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Hardware- und Nachrichten-Links des 10. Oktober 2014

nVidias neues DSR Anti-Aliasing auch schon für Kepler- und Fermi-basierte Grafikkarten scheint ganz gut zu funktionieren, wie sich an der Anzahl der Postings im entsprechenden Forums-Thread belegen läßt. Derzeit benötigt das ganze natürlich eine kleine Modifikation eines Notebook-Treibers (vollständige Anleitung hierzu), ein offizieller Desktop-Treiber seitens nVidia wird noch für diesen Monat erwartet. Inzwischen diskutiert man im Forum dagegen schon DSR-Feinheiten – wie, welcher Smoothnessfaktor ideal ist (die Meinungen schwanken zwischen 20% und 33%), welches zu DSR zusätzliche Anti-Aliasing gut aussieht (FXAA oder SMAA?) und wo sich generelle Schwierigkeiten mit einigen Spielen ergeben, wie nicht mehr sichtbare Mauszeiger und ähnliche kleinere Bugs.

Letzteres dürfte sich allerdings bei noch gepflegten Spielen mittels Patches der Spieleentwickler abstellen lassen, dies sind halt kleinere Inkompatibilitäten aufgrund dessen, daß die Spieleentwickler nicht mit den mittels DSR erreichbaren hohen (internen) Auflösungen gerechnet haben. Neuere Spiele werden dies wohl ganz automatisch mit berücksichtigen – wobei DSR nur eher selten für neue Spiele nutzbar sein wird, da die Performanceanforderungen einfach sehr hoch sind. Ältere Spiele – und gerade solche, welche kein gutes Spiel-eigenes Anti-Aliasing bieten – sind der erste Anwendungszweck für DSR, und mittels heutiger neuer Hardware entsteht da dann auch kein Performance-Problem. Ansonsten läßt sich DSR gut dafür verwenden, um bezüglich der Performance grundsätzlich anspruchslose Spiele zu veredeln, davon gibt es schließlich auch eine ganze Reihe.

Die PC Games Hardware berichten von einem gewissen Preisrutsch bei der GeForce GTX 770, welche derzeit in einigen Ausführungen und bei mehreren Händlern für 230-260 Euro erhältlich ist. Gegenüber dem Stand von Ende Juli (bei seinerzeit 260-280 Euro) ist die Preisreduktion zwar nicht berauschend großartig, aber dennoch bemerkbar – und setzt damit natürlich auch die umliegenden nVidia-Karten sowie die AMD-Konkurrenz unter neuen preislichen Druck. So haben die neuen Maxwell-Grafikkarten GeForce GTX 970 & 980 letztlich nicht nur Vorteile für deren Käufer, sondern zwingen größeren Teilen des Grafikkarten-Markts eine neue Preisrunde auf, wovon dann letztlich viel mehr Grafikkarten-Käufer profitieren.

TweakPC berichten über ein erstes Mainboard mit Broadwell-Kompatibilität seitens ECS Elitegroup. Dabei wurde noch nicht einmal konkret festgelegt, welche Broadwell-Prozessoren unterstützt werden, dies soll alles erst nach Broadwell-Launch mittels BIOS-Updates erfolgen – sprich, es handelt sich schlicht eine kleine Marketing-Aktion seitens ECS Elitegroup. Denn natürlich sind die Broadwell-Prozessoren für den Sockel 1150 auch für alle derzeit verkauften Sockel-1150-Platinen gedacht, entsprechend wird es BIOS-Updates von allen Mainboard-Herstellern für mehr oder weniger alle entsprechenden Mainboards und Prozessoren geben – Sondermodelle, unbekannte Hersteller und reine OEM-Produkte einmal ausgenommen. Gleichfalls ist zu erwarten, das etwaige Broadwell-E-Prozessoren wieder im Sockel 2011-v3 von Haswell-E daherkommen und daher (nach BIOS-Update) auch auf allen jetzt verkauften Sockel-2011-v3-Platinen laufen werden.

Die Analysten von Gartner sowie IDC haben für das dritte Quartal jeweils ein kleines Minus bei der Anzahl an verkauften PC ermittelt, welches mit -0,5% bzw. -1,7% zum Vorjahresquartal jedoch sogar etwas niedriger ausgefallen ist als zu den (schlechten) Prognosen zum Jahresanfang vermutet. Dabei verstärkten sich die zuletzt zu beobachtenden Tendenzen: Das Geschäft in den Schwellen- und Entwicklungsländern lief erneut schlechter – hierbei scheint sich gerade Süd- und Ostasien mit den beiden Schwergewichten China und Indien zu einem totalem Smartphone/Tablet-Markt zu entwickeln und wirklich weg vom PC zu gehen. Dagegen gewann das PC-Geschäft in den Industriestaaten des Westens sogar leicht hinzu, entgegen des insgesamten Trends. Primär wird dies erklärt über immer noch anhaltende größere PC-Käufe im Unternehmensbereich nach dem Supportende von Windows XP.

