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Umfrage-Auswertung: Könnte man sich mit einer reinen UWP-Zukunft arrangieren?

Eine Umfrage von Mitte Mai stellte die Frage, ob man sich mit einer (hypothetischen) reinen UWP-Zukunft arrangieren könnte – in welcher Windows also nur noch UWP-Apps ausführen kann und damit praktisch alle aktuelle Anwendungssoftware auf das UWP-System und den Windows Store als Verbreitungsweg setzen würde. Sicherlich ist das ganze derzeit nur eine hypothetische Zukunft (allerdings kann man zur Wahrscheinlichkeits-Einschätzung einfach die Frage in den Raum stellen, ob Microsoft eine solche Zukunft gefallen könnte) und ist die Nutzer-Antwort aus heutiger Sicht erwartenderweise ablehnend – und dennoch überrascht die Heftigkeit der Ablehnung: Gleich 49,1% sehen dies als Anlaß, sich intensiv nach Alternativen umzusehen, nochmals weitere 29,8% gehen bei Bestätigung dieser Entwicklung lange vorher von Bord.

Dies sind zusammen immerhin 78,9 der Umfrage-Teilnehmer, welche sich nicht einfach nur "gegen" ein solches Zukunftsmodell aussprechen, sondern dies sogar zum Anlaß für eine Absetzbewegung nehmen. Denn letztlich sind auch diese 12,1%, welche für eine Akzeptanz unter Bauchschmerzen gestimmt haben, keine Anhänger eines solchen Systems – vielmehr liegen die Gegner nunmehr schon bei satten 91,0% der Umfrage-Teilnehmer. Da wir uns ziemlich sicher sind, das Microsoft über diese Zukunftsvision zumindest nachdenkt, sollte Microsoft diese Umfrage und deren Ergebnisse intensiv studieren. Sicherlich ist das 3DCenter nicht im Ansatz für die Masse an Windows-Nutzern repräsentativ – dafür findet man hier überdurchschnittlich sogenannte Multiplikatoren, welche also den Trend vorgeben und andere Nutzer mitziehen. In einer solchen Nutzergemeinde, die noch dazu über das Gaming naturgemäß sehr stark mit Windows verbunden ist, einen derart starken Widerspruch zu finden, sollte Microsoft zu denken geben – bei allen Zukunftsplanungen, egal in welche Richtung jene gehen mögen.

Das es nicht besonders sinnvoll ist, gegen den ausdrücklichen Willen der Community zu arbeiten, beweist sogar ein Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit: Im Oktober 2015 hatte nVidia mal angekündigt, seine Game-Ready-Treiber nur noch im Zusammenhang mit dem "GeForce Experience" Tool abzugeben. Dies kam überhaupt nicht gut an – und bislang hat nVidia diese Pläne auch nicht umgesetzt, obwohl jene zur kurzfristigen Umsetzung im Dezember 2015 anstanden. Hier hat allein der klare Nutzerwiderspruch einen ebenso klaren Plan des Herstellers (zumindest bislang) verhindert – ein Zeichen dafür, das die Meinung & Stimmung der Nutzer durchaus vernommen werden.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 11./12. Juni 2016

In unserem Forum wird intensiv über AMDs Vega-Chips diskutiert – wieviele in welcher Form kommen werden, welche Speichersorten AMD hierbei einsetzen wird und welche Performance-Erwartungen man haben kann. Dabei ist der wichtigste Punkt zu den anscheinend zwei Vega-Chips noch nicht einmal klar: Wird AMD die für den Markt an profesionellen Grafikkarten benötigten Features (maßgeblich die FP64-Performance) nur bei einem der beiden Vega-Chips bringen – oder bei beiden? Kommen die Profi-Features nur beim größeren Vega-11-Chip (bei der Vega-Generation läuft die Chipnummerierung wohl wieder von unten nach oben), könnte sich der kleinere Vega-10-Chip ähnlich wie nVidias GP104-Chip präsentieren – ein rein auf Gamer-Performance ausgelegter Grafikchip, mit nicht all zu großere Chipfläche (geschätzt werden derzeit ~350mm²) und demzufolge durchaus dem Potential, dem GP104 das Wasser zu reichen. Gerade wenn man davon ausgeht, das AMD hierbei tatsächlich den Fiji-Chip neu auflegt und demzufolge satte 4096 Shader-Einheiten bietet, sollte dies eigentlich machbar sein. Sofern AMD dann die Skalierungs-Effizienz klar verbessern kann (einer der großen Schwachpunkte der bisherigen GCN-Designs), wäre dann eine Performance sehr deutlich über dem Niveau der Radeon R9 Fury X machbar – wie gesagt durchaus in Richtung der GeForce GTX 1080.

