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Neue Kaveri-Benchmarks zeigen mittleren Zugewinn der Pro/MHz-Leistung

Beim japanischen Hermitage Akihabara (maschinelle Übersetzung ins Deutsche) gibt es den ersten Benchmark eines Retail-Modells von AMDs zum 14. Januar 2014 anstehenden Kaveri-APUs. Die entsprechenden Prozessoren gelangen derzeit wohl hier und da schon zu den Distributoren, so daß man in Fernost bereits einen für den Verkauf bestimmten A10-7850K mit 3.7 GHz Basis-Takt samt 4.0 GHz Turbo-Takt austesten konnte. Allerdings wurde die CPU nur in einen einzelnen Test unter dem Cinebench 15 geschickt – was um so diffiziler ist, als daß die 15er Version von Cinebench neu ist und zu dieser kaum Benchmark-Resultate anderer CPUs vorliegen.

Archit. Kerne Takt C15 Multi C15 Single (Quelle)
A10-7850K Kaveri 4 3.7/4.0 GHz 311 88 Hermitage Akihabara
A10-5800K Trinity 4 3.8/4.2 GHz 294 ? Xtreme Systems Forum
Core i3-2120 Sandy Bridge 2+HT 3.3 GHz 282 113 3D Fluff Cinebench 15 Database
Core i5-4670K Haswell 4 3.4/3.9 GHz 526 147 3D Fluff Cinebench 15 Database

Aus den wenigen vorliegenden Resultaten anderer CPUs im unübertakteten Zustand läßt sich jedoch erkennen, daß AMD bei Kaveri mittels der Steamroller-Ausbaustufe der Bulldozer-Architektur in der Tat einen gewissen praktischen Zugewinn an Pro/MHz-Leistung hat erreichen können: Der A10-5800K aus der Trinity-Architektur taktet minimal schneller, der A10-7850K aus der Kaveri-Architektur liegt dennoch im Cinebench-Test um 5,8% vorn. Rechnet man den Taktraten-Unterschied hinzu, ergibt sich eine gesteigerte Pro/MHz-Leistung um immerhin grob 9% – nicht ganz schlecht, sofern sich dieses Resultat auch in anderen Benchmarks wiederfinden läßt.

Große Bäume kann man damit – auch angesichts der niedrigeren Launch-Taktraten von Kaveri – allerdings nicht ausreißen, wie der Vergleich zu einigen Intel-CPUs zeigt: Der alte Core i3-2120 aus der Sandy-Bridge-Architektur kommt auf ein vergleichbares Ergebnis, die neueren Zweikerner von Intel aus der Haswell-Architektur werden hier noch etwas besser liegen. An die Leistung von echten Vierkern-Prozessoren aus Intels Haswell-Architektur kommt Kaveri bei weitem nicht heran, hier existiert weiterhin ein klarer Dimenionsunterschied. Kaveri verbleibt bei dieser Performance also im Mainstream-Segment – und ist damit uninteressant für Anwendungsfälle mit Performance-Anspruch.