Allerdings dürfte wohl auch der Punkt mit hineinspielen, daß viele Nutzer ihre PCs wegen der Langlebigkeit der Geräte (aus Performance-Sicht) und wegen des Tablet-Booms in den letzten Jahren nicht aktualisiert haben, diese aufgeschobenen Investitionen nunmehr nachgeholt werden. Und selbst wenn dies das derzeitige Marktgeschehen vielleicht noch nicht so stark bestimmt, darf man annehmen, das ein solcher Trend auf jeden Fall kommen wird. Das nächstes Jahr erscheinende Windows 10 dürfte – wenn Microsoft es schafft, auf die Nutzerrückmeldungen zu hören – sicherlich auch einen gewissen PC-Boom auslösen, allerdings wiederum primär nur in der westlichen und weniger in der östlichen Welt. Anzumerken wäre allerdings noch, daß es sich bei diesen Statistiken immer nur um die Anzahl an verkauften PCs & Notebooks handelt – weder werden Umsätze berechnet, womit auch ansteigende Durchschnittspreise nicht einfließen können, noch wird das im PC-Segment sehr breite Nachrüst- und Zubehörgeschäft irgendwie berücksichtigt. Die Aussagekraft dieser Zahlen ist daher – gerade wenn man daran die Gesundheit des gesamten PC-Markts ermessen will – arg beschränkt.

Spielepublisher Ubisoft hat sich mit seinen Aussagen pro 30 fps bei Konsolenspielen ziemlich hereingeritten – selbst wenn man jetzt im konkreten Fall von "Assassin's Creed: Unity" wieder zurückrudert. Dabei steht in der ursprünglichen Aussage sicherlich viel wahres: Dauerhaft 60 fps anzustreben, ist auf beschränkter Hardware mehr als doppelt so schwierig, wie 30 fps anzustreben – und im Sinne der Optik sind dauerhaft 30 fps vorzuziehen, wenn keine anderen Möglichkeiten als 30 fps oder 60 fps zur Auswahl stehen. Im eigentlichen sagt man damit durch die Blume schließlich nur, daß die Hardware der nunmehr aktuellen Konsolen-Generation einfach zu limitiert ist, um keinerlei Performance-Sorgen zu haben. Die Hardware der aktuellen Konsolen-Generation wurde konsequent auf Mainstream-Ansprüche ausgelegt – und da sind 60 fps einfach überflüssiger Luxus, gemessen an dem Bildqualitätsgewinn, welcher unter 30 fps möglich ist. Dies war schon angesichts den ersten Meldungen zur Hardware der seinerzeitigen NextGen-Konsolen erkennbar und manifestiert sich nun halt nur in der Praxis.

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Neuer 3DTester-Artikel: PNY Wave Attaché 3.0 USB3.0 Flash Drive 32GB

Der PNY Wave Attaché 3.0 ist bereits Anfang des Jahres auf den Markt gekommen und könnte damit zur neuesten USB 3.0 Generation zählen, der man nachsagt, dass sie einen günstigen Preis und eine gute Leistung miteinander verbindet. Ob dies der Fall ist, wollen wir im aktuellen Test herausfinden ... zum Artikel.

PNY Wave Attaché 3.0 USB3.0 Flash Drive 32GB
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Trotz AMD-Dementi: Klarer Preisrutsch bei AMDs HighEnd-Grafikkarten

WCCF Tech und Fudzilla berichten (angeblich) unabhängig voneinander von einer klaren Reduzierung der Listenpreis zu den Hawaii-basierten Grafikkarten. Die Radeon R9 290 soll dabei von 399$ auf 299$ heruntergehen, die Radeon R9 290X von 549$ auf 399$. Belegt wird dies auch mit Händlerangeboten aus den USA, welche exakt diese Preise ausweisen. Doch AMD dementiert gemäß einer weiteren Meldung seitens Fudzilla diese Preisreduktion – etwas ungewöhnlich angesichts dessen, daß die Straßenpreise nun einmal ein unwiderlegbares Bild wiedergeben. Auch im deutschen Einzelhandel lassen sich diese Preise inzwischen nachvollziehen: Der Listenpreis der Radeon R9 290 von 299$ sollte in Deutschland etwa 280 Euro ergeben, aktuell ist diese Karte für 260-290 Euro erhältlich. Der Listenpreis der Radeon R9 290X von 399$ sollte dagegen in Deutschland etwa 373 Euro ergeben, aktuell ist diese Karte für 350-380 Euro erhältlich.

