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Wie ist der Zweiteindruck zur GeForce GTX 970?

An unsere Launch-Analysen zum Launch neuer Hardware schließt sich normalerweise immer eine Umfrage nach dem Ersteindruck zu dieser neuen Hardware an – um eben genau das zu ermitteln, den allerersten Eindruck direkt nach dem Launch. Im Normalfall verändert sich dieser Eindruck über den Lebenszyklus dieser Hardware dann kaum noch, denn allenfalls in der Frage des Preis/Leistungsverhältnisses sind im nachhinein durch niedrigere Preise noch bedeutsame Änderungen am Produkt möglich.

Mit der GeForce GTX 970 haben wir nun aber einen Fall vorliegen, in welcher durch fälschliche Spezifikationen der Ersteindruck zu dieser Karte kaum noch zu halten sein wird – gerade und auch, weil die GeForce GTX 970 die bislang einzige neue Hardware war, zu welcher wir in der seinerzeitigen Ersteindrucks-Umfrage keinerlei Antwortoptionen zu Gründen für einen durchschnittlichen oder negativen Ersteindruck notieren konnten. Dies hat sich nun sehr gründlich geändert – womit wir aus diesem gegebenen Anlaß und der Fairness halber gegenüber allen anderen Markt-Angeboten die Frage nach dem "Zweiteindruck" zur GeForce GTX 970 stellen müssen.

Positiver Zweiteindruck, bin aber schon mit gleichwertigem oder besserem eingedeckt.
5% (88 Stimmen)
Positiver Zweiteindruck, könnte interessant werden für eine Neuanschaffung (bzw. habe die Karte schon).
6% (116 Stimmen)
Positiver Zweiteindruck, aber preislich außerhalb meiner Interessenlage.
2% (45 Stimmen)
Durchschnittlicher Zweiteindruck, primär wegen ganzen Mogelei von nVidia um diese Karte.
16% (299 Stimmen)
Durchschnittlicher Zweiteindruck, primär wegen des nur 3,5 GB schnell nutzbaren Speichers.
7% (135 Stimmen)
Durchschnittlicher Zweiteindruck, primär wegen des nun nicht mehr passenden Preis/Leistungs-Verhältnisses.
2% (35 Stimmen)
Durchschnittlicher Zweiteindruck, primär aus anderem Grund.
0% (7 Stimmen)
Negativer Zweiteindruck, primär wegen ganzen Mogelei von nVidia um diese Karte.
48% (917 Stimmen)
Negativer Zweiteindruck, primär wegen des nur 3,5 GB schnell nutzbaren Speichers.
10% (197 Stimmen)
Negativer Zweiteindruck, primär wegen des nun nicht mehr passenden Preis/Leistungs-Verhältnisses.
3% (48 Stimmen)
Negativer Zweiteindruck, primär aus anderem Grund.
1% (23 Stimmen)
Gesamte Stimmen: 1910
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Neuer Artikel: Nvidia interessiert sich nicht für Geforce-Käufer

Das Thema der GTX970-Affäre läßt uns augenscheinlich noch nicht ganz los. Aber so lange sich nVidia nicht (erschöpfend) offiziell erklärt, ist es nur recht und billig, wenn die Presse das Thema weiter behandelt. Und wenn von nVidia nichts neues kommt, dann eben auch und in Form von Kommentaren zu diesem Fall ... zum Artikel

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Hardware- und Nachrichten-Links des 11./12. Februar 2015

PC Perspective haben 13 Stück GeForce GTX 960 übertaktet – wobei hier nicht nur Karten unterschiedlicher Hersteller dabei waren, sondern sogar gleiche Modelle derselben Hersteller, womit man etwas zur Streubreite beim Übertakten derselben Grafikkarte sagen kann. Generell betrachtet lagen alle 13 GeForce GTX 960 irgendwo auf derselben Übertaktungshöhe – die Übertaktungsergebnisse bewegten sich ausnahmslos zwischen 1501 und 1576 MHz Chiptakt, abzüglich des allerhöchsten Übertaktungsergebnisses sogar nur zwischen 1501 und 1558 MHz. Dies deutet auf eine generell ziemlich gleichbleibende Chipqualität beim GM206-Chip der GeForce GTX 960 hin – und auch darauf, daß das persönlich erreichte Übertaktungsergebnis mehr von Glück und Pech abhängig ist als von Modell und Hersteller. Beispielsweise kam das beste und das schlechteste Übertaktungsergebnis im Test von PC Perspective beiderseits von MSI – und auch bei den getesteten Karten von Asus und EVGA gab es "gute" und "schlechte" Übertaktungsergebnisse. Beim Speichertakt war die Streubreite mit 3854 bis 4146 MHz leicht höher, aber dies ist bekannterweise sowieso rein vom Glück abhängig.

