2 2

Welche Chancen hat AMDs Zen-Architektur?

Unabhängig davon, ob die jüngsten AMD-Folien zur Zen-Architektur bzw. zu AMDs Prozessoren-Roadmap nun echt sind oder nicht – AMD wird die Bulldozer-Architektur demnächst zu Ende führen und ab 2016 mit der Zen-Architektur auf etwas gänzlich neues setzen. Für den Hardware-Käufer bedeutet dies primär ein neuer Versuch in Richtung mehr Konkurrenz im Prozessoren-Markt, welcher in der Folge natürlich auch Intel animieren könnte, wieder mal etwas mehr zu liefern als nur jährliche Updates mit knapp 10% Performancegewinn. Die daraus sich ergebende Frage lautet schlicht: Welche Chancen – auf das persönliche Kaufverhalten bezogen – hat AMDs Zen-Architektur?

Wird generell nicht gekauft.
7% (173 Stimmen)
Kommt in die Diskussion, wenn besser als Intel.
8% (205 Stimmen)
Kommt in die Diskussion, wenn echt gleichwertig.
20% (524 Stimmen)
Kommt in die Diskussion, wenn halbwegs in der Nähe zu Intel.
16% (432 Stimmen)
Wird gekauft, wenn besser als Intel.
5% (142 Stimmen)
Wird gekauft, wenn echt gleichwertig.
14% (370 Stimmen)
Wird gekauft, wenn halbwegs in der Nähe zu Intel.
21% (560 Stimmen)
Wird sowieso gekauft.
8% (215 Stimmen)
Gesamte Stimmen: 2621
2

Die System-Anforderungen zu Wolfenstein: The Old Blood

Bethesda Softworks hat die offiziellen Systemanforderungen für das schon am 5. Mai erscheinende "Wolfenstein: The Old Blood" bekanntgegeben. Das Spiel ist ein Standalone-Addon zu "Wolfenstein: The New Order" und basiert daher grundsätzlich auf derselben Technik: id Tech 5 Engine auf OpenGL-Basis, ursprünglich mal entwickelt als DirectX-9-Äquivalent. Die minimalen Systemanforderungen sind ähnlich zu "The New Order", die empfohlenen Anforderungen hatte der Entwickler seinerzeit nicht direkt ausformuliert und liegen nun erst bei "The Old Blood" vor. Wie üblich wird ein 64bittiges Windows und 4 GB Hauptspeicher verlangt, 8 GB Hauptspeicher sind dagegen empfohlen. Das 64bittige Windows dürfte die einzige wirklich zwingende Anforderung sein, beim Rest werden üblicherweise keine echten Schranken verbaut.

Auf Prozessoren-Seite will man minimal FX-8320 bzw. Core i5-2500 sehen, empfohlen werden FX-8350 bzw. Core i7 (letzteres in der Tat ohne genauere Modellbezeichnung). Dies sind vergleichsweise hohe minimale Anforderungen und dann ein vergleichsweise kleiner Sprung hin zu den empfohlenen Anforderungen – was zuerst einmal darauf hindeutet, daß das Spiel nur mit modernen Vierkern-Prozessoren zufriedenstellend läuft. Dies muß allerdings nicht wirklich etwas bedeuten, "The New Order" lief augenscheinlich auch mit mittelprächtigen Zweikern-Prozessoren noch anständig – daher sieht es fast so aus, als wären diese offiziellen Anforderungen auf Prozessoren-Seite deutlich übertrieben.

Auf Grafikkarten-Seite will man bei "The Old Blood" minimal Radeon HD 6870 (Perf.Index 190%) bzw. GeForce GTX 560 (Perf.Index 190%) mit mindestens 1 GB Grafikkartenspeicher haben, was etwas mehr als bei "The New Order" ist (minimal Radeon HD 6850 bzw. GeForce GTX 460, Perf.Index jeweils 160%), trotzdem aber wohl von den meisten Gamer-Systemen zu erfüllen sein wird. Interessanter wird es bei den empfohlenen Anforderungen, jene gehen auf Radeon R9 280 (Perf.Index 330%) bzw. GeForce GTX 660 (Perf.Index 250%) mit mindestens 3 GB Grafikkartenspeicher hinauf. Gemessen an dem, was zur Grafikkarten-Performance von "The New Order" bekannt ist, dürfte das passen, da dort nVidia-Grafikkarten regelmäßig deutlich besser wegkamen. Allerdings kam "The New Order" mit diesen genannten Grafikkarten auch problemlos auf über 50 fps, sprich ergeben sich noch einige Reserven, welche man bei Verfügbarkeit von schnellerer Hardware in UltraHD-Auflösungen oder Downsampling Anti-Aliasing investieren kann.

