22

Microsoft stellt die "Xbox One" für eine Auslieferung Ende 2013 vor

Nach Sonys PS4 im Februar hat gestern Abend nun auch noch Microsoft seine NextGen-Konsole vorgestellt – welche weder auf "Xbox 720", "Durango" noch "Xbox Infinity" hört, sondern als "Xbox One" in den Ring steigen wird. Wie schon von der Sony-Vorstellung her bekannt, ging es auch bei der Microsoft-Vorstellung um den größtmöglichen Marketingeffekt und weniger denn um Fakten oder gar Hinterfragungen. Nicht einmal den Releasetermin wollte man zunächst eingrenzen – nun soll es "Ende 2013" werden, was jedoch viel bedeuten kann und vor allem keine explizite Aussage über einen Deutschland-Release darstellt.

    Microsoft Xbox One

  • AMD Jaguar-basierte Achtkern-CPU auf wahrscheinlich 1.6 GHz Takt
  • AMD DirectX 11.1 GCN-basierte Grafiklösung mit 2 Raster-Engines, 768 (1D) Shader-Einheiten, 48 TMUs und 16 ROPs auf 800 MHz Takt
  • Grafiklösung verfügt über 32 MB eingebetteten eSRAM, angebunden über ein eigenes 512 Bit DDR Interface auf 800 MHz Takt
  • zwischen CPU & GPU geshartes 256 Bit DDR Speicherinterface zu 8 GB DDR3/2133-Speicher auf 1066 MHz Takt
  • CPU & GPU gefertigt als ein Chip mit ~5 Milliarden Transistoren in 28nm (Leistungsaufnahme ~100W)
  • 500 GB Festplatte
  • Blu-Ray-Laufwerk
  • Netzwerk: Ethernet 1GBit & WLAN 802.11b/g/n
  • Anschlüsse: 3x USB 3.0, Toslink & HDMI 1.4 (1x In, 1x Out)
  • Kinect 2.0 (mit FullHD-Kamera) automatisch mit dabei
  • Auslieferung: Ende 2013

Leider kam von Microsoft selber kaum etwas zu den Innereien der NextGen-Konsole, so daß hierfür vorwiegend auf bekanntes Wissen und neue Gerüchte zurückgegriffen werden muß. Allerdings sind die bisher kolportierten Hardware-Daten doch schon recht ausgefeilt und erscheinen damit als halbwegs sicher. Interessant ist die neue Information, daß Microsoft die CPU und GPU als einen einzelnen Chip fertigen läßt (bei einem noch unbekanntem Auftragsfertiger), welcher immerhin rund 5 Milliarden Transistoren auf die Waage bringt und damit in 28nm sicherlich eine Chipfläche von knapp 400mm² belegen sollte.

Verglichen mit PC und der PS4 zeigt sich die Grafiklösung der Xbox One nominell schwächer – wobei das vorstehende Diagramm nicht den Effekt des eingebetten Speichers bei Xbox 360, Wii U und Xbox One wiedergeben kann. Damit gewinnt die Xbox One in der Praxis noch einmal gut an real zur Verfügung stehender Speicherbandbreite hinzu. Der Nachteil bei der Grafikchip-Rechenleistung gegenüber der PS4 kann damit jedoch nicht wettgemacht werden – die Xbox One ist im Vergleich dieser beiden NextGen-Konsolen die klar schwächer motorisierte. Denn während der zur PS4 passende Vergleich eine Radeon HD 7850 ist, kommt bei der Xbox One nur eine Radeon HD 7770 heraus – und die ist nun einmal eine ganze Leistungsklasse unterhalb der Radeon HD 7850 angesiedelt.

Allerdings ist diese Leistungsdifferenz auch nur auf dem PC so eng zu sehen – bei Spielekonsolen wird schließlich viel stärker auf das jeweils vorliegende System optimiert, womit deutlich mehr aus der Hardware herausgeholt wird und etwaige Schwächen sich meistens erst zum Ende des Lebenszyklus zeigen. Im Vergleich der Vorgängermodelle Playstation 3 gegen Xbox 360 sollte das Sony-Modell durch seinen Cell-Prozessor eigentlich auch vorn liegen – was aber auch nicht dazu geführt hat, daß Spiele für die Playstation 3 durchgehend besser aussehen als jene für die Xbox 360 (wobei dies auch Gründe in der sehr viel umständlicheren Cell-Programmierung hat). Der festgestellte Hardware-Unterschied zwischen PS4 und Xbox One ist wahrscheinlich nicht groß genug, als daß jener ernsthafte Konsequenzen zuungunsten der Microsoft-Konsole haben sollte.

