
In den letzten Tagen gab es einige Meldungen zur Terminpräzisierung kommender Hardware-Projekte, nachdem die CES 2026 diesbezüglich nur Magerkost abgeliefert hatte. Den Anfang machen soll nun AMDs Ryzen AI 400 Serie für das Mobile-Segment, jene soll am 22. Januar in den Handel gehen. Ob es hierzu größere Aktivitäten bezüglich Launchreviews gibt, ist noch unsicher, eigentlich aber eher unwahrscheinlich, weil als reine Refresh-Generation ohne echte Impulse sich dies für AMD wie auch die Hardwaretester nicht wirklich lohnt. Denkbarerweise werden die Benchmarks zu Ryzen AI 400 dann zusammen mit dem Marktstart von Panther Lake abgehandelt: Die Launchreviews zum Core Ultra X9 388H soll es am 26. Januar geben, die Launchreviews zu den anderen Modellen folgen am 27. Januar, somit zum selben Tag wie deren Marktstart. Hiermit konzentriert Intel die Medienberichterstattung natürlich stark auf das Spitzenmodell, hoffentlich werden die kleineren und mittleren Panther-Lake-Modelle von den Hardwaretestern dennoch ähnlich breit untersucht bzw. von den Lesern jener Testberichte trotzdem beachtet. Danach stehen am 28. Januar die Launchreviews zum Ryzen 7 9850X3D an, dessen Marktstart ist hingegen für den 29. Januar angesetzt.
| Vorstellung | Modell-Daten | Launch-Reviews | Marktstart | |
|---|---|---|---|---|
| Intel Panther Lake | 9. Oktober 2025 | mit der CES 2026 | 26./27. Januar 2026 | 27. Januar 2026 |
| Intel Arrow Lake Refresh | ausstehend | derzeit nur per Gerüchteküche | ? | März/April 2026 |
| Intel Arc B700 Serie | ausstehend | derzeit nur per Gerüchteküche | ? | erstes Quartal 2026 (?) |
| AMD Ryzen 7 9850X3D | 5. Januar 2026 | (unvollständig) mit der CES 2026 | 28. Januar 2026 | 29. Januar 2026 |
| AMD Ryzen 9 9950X3D2 | ausstehend | derzeit nur per Gerüchteküche | ? | erstes Halbjahr 2026 (?) |
| AMD Ryzen AI (Desktop) | ausstehend | bislang noch gar nichts konkretes | ? | Anfang Q2/2026 |
| AMD Ryzen AI (Mobile) | 5. Januar 2026 | mit der CES 2026 | ? | 22. Januar 2026 |
| AMD Ryzen AI Max+ 388/392 | 5. Januar 2026 | mit der CES 2026 | ? | erstes Quartal 2026 |
Und letztlich gibt es noch einen groben Releasetermin zum Arrow-Lake-Refresh, welcher laut fernöstlicher Gerüchte allerdings erst in den Monaten März/April erwartet werden darf. Da könnte am Ende sogar noch Bartlett Lake schneller dran sein, welches angeblich im März ansteht – inklusive auch der 12-Kern-Version mit 12 reinen Performance-Kernen. Leider ist Bartlett Lake aber nach wie vor allein für den Edge-Bereich geplant, sprich geht in den rein professionellen Bereich und ist damit weder für Consumer noch den regulären Desktop-Bereich gedacht. Dabei sind eigentlich alle Voraussetzungen hierfür vorhanden: Gesockelte CPU (gewöhnlicher LGA1700) samt TDPs bis 125 Watt – und wie gesagt Modelle mit reinen P-Kernen bis hin zu 12-Kern-Versionen mit reinen P-Kernen. Jene wären auch so schon interessant für den Desktop-Einsatz, zusammen mit der Fähigkeit, DDR4-Speicher anzusteuern (und somit bei vielen Anwendern vorhandenen Speicher nutzen zu können) könnte dies möglicherweise ein tolles Desktop-Projekt für 2026 sein. Intel denkt diesbezüglich augenscheinlich anders und wird seinen ursprünglichen Releaseplan wohl nicht verlassen.
Bartlett Lake's embargo in March too
Quelle: Haze @ X am 14. Januar 2026
The 12P for Edge
Quelle: Haze @ X am 15. Januar 2026
VideoCardz zitieren das fernöstliche 'Board Channels', welche von einer zurückgehenden Lieferzuteilung an Grafikchips für GeForce RTX 5060 Ti 16GB und 5070 Ti sprechen, bei zugleich einem zunehmenden Lieferanteil bei Grafikchips für GeForce RTX 5060 & 5060 Ti 8GB. Das letztere regelrecht verstärkt geliefert werden, wurde damit nicht explizit gesagt, letztlich führt die Lieferreduzierung einzelner Grafikchips ganz automatisch zur Zunahme des relativen Gewichts aller anderen Lieferungen. So oder so reduziert nVidia hier vorsätzlich die Lieferungen der beiden günstigsten Modelle mit 16 GB VRAM und konzentriert sich auf seine 8-GB-Modelle – ein klarer Hinweis darauf, woher da der Wind weht. Allerdings ist einschränkenderweise zu sagen, dass speziell diese Meldung auch durchaus rein China-bezogen sein kann. Denn mit seinen 8-GB-Modellen kann nVidia im westlichen Markt nicht mehr viel erreichen, daran dürften auch Kürzungen der Lieferzuteilungen für GeForce RTX 5060 Ti 16GB und 5070 Ti wenig ändern.
