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Neuer Artikel: nVidia kündigt den Pascal-Chip GP100 an

Auf der GPU Technology Conference (GTC) hat nVidia wie erwartet endlich etwas offizielles zur Pascal-Generation gesagt – im konkreten wurde der Top-Chip GP100 sowie eine erste Profi-Lösung darauf basierend in Form der "Tesla P100" Grafikkarte angekündigt. Wie erwartet geht es beim GP100-Chip zu allererst um den professionellen Einsatz, zu möglichen Verwendung im Gamer-Segment wurde nichts verlauten gelassen. Dabei besteht durchaus die Chance, das wir den GP100-Chip niemals oder nur vereinzelt im Gamer-Segment sehen, da der Chip vom Aufbau her sehr deutlich für das professionelle Segment entwickelt wurde: Auf 610mm² Chipfläche brachte man 15,3 Milliarden Transistoren in der 16nm-Fertigung von TSMC unter (Packdichte 25,1 Mill. Transistoren/mm², knapp das Doppelte gegenüber der 28nm-Fertigung), darunter auch ein 4096 Bit breites HBM2-Speicherinterface. In diese extrem hohe Transistoren-Anzahl hat nVidia dann allerdings "nur" 3840 Shader-Einheiten integrierte (3584 bei der Tesla P100 freigeschaltet), dies sind gerade einmal 25% mehr als beim GM200-Chip der Maxwell-Generation ... zum Artikel

nVidia GP100 Shader-Cluster
nVidia GP100 Shader-Cluster
nVidia GP100 Blockdiagramm
nVidia GP100 Blockdiagramm
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Hardware- und Nachrichten-Links des 4. April 2016

Mit einiger Spannung wird erwartet, was nVidia-CEO Jen-Hsun Huang auf der am 5. April startenden GPU Technology Conference (GTC) in seiner Keynote von sich geben wird. Erwartet wird allgemein irgendetwas zur Pascal-Generation – denn selbst, wenn in der Vergangenheit die Vorstellung neuer Grafikchip-Generationen noch um einige Monate entfernt war, hat nVidia auf der GTC zuvor immer schon etwas hierzu ausgesagt. Teilweise wurden hierbei sogar Demonstrations-Objekte in die Kamera gehalten, nicht immer allerdings bestehend aus echter Hardware – ein Fettnäppchen, welches nVidia tunlichst vermeiden sollte, dafür ist das Web inzwischen zu kritisch. Die Optimisten gehen natürlich davon aus, das die GTC die Vorbereitung eines Pascal-Launches schon zur Computex Anfang Juni darstellen wird – die Pessimisten sehen dies dagegen erst Richtung Jahresende und erhoffen sich von der GTC wenigstens ein paar Pascal-Informationsschnippsel. Wer die Präsentation mitverfolgen will, kann sich am 5. April 2016 ab 18 Uhr deutscher Zeit den Livestream im nVidia-Blog geben.

In Korrektur zu unserer Meldung über die Ausführungen von Speicherinterface-Entwickler eSilicon zu mehreren HBM-Chipdesigns geben Golem an, daß das von eSilicon gezeigte 28HPP-Design mit 4 HBM1-Stacks (in der gezeigten Präsentationsfolie oben rechts) nicht dem Fiji-Chip zuzuordnen ist, sondern ein ARM-basierter ASIC für Netzwerk-Applikationen sein soll. Dies überrascht etwas, weil die ganze HBM- und Interposer-Technik (derzeit noch) zu teuer für andere Dinge als für Enthusiasten-Grafikkarten angesehen wird – aber in dieselbe Kerbe schlägt ja auch das von eSilicon gezeigte 14LPP-Design mit nur einem HBM2-Speicherstack, was auf eine (relativ) niedrige Speicherbandbreite von 256 GB/sec und damit einen Mainstream-Chip hindeutet. Wie schon in der ursprünglichen Meldung ausgedrückt, sind die Angaben von eSilicon nicht ausreichend (und auch nicht dafür gedacht), die gezeigten HBM-Designs einzelnen Grafikchips zuzuordnen – der springende Punkt an diesen Ausführungen ist eher die breite Arbeit von eSilicon an verschiedenen HBM-Chipdesigns.