Nachteilig ist allerdings, daß damit ein für die NextGen-Konsolen nochmals niedrigerer Ansatzpunkt gewählt wurde – auch die Grafiklösung der Sony PS4 ist schließlich kein Überflieger, sondern im PC-Maßstab nur unteres Performance-Segment. Die Spiele-Programmierer werden sich wahrscheinlich – gerade da PS4 und Xbox One Hardware-technisch so ähnlich sind – an der Hardware der Xbox One orientieren, da alles, was dann darauf läuft, auf der PS4 höchstwahrscheinlich genauso gut läuft. Sicherlich stellt es einen Unterschied dar, wenn ein Konsolen-Programmierer sich an der Hardware der Radeon HD 7770 ausrichtet – da kann man dann viel mehr herausholen als auf dem PC, üblicherweise rechnet man grob mit dem Doppelten. Trotzdem ist der Ansatzpunkt reichlich niedrig gewählt, wird auf den NextGen-Konsolen somit wohl kaum ein Spiel erscheinen, was schnelle PC-Hardware irgendwie in Schwierigkeiten bringen könnte.

Aber wie gesagt war die Hardware-Betrachtung bei der Vorstellung der Xbox One eigentlich gar kein Thema – es wurde viel mehr über die Möglichkeiten dieser NextGen-Konsole geredet, mittels welcher Microsoft in erster Linie das Wohnzimmer erobern (und teilweise auch unterjochen) will. Dazu kann man die Xbox One die Ansteuerung des eigenen Fernsehers und TV-Programms überlassen, dazu wird in jedem Fall mittels Kinect und (seitens Microsoft gewünschter) ständiger Internet-Verbindung der Medienkonsum der Benutzer aufgezeichnet und analysiert. Ob dies jedem so zusagt, wird noch eine der spannenden Fragen zur Xbox One werden.

Nachtrag vom 22. Mai 2013

Zum Fall der Xbox One und deren eSRAM wäre noch anzufügen, daß selbst dieser integrierte Speicher nicht über eine höhere Bandbreite verfügt als die Speicheranbindung der PS4: Während letztere immerhin 176 GB/sec Speicherbandbreite zu den kompletten 8 GB Hauptspeicher auf die Waage bringt, sind es bei der Xbox One nur 102 GB/sec Speicherbandbreite zu den nur 32 MB eSRAM. Auch ist die Differenz zur eigentlichen Speicheranbindung der Xbox One mit 68 GB/sec nicht gerade überragend hoch, selbst wenn man sich jene Speicheranbindung an den Hauptspeicher Konsolen-typisch mit der CPU teilen muß. Der Effekt des eSRAM bei der Xbox One dürfte in der Summe wohl weit weniger groß sein als die ähnlichen Konstruktionen bei der Xbox 360 sowie der Wii U.

Daneben wird inzwischen das Datenschutz-Nightmare bei der Xbox One klarer: Bei dieser NextGen-Konsole ist Kinect selbst im Standby-Modus aktiv, um den Aufwachen-Befehl wahrnehmen zu können. Diese einmal vorhandene Funktionalität läßt sich natürlich problemlos erweitern, um mehr Daten zu erhalten – bis hin zum kompletten Mitschnitt des im Wohnzimmer gesagten. Gleiches gilt dann auch mit aktivem Kinect: Eigentlich ist jenes nur dafür gedacht, um Spiele direkt zu unterstützen – aber natürlich lassen sich damit auch alle in Konsolen-Nähe befindlichen Personen lückenlos audiovisuell überwachen. Microsoft hat schon eingestanden, diese Überwachung zur Personalisierung von Spieleangeboten nutzen zu wollen – das nächste dürfte dann die Personalisierung von Werbung sowohl in Spielen als auch im TV-Programm sein, denn zumindest in den USA soll die NextGen-Konsole auch die Funktion als TV-Tuner übernehmen (ist in Europa aufgrund der Zersplitterung des Marktes eher unwahrscheinlich).