minimale Anforderungen empfohlene Anforderungen
Betriebssystem Windows Vista, 7, 8 & 8.1 64-Bit  (Windows Vista nicht offiziell erwähnt)
Prozessor AMD FX-8320 (8C, 3.5 GHz)
Intel Core i5-2500 (4C, 3.3 GHz)
AMD FX-8350 (8C, 4.0 GHz)
Intel Core i7 (4C+HT)
RAM 4 GB 8 GB
DirectX OpenGL-Basis
Grafikkarte AMD Radeon HD 6870
nVidia GeForce GTX 560
AMD Radeon R9 280
nVidia GeForce GTX 660
VRAM 1 GB 3 GB
HDD 38 GB freier Festplattenspeicherplatz
Dienste keine
Speichermengen sowie Anzahl an CPU-Rechenkernen werden in aller Regel nicht zwingend vorausgesetzt

Die AMD-Grafikkarten hatten allerdings unter "The New Order" den Vorteil, durch ihren Mehrspeicher weniger Texturen-Nachladerprobleme zu zeigen – und da nun sogar offiziell 3 GB Grafikkartenspeicher bei "The Old Blood" empfohlen werden, schließt dies eigentlich eine Vielzahl an nVidia-Grafikkarten aus – selbst die offiziell genannte GeForce GTX 660 in ihrer default-Speicherbestückung von 2 GB Speicher (wovon ja auch nur 1,5 GB wirklich schnell angebunden sind). Auch wenn die beiden neueren Wolfenstein-Spiele keine übermäßige Grafik-Hardware für die grundsätzliche Spieldarstellung benötigen, so sind doch eben generell Grafikkarten mit viel Speicher empfohlen (3 GB für FullHD, mehr GB für höhere Auflösungen), um die bekannten Tücken der id Tech 5 Engine beim Texturen-Streaming zum Umgehen.

30

Hardware- und Nachrichten-Links des 30. April 2015

Unter anderem in unserem Forum wurde ein Eintrag in der Vortragsliste der "Hot Chips" Konferenz entdeckt, welcher für den 25. August um 19:30 einen Vortrag zu "Fiji, The World's First Graphics Processor With 2.5D High Bandwidth Memory" erwarten läßt. Jener Eintrag wurde in jener Vortragsliste inzwischen in "AMD’s next Generation GPU and Memory Architecture" umbenannt, die originale Information läßt sich aber an vielen Stellen im Web noch nachlesen. In dem Sinne hat AMD damit sowohl den Fiji-Chip als auch die Verwendung von HBM-Speicher inoffiziell bestätigt – und neue Fragen über den Launchtermin dieses Grafikchips aufgeworfen. Denn eigentlich könnte man denken, daß AMD solcherart Vorträge noch vor dem Erscheinen der neuen Technologie hält, schließlich will man etwas neues besprechen bzw. präsentieren. Aber Ende August als Releasetermin wäre dann schon verdammt spät, um dieses Jahr noch einen echten Eindruck zu machen – gerade da vermutlich die komplette restliche Radeon R300 Serie nur auf den Release des Fiji-Chips wartet. Die freundlichste Auflösung hierzu wäre schlicht, daß AMD den Fiji-Launch wie geplant im Juni durchzieht und der Vortrag auf der Hot Chips dann eben nachträglich ist, auch wenn die allermeisten Informationen dann mittels des Launchs längst in der Öffentlichkeit sind. Eine direkte Schlußfolgerung, daß der Fiji-Launch erst ab dem 25. August erfolgen kann, ist daraus jedenfalls nicht herauszulesen.

