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Umfrage-Auswertung: Wieviel Speicher ist momentan im Hauptrechner verbaut (2014)?

Eine Umfrage von Anfang August ging der Frage nach der aktuell installierten Menge an PC-Hauptspeicher im Hauptrechner nach und will damit eine aktualisierte Datenbasis zu dieser bereits im Oktober 2012 sowie im Februar 2010 laufenden Umfrage schaffen. Der Stand von Oktober 2012 war, daß die große Mehrheit der Nutzer sich zwischen den großen Gruppen von 4 GB, 6/8 GB und 12/16 GB Speicher aufteilten. Heuer nun ist die Speicherbestückung von 4 GB faktisch "geschlagen" und keine wirklich große Gruppe mehr, die große Mehrheit der Nutzer findet sich im August 2014 dagegen bei 8 GB und 16 GB Speicherbestückung wieder.

Die durchschnittlich verbaute Speichermenge unter den Umfrage-Teilnehmern steht damit derzeit bei immerhin schon 12,2 GB – was allerdings nur ein Zuwachs von 28% im Zeitraum der 22 Monate seit der letzten Umfrage ist. Im Oktober 2012 betrug der Zuwachs an durchschnittlicher Speicherausrüstung noch 86% (von 5,1 auf 9,5 GB), welcher allerdings in einem Zeitraum von 32 Monaten gegenüber der Umfrage aus dem Februar 2010 erzielt wurde. Trotzdem ist hier eine gewisse Abschwächung des Speichermengen-Wachstums zu sehen – angesichts der erreichten durchschnittlichen Speicherausrüstung haben die 3DCenter-Leser die Anforderungen der heutigen Spielegeneration allerdings mehrheitlich schon vorweg genommen und sehen daher aktuell den Aufrüstbedarf wohl etwas schwinden.

So ging auch der Wert der an einer Speicheraufrüstung interessierten Umfrage-Teilnehmer weiter herunter: Von immerhin 29,6% im Februar 2010 auf 23,0% im Oktober 2012 auf nunmehr 21,3% im August 2014. Ob diese beiden Tendenzen in der Zukunft so weiterlaufen werden, kann man allerdings kaum daraus schlußfolgern: Üblicherweise kommt nach einem gewissen Tief im Aufrüstdrang immer wieder ein Hoch. So ist zu erwarten, daß sich 8 GB kaum als meistbenutzte Speichermenge halten kann, 16 GB Hauptspeicher (und mehr) locken schließlich schon jetzt viele Nutzer. Auch könnte die Umstellung der Speichertechnologie auf DDR4-Speicher ab Haswell-E und Skylake viele totale Systemwechsel auslösen, bei welcher Gelegenheit dann auch die Speichermenge gleich mit erhöht wird.

Februar 2010 Oktober 2012 August 2014
unter 2 GB  (Wunsch nach mehr) 2,1%  (55%) 0,7%  (43%) 2,0%  (54%)
2 GB  (Wunsch nach mehr) 12,5%  (59%) 2,2%  (68%)
3 GB  (Wunsch nach mehr) 3,1%  (42%) 1,3%  (47%)
4 GB  (Wunsch nach mehr) 53,2%  (27%) 22,4%  (44%) 9,1%  (53%)
6 GB  (Wunsch nach mehr) 26,1%  (16%) 47,1%  (15%) 2,6%  (39%)
8 GB  (Wunsch nach mehr) 43,5%  (20%)
12 GB  (Wunsch nach mehr) 2,2%  (17%) 21,5%  (11%) 3,7%  (11%)
16 GB  (Wunsch nach mehr) 32,1%  (11%)
24 GB  (Wunsch nach mehr) 0,8%  (94%) 4,8%  (29%) 0,9%  (6%)
32 GB  (Wunsch nach mehr) 4,8%  (17%)
über 32 GB  (Wunsch nach mehr) 1,3%  (65%)
durchschnittliche Speicherausstattung ø 5,1 GB ø 9,5 GB ø 12,2 GB
Wunsch nach mehr (insgesamt) 29,6% 23,0% 21,3%
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Hardware- und Nachrichten-Links des 18. August 2014

Laut Hexus will AMD am 1. September den Preis seines FX-Spitzenmodell FX-9590 deutlich absenken, von derzeit rund 225£ dann auf rund 175£ (-22%). Hinzu kommt eine geringere Preissenkung beim FX-6300, eventuell wird AMD bei dieser Gelegenheit auch an den Preisen der anderen FX-Prozessoren etwas drehen. Zugleich sollen drei neue Modelle der FX-8xxx Serie erscheinen, möglicherweise mit schlicht mehr Takt als die bisherigen FX-8xxx Prozessoren. Daß es auch ein neues FX-9xxx Modell gibt, nachdem der FX-9590 eine große Preissenkung erhält, ist allerdings eher unwahrscheinlich – letztlich ist der FX-9590 schon gut ausgereizt und gewinnt AMD in diesem Marktsegment auch durch höhere Taktraten wahrscheinlich nichts mehr hinzu. Höhere Umsätze im FX-Segment könnte AMD allerhöchstens durch Preisbrecher-Angebote bei 95-Watt-Modellen erzielen – aber damit würde man sich natürlich auch die letzten Reste von Marge kaputtmachen.