Aber natürlich dürfte das Vorhandensein dieser Daten letztendlich auch noch weitere Begehrlichkeiten wecken. Ziemlich sicher wird sich die Xbox One auch als Überwachungsinstrument staatlicher Ermittler mißbrauchen lassen – mit möglicherweise sogar viel einfacherem Zugriff auf diese Daten als bei gewöhnlichen Wanzen. Denn während bei einer gewöhnlichen Wohnungsüberwachung viele gesetzliche Hürden zu nehmen sind, würde es bei Xbox-One-verwanzten Haushalten ausreichen, eine einfache Datenanforderung an Microsoft zu schicken. Dies ist im Sinne des Schutzes der Privatsphäre zwar überhaupt nicht koscher, aber ein durchaus probates Mittel von staatlichen Ermittlern – da sich Firmen bei Grundrechtseingriffen gegenüber ihren Kunden in den wenigsten Fällen wehren, sofern die Firmen nicht gerade selber beschuldigt sind. Dabei ist dies nur eine jetzt schon denkbare Anwendungsmöglichkeit der Xbox One als "Home-Wanze" – Werbeindustrie, Hacker & Geheimdienste dürfte im Laufe der Zeit noch viel mehr einfallen, wie man die gebotenen technischen Möglichkeiten mißbrauchen kann.

Nachtrag vom 24. Mai 2013

Diese Meldung wurde noch dahingehend korrigiert, als daß im Diagramm zum Rohleistungs-Vergleich der verschiedenen Konsolen die Playstation 3 noch mit einer zu hohen Rechenleistung angegeben wurde. Sony hatte hier seinerzeit von bis zu 400 Gigaflops gesprochen, bezog dafür aber auch die Spezial-Einheiten mit ein, was nicht regulären Rechenleistungs-Ermittlungen entspricht. Bezogen rein nur auf die Rechenleistung der MADD-Einheiten erreicht die Playstation 3 nunmehr nur noch 255 Gigaflops und damit nur unwesentlich mehr als die Xbox 360 mit 240 Gigaflops. Der nominelle Hardware-Vorteil der Playstation 3 lag sowieso nie auf Grafikchip-Seite, sondern eher auf Seiten des Prozessors, wo die Cell-Architektur eigentlich zur großflächigen Unterstützung des Grafikchips gedacht war.

Wegen der arg umständlichen Programmierung der Playstation 3 blieb diese Möglichkeit jedoch weitgehend ungenutzt und damit einiges an Hardware-Potential auf der Playstation 3 liegen. Dieses Schicksal dürfte beiden NextGen-Konsolen aufgrund der starken Nähe zu PC-Hardware in jedem Falle erspart bleiben. Vielmehr ergibt sich dadurch sogar der positive Nebeneffekt, daß Portierungen zwischen den drei Plattformen PC, Xbox 360 und PS4 ziemlich einfach vonstatten gehen sollten und damit mit absolut vertretbaren Kosten verbunden sein müssten. Exklusiv-Titel können also zukünftig kaum noch auf etwaige Kostenüberlegungen zurückgeführt werden, sondern sind alleine (aber so viel anders ist dies derzeit auch nicht) auf marktpolitische Entscheidungen der Spielepublisher zurückzuführen. Speziell die Konsolenentwickler benötigen aus Marketinggründen natürlich diese Exklusivtiteln, womit es jene auch weiterhin geben wird.

