
Tippgeber Gray @ X beschäftigt sich mit den zukünftigen Intel Prozessoren-Generationen, den hierfür angesetzten Kern-Architekturen, Sockeln und Produktausrichtungen auf Mobile- oder/und Desktop-Einsatz. Die Auflistung ist nicht perfekt, so wird der hier genannte "Cooper Shark" P-Kern für "Titan Lake" seitens Leaker Jaykihn vielmehr als ein E-Kern eingeordnet. Selbst dies ist aber noch nicht ganz feststehend – andere sagen, dass Intel hiermit seine "Unified Core" Architektur umsetzt und somit "Cooper Shark" sowohl P- als auch E-Kern darstellt. Andererseits ging die Tendenz in letzter Zeit eher in die Richtung, das "Unified Core" Projekt eher denn auf "Hammer Lake" zu verschieben – womöglich sogar inklusive der superhohen hierfür gemeldeten Kern-Anzahl von 48P+48E+4LPE (insgesamt 100 CPU-Kerne). Es würde wohl etwas gängiger aussehen, wenn Intel die Kern-Anzahl nicht so rasant von "Nova Lake" (bis zu 52 CPU-Kern) über "Razor Lake" schon zu "Titan Lake" auf 100 CPU-Kerne steigert, sondern wenn dies dann erst mit "Hammer Lake" (somit etwas später) passieren würde.
RZL is HX/S/WS
TTL is Mobile Only (U/H/P)
Quelle: Gray @ X am 30. April 2026
TTL is not desktop and it’s not unified, afaik.
HML is up in the air. Only NVL and RZL are known to be LGA1954.
Quelle: Jaykihn @ X am 15. April 2026
All dies ist noch gut in der Schwebe, die derzeit griffigste neue Information seitens 'Gray' besteht in der Einordnung von Razor Lake als vollständige Intel-Generation, sprich mit CPU-Produkten für Mobile- und Desktop-Einsatz. Hierbei wird wieder der Sockel LGA1954 von Nova Lake verwendet werden, damit sind zumindest zwei Intel-Generationen auf diesem Sockel gesichert. Danach scheint es jedoch mit einer zwischengeschobenen Mobile-Generation weiterzugehen – sowohl 'Gray' als auch vorher schon 'Jaykihn' bezeichnen Titan Lake als non-Desktop-Generation, sprich reine Mobile-Generation. Dies erhöht zudem den Verdacht, dass Intel ausgerechnet in dieser Zwischengeneration noch nicht das "Unified Core" Projekt umsetzen wird, und vor allem nicht die Kern-Anzahl nochmals massiv steigern dürfte. Insbesondere letzteres ist zwingend nur für eine Desktop-Generation zu erwarten, ergo nicht vor Hammer Lake. Jenes dürfte dann jedoch sicherlich wieder für Desktop-Bedürfnisse gedacht sein, zwei reine Mobile-Generationen direkt hintereinander wird Intel kaum bringen. "Serpent Lake" ist hingegen "nur" ein Seitenprojekt auf Basis von Titan Lake – und zwar mit nVidia- anstatt Intel-Grafiklösung.
| Fertigung | CPU-Architekturen | max. Kerne | HT/RU | iGPU | Sockel | Ausrichtung | Release | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Alder Lake | Intel 7 | Golden Cove + Gracemont | 8P+8E | HT | Xe | LGA1700 | Desktop & Mobile | 4. Nov. 2021 |
| Raptor Lake | Intel 7 | Raptor Cove + Gracemont | 8P+16E | HT | Xe | LGA1700 | Desktop & Mobile | 20. Okt. 2022 |
| Raptor Lake Refresh | Intel 7 | Raptor Cove + Gracemont | 8P+16E | HT | Xe | LGA1700 | Desktop & HX-Mobile | 17. Okt. 2023 |
| Meteor Lake | Intel 4 | Redwood Cove + Crestmont | 6P+8E+2LPE | HT | Xe | – | rein Mobile (kein HX) | 14. Dez. 2023 |
| Lunar Lake | TSMC N3B | Lion Cove + Skymont | 4P+4LPE | – | Xe2 | – | rein UltraMobile | 24. Sept. 2024 |
| Arrow Lake | TSMC N3B+N5 | Lion Cove + Skymont | 8P+16E (6P+8E+2LPE) | – | Xe | LGA1851 | Desktop & Mobile | 25. Okt. 2024 |
| Meteor Lake Refresh | Intel 3 | Redwood Cove + Crestmont | 2P+8E+2LPE | HT | Xe | – | rein UltraMobile | 6. Jan. 2025 |
| Panther Lake | Intel 18A | Cougar Cove + Darkmont | 4P+8E+4LPE | – | Xe3 | – | rein Mobile (kein HX) | 6. Jan. 2026 |
| Nova Lake | TSMC N2+N3E | Coyote Cove + Arctic Wolf | 16P+32E+4LPE | – | Xe3 | LGA1954 | Desktop & Mobile | Q4/26-Q1/27 |
| Razor Lake | ? | Griffin Cove + Golden Eagle (?) | ? | ? | ? | LGA1954 | Desktop & Mobile | Q4/27-Q1/28 |
| Titan Lake | ? | ? + Cooper Shark (?) | ? | ? | Xe3 | – | rein Mobile | Q4/28-Q1/29 |
| Serpent Lake | ? | wie Titan Lake | ? | ? | nVidia | – | rein Mobile | ? |
| Hammer Lake | ? | Unified Cores (?) | 48P+48E+4LPE (?) | ? | ? | LGA1954 (?) | ? | Q4/29-Q1/30 |
| Hinweis: Angaben zu noch nicht offiziell vorgestellter Hardware basieren auf Gerüchten & Annahmen: Fertigung bezogen jeweils nur auf die CPU- & GPU-Tiles | ||||||||
Nicht ganz unpassend zu diesen langfristigen Intel-Plänen berichtet das koreanische The Elec über erste konkrete Schritte zugunsten von DDR6-Speicher. So wollen Samsung und SK Hynix von den Substrathersteller erste Testmuster ihrer Produkte für DDR6-Speicherplatinen sehen, was immer noch ein Schritt am Anfang der praktischen Umsetzung ist, aber eben bereits außerhalb von Roadmaps und Technikentwürfen stattfindet. Wichtig ist die zeitliche Einordnung hierzu, denn laut 'The Elec' dauert es nunmehr noch mehr als zwei Jahre bis zur Produktreife. Somit liegt der frühestmögliche Releasetermin zu DDR6 im Jahr 2028 (eher Jahresende) – was natürlich nicht bedeutet, dass der neue Speicher dann umgehend für alle Produktgruppen genutzt wird. Gerade zu DDR6-Speicher gilt derzeit die breite Annahme, dass jener erst einmal nur im Server-Segment adaptiert wird und die Consumer-Prozessoren vielleicht sogar erst mit jahrelanger Verzögerung dran sind. Sehr gut möglich also, dass DDR6 im Consumer-Segment nicht vor (Ende) 2030 spruchreif wird. Bei AMD & Intel bedeutet dies neben der Erarbeitung entsprechender Speicherinterface in jedem Fall auch einen Sockel-Wechsel – und damit natürlich auch eine Aussage zur Langlebigkeit der jeweils vorhergehenden Sockel AM5 und LGA1954.