Das Topmodell von Intels kommenden Broadwell-E-Prozessoren, der Core i7-6950X, war übers Wochenende kurzzeitig auf Intels Webseiten gelistet – WCCF Tech haben die entsprechenden Screenshots anzubieten. Neue Informationen ergeben sich hieraus leider nicht – allenfalls kann man frühere Informationen zu den Hardware-Spezifikationen dieses Prozessors als nunmehr bestätigt ansehen, aber diese früheren Informationen stammten auch schon aus Intel-Dokumenten. In früheren Meldungen wurde zu Broadwell-E ein Termin vom "frühen zweiten Quartal 2016" gehandelt – hat sich nichts verschoben, sollte der Release schon in den nächsten Wochen anstehen. Neben dem schon nahezu festen Broadwell-E Portfolio ist hierzu vor allem die spannende Frage, ob Intel das Topmodell wirklich mit einem Preispunkt von 1499 Dollar festsetzt. Dann würde der einzige wirklich interessante Fortschritt von Broadwell-E in Form des Sprungs von 8 auf 10 Rechenkerne auch mit einem wesentlich höheren Preis erkauft werden – was für die meisten Anwender keinen Fortschritt bedeuten würde, mehr Rechenkraft zu einem höheren Preis geht im CPU-Bereich schließlich immer (über Server-Prozessoren oder Zwei-Sockel-Systeme).

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Die Systemanforderungen zu Battleborn

Spielepublisher 2K Games hat in seinem Blog die offiziellen Systemanforderungen für den am 3. Mai 20016 zu erwartenden MOBA-Shooter "Battleborn" bekanntgegeben. Der Titel von Spieleentwickler Gearbox ist auf ein möglichst großes Publikum ausgelegt, womit die Comic-artige Grafik dann auch keine besondere Hardware erfordert – durchaus mal eine Abwechslung in der heutigen Zeit. Ein 64bittiges Windows wird aber dennoch benötigt, zuzüglich zwingend einer DirectX-11-Grafikkarte. Auch die minimal wie empfohlen genannten 6 GB Hauptspeicher sind eigentlich nichts für wirklich ältere PCs.

Die CPU-Anforderungen sind erstaunlicherweise für Minimum und Empfehlung ebenfalls gleich, sie lauten auf AMD Phenom II X4 945 (4C, 3.0 GHz) oder Intel Core i5-750 (4C, 2.66 GHz). Auch wenn jene Prozessoren heutzutage keine großen Performance-Offenbarungen mehr darstellen, sind dennoch die beiderseits genannten vier Rechenkerne zu respektieren. Jeder moderne Vierkerner dürfte hier aber wohl trotzdem mitkommen, selbst AMDs APUs und damit möglicherweise auch die Zweikerner (mit HyperThreading) von Intels Core-i3-Serie. Im Idealfall könnten sogar hochgetaktete Core 2 Quads das Game noch meistern – jene wurden seinerzeit schließlich auf dem Leistungsniveau von AMDs Phenom II Prozessoren eingeschätzt.

Auf Grafikkarten-Seite will man minimal AMD Radeon HD 6870 (Perf.Index 190%) oder nVidia GeForce GTX 460 (Perf.Index 160%) sehen, jeweils mit mindestens 1 GB Grafikkartenspeicher. Das ist dann wirklich einsteigerfreundlich, denn heutzutage wird dieses Performanceniveau selbst von den langsamsten in unserem Marktüberblick notierten Grafikkarten erreicht. Die Empfehlungen gehen dann an AMD Radeon HD 7850 (Perf.Index 225%) oder nVidia GeForce GTX 660 (Perf.Index 250%), jeweils mit mindestens 2 GB Grafikkartenspeicher. Auch dies stellt eine für die allermeisten Gamer erfüllbare Anforderung dar und läßt zudem aufgrund des geringen Sprungs von den Minimum-Anforderungen auch noch alle Reserven für Supersampling/Downsampling Anti-Aliasing sowie höhere Auflösungen wie UltraHD und mehr.

minimale Anforderungen empfohlene Anforderungen
Betriebssystem Windows 7, 8, 8.1 & 10 64-Bit  (Windows Vista nicht offiziell erwähnt)
Prozessor AMD Phenom II X4 945 (4C, 3.0 GHz)
Intel Core i5-750 (4C, 2.66 GHz)
RAM 6 GB
DirectX DirectX 11
Grafikkarte AMD Radeon HD 6870
nVidia GeForce GTX 460
AMD Radeon HD 7850
nVidia GeForce GTX 660
VRAM 1 GB 2 GB
HDD 30 GB freier Festplattenplatz 50 GB freier Festplattenplatz
Dienste kein Dienst benötigt
Anmerkung: Speichermengen sowie Anzahl an CPU-Rechenkernen werden in aller Regel nicht zwingend vorausgesetzt

Um so unverständlicher ist es dann, das der UltraHD-Support explizit nicht geboten wird, der Spielepublisher sich hier zuerst "die Situation ansehen will". In der heutigen Zeit sollte der UltraHD- wie auch der 21:9-Support geradezu selbstverständlich sein und würde letztlich sowieso für die Zukunft benötigt werden (man denke an die vielen Spieleperlen, welche noch nicht einmal 16:9-Auflösungen beherrschen). Eine solche Blöße in einem Punkt, wo es um vergleichsweise wenig Arbeit geht, die man in Zukunft doch sowieso machen wird, sollte sich eigentlich kein neu erscheinender Titel zumindest im Vollpreis-Segment leisten.

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