Nachtrag vom 26. Mai 2013

Mittels der Xbox One und deren automatischer Wohnzimmer-Überwachung sind viele lustige Dinge möglich, welche der Spiegel anschneidet: So berichtet man über ein Microsoft-Patent zur "Regulierung des Content-Vertriebs anhand der Zuschauerzahl" – oder anders formuliert: Der Preis eines online abgerufenen Films kann sich an der Anzahl der Personen im Wohnzimmer ausrichten. Interessant ist ganz generell, wie viel man heutzutage den potentiellen Käufern zumuten kann: Als Intel seinerzeit mal den Versuch einer eindeutigen Seriennummer bei seinen Prozessoren machte, musste man dieses Vorhaben nach heftigen Protesten zurückziehen – heuer nun regt sich von Konsumentenseite scheinbar niemand über eine Konsole mit eingebauter Wohnzimmer-Überwachung auf. Schlimmer noch, es werden Hersteller-Behauptungen ("die Gesichtserkennung findet nur lokal statt") für bare Münze genommen und nicht hinterfrage ("relevant ist nicht die Gesichtserkennung selber, sondern ob die Daten erkannter Personen übertragen werden") Die Hersteller-Industrie scheint uns über die Zeit in jedem Fall sehr gut konditioniert zu haben, daß wir dies so einfach schlucken.

Nachtrag vom 29. Mai 2013

Wie The Official Xbox Magazine anführt, unterstützt die Xbox One eine teilweise Spielberechnung in der Cloud. Dabei sollen keine zeitkritischen Aufgaben in die Cloud ausgelagert werden, was nur eine (deutlich) erhöhte Latenz zur Folge hätte, sondern vielmehr eben zeitunkritische Aufgaben – denkbar wären hier Hintergrund-Berechnungen in Strategietiteln, welche durchaus CPU-intensiv sein können. Eine Grafik-Berechnung in der Cloud wird also ziemlich sicher nicht stattfinden, da dies mit dem erwähnten Nachteil der höheren Latenzen einhergehen würde. Allerdings scheint das ganze derzeit eher ein Angebot an die Spieleentwickler zu sein als denn ein fest eingeplantes Feature – und für den Augenblick dürfte die Xbox One auch so über genügend CPU-Power verfügen, welche man erst einmal richtig auszunutzen lernen muß.

In ein paar Jahren könnte dieses Feature allerdings durchaus ein gewisses Interesse seitens der Spieleentwickler wecken, kann man damit doch die langfristig automatisch zurückfallende relative Hardware-Power einer Konsole wieder etwas aufpeppen. Dieses Feature wäre in jedem Fall dazu geeignet, einen recht langen Lebenszyklus der Xbox One zu ermöglichen – was Microsoft sicherlich in den Kram passen dürfte und vielleicht sogar Sony dazu anregt, gleiches auch bei der PS4 nachzuschieben. Da es sich (seitens der Konsole selber) im groben um ein Software-Feature handelt, sollte eine teilweise Spielberechnung in der Cloud letztlich auch bei der PS4 machbar sein.

21

Hardware- und Nachrichten-Links des 20./21. Mai 2013

Videocardz bringen reihenweise Bildmaterial zur GeForce GTX 780: So zum nVidia-Referenzmodell und den (derzeit noch unveränderten) Herstellerkarten von EVGA, Galaxy, PNY und Zotac. Die zuletzt zur GeForce GTX 780 genannten Hardware-Daten von 2304 Shader-Einheiten an einem 384 Bit DDR Speicherinterface samt 3 GB GDDR5-Speicher mit Taktraten von 863/900/3000 MHZ konnten sich hierüber gleich mehrfach bestätigen lassen, hierüber sollten nun keinerlei Unklarheiten mehr herrschen. Aufgrund der vorliegenden Daten sehen wir die GeForce GTX 780 derzeit in Richtung einer Performance von 90% bis 94% des Niveaus der GeForce GTX Titan – was bei einem passenden Preis durchaus eine attraktive Alternative zu eben der Titan-Karte ergeben würde.

Wie bekannt, hat Intels kommender Haswell-Prozessor eine im Detail veränderte Netzteil-Anforderung, nach welcher für einen der Haswell-Stromsparmechanismen auf der 12V2-Schiene eine besonders niedriger Last von 0,05A gehalten werden muß. Da dies eine gegenüber dem bisherigen Stand bei allen anderen Prozessoren völlig abweichende Anforderung ist, benötigt man für Haswell somit Netzteile, welche speziell für Haswell geprüft und damit freigegeben sind. Die PC Games Hardware bietet hierzu eine feine Liste an, in welcher die Haswell-kompatiblen Modelle verschiedener Netzteil-Hersteller notiert sind. Dabei zeigt sich, daß durchaus viele heute gängige Marken-Netzteile schon Haswell-kompatibel sind – die Schwierigkeiten dürften wohl eher bei älteren Netzteilen oder Noname-Netzteilen liegen, welche man besser grundsätzlich nicht mit Haswell paaren sollte.

