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3072 Shader-Einheiten bei der GeForce GTX Titan X bestätigt

Videocardz zeigen einen OpenCL-Performancewert zur GeForce GTX Titan X, welcher die neue Enthusiasten-Grafikkarte (natürlich) an die Spitze des Rankings stellt. Die dabei erreichte OpenCL-Performance dürfte mit +30,6% gegenüber der GeForce GTX 980 im Rahmen der Erwartungen liegen. Eher interessant ist daher, daß sich über die OpenCL-Einträge einige Hardware-Daten zur GeForce GTX Titan X bestätigen lassen: Ausgelesen wurden die 3072 Shader-Einheiten sowie ein Boosttakt von 1076 MHz ("max_clock_frequency" liest bei einer GeForce GTX 980 "1215 MHz" aus, was dem offiziellen Boosttakt von 1216 MHz entspricht). Gegenüber dem Grundtakt von 1002 MHz bei der GeForce GTX Titan X und den bei anderen Maxwell-basierten Grafikkarten vorhandenen sowie erreichten Taktraten erscheint dies als etwas wenig, ist aber immer noch mehr als bei den früheren Titan-Grafikkarten, welche meistens bedeutsam unterhalb der Marke von 1000 MHz Chiptakt liefen.

Auf dem genannten Boost-Takt erzielt die GeForce GTX Titan X dann eine Rechenleistung von +32,7% gegenüber der GeForce GTX 980, was angesichts von 50% mehr Shader-Einheiten nicht gerade effektiv ist. Daß die GeForce GTX Titan X dann diesen Vorteil an Rechenleistung gemäß allen Vorab-Benchmarks so perfekt in Mehrperformance umsetzen kann, dürfte primär an dem breiteren Speicherinterface des GM200-Chips hängen, welches der GeForce GTX Titan X glatte 50% mehr Speicherbandbreite gegenüber der GeForce GTX 980 gibt (was natürlich vor allen in hohen Auflösungen wertvoll sein wird).

    nVidia GeForce GTX Titan X

  • sicher:  GM200-Chip
  • ziemlich sicher:  28nm-Fertigung von TSMC
  • sicher:  ~8 Milliarden Transistoren auf geschätzt ~570mm² Chipfläche
  • sicher:  Maxwell 2 Architektur
  • ziemlich sicher:  Hardware-Support für DirectX 12.1
  • vermutlich:  6 Raster-Engines (mit verdoppelter Raster-Power)
  • sicher:  3072 Shader-Einheiten in 24 Shader-Clustern (SMX)
  • ziemlich sicher:  192 Textureneinheiten (TMUs)
  • vermutlich:  96 Raster Operation Units (ROPs)
  • ziemlich sicher:  3 MB Level2-Cache
  • ziemlich sicher:  keine 1/3 DoublePrecision-Fähigkeit wie bei früheren Titan-Grafikkarten, möglicherweise nur 1/32
  • sicher:  384 Bit DDR GDDR5-Speicherinterface
  • Speicherausbau:  12 GB GDDR5-Speicher
  • Chiptakt:  1002 MHz default, 1076 MHz Boost
  • wahrscheinlicher Speichertakt:  3500 MHz
  • Stromstecker:  1x 6pol. & 1x 8pol., TDP damit wahrscheinlich ~250 Watt
  • Performance-Prognose:  +30% bis +35% zur GeForce GTX 980
  • Performance-Index gemäß Vorab-Tests:  ~740-770%
  • Launchtermin:  17. oder 19. März 2015 (15 Uhr MEZ)
  • mögliche Preislage:  1000 Euro (?)

Offen bleibt zur GeForce GTX Titan X trotz der Bestätigung der 3072 Shader-Einheiten noch die Frage, ob es sich hierbei um den Vollausbau des GM200-Chips handelt – oder ob nVidia doch noch den einen oder anderen Shader-Cluster zurückhält. Normalerweise sind die Grafikchip-Entwickler hierzu immer sehr zugeknöpft, im konkreten Fall könnte jedoch die (zum Launch zu erwartende) offizielle Bekanntgabe der Anzahl der Raster-Engines der GeForce GTX Titan X weiterhelfen: Sind es 6 Stück, dann wird der GM200-Chip kaum mehr als 3072 Shader-Einheiten aka 24 Shader-Cluster tragen – denn die nächste zu 6 Raster-Engines passende Anzahl an Shader-Clustern wären gleich 30 Stück aka utopische 3840 Shader-Einheiten. Sind es dagegen nur 5 Raster-Engines, dann ist es eher wahrscheinlich, daß der GM200-Chip in Wahrheit 25 Shader-Cluster aka 3200 Shader-Einheiten trägt, denn zu 5 Raster-Engines passen halt 25 Shader-Cluster besser als nur 24.