Die PC Games Hardware notiert die Systemanforderungen zu Lords of the Fallen, welche mit 64-Bit Windows, 6 GB Hauptspeicher, QuadCore-CPU und DirectX-11-Grafikkarte in der Leistungsklasse GeForce GTX 460 oder besser wieder einmal durchaus fortschrittlich ausfallen. Einschränkenderweise muß man hier anmerken, daß wenn ein Core 2 Quad Q8400 für das Spiel ausreichen soll, diese Leistung wohl sicher auch von einem modernen Intel-Zweikerner mit HyperThreading erreicht werden kann – hier kommt es darauf an, ob das Spiel in der Praxis auch wirklich auf den vier (physikalischen) Rechenkerne besteht. In jedem Fall sieht fast so aus, als müsste man die im letzten November definierten generellen Spiele-Mindestanforderungen für die Spiele-Generation im Herbst/Winter 2014 in absehbarer Zeit noch einmal neu formulieren: Mit nur 4 GB Speicher wird es heutzutage eng, zudem wird nun öfters einmal eine DirectX-11-Grafiklösung zwingend gefordert. Einige der kommenden Spiele-Releases könnten diese Marken aber durchaus noch weiter nach oben verschieben.

SemiWiki bieten einen technologischen Vergleich von Intel 14nm vs. TSMC 16nm mit teilweise sehr selten zu lesenenden genauen Zahlen der einzelnen technischen Spezifikationen. Die dort genannten Abstände sind jedoch weit von 14nm bzw. 16nm entfernt – was allerdings grob schon bekannt war, da die Fertigungsgrößen mittlerweile eher vom Marketing festgelegt werden als denn von der Ingenieursabteilung (Intel hat kürzlich zugegeben, daß alles unterhalb von 90nm eher denn Marketing-Bezeichnungen sind). In Bezug auf den Unterschied zwischen Intels 14nm- und TSMCs 16nm-Fertigung ist dagegen alles halbwegs im Rahmen der Erwartungen, wenn man die kleine Differenz zwischen 14nm und 16nm (+14%) mit eingerechnet. Zu beachten wäre allerdings, daß hier die Daten von TSMCs 16nm Standard-Prozeß benutzt wurden, TSMC inzwischen aber noch die verbesserten Ausführungen "16FF" und "16FF+" anbietet – beide, um im Wettbewerb mit Auftragsfertiger Samsung und dessen 14nm-Fertigung besser bestehen zu können. Welche Verbesserungen "16FF" und "16FF+" konkret technisch bieten, ist aber noch nicht bekannt.

Aus unserem Forum kommt der interessante Testbericht eines Carbon 600W-P4B 600W Netzteils, welches bei eBay für 50-60 Euro angeboten wird. Dabei handelt es sich jedoch um ein Netzteil mit Fake-PFC, welches in dieser Form in der EU gar nicht zugelassen ist (und auch nie zugelassen werden kann). Ein Power Factor Correction (PFC, oder Leistungsfaktorkorrekturfilter erhöht nicht nur den Wirkfaktor, sondern ist auch aus Sicherheitsgründen (gegenüber ansonsten auftretenden elektrischen Störungen) zwingend notwendig. In dem genannten Netzteil sind anstatt einer üblicherweise als PFC verwendeten Drosselspule nur ein paar (weitgehend nutzlose) Metallplatten "verbaut", das ganze ist in dem Sinne vorsätzlich gefälscht. Damit besteht natürlich auch das Risiko, daß auch noch weitere Bauteile eventuell funktionslose Plaste- und Metallteile sind. Erstaunlich, daß sich solche eher nur aus Fernost bekannten Verkaufstricks bis nach Europa verbreitet haben. In jedem Fall läßt sich hieraus mitnehmen, daß man solch einfach fälschbaren Dinge wie Netzteile eher nicht in der Kombination "unbekannter chinesischer Hersteller" plus "nahezu anonymer eBay-Anbieter" erstehen sollte.

