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News des 9. April 2026

VideoCardz zeigen ein nVidia/MediaTek "N1" Laptop-Mainboard im Foto – und damit den Beweis, dass dieses Projekt voranschreitet und durchaus zur kommenden Computex (2.-5. Juni) offiziell vorgestellt werden könnte. Der tatsächliche Marktstart dürfte allerdings später erfolgen, inzwischen dürfte da kaum etwas vor dem Herbst 2026 passieren – ansonsten müsste es schon mehr dieser kleinen Leaks geben. Dem Mainboard-Foto selber ist nicht viel zu entnehmen außer dem Verbau von zwei M.2-Steckplätzen sowie 128 GB LPDDR5X/8533 Speicher. Jene wurden in Form von acht Einzelchips ausgeführt, was beim üblichen Interface von LPDDR5X (16bittig) somit auf ein insgesamt 128bittiges Speicherinterface hindeutet. Technisch dürfte die N1-Familie an WoA-SoCs zu deutlich mehr in der Lage sein, ob MediaTek dies alles für reale Windows-Notebooks ausführt, bleibt unbekannt – dies ist schließlich immer auch eine Kostenfrage, größere Interfaces ergeben teurere Mainboards. Ganz generell ist die in den Consumer-Markt entlassende Hardware-Konfiguration dieser WoA-SoCs noch ziemlich offen, am baugleichen "GB10"-Chip kann man sich im Maximum orientieren, für den Massenmarkt sind dennoch kleinere Varianten zu erwarten.

nVidia "N1E" nVidia N1 nVidia N1X/GB10
Datengrundlage eigene Hypothese, dass die Daten von Jetson T4000 einem extra Chip "N1E" entsprechen (und damit nicht einen reinen Salvage von N1 darstellen) eigene Hypothese, dass die Daten von Jetson T5000 "N1" entsprechen nVidia-Aussagen
CPU-Teil 14C ARM Neoverse V3AE, 16 MB L3 20C ARM (10x Cortex X925 + 10x Cortex A725), 32 MB L3, 16 MB L4
GPU-Teil 12-16 SM (Blackwell, 1536-2048 FP32, 64 Tensor-Cores) 20-24 SM (Blackwell, 2560-3072 FP32, 96 Tensor-Cores) 48 SM (Blackwell, 6144 FP32, 24 MB L2)
Speicherinterface 256-bit LPDDR5X 256-bit LPDDR5X 256-bit LPDDR5X
TDP ≤70W ≤130W ≤140W
Produkte Jetson T4000 (12C, 12 SM), zukünftige Mediatek-SoCs für WoA-Notebooks Jetson T5000 (14C, 20 SM), Jetson AGX Thor (14C, 20 SM), zukünftige Mediatek-SoCs für WoA-Notebooks DGX Spark (20C, 48 SM), zukünftige Mediatek-SoCs für WoA-Notebooks
Hinweis: basierend auf offiziellen Angaben (sofern verfügbar), ansonsten jedoch mit eigenen Annahmen aufgefüllt

Ein weiterer Hinweis zu einer veränderten Vertragspolitik in der Speicherbranche hin zu 3-5jährigen Verträgen kommt seitens Analyst Jukan @ X in Wiedergabe und Übersetzung eines Artikels von Ajunews. Jener drückt dann auch dieselben Gedanken hierzu aus, welche an dieser Stelle bereits bei der ersten diesbezüglichen Meldung zu lesen waren: Wer lieber noch längere Verträge bevorzugt anstatt der zuletzt eher kürzeren – der erwartet (fast zweifelsfrei) keine substantiell steigenden Speicherpreise mehr. Natürlich müssen Samsung und SK Hynix deswegen nicht gleich stark fallende Speicherpreise erwarten, aber zumindest wird es nicht mehr deutlich nach oben gehen, ansonsten würde man lieber kürzere Vertragslaufzeiten wählen (um mit dem Anschlußvertrag vom dann höheren Preis profitieren zu können). Natürlich kann keiner wirklich in die Zukunft der Speicherpreise blicken – aber es ist dennoch ziemlich vielsagend, wenn die Speicherhersteller selber, anstatt auf zukünftig nochmals hochgehende Speicherpreise zu setzen, lieber den aktuellen Preisstand langfristig festschreiben wollen. Letzteres ist natürlich die schlechte Folge aus dieserart langfristigen Verträgen, die Speicher-Abnehmer kommen damit dann jahrelang nicht vom hohen Preisniveau herunter.