Die ComputerBase hat ihre monatliche Übersicht zur Entwicklung der Speicherpreise im deutschen Einzelhandel aktualisiert, welche auf beliebten Produkten der Kategorien RAM, HDD und SSD beim Geizhals-Preisvergleich basiert. Demnach scheint sich der Aufschwung der RAM-Preise zwischen Dezember und Januar erheblich eingebremst zu haben, im Monatsvergleich ging es zuletzt "nur" noch um +26% nach oben (von November zu Dezember waren es hingegen +93%). Augenscheinlich ist da ein gewisser Sättingungsgrad erreicht, sprich zu den nunmehr im Markt aufgerufenen hohen Preisen bleiben die meisten Käufer schlicht fern. Die absolute Preissteigerung erhöhte sich aber trotzdem auf +344%, sprich man bezahlt derzeit das 4,4fache gegenüber dem September 2025. Bei konventionellen Festplatten bewegte sich mit +9% vergleichsweise wenig, aber dennoch liegen jene kumulativ damit schon um +46% über den September-Preisen.
| deutscher Einzelhandel | Sept. → Dez. | Dez. → Jan. | Sept. → Jan. |
|---|---|---|---|
| beliebte RAM-Kits | +252% | +26% | +344% |
| beliebte HDDs | +34% | +9% | +46% |
| beliebte SSDs | +42% | +23% | +74% |
| gemäß den Ausführungen der ComputerBase | |||
Sehr beachtbar ist dagegen der Anstieg der SSD-Preise um +23% innerhalb Monatsfrist, damit wird fast die (aktuelle) Höhe des Anstiegs der RAM-Preise erreicht. Kumulativ liegen die SSD-Preise damit um +74% über dem Niveau des Septembers, sprich auf dem 1,7fachen. Denkbarerweise dürfte dies bei SSDs in näherer Zukunft auch noch ähnlich weiter gehen, denn die Anzeichen aus der Herstellerindustrie sprechen dort nun auch von heftigen Preiserhöhungen, teilweise um gleich +100%. Bis dies im Endkundenmarkt ankommt, dauert dies logischerweise etwas, aber gegen diese grundsätzliche Tendenz ist wohl kein Kraut gewachsen. Letztlich schichten die Speicherchip-Hersteller immer zur lukrativsten Speichersorte um, dies ist (nach den letzten Preiserhöhungen) weiterhin HBM, gefolgt von DDR5-Speicher. Alle anderen Speichersorten werden mit gewissen zeitlichen Versatz mitgezogen, da es ansonsten keine ausreichende Fertigung gibt und dann sowieso die Preise explodieren. Die entsprechende 3DCenter-Aufstellung zur Preisentwicklung in der Speicherkrise wird zum Wochenende hin um die Januar-Werte aktualisiert werden und umfasst dann noch ein paar mehr Kategorien an Speicherprodukten.
Twitterer & Analyst 'Jukan' berichtet weiterhin Hintergründe zur Speicherkrise: So wird Samsung seine DRAM-Fertigung im Jahr 2026 gerade einmal um +5% ausweiten – natürlich deutlich zu wenig, um den (viel größeren) Bedarfsüberhang abzubauen. Allerdings gehen in 2026 natürlich auch nur bereits viel früher geplante Halbleiterwerke und neue Fertigungsstraßen online, die tatsächliche Reaktion der Speicherchip-Hersteller auf die laufende Speicherkrise kann man kaum vor dem 2027 sehen. Hierzu passend erwarten Goldman Sachs für das Jahr 2026 den höchsten Unterschied zwischen Angebot und Nachfrage bei DRAM und NAND – leider mit einem negativen Vorzeichen auf der Angebots-Seite, sprich es kann weniger geliefert werden als nachgefragt wird. Jene Differenz soll sich gemäß einer weiterführenden Prognose im Jahr 2027 schon klar abschwächen, aber auch dann weiterhin negativ bleiben. Dabei sind nachhaltig sinkende Preise eigentlich erst ab diesem Zeitpunkt zu erwarten, wo das Verhältnis von Angebot zu Nachfrage in einen gewissen Angebots-Überhang umkippt. Selbige Prognosen müssen natürlich nicht stimmen, aber laut jenen wäre jener Kipppunkt allerfrühestens gegen Ende 2027 zu erwarten (oder auch erst im Jahr 2028).