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News des 18./19. April 2026

Von Leaker 'Jaykihn' kommen umfangreiche Hinweise zu den Cache-Konfigurationen von Nova Lake, bezogen sowohl auf bLLC-Modelle als auch non-bLLC-Modelle. Zugleich gibt es weitergehende Informationen zu den Verkaufsnamen und zur Frage der CPU-Features AMX und AVX10.1: Tweet #1, Tweet #2, Tweet #3, Tweet #4 & Tweet #5. Die Sache wird somit etwas klarer und Intels kommendes Desktop-Portfolio für das Jahr 2027 bereits besser einschätzbar. Als neue SKU kommt eine weitere P2-Ausführung im Rahmen des "Core Ultra 9 400" hinzu, welche zwar den bLLC-Cache tragen soll, aber nicht damit beworben wird – sprich ausdrücklich nicht als "400D" laufen soll. Ansonsten ist der Suffix "D" zukünftig das klare Kennzeichen für die Existenz eines vergrößerten Level3-Caches (bLLC) und das Suffix "DX" kennzeichnet Prozessoren mit zwei Compute-Dies samt bLLC. Dies war beim ersten größeren Leak hierzu bereits vermutet worden, bestätigt sich nun aber.

Intel-Code Verkaufsname Kerne Die(s) L3-Cache TDPs Features
P3DX Core Ultra 400DX 52C = 16P+32E+4LP 2x 8P+16E+bLLC-Die 288 MB 175W bLLC/X-Modelle
P2DX Core Ultra 400DX 44C = 16P+24E+4LP 2x 8P+16E+bLLC-Die 264 MB 175W bLLC/X-Modelle
P2D Core Ultra 9 400D 28C = 8P+16E+4LP 8P+16E+bLLC-Die 144 MB 125W bLLC-Modelle
P2K Core Ultra 9 400K 28C = 8P+16E+4LP 8P+16E-Die 36 MB 65W/125W teilweise K-Modelle
P2 Core Ultra 9 400 22C = 6P+12E+4LP 8P+16E+bLLC-Die 108 MB ? bLLC-Modelle
P2 Core Ultra 9 400 22C = 6P+12E+4LP 8P+16E-Die 27 MB 65W -
P1D Core Ultra 7 400D 24C = 8P+12E+4LP 8P+16E+bLLC-Die 132 MB 125W bLLC-Modelle
P1K Core Ultra 7 400K 24C = 8P+12E+4LP 8P+16E-Die 33 MB 65W/125W teilweise K-Modelle
P1 Core Ultra 7 400 16C = 4P+8E+4LP 4P+8E-Die 18 MB 35W/65W -
MS2K(F) Core Ultra 5 400K/KF 22C = 6P+12E+4LP 8P+16E-Die 27 MB 65W/125W teilweise K- und KF-Modelle
MS2 Core Ultra 5 400 12C = 4P+4E+4LP 4P+8E-Die 18 MB 35W/65W -
MS1 Core Ultra 5 400 8C = 4P+0E+4LP 4P-Die 12 MB 35W/65W -
T1 Core Ultra 3 400 6C = 2P+0E+4LP 4P-Die 6 MB 35W/65W -
Hinweis: Angaben zu noch nicht offiziell vorgestellter Hardware basieren auf Gerüchten & Annahmen

Die PC Games Hardware hat sich erneut mit dem Speicherhunger von "Pragmata" beschäftigt, in deren Folge das Spiel eigenmächtig die Texturen- wie Objektdetails reduziert, sofern nicht genügend VRAM vorhanden ist. Hierfür gibt es dann auch Praxisbeweise, welche durchaus deutlich ausfallen. Die Problematik tritt dabei schon mit 8-GB-Grafikkarten selbst unter FullHD auf Raster-Rendering auf, und steigert sich dann in ihrem Ausmaß unter RayTracing und PathTracing. Sofern man die Einstellungen nicht zu hoch ansetzt, kommt eine GeForce RTX 3080 10GB gerade so vor diesen Problemen davon, generell empfiehlt die PCGH allerdings 12-GB-Grafikkarten für diesen Spieletitel. Im PathTracing-Bereich samt Framegenerierung sollen es dann eher 16 GB sein, aber dafür ist die Grundperformance der meisten 12-GB-Modelle sowieso (lange) nicht ausreichend. Nur mit den 8-GB-Modellen liegt Pragmata somit quer – wobei immer noch Erörtungen darüber fehlen, wie sich dies vielleicht lösen läßt. Da aber die Speicherbelegung des Spiels selbst bei minimaler Grafikpracht 6-7 GB erreicht, könnte es unter diesem Titel schwer werden, eine annehmbare Optikqualität mit einer 8-GB-Grafikkarte in Einklang zu bringen.