Nochmals die PC Games Hardware berichtet über eine "Mastered in 4K" Filmserie seitens Sony, welche ab dem Juli zur Ankurbelung des Geschäfts mit 4K-Fernsehern zur Verfügung stehen soll. Allerdings verbirgt sich dahinter eine dicke Mogelpackung, denn die Filme wurde nur in 4K "abgetastet", das Bildmaterial liegt dann allerdings trotzdem nur im üblichen 2K-Format auf der Blu-Ray vor. Hier spielt sicherlich mit hinein, daß derzeitige Blu-Rays keine 4K-Filme speichern können, sowie daß aktuelle Blu-Ray-Player im Zweifelsfall auch nicht die Rechenleistung haben, eine Scheibe mit 4K-Material ruckelfrei zu dekodieren. Unter diesen Voraussetzungen hätte Sony die Aktion aber lieber sein gelassen – denn 2K-Material, egal wie hoch abgetastet, auf einem 4K-Fernseher darzustellen, wird nie den eigentlichen Sinn von 4K entsprechen und ist damit für die Marktakzeptanz von 4K sogar eher kontraproduktiv.

21

Neuer Artikel: Grafikkarten-Marktüberblick Mai 2013

Kurz vor dem Ansturm neuer Beschleuniger in Form der GeForce GTX 760 Ti, 770 & 780 wollen wir noch einmal die aktuelle Preissituation im Grafikkarten-Markt abbilden – auf das wir einen aktuellen Stand der Dinge im Grafikkarten-Markt vorweisen können, was dann auch die Einordnung der kommenden neuen Beschleuniger erleichtern wird. Seit dem letzten Grafikkarten-Marktüberblick vom März 2013 sind zudem mit der (offiziellen) Radeon HD 7990, der Radeon HD 7790 sowie der GeForce GTX 650 Ti "Boost" auch noch drei Nachzügler aus der originalen 28nm-Generation eingetroffen, welche hiermit nun ebenfalls noch in den aktuellen Marktüberblick eingepflegt werden ... zum Artikel.

erste Empfehlung zweite Empfehlung
DualChip-Lösung besser zwei gleichwertige HighEnd-Karten kaufen Radeon HD 7990
schnellste SingleChip-Lösung besser im normalen HighEnd-Segment kaufen GeForce GTX Titan
oberes HighEnd-Segment (320-440€) Radeon HD 7950 "Boost Edition" Radeon HD 7970 "GHz Edition"
unteres HighEnd-Segment (190-290€) Radeon HD 7870 "Boost Edition" -
oberes Performance-Segment (145-200€) GeForce GTX 660 GeForce GTX 650 Ti "Boost"
unteres Performance-Segment 2GB (100-160€) GeForce GTX 650 Ti "Boost" -
unteres Performance-Segment 1GB (105-150€) Radeon HD 7850 & GeForce GTX 650 Ti "Boost" Radeon HD 7790 & GeForce GTX 650 Ti
oberes Mainstream-Segment 1GB (75-105€) Radeon HD 6770 Radeon HD 7750 GDDR5
unteres Mainstream-Segment 1GB (55-80€) keine Empfehlung – besser ein Marktsegment darüber kaufen
21

Mehr- und Minderpreise verschiedener Grafikkarten-Speicherbestückungen

Im Zuge der Arbeit an unserem aktuellen Grafikkarten-Marktüberblick, welcher nun auch wieder extra Marktüberblicks-Auflistungen für verschiedene Speicherbestückungen bieten wird, ergab sich auch eine kleine Übersicht der aktuellen Mehr- und Minderpreise bei verschiedenen Speicherbestückungen. Anhand dieser Übersicht läßt sich auf einen Blick erkennen, wie hoch die Mehr- und Minderpreise derzeit liegen – und natürlich auch, wo etwas eine sinnvolle Anschaffung gegenüber der default-Speichermenge (fett eingezeichnet) darstellen könnte.