Gemäß der italienischen Webseite Bits & Chips (maschinelle Übersetzung ins Deutsche) denkt Intel derzeit angeblich darüber nach, Broadwell-K zu streichen – was auch gleichbedeutend mit der kompletten Streichung von Broadwell für den Desktop-Einsatz wäre, denn von Broadwell sollen keine "normalen" Modelle in den Desktop-Einsatz gehen. Hintergrund der Streichung sollen Thermikprobleme sein – eine etwas ungewöhnliche Erklärung angesichts der recht laufruhigen Vorgänger und dem Einsatz der kleineren 14nm-Fertigung bei Broadwell. An dieser Stelle kann man durchaus darüber spekulieren, ob die totale Mobile-Fixierung von Intel bei der Broadwell-Architektur eventuell Nachteile für den Desktop-Einsatz mit sich gebracht hat. In jedem Fall gilt, daß sollte Broadwell-K nun doch nicht erscheinen, dann wenigstens im Desktop-Segment keine zwei Intel-Architekturen zur nahezu selben Zeit antreten würden, es also freie Bahn für Skylake geben würde.

Laut Fudzilla soll der Samsung Exynos 7420 Smartphone-SoC im kommenden Galaxy S6 bereits der 14nm-Fertigung entstammen. Dies wäre überraschend und vor allem sehr frühzeitig, schließlich soll Samsungs eigene 14nm-Fertigung gerade einmal im zweiten Quartal 2015 anlaufen – und selbst dies gilt als gewagte Termin-Angaben. Zudem hat ein Anlaufen der Fertigung nichts mit der Möglichkeit zu einem Launch eines millionenfach verkauften Gerätes zu tun – Apple hat beispielsweise letztes Jahr vom Frühjahr bis Herbst monatelang A8-SoCs der 20nm-Fertigung für den Launch des iPhone 6 vorproduzieren lassen, nur damit man am Launchtag auch wirklich in (großer) Millionen-Stückzahl lieferfähig war. Wenn der Exynos 7420 wirklich bereits der 14nm-Fertigung entstammt, dann sollte sich an die kommende Vorstellung des Galaxy S6 im März eigentlich ein Auslieferungstermin nicht vor Herbst anschließen – es sei denn, hier lauert eine gewisse Überraschung: Entweder ist Samsungs 14nm-Fertigung noch weiter als bisher angenommen, oder aber der Exynos 7420 kommt schlicht noch in der 20nm-Fertigung.

Golem berichten über die neuesten Probleme mit Smart-TVs: Die Modelle von Samsung haben nun (teilweise) damit angefangen, unaufgefordert Werbung einzublenden – und zwar nicht, wenn man im Internet surft, sondern beim Abspielen von Filmen per App sowie sogar beim Pay-TV. Samsung kann diese Fälle derzeit zwar als Fehler entschuldigen, aber insgesamt wird damit auf ein kommendes Problem hingewiesen, welches jetzt noch gar nicht so offensichtlich ist: Mit den SmartTVs geht die Kontrolle des TV-Geräts wieder auf den Hersteller über, sie liegt nicht mehr beim Käufer. In der Zukunft wird es somit problemlos möglich sein für die Hersteller, die Zügel anzuziehen – notfalls auch erst später nach dem Kauf, so daß der Käufer die Falle nicht sofort sieht. Am Ende steht dann nicht mehr ein Kaufvertrag mit dem TV-Händler, sondern ein Nutzungsvertrag mit dem TV-Hersteller – in welchem sich letzterer nach Belieben spätere Änderungen und Anpassungen seiner "Leistungen" genehmigt.

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Umfrage-Auswertung: GeForce GTX 970: Behalten, abwarten, zurückschicken?

Die Umfrage der letzten Woche betraf natürlich die GTX970-Affäre und die erste Reaktion der Grafikkarten-Käufer hierauf. Nicht unerwartet weht der GeForce GTX 970 (und nVidia) aus dieser Umfrage ein scharfer Wind entgegen: Jeweils gute 40% der Umfrage-Teilnehmer wollen entweder eine Rückgabe der Karte oder empfehlen nVidia, irgendwie für Kompensation zu sorgen – und nur gute 20% sehen das ganze ausreichend gelassen, um keine Forderung nach Rückgabe oder Kompensation zu erheben. Interessant ist hierbei ein gewisser Unterschied in der Stimmabgabe, je nachdem ob man selber eine GeForce GTX 970 besitzt oder nicht: Denn die Besitzer der GeForce GTX 970 stimmen deutlich häufiger für eine Kompensation durch nVidia als die Nichtbesitzer, während der Wunsch nach Rückgabe bei den Besitzern ebenso deutlich weniger ausgeprägt ist als bei den Nichtbesitzern.