Allerdings muß auch klar gesagt werden, das ausgehend von der abschätzbaren Performance der Radeon RX480 sowie dem bekannten Hardware-Unterschied von 2304 auf 4096 Shader-Einheiten die Recheneinheiten-Skalierung des Vega-Chips schon perfekt sein müsste, um wirklich exakt die Performance der GeForce GTX 1080 zu erreichen. Angenommen eine (unerreichbare) perfekte Skalierung, würde Vega 10 bei 960-1015% Performance-Index landen – nur minimal besser als das Niveau der GeForce GTX 1080 (Perf.Index 960%). Abzüglich nahezu unvermeidbarer Skalierungsverluste sollte es (auf dieser Hardware-Ansetzung) schwer werden, diese Performance dann auch in der Praxis zu bringen. Natürlich enthält diese Rechnung noch viele unbekannte Größen: Ausgehend nur von einer Performance-Prognose zur Radeon RX480, zuzüglich unsicherer Hardware-Daten zu Vega 10 sowie eventuell auch einer besseren Skalierung unter 4K (gerechnet wurde vorstehend ausgehend von der Radeon RX480 mit FullHD). Da kann noch einiges passieren, noch ist nichts unmöglich – aber es wird ein schweres Brot für AMD, Vega 10 mit kolportierten 4096 Shader-Einheiten auf das Performance-Niveau des GP104-Chips zu bringen (der zwar nur 2560 Shader-Einheiten trägt, aber mit viel höheren Chiptaktraten operiert).

Noch gänzlich unbekannt ist dagegen die Hardware-Ausstattung des größeren Vega-11-Chips. Als Richtwert darf hierbei gelten, das bei diesem Chip wohl kein Größenlimit mehr gilt, AMD also sicher wieder an die 600mm² Chipfläche herangehen wird. Gleichfalls gibt es hierbei aber einen erheblichen Flächenbedarf für professionelle Features zu beachten, denn nach der diesbezüglichen Nullnummer mit dem Fiji-Chip dürfte AMD sicherlich wieder einmal einen echten FP64-Beschleuniger liefern wollen. Ausgehend von Vega 10 mit 4096 Shader-Einheiten auf ~350mm² Chipfläche wäre in Vega 11 theoretisch das Doppelte an FP32-Recheneinheiten quetschbar – aber angesichts der Profi-Features dürfte die Chipfläche nur für rund 6000 Shader-Einheiten reichen. Damit tritt man dann gegen nVidias GP102-Chip an, welcher zwischen 3840 bis 4608 Shader-Einheiten zu schätzen ist, wie üblich mit höheren Taktraten und einer höheren IPC. Wie dieser Vergleich ausgeht, ist noch nicht absehbar – theoretisch können beide Chips auf ein etwa gleiches Performance-Niveau kommen, gerade wenn der GP102 nicht mit mehr als 3840 Shader-Einheiten antritt. Aber angesichts dessen, das hierbei mehrheitlich nur Vermutungen zu den Hardware-Daten vorliegen, verbieten sich jegliche genauere Prognosen.

Ein Gedanke wäre noch zur aktualisierten Performance-Prognose zu AMDs Radeon RX470 & RX480 nachzutragen: nVidias eigener Grafikchip für das Performance-Segment GP106 ist am Ende gar nicht einmal als langsamer als Polaris 10 einzuschätzen. Schon wenn man von der Differenz in der Vorgänger-Generation ausgeht (GM206 zu GM204 bei 56,7% von dessen Performance), kommt für eine GP106-basierte GeForce GTX 1060 mit einer Performance-Hypothese von ~544% ziemlich exakt dassselbe heraus, wie zur Radeon RX480 derzeit prognostiziert. Zudem hat der GP106-Chip sogar noch die Chance, näher an den GP104-Chip heranzurücken – nämlich dann, wenn nVidia mehr als nur die Hälfe der Shader-Einheiten verbaut (mehr als 1280) oder/und mehr als ein halbes Speicherinterface (mehr als 128 Bit GDDR5). Beides ist noch möglich, womit auch ein Performance-Potential des GP106 oberhalb des Polaris-10-Chips möglich ist. Trotzdem ist Polaris 10 hierbei als Gewinner zu sehen, da jener klar früher kommt und vor allem erstmals in der 14/16nm-Generation klar sichtbare Preis/Leistungs-Gewinne auf den Tisch legt.