Seitens Zed Up @ YouTube (via VideoCardz) kommen die ersten Gaming-Benchmarks zu Bartlett Lake 12P, verglichen wurde dabei das Spitzenmodell Core 9 273PQE gegen einen Core i9-14900K (auf demselben LGA1700-Board). Jener 12-Kerner von "Bartlett Lake" hat gegenüber dem besten Raptor-Lake-Prozessor nicht einmal ganz dessen maximale Taktrate (5.9 vs 6.0 GHz), einen gewissen Nachteil beim insgesamten Level2-Cache (24 vs 32 MB) und kann nicht ständig auf ein Powerlimit von 253 Watt zurückgreifen, sondern muß mit einer TDP von 125 Watt auskommen (zuzüglich nach wie vor unbekanntem Boostmodus). Die ersten Tests zur Anwendungs-Benchmarks waren zudem nett, aber nicht zwingend (langsamer als die besten Raptor-Lake-Modelle) – aber nun bei den Spiele-Benchmarks packt Bartlett Lake die Samthandschuhe aus und gewinnt jene Spiele-Benchmarks knapp gegen Raptor Lake. Die Differenzen liegen zwar allesamt im einstelligen Prozentbereich und sind somit gering, aber dies ist für einen zum Industrie-Einsatz gedachten Prozessor dennoch aller Ehren wert.
| Core i9-14900K | Core 9 273PQE | Differenz | |
|---|---|---|---|
| Raptor Lake, 8P+16E/32T, 3.2/6.0 GHz, 32+36 MB L2+L3, 253W, LGA1700 | Bartlett Lake, 12P/24T, 3.4/5.9 GHz, 24+36 MB L2+L3, 125/?W, LGA1700 | ||
| Counter-Strike 2 | 330 fps | 325 fps | –1,5% |
| Horizon Dawn | 294 fps | 310 fps | +5,4% |
| Monster Hunter Wilds | 118,75 fps | 125,77 fps | +5,9% |
| Outcast | 55 fps | 60 fps | +9,1% |
| Rainbow Six Siege | kein Unterschied | – | |
| Shadow of the Tomb Raider | 250 fps | 273 fps | +9,1% |
| gemäß der Benchmark-Auswertung von VideoCarz zu Benchmarks von Zed Up @ YouTube unter üblicherweise 1280x720 | |||
Wenn Intel hier richtig auf Desktop- und speziell Gaming-Bedürfnisse optimieren würde, wäre da sicherlich noch einiges drin: Ordentliches Powerlimit (niemand sagt, dass es gleich dauerhaft 253W sein müssen), vielleicht noch selektierte SKUs mit etwas mehr Spitzentakt – und sicherlich die Freigabe besserer Speichertaktraten, was auf Basis dieser inzwischen altgedienten Speichercontroller in einem neu aufgelegten Prozessoren-Die (Bartlett Lake 12P ist ein eigenes Die, erst im Jahr 2025 erstmals aufgelegt) sehr wohl möglich sein sollte. Erstaunlich, dass Intel hier nicht daran denkt, diese vor der Nase befindliche Frucht zu pflücken – noch dazu, wo das ganze aus einer älteren Intel-Fertigung kommt (Intel 7) und somit die Auslastung und Profitablität der eigenen Werke sichern würde. Wahrscheinlich liegt die Auflösung hierzu aber darin, dass das Arrow-Lake-Produktteam bei Intel gegen Konkurrenz aus eigenem Haus ist, denn ein paar Punkte auf Raptor Lake oben drauf bringen Arrow Lake ganz schnell wieder in Gefahr – wo man gerade eben erst mit dem Plus-Refresh sich endlich von Raptor Lake (geringfügig) absetzen konnte. In diesem Fall verhindert augenscheinlich Firmenpolitik ein gutklassiges Produkt – welches noch dazu gut ins Jahr 2026 bzw. zur Speicherkrise gepasst hätte, denn Bartlett Lake kann natürlich auch noch mit DDR4-Speicher umgehen.