Dies kann man durchaus als Hinweis darauf verstehen, daß die Emotionen gerade bei den Nichtbesitzern erheblich höher gekocht sind als bei den Besitzern der GeForce GTX 970 – bei letzteren wird hierbei unbewußt sicher auch der Punkt mitspielen, daß die Karte eben ansonsten weiterhin sehr gut ist und man jene daher gar nicht unbedingt aus den Händen geben will. In der Summe der Dinge ergäbe sich gemäß dieser Umfrage jedoch eine eindeutige Handlungsanweisung an nVidia – welche nVidia, wie bekannt, jedoch leider nicht erfüllen wird. Ob dies eine gute Entscheidung von nVidia darstellt, ist dann das Thema der aktuell laufenden Umfrage.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 10. Februar 2015

Beim TechSpot hat man sich die Grafikkarten-Performance unter Battlefield Hardline anhand der OpenBeta-Version des Spiels angesehen. Hieran kann natürlich noch einiges passieren, das Spiel selber kommt schließlich erst am 17. März heraus, zudem dürften sich die Grafikchip-Entwickler sicherlich auch noch mittels extra angepasste Treiber duellieren wollen. Dabei sehen die ersten Performance-Messungen des TechSpots schon einmal ganz ansprechend aus, die meisten der heute gebräuchlichen Grafikkarten dürften gut mitkommen. Allerdings bleibt abzuwarten, ob andere Tester nicht auch schlauchendere Testsequenzen finden – beim TechSpot gibt es leider eine gewisse Tendenz zu nicht wirklich fordernden Testsequenzen. Zwischen AMD und nVidia sieht es nach diese ersten Benchmarks in jedem Fall schon einmal nahezu normal aus, mit leichten Vorteilen von AMD an der absoluten Leistungsspitze, wo die Radeon R9 290X der GeForce GTX 980 gefährlich nahe kommt.

Zur Umfrage-Auswertung zum Ersteindruck zur GeForce GTX 960 wäre noch der Punkt nachzutragen, daß es nVidia mit der GeForce GTX 960 geschafft hat, sogar den Ersteindruck zur Radeon R9 285 nach unten hin zu schlagen – und dies will etwas bedeuten, die Radeon R9 285 ist nun wirklich nicht gut angekommen und zog/zieht viel Kritik auf sich. Doch die reinen Zahlen – 26,4% vs. 14,6% positiver Ersteindruck, 30,3% vs. 46,5% negativer Ersteindruck, 8,1% vs. 4,5% potentielles Kaufinteresse – zeigen die Radeon R9 285 überall sogar bedeutsam vor der GeForce GTX 960. Dies wirft die Frage auf, wieso zwei eigentlich ziemlich gleiche Karten so unterschiedlich bewertet werden. Die Auflösung dürfte im Zeitpunkt des Launches liegen: AMD war (wenigstens einmal) clever und hat die Radeon R9 285 noch im September herausgehauen – und damit auch vor der neuen Spiele-Generation mit ihren erhöhten Hardware-Anforderungen. Die GeForce GTX 960 kam dagegen erst im Januar 2015 – und damit einfach zu einem Zeitpunkt, wo das von der GeForce GTX 960 gebotene zu deutlich als "altbacken" herüberkommt. nVidia hätte die Karte im Herbst 2014 herausbringen sollen, zeitnah zu GeForce GTX 970 & 980. Dann hätte es aufgrund der Kartenspezifikationen auch reichlich Kritik gegeben, aber das Urteil wäre wohl nicht ganz so desaströs ausgefallen wie aktuell im Jahr 2015.

Breit durch die Presse getragen wird derzeit die beim GameSpot zu lesende Aussage, daß Spielepublisher Electronic Arts für das Jahr 2018 mit einer Tablet-Leistung auf Höhe "typischer" Konsolen rechnet – und zu diesem Zeitpunkt damit dann gänzlich andere Spiele auf Tablets möglich sein sollen. Prinzipiell ist die Aussage nicht ganz verkehrt (sofern man unter "typische" Konsolen die Generation um Xbox 360, Playstation 3 und Wii U versteht), aber ob sich diese einfachen Schlüsse ziehen lassen, darf dann doch bezweifelt werden. Schließlich wird im Jahr 2018 kaum noch jemand die PS3-Konsolengeneration kennen, die PS4-Konsolengeneration hingegen altbacken erscheinen und möglicherweise schon vor ihrer Ablösung stehen. Andererseits gilt, daß auf Tablets wegen der viel kleineren Bildschirme sowieso nicht die Rechenleistung einer ausgewachsenen Spielekonsole benötigt würde, um optisch dasselbe darzustellen. Am Ende wird in der Diskussion über technische Möglichkeiten aber das Hauptargument vergessen, wo und wie mit Tablets oder aber Spielekonsolen gespielt wird: Letztere im Wohnzimmer, ausgerüstet mit großen Anzeigegeräten und einem optimierten Controller – die Tablets hingegen auf kleinem Anzeigegerät, mit eingeschränkten Steuerungsmöglichkeiten und meistens auf begrenztem Zeitbudget. All dies wird immer sehr unterschiedliche Spiele hervorbringen, die technischen Möglichkeiten zu einer ähnlich gut aussehenden Grafik spielen da eine sehr untergeordnete Rolle.