Laut Tippgeber HXL @ X kommt der Ryzen 9 9950X3D2 mit tatsächlich stark erhöhtem Powerlimit daher – von den 200W PPT des bekannten Ryzen 9 9950X3D geht es bei der neuen Variante mit verdoppeltem 3D V-Cache auf 250 Watt hinauf. Dies sind somit +50W bzw. +25% mehr zwischen beiden X3D-16-Kernern, was einen satten Sprung innerhalb dieses maßvollen Technikunterschieds ergibt. Augenscheinlich will AMD auf Biegen & Brechen einen beachtbaren Performanceabstand zwischen Ryzen 9 9950X3D und 9950X3D erzwingen – und denkbarerweise spielt hier auch mit hinein, dass sich kürzlich Intels neuer Core Ultra 7 270K Plus schon als ebenbürtig zum gewöhnlichen Ryzen 9 9950X (non X3D) unter Anwendungs-Benchmarks gezeigt hat. Der AM5-Sockel dürfte dies problemlos aushalten, in der Zen-4-Generation gab es bereits Prozessoren mit 230W PPT. Allerdings dürfte AMDs Warnung, dass der Ryzen 9 9950X3D2 nur mit Wasserkühlung sinnvoll zu betreiben ist, nunmehr eher wahrgenommen werden bzw. sollte genau jener Hinweis befolgt werden. Wie bekannt, tritt der Ryzen 9 9950X3D2 am 22. April an, mit den Launchreviews wahrscheinlich einen Tag vorher.

AMD Zen 5 X3D Kerne L2+L3 3DVC Takt iGPU OC TDP/PPT Listenpreis Retail Release
Ryzen 9 9950X3D2 16C/32T 16+64 MB 128 MB 4.3/5.6 GHz 200/250W $899 ? 22. April 2026
Ryzen 9 9950X3D 16C/32T 16+64 MB 64 MB 4.3/5.7 GHz 170/200W $699 / 769€ ab 629€ 12. März 2025
Ryzen 9 9900X3D 12C/24T 12+64 MB 64 MB 4.4/5.5 GHz 120/162W $599 / 659€ ab 532€ 12. März 2025
Ryzen 7 9850X3D 8C/16T 8+32 MB 64 MB 4.7/5.6 GHz 120/162W $499 / 499€ ab 458€ 29. Jan. 2026
Ryzen 7 9800X3D 8C/16T 8+32 MB 64 MB 4.7/5.2 GHz 120/162W $479 / 529€ ab 415€ 7. Nov. 2024
Ryzen 5 9600X3D 6C/12T 8+32 MB 64 MB ? ? ? ? ? ? komplett unbestimmt
Hinweis: Angaben zu noch nicht offiziell vorgestellter Hardware basieren auf Gerüchten & Annahmen

Nochmals die PC Games Hardware berichtet über neue HUDIMM-Speichermodule für DDR5, welche seitens ASRock erfunden und nun aber in Zusammenarbeit mit Intel vorangebracht werden sollen. Hierbei wird schlicht der zweite 32-Bit-Subchannel von DDR5 weggelassen, womit das HUDIMM-Speichermodul nur mit der halben Speicherbandbreite arbeitet. Das ganze ist damit natürlich gedacht für Einsteiger- und OEM-PCs, wo jede Kostenersparnis gern mitgenommen wird. Und natürlich ist ein HUDIMM-Modul etwas günstiger, selbst bei gleicher Speicherbestückung, als ein reguläres UDIMM-Modul. Damit könnte man auf dem Retailmarkt innerhalb der Speicherkrise die Preise gewöhnlicher UDIMM-Module unterbieten, selbst wenn der Kostenspareffekt begrenzt sein dürfte, da natürlich der Hauptteil des Abgabepreises über die Speicherchips selbst kommt. Performance-technisch entsprechen zwei HUDIMM-Module einer SingleChannel-Bestückung, die Pressebilder mit nur einem HUDIMM-Modul deuten es aber schon an, dass das ganze eher für PCs mit nur einem Speichermodul gedacht ist. In diesem Fall nutzt man vom CPU-Speicherinterface von 128 Bit gerade einmal 32 Bit, ergo ein Viertel – was sich dann schon stärker bemerkbar machen dürfte und wahrscheinlich kaum jemals den vermutlich nur geringen Kostenvorteil des HUDIMM-Moduls wert ist.