Mitte März Ende Juli Mitte Oktober (Listenpreis)
Radeon R9 295X2 - 1220-1300€ 850-920€ (999$)
Radeon R9 290X 430-460€ 410-430€ 350-380€ (549$)
Radeon R9 290 340-370€ 310-340€ 260-290€ (399$)
Radeon R9 280X 260-280€ 220-240€ 220-240€ (299$)
Radeon R9 285 - - 205-230€ (249$)
Radeon R9 280 250-270€ 170-190€ 170-190€ (249$)

Damit ergeben sich auch wieder Absatzchancen für diese AMD-Grafikkarten: Die Radeon R9 290X kostet nunmehr nur noch unwesentlich mehr als die GeForce GTX 970 (320-350€), ist aber im Uber-Mode oder aber mittels der Herstellerdesigns schneller als die GeForce GTX 970. Die Radeon R9 290 kann sich zwar von der Performance her nicht ganz der GeForce GTX 970 stellen, kommt aber dennoch in grob dieselben Performance-Sphären und ist dafür nun auch klar unterhalb der Marke von 300 Euro zu haben. Bei all der Eurphorie über die neuen nVidia-Grafikkarten darf nicht unbeachtet bleiben, daß AMD hier seine Preislagen derart angepasst hat, daß man definitiv wieder konkurrenzfähig gegenüber nVidia ist.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 9. Oktober 2014

Die ComputerBase hat eine schöne Liste an Notebooks mit GeForce GTX 970M & 980M Grafiklösungen zusammengestellt – welche allerdings auch klarmacht, daß die beiden neuen Mobile-Spitzenlösungen von nVidia in zwingend teure Notebook-Preise resultieren. Unterhalb von 1500 Euro scheint kaum etwas zu gehen, einige Modelle gehen auch bis 2500 Euro hinauf – womit es auch kaum als vorstellbar erscheint, daß GeForce GTX 970M & 980M jemals in Notebooks unterhalb von 1000 Euro zu haben sein werden. Natürlich kosten alleine die Grafiklösungen nicht so viel, die Notebook-Hersteller paaren jene eben üblicherweise mit extravaganter Hardware: Ausschließlich Core-i7-Prozessoren mit vier Rechenkernen samt HyperThreading, hochauflösende Displays, viel Speicher und Grafikkarten-Speicher erklären am Ende den Preispunkt dieser Notebook-Modelle. Für normalpreisige Notebooks scheinen eher die erst 2015 nachfolgenden kleineren Modelle der GeForce 900M Serie gedacht zu sein – insbesondere der GM206-Chip dürfte hierfür interessant werden.

Golem bringen einen Codenamen für AMDs geplante erste ARM-basierte LowPower-Architektur ins Spiel: "Amur" soll nächstes Jahr ins Tablet-Segment gehen, dort wo derzeit die Mullins/Beema-Prozessoren stehen. Daneben wird es aber weiterhin auch eine x86-basierte LowPower-Architektur namens "Nolan" geben, AMD plant derzeit in diesem Segment immer noch zweigleisig. Beide Prozessoren werden im übrigen für den gleichen Sockel FT4 angeboten werden, werden also bewußt gegeneinander austauschbar sein – so wie es AMD bei der Ankündigung des "Projekts Skybridge" bereits verlauten lassen hat. Terminlich gibt es leider eine schlechte Nachricht: Beide Entwicklungszweige des Skybridge-Projekts sind erst im dritten Quartal 2015 zu erwarten – bis dahin wird AMD mit Mullins/Beema sowie für höhere Leistungsansprüche den Mainstream-APUs Kaveri bzw. ab Dezember 2014 dann Carrizo auskommen müssen.