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Aktualisierte Intel Prozessoren-Roadmap: Details zu Broadwell & Skylake ergänzt, Termine korrigiert

Nach den ganzen neuen Informationen über die kommenden Intel-Architekturen Broadwell und Skylake musste unsere Intel Prozessoren-Roadmap entsprechend aktualisiert werden. Bedeutsame Änderungen und Ergänzungen sind die nun bekannten 5% mehr IPC von Broadwell, die DirectX 11.2 Fähigkeit der Intel Generation 8 Grafiklösung, welche in Airmont, Braswell und Broadwell eingesetzt wird, sowie die Informationen über die bis zu 72 Recheneinheiten der Skylake-Grafiklösung samt dem DDR3/DDR4 Kombi-Speicherinterface von Skylake. Terminlich wurde zudem Haswell-E mit dem vermeintlichen Launch-Datum vom 29. August 2014 genauer eingegrenzt, während zu Airmont nunmehr eine genauere Angabe zur Verschiebung vorliegt: Jene LowPower-Architektur wird nun erst im zweiten Halbjahr 2015 spruchreif werden, womit sich folglich auch der direkte Nachfolger "Goldmont" auf das Jahr 2016 verschieben dürfte.

Die Verschiebung von Airmont (im genauen des kompletten 14nm-SoC-Fertiungsprozesses P1273) auf das zweite Halbjahr bei gleichzeitiger Betonung Intels, daß "Braswell" noch im ersten Quartal 2015 antreten wird, lassen zudem den inzwischen gefestigten Schluß zu, daß Braswell in der Tat "nur" eine Broadwell-Auskopplung ist, welche eben wegen der Airomt-Verschiebung seitens Intel kurzfristig eingeschoben wird. Ansonsten wäre Braswell auch schwer zu erklären, weil man eine wirklich neue Architektur nicht einfach mal kurzfristig aus dem Ärmel schüttelt – Auskoppelungen auf Basis bestehender Architekturen sind dagegen durchaus in einer annehmbaren Zeit realisierbar. Trotzdem bleibt eine größere Unsicherheit, was Braswell nun wirklich ist – man muß sich überraschen lassen. Das gleiche gilt auch für den nahezu gleichzeitigen Start von Broadwell-K und Skylake im Desktop-Segment im Sommer 2015 – eigentlich passt dies terminlich nicht gut zusammen, alle Intel-Roadmaps sind sich jedoch in dieser Frage bislang einig.

LowPower Mainstream/Performance Enthusiast
Iststand Silvermont (BayTrail)
22nm, 2-4 Rechenkerne, integrierte Grafik mit 4 Recheneinheiten, DirectX 11.0 (Intel Gen. 7), DualChannel DDR3/1333
(Modell-Liste)
Haswell-Refresh
22nm, 2-4 Rechenkerne, integrierte Grafik mit 20 oder 40 Recheneinheiten sowie optionalem eDRAM, DirectX 11.1 (Intel Gen. 7.5), Sockel 1150, DualChannel DDR3/1600
(Modell-Liste)
Ivy Bridge E
22nm, 4-6 Rechenkerne, keine integrierte Grafik, Sockel 2011, QuadChannel DDR3/1866
(Modell-Liste)
29. August 2014 Haswell-E
22nm, 6-8 Rechenkerne, keine integrierte Grafik, Sockel 2011-3, QuadChannel DDR4/2133
(Modell-Liste)
Q4/2014 bis Q2/2015 Broadwell
14nm (Refresh zu Haswell, 5% mehr IPC), 2-4 Rechenkerne, integrierte Grafik mit 24 oder 48 Recheneinheiten sowie optionalem eDRAM, DirectX 11.2 (Intel Gen. 8), Sockel 1150, DualChannel DDR3
(Ultrabook-Modelle zum Ende 2014, Mobile-Modelle im Q1/2015, ungelockte Desktop-Modelle im Sommer 2015, keine normalen Desktop-Modelle geplant)
Q1/2015 Braswell
14nm (Abstammung unklar, wahrscheinlich Broadwell-basierend), integrierte Grafik mit bis zu 16 Recheneinheiten, DirectX 11.2 (Intel Gen. 8)
Sommer 2015 Skylake
14nm (neue Architektur), 2-4 Rechenkerne
integrierte Grafik mit 36 oder 72 Recheneinheiten sowie optionalem eDRAM, DirectX 11.2+ (Intel Gen. 9), Thunderbolt III, Sockel 1151, DualChannel DDR3/1600 bzw. DDR4/2133
Herbst 2015 Broadwell-E
14nm, 6-8 Rechenkerne, keine integrierte Grafik, Sockel 2011-3, DDR4
zweites Halbjahr 2015 Airmont (CherryTrail)
14nm (Refresh zu Valleyview), integrierte Grafik, DirectX 11.2 (Intel Gen. 8)
2016 Goldmont (WillowTrail)
14nm (neue Architektur), integrierte Grafik, DirectX 11.2+ (Intel Gen. 9)
Cannonlake
10nm (Refresh zu Skylake)
Herbst 2016 Skylake-E
14nm, keine integrierte Grafik, PCI Express 4.0, DDR4
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