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GeForce GTX 1040 als mögliche dritte GP107-Variante

WCCF Tech erwähnen (leider ohne Quellenangabe) auch noch eine dritte GP107-Variante neben GeForce GTX 1050 & 1050 Ti – eine möglicherweise "GeForce GTX 1040" genannte Karte. Das zu dieser Karte auch noch der Name "GeForce GTX 1050 SE" genannt wird, deutet wohl an, das deren Verkaufsname noch nicht wirklich feststehend ist. "GeForce GTX 1040" klingt jedoch naheliegend – und für noch kleinere Varianten unterhalb dieser Karte bleibt dennoch genügend Platz. Ohne die originale Quelle lesen zu können, bleibt jedoch unklar, ob die zur Karte genannten 512 Shader-Einheiten an einem 128 Bit Speicherinterface mit 2 GB Speicher zu einem Listenpreis von 99 Dollar nun einer guten Annahme entspringen (ergo spekulativ sind) – oder aber wenigstens auf einem handfesten Gerücht basieren. Angenommen, die GeForce GTX 1050 kommt wirklich mit 640 Shader-Einheiten daher, wären die 512 Shader-Einheiten bei der GeForce GTX 1040 natürlich ebenso naheliegend – genauso wie die Speicherbestückung und der genannte Preis.

Radeon RX 460 GeForce GTX 1040 GeForce GTX 1050 GeForce GTX 1050 Ti
Chipbasis AMD Polaris 11 nVidia GP107 nVidia GP107 nVidia GP107
Architektur GCN4, DirectX 12 Feature-Level 12_0 Pascal, DirectX 12 Feature-Level 12_1
Technik 2 Raster-Engines, 896 Shader-Einheiten, 56 TMUs, 16 ROPs, 128 Bit GDDR5-Interface (Salvage) angbl./spekul. 512 Shader-Einheiten, 32 TMUs, 32 ROPs (?), 128 Bit GDDR5-Interface (Salvage) angbl. 640 Shader-Einheiten, 40 TMUs, 32 ROPs (?), 128 Bit GDDR5-Interface (Salvage) angbl. 768 Shader-Einheiten, 48 TMUs, 32 ROPs, 128 Bit GDDR5-Interface (Vollausbau)
Taktraten 1090/1200/3500 MHz
(Ø-Chiptakt: ~1170 MHz)
unbekannt angbl. 1354/1455/? MHz angbl. 1290/1382/3500 MHz
Speicherausbau 2/4 GB GDDR5 2 GB GDDR5 2 GB GDDR5 4 GB GDDR5
off. Verbrauch <75W (TBP) unbekannt 75W (GBP) 75W (GBP)
FullHD Perf.Index 260% gesch. ~200-230% gesch. ~260-280% gesch. ~300-320%
Listenpreis 109$ angbl./spekul. 99$ spekul. 129$ spekul. 149$
Launch 8. August 2016 unbekannt angbl. Ende Oktober 2016 angbl. Mitte/Ende Oktober 2016

Die Performance der GeForce GTX 1040 läßt sich wegen der fehlenden Taktraten-Angabe derzeit nur grob schätzen – aber man kann ja einfach einen sinnvollen Performanceabstand zur GeForce GTX 1050 ansetzen, dies dürfte dann in etwa die Performance der GeForce GTX 750 Ti (Perf.Index 210%) ergeben – und damit dann auch die letzte Maxwell-basierte Grafikkarte ersetzen. Ob sich eine wirkliche Gaming-Eignung bei einer Karte mit dieser Performance einstellt, darf zwar eigentlich bezweifelt werden – aber in sehr preissensitiven Märkten kann man solcherart Grafikkarten trotzdem absetzen, zudem dürften auch die Hersteller von Komplett-PCs teilweise interessiert sein (wobei jene meistens eigentlich noch preisgünstigere Lösungen einsetzen). Außerhalb des Gamer-Marktes könnten zudem Nutzer von Mini-ITX-Lösungen interessiert sein, da der Stromverbrauch der Karte sicherlich weit unter den (maximal) 75 Watt des PCI-Express-Steckplatzes liegen sollte. Zum Termin der GeForce GTX 1040 ist leider noch gar nichts bekannt – jener dürfte aber sicherlich nach GeForce GTX 1050 & 1050 Ti liegen, sprich nicht vor November.

Sofern eine solche Karte tatsächlich noch auf dem GP107-Chip basiert, ergibt sich zudem ganz automatisch, das der nächstkleinere Pascal-Chip in Form des GP108 dann bei 384 Shader-Einheiten bleiben wird – wie schon seine Vorgänger GM108 und GK208. nVidia muß mit diesen Kleinchips (regelmäßig unterhalb von 90mm² Chipfläche) aber auch gar keine Performance bieten bzw. kann dies allein über die steigenden Taktraten der Pascal-Generation erreichen – wichtig ist allein die Existenz dieser totalen Einsteigerprodukte zugunsten von günstigstmöglichen Mobile-Grafiklösungen sowie OEM-Grafikkarten für billige Komplett-PCs. Die Auflage neuer LowEnd-Grafikkarten bietet sich für nVidia mit der 14/16nm-Fertigung der Pascal-Generation mal wieder an, nachdem man innerhalb der GeForce 900 Serie das LowEnd-Segment (zumeist) nicht neu besetzt hatte, sondern dort (weitgehend) an älteren Lösungen aus der GeForce 700 Serie festgehalten hatte. So aber könnte nVidia im weiteren Verlauf den GP108-Chip für typische LowEnd-Lösungen wie GeForce 1005, 1010, 1020 & 1030 verwenden – welche natürlich keine Performance versprechen können, aber dennoch hier und da ihre Anwendung finden, gerade wenn die Hersteller von LowCost-Mainboards der integrierten Grafiklösung keine vernünftigen Display-Ausgänge spendiert haben.