Bezüglich Carrizo vermutet der Planet 3DNow! im übrigen, daß AMD mit der Ausrichtung einer LowPower-Variante von Carrizo auf vormalige Einsatzzwecke von Mullins/Beema zukünftig keine x86 LowPower-Architektur mehr auflegen will. Dies erscheint für die nähere Zukunft jedoch als nicht wahrscheinlich, denn AMDs Roadmap sieht klar noch mindestens zwei x86-Nachfolger von Mullins/Beema vor. Allerdings könnte AMD die Einsatzorte dieser LowPower-Prozessoren verschieben: Wenn Carrizo nun auch in den Bereich der LowPower-Notebooks heruntergeht – was frühere Mainstream-APUs von AMD nicht erreicht haben – dann können sich die zukünftigen LowPower-Prozessoren von AMD auf noch tiefere LowPower-Segmente konzentrieren, also eher nur noch in den Tablet-Bereich gehen. Im Endeffekt kopiert AMD hierbei das Verhalten von Intel, welches seine LowPower-Architekturen fast nur noch im Tablet-Bereich einsetzen will, während LowPower-Notebooks eher mittels kleiner Ausführungen der regulären CPU-Architekturen bedient werden.

HT4U stellt anhand der Preview-Version von Windows 10 die Frage auf, ob es sich hierbei nicht schlicht um ein verbessertes Windows 8 handeln würde – garniert mit der Anekdote, daß es früher einmal Microsoft-Überlegungen gegeben hatte, das ganze als "Windows 8.2" zu vermarkten. Die reine Optik hat in jedem Fall viele Anleihen von Windows 8 mitgenommen, von den zumeist ungeliebten Kacheln hat sich Microsoft nicht wirklich verabschiedet, sondern versucht jene vielmehr mittels Windows 10 auch in den regulären Desktop mit einzubinden. Grundsätzlich kann man kritisieren, daß Microsoft angesichts der angeblichen Modularität seines Windows-Betriebssystems (schon seit einer ganzen Dekade) es immer noch nicht geschafft hat, die Oberfläche vom eigentlichen Betriebssystem zu trennen – und damit die Möglichkeit für mehrere, wirklich unterschiedliche Oberflächen zu bieten. Andererseits erleben wir Windows 10 derzeit in einem sehr frühen Stadium noch gut ein Jahr vom Release entfernt – und mittels der Tester-Rückmeldungen sollte es wenigstens diesesmal möglich sein, noch Einfluß auf das finale Windows 10 zu nehmen.

Beim Kampf um das Presse-Leistungsschutzrecht geht es inzwischen stark in Richtung Realsatire: Google hatte zuletzt bekanntgegeben, ab dem 9. Oktober die in der VG Media organisierten Angebote nur noch mit eingeschränkter Darstellung in der eigenen Suchmaschine anzuzeigen, sprich nur noch mit Artikeltitel und Link. Nachdem das Bundeskartellamt hiergegen keine Bedenken hatte, wurde der VG Media offenbar endlich bewußt, daß man mit dem eigenen Vorgehen an dem Ast gesägt hat, auf welchem man selber sitzt – und bat Google um eine Stundung dieser Änderungen. Google hat diesem Wunsch nunmehr entsprochen und wird diese Änderungen erst am 23. Oktober in die Tat umsetzen. Bis dahin darf man gespannt erwarten, was die VG Media nun mit dieser Karenzzeit anfängt: Eine neue Klage gegen Google – oder aber möglicherweise ein Einlenken in der Sache selber? Zumindest erscheint es als wahrscheinlich, daß einige der in der VG Media organisierten Angebote nun erst die Konsequenzen des eigenen Handelns realisiert haben – und auch erst nun sehen, daß ihnen die vollständige Listung bei Google wichtiger ist als eventuelle Tantiemen aus dem Leistungsschutzrecht.

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nVidias GeForce GTX 960 angeblich auf das erste Quartal 2015 verschoben

Laut dem japanischen Hermitage Akihabara (maschinelle Übersetzung ins Deutsche) kommt die GeForce GTX 960 nicht mehr wie geplant noch im Jahr 2014, sondern wurde auf das erste Quartal des Jahres 2015 verschoben. Gründe hierfür wurden nicht angegeben, so daß man darüber breit spekulieren kann – möglich ist alles von technischen Problemen beim GM206-Chip bis hin zu einem bewussten Zurückhalten, um den Abverkauf von GeForce GTX 660, 760 und 770 noch vorher über die Bühne zu bringen. Dabei ist noch nicht einmal sicher, welche Chipbasis wirklich für die GeForce GTX 960 Serie benutzt werden wird. Möglich sind hierbei zwei Modelle: Erstens basieren GeForce GTX 960 & 960 Ti beiderseits auf dem GM206-Chip, der damit entsprechend leistungsfähig sein muß, um die GeForce GTX 960 Ti nahe genug an die GeForce GTX 970 heranzuführen, damit keine übermäßig große Performance-Lücke entsteht.

