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News des 6. Mai 2026

VideoCardz, ComputerBase und PC Games Hardware erinnern an die Ankündigung von GeForce GTX 1070 & 1080 vor genau 10 Jahren, welche den Startschuß der überaus erfolgreichen und beliebten Pascal-Generation gaben. Die seinerzeitige Ankündigung lieferte nur einen Teil der benötigten Daten, aber Launch-Reviews und Marktstart wurden dann in wenigen Wochen bis zum Mai-Ende komplett durchgezogen – es war eine Zeit, wo dies alles schneller wie zackiger lief. GeForce GTX 1070 & 1080 lieferten beiderseits neben Architektur-Verbesserungen auch eine verdoppelte Speichermenge von 4 auf 8 GB VRAM gegenüber ihren Vorgängern – womit diese Speicherbestückung von 8 GB somit seit dem Jahr 2016 bereits Standard im (seinerzeitigen) HighEnd-Segment ist. Zugleich gab es satte Performance-Gewinne im Rahmen von +54-71% für beide Karten, wobei sich dies bei den nachfolgenden Lösungen "GeForce GTX 1080 Ti" (Enthusiast) und "GeForce GTX 1060 6GB" (Midrange) genauso fortsetzte. Weil alles ziemlich "rund" war und die Karten auch noch eine ziemliche Langlebigkeit aufwiesen, hat die Pascal-Generation enorm zum guten Ruf nVidias unter Spielern beigetragen.

GeForce GTX 1070 GeForce GTX 1080
Chip-Basis nVidia GP104, 7,2 Mrd. Transistoren in 16nm auf 314mm² Chipfläche
Hardware 3 RE, 15 SM (1920 SE) @ 256-bit 4 RE, 20 SM (2560 SE) @ 256-bit
VRAM 8 GB GDDR5  (+129% ggü GTX 970) 8 GB GDDR5X  (+100% ggü GTX 980)
TDP / Realverbrauch 150W / 147W 180W / 176W
FHD / 4K Perf-Index (zum Launch) 800% / 107% 960% / 132%
FHD / 4K Perf.-Gewinn (zum Launch) +54% / +67% ggü. GTX 970 +60% / +71% ggü. GTX 980
Listenpreis (AIB / FE) 379$ / 449$ 599$ / 699$
Ankündigung 6. Mai 2016 6. Mai 2016
Launch-Reviews 30. Mai 2016 17. Mai 2016
Marktstart 10. Juni 2016 27. Mai 2016

Nachdem nun auch AMDs Geschäftszahlen vorliegen, läßt sich im Vergleich mit Intels Geschäftszahlen ein unüblicher Gleichklang der Dinge bei der Frage Consumer- oder Server-Prozessoren feststellen: Zwar haben im ersten Quartal (gegenüber dem Vorjahreszeitraum) beide Sparten sowohl bei AMD als auch Intel zugelegt, die Server-Sparte dabei allerdings jeweils klar stärker und inzwischen auch auf dem besseren Wachstumskurs. Denn beide Prozessoren-Hersteller erwarten für das laufende zweite Quartal gleichlautend einen klar zurückgehenden Absatz bei Consumer-Prozessoren, aber weiter klar steigende Absätze bei Server-Prozessoren. Die Gleichförmigkeit der Hersteller-Aussagen zu diesem Thema zeigt darauf hin, dass hier ein allgemeiner wie großer Trend am Laufen ist, welchem sich die einzelnen Hersteller egal ihrer Größe überhaupt nicht entziehen können. Leider ist es in diesem Fall ein Trend zur weiteren Verlagerung der Geschäftsaktivitäten bei AMD und Intel in den Profi-Bereich hinein – eine Entwicklung, die langfristig nicht gut für das Consumer-Geschäft ist, wie bei nVidia (über 90% Profi-Anteil am Konzernumsatz) nunmehr klar zu sehen.

Die ComputerBase hat ihren Grafikkarten-Testparcours für das Jahr 2026 erneuert, dies geschah unter Hinzunahme neuer Spiele und neuer Upscaler-Methoden. Bezüglich letzterem wurden nunmehr DLSS4 und FSR4 hinzugefügt – während man auf DLSS 4.5 noch verzichtet, da es hierfür kein (qualitatives) AMD-Gegenstück gibt und gleichzeitig DLSS 4.5 auch etwas mehr Leistung von den nVidia-Grafikkarten wegnuckelt (jene also in reinen Performance-Tests schlechter dastehen lassen würde). Trotz all dieser Aktualisierungen ändert sich am insgesamten Performance-Bild nur vergleichsweise wenig, darauf hindeutend, dass alter wie neuer Grafikkarten-Testparcours ausreichend breit und solide ausgestaltet sind. Bemerkbare Veränderungen betreffen Zugewinne bei den Radeon RX 9000 Modellen sowie bei Intel-Grafikkarten, welche allerdings beiderseits auch wieder im Rahmen bleiben. Da sich auch der neue Testparcours wieder stark auf die bestmögliche Grafikqualität konzentriert und somit für kleinere und VRAM-schwache Grafikkarten zunehmend ungeeignet ist, soll noch ein extra Testparcours für Einsteiger-Grafikkarten mit den für diesen passenden Grafiksettings folgen. Ein solcher extra Testparcours ist derzeit wohl notwendig, so lange im Einsteiger- und Mainstream-Bereich noch derart viele 8-GB-Grafikkarten mitgeschleppt werden.

