicht kostenoptimierten Grafikkarten-Designs einen Kampfpreis von 299 Dollar aufbieten will. Und dies ist dann beachtbar unterhalb des offiziellen Listenpreises der GeForce RTX 2060 von 349 Dollar – und insofern ungewöhnlich, als das unabhängig etwaig niedrigerer Straßenpreise eigentlich kein Grafikkarten-Hersteller beim Listenpreis unterhalb der Vorlage des jeweiligen Grafikchip-Entwicklers geht. Zwar sind Meldungen über eine (offizielle) "Preissenkung bei der GeForce RTX 2060" verfrüht, weil exakt dies die unwahrscheinlichste Lösung von allen wäre – speziell Intel & nVidia vermeiden direkte, offizielle Preissenkungen wie der Teufel das Weihwasser. Aber diese EVGA-Karte gibt durchaus schon den Hinweis darauf, wie nVidia die Situation zu handeln versuchen könnte: Einfach mittels Herstellerkarten zu niedrigeren Straßenpreisen – in deren Folge sich dann das gesamte Preisgefüge der GeForce RTX 2060 verschiebt und am Ende ein breitfächiges Angebot zu Straßenpreisen von ca. 300 Dollar bzw. hierzulande ca. 300-310 Euro herauskommt.

AMD  (FHD Perf.Index) Listenpreis nVidia  (FHD Perf.Index)
Radeon RX 5700 XT 8GB  (1090%) 399$ GeForce RTX 2060 Super 8GB  (1030%)
Radeon RX 5700 8GB  (980%) 349$
Radeon RX 5600 XT 6GB  (~840-870%) 279$ / 299$ GeForce RTX 2060 6GB  (910%)
249$ GeForce GTX 1660 Ti 6GB  (790%)
229$ GeForce GTX 1660 Super 6GB  (770%)
Radeon RX 5500 XT 8GB  (650%) 199$ / 219$ GeForce GTX 1660 6GB  (690%)
Radeon RX 5500 XT 4GB  (600%) 169$ / 159$ GeForce GTX 1650 Super 4GB  (610%)
Der Listenpreis der GeForce RTX 2060 liegt derzeit noch bei 349$, vorstehende Auflistung setzt jenen spekulativ schon auf 299$.

Dazu müssen die anderen Grafikkarten-Hersteller noch nicht einmal neue Grafikkarten-Designs auflegen, teilweise würde einfach eine kleine Senkung der Straßenpreise auf 300 Euro reichen – wie ironischerweise bei der "Inno3D GeForce RTX 2060 Twin X2" bereits passiert, welche derzeit zumindest von einem einzelnen Händler bereits für 299 Euro angeboten wird. Die nächsten Preise zur GeForce RTX 2060 fangen dann allerdings bei 324 Euro an, was die Karte beachtbar teurer als die kommende Radeon RX 5600 XT macht – und nVidia je nach deren Performance-Werten durchaus dazu animieren könnte, dieserart eine kleine inoffizielle Preissenkung zu arrangieren. Ob hierzu etwas offizielles kommt, wäre allerdings zu bezweifeln – es reicht für nVidia aus, das die GeForce RTX 2060 in der Praxis preisgünstiger im Einzelhandel verfügbar wird, deswegen muß jedoch niemand etwas am offiziellen Listenpreis ändern. Somit ist das ganze vermutlich auch kaum allein auf dem Mist von EVGA (arbeitet Grafikkarten-technisch nur mit nVidia zusammen) gewachsen, sondern darf mit einem überraschend schnellen Auslieferungstermin am 13. Januar (und damit noch vor dem Launch der Radeon RX 5600 XT am 21. Januar) durchaus als inoffizieller nVidia-Konter gesehen werden, um der Radeon RX 5600 XT schon vorab möglichst viel von ihrer Schlagkraft zu rauben.

Die Meldung zur Vorstellung der Radeon RX 5600 Serie enthält bezüglich der von AMD aufgebotenen Navi-basierten Mobile-Lösungen noch keine vollständigen Angaben – sprich, es fehlen noch die Daten zur Radeon RX 5300M sowie zur Radeon RX 5700M. AMD hat jene weiteren Mobile-Grafiklösungen bereits ohne große Ankündigungen in den Markt entlassen – zwar ohne Produkt-Webseite, aber deren Spezifikationen finden sich in AMDs Grafik-Produktauflistung. Dabei stellt die Radeon RX 5700M so etwas wie den direkten Wiedergänger der Radeon RX 5700 für Mobile-Bedürfnisse vor – rein nur mit einem niedrigeren Speichertakt, aber ansonsten identisch. Ob man die hohen Taktraten des Desktop-Modells allerdings wirklich im Notebook halten kann, wäre durchaus (vor dem Gegenbeweis) zu bezweifeln. Die Radeon RX 5300M als kleinstes Modell bringt dagegen die Hardware der Radeon RX 5500M zu niedrigeren Taktraten und einer Einschränkung des Speicherinterfaces auf nur 96 Bit Breite und damit nur 3 GB GDDR6-Speicher daher.