HT4U berichten über einen weiteren Fall eines Bitcoin-Raubzugs – durchgezogen in Form einer Bitcoin-Börse in Hongkong, welche anscheinend von Anfang an als Betrug bzw. Ponzi-Schema geplant war. Hierbei handelt es sich sicherlich nicht um den typischen Fall einer Bitcoin-Börse, dennoch deutet auch dieser Fall wieder die hohen Restrisiken an, welche Bitcoin-Interessenten nun einmal eingehen müssen. Zuletzt schon verlinkt und zu diesem Thema passend ist zudem der Video-Bericht von Motherboards über eine chinesische Bitcoin-Farm, welche 1,5 Millionen Dollar pro Monat erwirtschaftet – wobei wohlweislich der Anschaffungspreis der dort arbeitenden 3000 ASIC-Miner nicht genannt wurde. Beim Neunetz sieht man dagegen nicht die Bitcoin-Währung selber, sondern die für Bitcoin geschaffene "Blockchain" als den eigentlich interessanten Punkt an – als dem wichtigsten neuen Internetprotokoll-Baustein seit TCP/IP, welcher es ermöglicht, "Dinge dezentral umzusetzen, die vorher sinnvollerweise nur zentral organisiert werden konnten". Allerdings ist jene Technologie nicht wirklich abhängig von der Bitcoin-Währung selber – sprich, die Bitcoin-Währung könnte irgendwann als Spielgeld enden, während man die Blockchain-Technologie umfassend weiternutzt.

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AMD & nVidia Grafikkarten-Roadmap für das Jahr 2015

Nachdem einige Zeit lang nur Informations-Bruchstückchen hereinkamen und vor allem das insgesamte Bild auf AMD-Seite noch ziemlich nebulös war, ändert sich dies mit kürzlichen Informationen zum Radeon R300 Portfolio vollkommen: Nun ist erstmals (halbwegs) klar, wie sich AMD diese kommende Grafikkarten-Serie denkt. Demzufolge haben wir die Informationen aus dieser Meldung sowie alle weiteren neu hinzugekommenen Informationen in eine neue Grafikkarten-Roadmap für das Jahr 2015 einfließen lassen. Gegenüber dem letzten Stand vom November 2014 umfasst diese neue Roadmap die folgenden Änderungen:

  • AMD Fiji
    Die Positionierung dieses Grafikchips wurde gemäß der letzten Performance-Werte deutlich nach oben angehoben. Man darf nunmehr eine Performance auf Augenhöhe oder besser als bei nVidias GM200-Chip erwarten.
  • AMD Grenada
    Dieser Codename wurde der besseren Übersichtlichkeit wegen hinzugetragen, obwohl es sich hierbei nicht wirklich um einen neuen Grafikchip handeln soll, sondern um ein klassisches Rebranding des bekannten Hawaii-Chips.
  • AMD Hawaii
    Die bislang noch mögliche "Radeon R9 295X" wurde entfernt, da jene inzwischen unwahrscheinlich geworden ist – AMD wird sicherlich nichts mehr neues innerhalb der Radeon R200 Serie vorstellen.
  • AMD Tonga
    Die Positionierung dieses Grafikchips wurde leicht nach unten verschoben, da AMD mittels des Hawaii-Rebrandings "Grenada" nunmehr nicht auf Teufel komm raus sehr viel mehr Performance aus dem Tonga-Chip herauszwingen muß und Tonga daher eher in das Performance-Segment geht.
  • AMD Trinidad
    Dieser Mainstream-Chip wurde hinzugetragen, obwohl zu jenem noch einige Details fehlen und sich dessen Performance-Einordnung derzeit nur anhand von Vermutungen ergibt.
  • nVidia GM107
    Es wurden spekulativ neue GeForce-900-Grafikkarten basierend auf diesem Grafikchip eingetragen: GeForce GT 940 & GeForce GTX 950.
  • nVidia GM206
    Die nunmehr offiziellen Daten dieses Grafikchips wurden samt der exakten Performance-Positionierung der GeForce GTX 960 entsprechend ergänzt bzw. korrigiert.
  • nVidia GM200
    Die Performance-Einordnung dieses Grafikchips wurde gemäß der letzten Performance-Vorhersagen leicht nach oben angehoben.

PS: Eine alternative Grafikkarten-Roadmap findet sich bei der PC Games Hardware.

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