Samsung Electronics and SK Hynix have effectively abandoned the practice of signing one-year short-term memory supply contracts with global big tech companies, opting instead to supply products exclusively through 3–5 year long-term agreements (LTAs).
Quelle:  Jukan @ X am 6. April 2026 in Wiedergabe und Übersetzung eines Artikels von Ajunews
 
To be honest, the fact that they are only signing new LTAs is somewhat concerning to me. Because that essentially suggests that memory companies do not expect memory prices to rise much further from here. Think about it. If prices were going to keep rising, would they really try to lock them in now? The only reason to lock in prices would be if they believe prices are going to come down.
Quelle:  Jukan @ X am 9. April 2026

Da gern aus jener zitiert oder auf jene verwiesen wird, wäre hiermit klarzustellen, dass die Hardware-Daten zu GeForce RTX 6070, 6080 & 6090 in der GPU-Datenbank von TechPowerUp primär auf vergleichsweise unsoliden Gerüchten basieren, vornehmlich dem jüngsten seitens RedGamingTech @ YouTube. Hierzu gilt zu allererst das, was kürzlich schon gesagt wurde: Bei einem Tape-Out vermutlich erst Anfang 2027 muß sich nVidia diesbezüglich noch nicht final festlegen, selbst wenn man natürlich bereits entsprechenden Konzeptionen hat. Ein paar mehr/weniger Shader-Cluster sind somit noch lange Zeit möglich, dies ist der Vorteil der Verwendung von vielen dieserart immer wieder gleichen Bauteilen. Zudem gilt generell, dass von der RTX60-Serie eigentlich besseres zu erwarten ist als nur die maximale Hardware des GB202-Chips von 192 Shader-Clustern, selbst wenn jene bei der GeForce RTX 5090 (170 SM) nie ausgefahren wurde. Wie üblich, dürfte es solide Daten hierzu von Leaker 'Kopite7kimi' geben – und dies dann erst im zeitlichen Rahmen des Tape-Outs, sprich nach der finalen Festlegung der Chip-Daten. Die entsprechenden Einträge in der TPU-Datenbank sind in diesem Fall somit noch für einige Zeit weit weniger belastbar als Einträge zu bereits veröffentlichter Hardware.

Auf Steam finden sich die Systemanforderungen für das "Gothic Remake", welches am 5. Juni starten soll. Erstellt auf Basis der Unreal Engine 5, sind die neue Hardware-Anforderungen "leicht" höher als beim 2001er Original, welches mit einem Pentium III auf 700 MHz, 512 MB Hauptspeicher und einer DirectX-8.1-Grafikkarte mit 32 MB VRAM auskam. Gänzlich in die Vollen gehen die Hardware-Anforderungen des Remakes allerdings auch nicht, insbesondere bei der benötigten Prozessoren-Kraft bleibt man beachtbar hinter heutzutage modernen Spieletitel zurück. Auffallend sind eher die vergleichsweise geringen Differenzen zwischen Minimum und Empfehlung sowie die kleinen Fehler dieser sehr wohl offiziellen Angaben (da Steam diesbezüglich nur Publisher-Angaben übernimmt): So gibt es keine Differenz bei der abgefragen Intel-CPU zwischen Minimum und Empfehlung (aber sehr wohl eine Differenz bei der AMD-CPU) und will man zuerst für die Empfehlung zwar gleich 12 GB VRAM sehen, notiert an derselben Stelle jedoch die 8-GB-Karte "GeForce RTX 3070 Ti" als qualifiziert. Da passt noch nicht alles zusammen und im Fall des Falles würde das Gothic Remake damit generell niedrige Hardware-Anforderungen mit einer vergleichsweise hohen VRAM-Anforderung verbinden.

offizielle PC-Systemanforderungen für "Gothic Remake"
Minimum Empfehlung
System Windows 10/11 64-Bit, DirectX 12, 60 GB freier Festplatten-Platz
CPU Core i7-7700K oder Ryzen 5 1600X Core i7-7700K oder Ryzen 5 2600X
Speicher 16 GB RAM + 8 GB VRAM 32 GB RAM + 12 GB VRAM
Grafik GeForce RTX 2070 oder Radeon RX 6700 XT GeForce RTX 3070 Ti oder Radeon RX 6800 XT