Bei Notebookcheck thematisiert man den faktisch nicht vorhandenen Generationsgewinn der Ryzen AI 400 Serie an Mobile-Prozessoren auf "Gorgon Point" Basis. Jene zur CES 2026 vorgestellte "neue" Mobile-Serie ist natürlich eigentlich nur ein Renaming der vorherigen Ryzen AI 300 Serie auf Basis von "Strix Point" – wobei hier wahrscheinlich das exakt selbe Silizium zum Einsatz kommt, einfach nur mit einem neuen Codenamen und Verkaufsnamen passend zur neuen Jahreszahl. Damit können AMD und die Notebook-Hersteller bei ihrem jährlich neuen Notebook-Modellen einen "neuen" Prozessor vorgaukeln, aber letztlich zeigt sich in der Praxis keinerlei Bewegung bei der Performance. Im Test von Notebookcheck kam somit ein Ryzen AI 7 450 auf grundsätzlich derselben Prozessoren-Power wie ein Ryzen AI 7 350 heraus – kein Wunder, wenn man sich die Spezifikationen bzw. die "Unterschiede" zwischen den Prozessoren-Serien Ryzen AI 300 & 400 ansieht. Hier ergibt sich in der Tat ein "Stillstand" bei AMDs diesjähriger Mobile-Serie – was dann allerdings üblicherweise im folgenden Jahr durch einen entsprechend größeren Schritt nach vorn wieder (halbwegs) ausgebügelt werden sollte.

AMD Gorgon Point Kerne P-Takt L2+L3 iGPU Speichersupport TDP Differenz zum Vorgänger
Ryzen AI 9 HX 475 4P+8D/24T 2.0/5.2 GHz 12+24 MB Radeon 890M, 16 CU @ ≤3.1 GHz LPDDR5X/8533 28W (15-54W) Ryzen AI 9 HX 375: –100 MHz Boost, +200 MHz iGPU
Ryzen AI 9 HX 470 4P+8D/24T 2.0/5.2 GHz 12+24 MB Radeon 890M, 16 CU @ ≤3.1 GHz LPDDR5X/8533 28W (15-54W) Ryzen AI 9 HX 370: –100 MHz Boost, +200 MHz iGPU
Ryzen AI 9 465 4P+6D/20T 2.0/5.0 GHz 10+24 MB Radeon 880M, 12 CU @ ≤2.9 GHz LPDDR5X/8533 28W (15-54W) Ryzen AI 9 365: keine echte Differenz
Ryzen AI 7 450 4P+4D/16T 2.0/5.1 GHz 8+16 MB Radeon 860M, 8 CU @ ≤3.1 GHz LPDDR5X/8533 28W (15-54W) Ryzen AI 7 350: +100 MHz Boost, –100 MHz iGPU
Ryzen AI 7 445 2P+4D/12T 2.0/4.6 GHz 6+8 MB Radeon 840M, 4 CU @ ≤2.9 GHz LPDDR5X/8000 28W (15-54W) kein direkter Vorgänger
Ryzen AI 5 440 3P+3D/12T 2.0/4.8 GHz 6+16 MB Radeon 840M, 4 CU @ ≤2.9 GHz LPDDR5X/8000 28W (15-54W) Ryzen AI 7 340: keine echte Differenz
Ryzen AI 5 435 2P+4D/12T 2.0/4.5 GHz 6+8 MB Radeon 840M, 4 CU @ ≤2.8 GHz LPDDR5X/8000 28W (15-54W) kein direkter Vorgänger
Ryzen AI 5 430 1P+3D/8T 2.0/4.5 GHz 4+8 MB Radeon 840M, 4 CU @ ≤2.8 GHz LPDDR5X/8000 28W (15-28W) Ryzen AI 5 330: +2 CU
Hinweis: Der Unterschied zwischen Ryzen AI 9 HX 470 & 475 liegt allein bei der NPU-Leistung: 55 vs. 60 TOPs.