Oder zweitens basiert die GeForce GTX 960 Ti auf einer weiteren Abspeckung des GM204-Chips und nur die GeForce GTX 960 (sowie eine potentielle GeForce GTX 950 Ti) auf dem GM206-Chip, welcher somit deutlich kleiner ausfallen kann. In diesem Fall könnte nVidia eine GeForce GTX 960 Ti sogar schon jetzt bringen – und wird damit aber wahrscheinlich sowieso warten, bis der GM206-Chip spruchreif ist bzw. sich GeForce GTX 660, 760 und 770 weitgehend abverkauft haben, um GeForce GTX 960 und 960 Ti zusammen in den Markt zu entlassen. Letztgenannte Theorie ist auch in unserer aktuellen Grafikkarten-Roadmap so eingezeichnet, letztlich sind aber beide Theorien nach wie vor noch möglich.

  Theorie/Gedankenmodell 1 Theorie/Gedankenmodell 2
Chip-Grundlage "großer" GM206-Chip mit 1280 Shader-Einheiten (10 SMM) an einem 192 Bit DDR Speicherinterface "kleiner" GM206-Chip mit 1024 Shader-Einheiten (8 SMM) an einem 192 Bit DDR Speicherinterface
Performance-Segment der GeForce GTX 770 GeForce GTX 960 Ti
auf Basis des Vollausbaus des GM206-Chips
(1280 Shader-Einheiten @ 192 Bit DDR)
GeForce GTX 960 Ti
auf Basis einer starken Abspeckung des GM204-Chips
(~1280/1408 Shader-Einheiten @ 192 Bit DDR)
Performance-Segment der GeForce GTX 760 GeForce GTX 960
auf Basis einer Abspeckung des GM206-Chips
(1024 Shader-Einheiten @ 192 Bit DDR)
GeForce GTX 960
auf Basis des Vollausbaus des GM206-Chips
(1024 Shader-Einheiten @ 192 Bit DDR)
Performance-Segment der GeForce GTX 660 Ti GeForce GTX 950 Ti
auf Basis einer starken Abspeckung des GM206-Chips
(~896 Shader-Einheiten @ 128/192 Bit DDR)
GeForce GTX 950 Ti
auf Basis einer Abspeckung des GM206-Chips
(~896 Shader-Einheiten @ 128/192 Bit DDR)

In jedem Fall ist zu erwarten, daß die GeForce GTX 960 Serie unabhängig der jeweiligen Chip-Basis das Preis- und Leistungssegment der bisherigen GK104-basierten Grafikkarten von GeForce GTX 660 Ti bis GeForce GTX 770 besetzt – möglicherweise in der Spitze nicht ganz so schnell wie die GeForce GTX 770, aber zumindest nahe dran, dies wird man sehen müssen. Eine Performance-Offenbarung wird die GeForce GTX 960 Serie somit wahrscheinlich nicht werden, aber jene dürfte dieselbe Performance zu eventuell günstigeren Preispunkten zu vor allem einer deutlich niedrigeren Verlustleistung bei (vermutlich) um die 100 Watt TDP mitbringen.

Für GK104-Besitzer besteht damit natürlich kaum ein Umrüstgrund – hierfür sind eher die GM204-basierten Grafikkarten gedacht – aber für Besitzer früherer Performance- und HighEnd-Beschleuniger, welche nun im Preisbereich von 150 bis 200 Euro nach Ersatz suchen, dürfte die GeForce GTX 960 Serie sicherlich von Interesse sein. Gerade bei Besitzern älterer Grafikkarten, wo inzwischen schon die früher üblichen, niedrigen Speichermengen den Pferdefuß darstellen, dürfte die GeForce GTX 960 Serie gut ankommen, wird nVidia aller Wahrscheinlichkeit nach an das 192 Bit DDR Speicherinterface jeweils 3 GB GDDR5-Speicher dranhängen – womit man heutzutage im Performance-Segment gut auskommen kann.

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AMDs FX-8310 als Schnäppchen-Angebot im Achtkern-Bereich?