Dies hört sich insbesondere bezüglich der Speicherbestückung dann eher gruselig an, ist jedoch wohl auch nur als echtes Einsteiger-Angebot gedacht – und zum Ersatz von integrierter Grafik reicht es dicke, jene haben gewöhnlich weit schwächere Grafikchips und natürlich gar keinen eigenen Grafikspeicher. Für alle diese Mobile-Lösungen fehlen leider vollständige TDP-Angaben, so das sich deren Leistungsklasse derzeit nur als (arg) grobe Schätzung angeben läßt. Aufgrund der variablen TDP ist dabei in der Praxis letztlich alles möglich – inklusive auch der (hypothetischen) Situation, wo eine Radeon RX 5500M mit hoher TDP eine Radeon RX 5600M mit niedriger TDP hinter sich läßt. Insofern müssen entsprechende Tests (und eine Klarstellung der TDP-Angaben durch AMD selber) abgewartet werden, um diese neuen Mobile-Beschleuniger wirklich werten zu können. Es ist dennoch durchaus positiv entgegenzunehmen, das AMD in diesem Feld endlich einmal wieder einen Wettbewerb mit nVidias Mobile-Beschleunigern der GeForce GTX 16 & GeForce RTX 20 Serien lostritt – nachdem AMDs eigenes Angebot in diesem Marktsegment in den letzten Jahren mangels energieeffizienter Grafikchips faktisch eingeschlafen war.

Radeon RX 5300M Radeon RX 5500M Radeon RX 5600M Radeon RX 5700M
Chipbasis AMD Navi 14 AMD Navi 14 AMD Navi 10 AMD Navi 10
Technik 22 Shader-Cluster mit 1408 Shader-Einheiten an einem 96 Bit GDDR6-Interface 22 Shader-Cluster mit 1408 Shader-Einheiten an einem 128 Bit GDDR6-Interface 36 Shader-Cluster mit 2304 Shader-Einheiten an einem 192 Bit GDDR6-Interface 36 Shader-Cluster mit 2304 Shader-Einheiten an einem 256 Bit GDDR6-Interface
Taktraten ?/1181/3500 MHz (QDR) ?/1448/3500 MHz (QDR) ?/1190/3000 MHz (QDR) ?/1620/3000 MHz (QDR)
Rohleistungen 3,3 TFlops & 168 GB/sec 4,1 TFlops & 224 GB/sec 5,5 TFlops & 288 GB/sec 7,5 TFlops & 384 GB/sec
Speicher 3 GB GDDR6 4 GB GDDR6 6 GB GDDR6 8 GB GDDR6
TDP ? konfigurierbar ?? bis 85 Watt konfigurierbar 60 bis ?? Watt ?
FHD Perf.Index grob geschätzt ~400-500% grob geschätzt ~450-550% grob geschätzt ~550-700% grob geschätzt ~700-900%
Vorstellung 13. November 2019 7. Oktober 2019 6. Januar 2020 Ende 2019
Für einige Aufmerksamkeit sorgt derzeit die bei TechPowerUp zu sehende "EVGA GeForce RTX 2060 KO", bei welcher EVGA mittels eines leicht kostenoptimierten Grafikkarten-Designs einen Kampfpreis von 299 Dollar aufbieten will. Und dies ist dann beachtbar unterhalb des offiziellen Listenpreises der GeForce RTX 2060 von 349 Dollar - und insofern ungewöhnlich, als das unabhängig etwaig niedrigerer Straßenpreise eigentlich kein Grafikkarten-Hersteller beim Listenpreis unterhalb der Vorlage des jeweiligen Grafikchip-Entwicklers geht. Zwar sind Meldungen über eine (offizielle) "Preissenkung bei der GeForce RTX 2060" verfrüht, weil exakt dies die unwahrscheinlichste Lösung von allen wäre - speziell Intel & nVidia vermeiden direkte, offizielle Preissenkungen wie der Teufel das Weihwasser. Aber diese EVGA-Karte gibt durchaus schon den Hinweis darauf, wie nVidia die Situation zu handeln versuchen könnte: Einfach mittels Herstellerkarten zu niedrigeren Straßenpreisen - in deren Folge sich dann das gesamte Preisgefüge der GeForce RTX 2060 verschiebt und am Ende ein breitfächiges Angebot zu Straßenpreisen von ca. 300 Dollar bzw. hierzulande ca. 300-310 Euro herauskommt.




AMD  (FHD Perf.Index)
Listenpreis
nVidia  (FHD Perf.Index)




Radeon RX 5700 XT 8GB  (1090%)
399$
GeForce RTX 2060 Super 8GB  (1030%)


Radeon RX 5700 8GB  (980%)
349$



Radeon RX 5600 XT 6GB  (~840-870%)
279$ / 299$
GeForce RTX 2060 6GB  (910%)



249$
GeForce GTX 1660 Ti 6GB  (790%)



229$
GeForce GTX 1660 Super 6GB  (770%)


Radeon RX 5500 XT 8GB  (650%)
199$ / 219$
GeForce GTX 1660 6GB  (690%)


Radeon RX 5500 XT 4GB  (600%)
169$ / 159$
GeForce GTX 1650 Super 4GB  (610%)


Der Listenpreis der GeForce RTX 2060 liegt derzeit noch bei 349$, vorstehende Auflistung setzt jenen spekulativ schon auf 299$.