Allerdings ergibt sich diese Situation wohl nirgendwo – im Mainstream-Bereich mit üblicherweise nur 1 GB Speicher lohnen sich die Mehrpreise auf 2 GB Speicherbestückung nicht wirklich, während im Performance-Bereich die Minderpreise von 2 GB auf nur 1 GB bis auf den Fall der Radeon HD 7850 nicht wirklich etwas ausmachen. Der Wechsel von 2 GB Speicher auf 3 oder 4 GB bei einigen nVidia-Modellen lohnt dagegen generell nur, wenn man sich sicher ist, diese größere Speichermenge auch ausnutzen zu können – ansonsten sind die Mehrpreise hierfür klar zu hoch für eine generelle Empfehlung. Üblicherweise bleibt man damit wohl in den meisten regulären Fällen schlicht bei der vom Grafikchip-Entwickler festgesetzten default-Speichermenge.

(fett = default) 1 GB 2 GB 3 GB 4 GB 6 GB
Radeon HD 7770 95-105 Euro 125-135 Euro - - -
Radeon HD 7790 115-125 Euro 145-160 Euro - - -
Radeon HD 7850 135-150 Euro 155-165 Euro - 260-290 Euro -
Radeon HD 7970 "GHz Edition" - - 360-390 Euro - 510-560 Euro
GeForce GTX 680 - 410-440 Euro - 480-510 Euro -
GeForce GTX 670 - 320-340 Euro - 370-410 Euro -
GeForce GTX 660 Ti - 240-260 Euro 280-300 Euro - -
GeForce GTX 660 - 160-170 Euro 200-220 Euro - -
GeForce GTX 650 Ti "Boost" 135-150 Euro 145-160 Euro - - -
GeForce GTX 650 Ti 105-120 Euro 125-140 Euro - - -
GeForce GTX 650 90-100 Euro 100-120 Euro - - -
21

Die Hardware-Launchtermine zur Computex

Die Computex-Messe in Taipei, Taiwan (4.-8. Juni), wird in der IT-Branche gern dazu benutzt, alle möglichen Hardware-Produkte für das zweite Halbjahr vorzustellen, welche nachfolgend auch noch bemerkbar umsatzwirksam in diesem Jahr werden sollen. Hierbei spielt man insbesondere auf die Back-to-School-Saison zum Ende des Sommers an, in welcher bemerkbar viele neue PCs gekauft werden. Insbesondere Produkte wie PC-Prozessoren, welche eine gewisse Vorbereitungsphase bis zum Verkaufsstart fertiger PCs benötigen, werden deshalb so viel zeitiger schon zur Computex vorgestellt, damit die PC- und Notebook-Hersteller ausreichend Zeit haben, hieraus finale Produkte rechtzeitig zum angestrebten Verkaufsstart zum Ende des Sommers zu entwickeln. Demzufolge verwundert es nicht, wenn es um die Computex herum zu einem kleinem Release-Feuerwerk der großen Chip-Entwickler kommen wird.

AMD Intel nVidia
23. Mai GeForce GTX 780
GK110-basierte HighEnd-Grafikkarte zwischen GeForce GTX 680 & Titan
finale Spezifikationen
Ende Mai Jaguar/Kabini
LowPower-Prozessorenarchitektur in Ablösung von Bobcat
bekanntes Modell-Portfolio
30. Mai GeForce GTX 770
GK104-basierte HighEnd-Grafikkarte in Ablösung der GeForce GTX 680
finale Spezifikationen
4. Juni Richland
LowCost/Mainstream-Prozessorenarchitektur in Ablösung von Trinity
bekanntes Modell-Portfolio
Haswell
Mainstream/Performance-Prozessorenarchitektur in Ablösung von Ivy Bridge
bekanntes Modell-Portfolio
Anfang Juni GeForce GTX 760 Ti
GK104-basierte HighEnd-Grafikkarte in Ablösung der GeForce GTX 670
vermutliche Spezifikationen
Juni Radeon HD 8900M Serie
Southern-Islands-basierte Performance Mobile-Beschleuniger in Ablösung der GeForce 7900M Serie
bekanntes Modell-Portfolio
GeForce GTX 760M, 765M, 770M & 780M
Kepler-basierte Mainstream/Performance Mobile-Beschleuniger in Ablösung der GeForce GTX 600M Serie
bekanntes Modell-Portfolio
Inhalt abgleichen