Videocardz wollen eine Bestätigung dafür vorliegen haben, daß die GeForce GTX 980 Ti tatsächlich mit "nur" 6 GB Speicher antreten wird – was nun eigentlich keiner Bestätigung bedarf, dies ist offensichtlich. Zudem wird der Chip-Codename mit "GM200-310" als ebenfalls bestätigt genannt – was nun aber, da die GeForce GTX Titan X den "GM200-400" trägt, eher wieder auf eine kleinere bzw. leistungsschwächere Karte hindeutet. Ob die GeForce GTX 980 Ti nun langsamer oder schneller als die GeForce GTX Titan X herauskommen soll, darüber halten sich Videocardz diesesmal wohlweislich bedeckt – denn auch wenn verschiedene andere Quellen eine schnellere Karte vermelden, so widerspricht dies doch allem, was man bisher von nVidia so gewohnt war. Die GeForce GTX Titan Black war zwar auch (etwas) langsamer als die GeForce GTX 780 Ti, seinerzeit konnte man den Speicherunterschied von 6 zu 3 GB jedoch als interessant ansehen, heuer nun ergibt 12 zu 6 GB keinerlei großen Drang, zum Mehrspeicher zu greifen. Zudem kam die GeForce GTX Titan Black auch erst nach der GeForce GTX 780 Ti in den Markt und wurde von nVidia weder mit einem echten Launch samt Produkttests sowie allgemein großer Zuneigung bedacht. Nun aber hat sich nVidia mit der GeForce GTX Titan X einmal stark positioniert, eine schnellere und günstigere GeForce GTX 980 Ti passt da überhaupt nicht mehr herein – jede schnellere Karte müsste zumindest mehr kosten (oder die Titan X im Preis sinken).

Besonders viel langsamer als die GeForce GTX Titan X darf eine GeForce GTX 980 Ti aber auch nicht werden, weil zwischen GeForce GTX 980 und Titan X nur (je nach Auflösung) 24% bis 34% Mehrperformance liegen, ein fast idealer Abstand zwischen zwei Grafikkarten. Auflösbar wäre dieses Dilemma eventuell, indem nVidia die GeForce GTX 980 Ti bewußt als Sparangebot für Enthusiasten positioniert: Performance eher nahe an der GeForce GTX Titan X dran, dafür als Abspeckungen der geringere Speicher und vor allem härtere Limits bei der Erhöhung von Power- und Temperatur-Target zur Beschränkung von "natürlichem" Performancegewinn durch Ausnutzung der Limits sowie als indirekte Overclocking-Beschränkung. Zudem könnte man ja auch den Grafikkarten-Herstellern für die GeForce GTX Titan X neue BIOS-Versionen mit höheren Limits zur Verfügung stellen, um die GeForce GTX Titan X in ein noch besseres Licht zu rücken. Aber derzeit ist das alles nur gut spekuliert – und angeblich soll die GeForce GTX 980 Ti schon im Monat Mai erscheinen, ergo dürften wir bald ernsthafte Informationen zu dieser Karte erhalten.

Die PC Games Hardware hat sich den neuen DirectX-11-Wrapper für Gothic II angesehen, welcher das Spiel technisch in die Neuzeit portiert und damit dann auch weiteren optischen Verbesserungen die Tür öffnet. Im Gegensatz zu anderen Bildqualitäts-Verbesserern sind hiermit dann auch wirklich komplett neue Rendering-Features möglich, die Modder-Szene dürfte darauf wohl eifrig anspringen. Selbst mit der jetzt verfügbaren Vorab-Version des DirectX-11-Wrappers samt verfügbarer Grafikmods gewinnt das Spiel sowohl an Optik als auch deutlich an Performance hinzu – letzteres deswegen, weil der DirectX-11-Wrapper vieles der Rendering-Arbeit auf die Grafikkarte umlegt, was früher im Originalspiel noch die CPU erledigen musste. Daher kommen dann auch sehr anständige Frameraten in einem ersten Benchmark-Test der PCGH heraus – mit allerdings deutlichen Nachteilen für AMD-Grafikkarten, die das ganze irgendwie nicht zu mögen scheinen. Eine Spielbarkeit ist aber mit jeder potenten Grafikkarte gegeben und für die ganz schnellen Beschleuniger steht auch der Weg zu UltraHD-Auflösungen oder Downsampling Anti-Aliasing offen, was dann die Bildqualität nochmals erhöht. Gothic-Fans werden sicherlich begeistert sein, mit all den Mods lohnt sich ein erneutes Durchspielen sicherlich.

Inhalt abgleichen