Ein klein wenig Aufregung gibt es derzeit um den neuen Bulldozer/Vishera-Prozessor FX-8310, welchen AMD als Ablösung des früheren Modells FX-8300 ohne großes Aufhebens im OEM-Bereich in den Markt gebracht hat. Gegenüber dem FX-8300 (3.3/4.2 GHz) hat der FX-8310 schlicht jeweils 100 MHz Takt zu bieten, ergo 3.4/4.3 GHz. Interessant ist an der CPU, das jene von AMD mit einer TDP von 95 Watt spezifiziert ist, ohne aber ein E-Modell zu sein. Die Taktraten liegen nun jedoch so, daß sich der FX-8310 eigentlich problemlos mit dem kürzlich vorgestellten FX-8370E (3.3/4.3 GHz) anlegen können sollte. All dies wäre jedoch nicht weiter von Bedeutung, wenn nicht der US-Händler TigerDirect vorgeben würde, den FX-8310 für 125 Dollar vorrätig zu haben – mit diesem Preis liegt der FX-8310 deutlich unterhalb der Preislage des FX-8370E von 194 Dollar Listenpreis.

Takt Uncore Technik TDP Listenpreis Release
FX-9590 4.7/5.0 GHz 2.2 GHz 8 Piledriver-Kerne, 8 MB L2, 8 MB L3 220W 220$  (Juli 2013)
FX-9370 4.4/4.7 GHz 2.2 GHz 8 Piledriver-Kerne, 8 MB L2, 8 MB L3 220W 204$  (Juli 2013)
FX-8370 4.0/4.3 GHz ? 8 Piledriver-Kerne, 8 MB L2, 8 MB L3 125W 194$  (2. Sept. 2014)
FX-8370E 3.3/4.3 GHz ? 8 Piledriver-Kerne, 8 MB L2, 8 MB L3 95W 194$  (2. Sept. 2014)
FX-8350 4.0/4.2 GHz 2.2 GHz 8 Piledriver-Kerne, 8 MB L2, 8 MB L3 125W 173$  (24. Okt. 2012)
FX-8320 3.5/4.0 GHz 2.2 GHz 8 Piledriver-Kerne, 8 MB L2, 8 MB L3 125W 142$  (24. Okt. 2012)
FX-8320E 3.2/4.0 GHz ? 8 Piledriver-Kerne, 8 MB L2, 8 MB L3 95W 142$  (2. Sept. 2014)
FX-8310 3.4/4.3 GHz ? 8 Piledriver-Kerne, 8 MB L2, 8 MB L3 95W nur für OEM  (Okt. 2014)
FX-8300 3.3/4.2 GHz ? 8 Piledriver-Kerne, 8 MB L2, 8 MB L3 95W nur für OEM  (Ende 2012)
FX-6350 3.9/4.2 GHz 2.2 GHz 6 Piledriver-Kerne, 6 MB L2, 8 MB L3 125W 122$  (29. April 2013)
FX-6300 3.5/4.1 GHz 2.0 GHz 6 Piledriver-Kerne, 6 MB L2, 8 MB L3 95W 101$  (24. Okt. 2012)
FX-4350 4.2/4.3 GHz 2.2 GHz 4 Piledriver-Kerne, 4 MB L2, 8 MB L3 125W 97$  (29. April 2013)
FX-4300 3.8/4.0 GHz 2.0 GHz 4 Piledriver-Kerne, 4 MB L2, 4 MB L3 95W 97$  (24. Okt. 2012)
Alle Bulldozer/Vishera-Prozessoren kommen im Sockel AM3+ daher, welcher durch die AMD-Chipsätze der 8er und 9er Serien bedient wird. Als Speicher wird durchgängig maximal DDR3/1866 (offiziell) unterstützt.

Da der FX-8370E recht gut bewertet wurde und der FX-8310 eigentlich dieselbe Performance bieten sollte, scheint sich hier ein klares Schnäppchen-Angebot anzubahnen – gutklassige Achtkern-Performance für eine Preislage von 125 Dollar aka ~120 Euro wird man derzeit nirgendwo anders finden. Problematisch ist nur, daß der FX-8310 wahrscheinlich ähnlich wie der FX-8300 eine reine OEM-CPU ist, das Angebot von TigerDirect steht momentan jedenfalls nur einzeln da. Der vorhergehende FX-8300 war zudem faktisch niemals im deutschen Einzelhandel erhältlich, sondern nur in Form von Komplett-PCs. So lange sich dies nicht ändert, bleibt das vorgebliche Schnäppchen-Angebot reine Theorie – und natürlich sollte man eigentlich den FX-8310 auch erst einmal durchtesten, ehe man hierzu endgültige Urteile abgibt.

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