Zudem dürfte nVidia der niedrige Einstiegspreis von Polaris 10 – 199 Dollar Listenpreis bei der 4-GB-Ausführung der Radeon RX480 – deutlich nicht gefallen, denn nVidia mag derart niedrige Einstiegspreise überhaupt nicht. Einen starken GP106-Chip würde nVidia sicherlich gern im Preisbereich von 200-250 Dollar in den Markt bringen, nicht bei 150-200 Dollar. Eventuell kommt es ja genau dazu: nVidia als der später (in diesem Performance-Segment) in den Markt kommende dürfte die GP106-Karten ungern so billig wie AMDs Polaris-10-Angebote machen und legt daher einfach ein paar Prozent Performance oben drauf (sofern machbar) und bietet das ganze dann auch etwas teurer an – fest auf den üblichen nVidia-Bonus sowie die psychologische Macht von um ein paar Prozentpunkte längeren Benchmark-Balken vertrauend. Denn das Gegenmodell, das nVidia AMD bei den Preispunkten unterbieten wollte, ist dann eher unwahrscheinlich. In jedem Fall dürfte in diesem Preis-Segment der Wettbewerb genau das tun, wofür jener da ist – beide Anbieter zur jeweiligen Höchstleistung anstacheln, nicht nur bei der puren Performance, sondern natürlich auch beim dafür verlangten Preispunkt.

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AMD & nVidia Grafikkarten-Roadmap 2016/17

Seit unserer letzten Grafikkarten-Roadmap ist doch einige Zeit vergangen – aber erst jetzt klart sich das Gesamtbild besser auf, wird sichtbarer, wann welche neuen Grafikchips und Grafikkarten der 14/16nm-Generation in den Markt kommen dürften. Die 28nm-Generation ist dagegen komplett abgeschlossen, von den seinerzeit prognostizierten Programmergänzungen haben auch nur ein paar den Weg in den Markt gefunden. Heuer nun dreht sich alles nur noch um die neuen 14/16nm-Chips von AMD und nVidia sowie die darauf basierenden Grafikkarten, welche sogar schon in ersten Exemplaren (GeForce GTX 1070 & GeForce GTX 1080) im Markt stehen:

AMD nVidia
HPC Vega 11 -> mglw. Frühling 2017
mglw. ~15 Mrd. Transistoren auf ~600mm² Chipfläche
mglw. ~6000 Shader-Einheiten @ 4096 Bit HBM2-Interface
GP100 -> mglw. Q4/2016
3840 Shader-Einheiten @ 4096 Bit HBM2-Interface
15,3 Mrd. Transistoren auf 610mm² Chipfläche
Enthusiast GP102 -> mglw. Q4/2016
mglw. ~12 Mrd. Transistoren auf ~500mm² Chipfläche
mglw. ~4000 Shader-Einheiten @ 384 Bit GDDR5X-Interface
HighEnd Vega 10 -> mglw. Oktober 2016
mglw. ~9 Mrd. Transistoren auf ~350mm² Chipfläche
mglw. 4096 Shader-Einheiten @ 2048 Bit HBM2-Interface
GP104 -> Launch 17. Mai 2016
7,2 Mrd. Transistoren auf 314mm² Chipfläche
2560 Shader-Einheiten @ 256 Bit GDDR5X-Interface
Performance Polaris 10 -> Launch 29. Juni 2016
mglw. ~5,5 Mrd. Transistoren auf ~232mm² Chipfläche
2304 Shader-Einheiten @ 256 Bit GDDR5-Interface
GP106 -> Herbst 2016
mglw. ~4,5 Mrd. Transistoren auf ~205mm² Chipfläche
mglw. ~1400 Shader-Einheiten @ 128-256 Bit GDDR5-Interface
Mainstream Polaris 11 -> mglw. Juli 2016
mglw. ~3 Mrd. Transistoren auf ~130mm² Chipfläche
mglw. ~1200 Shader-Einheiten @ 128 Bit GDDR5-Interface
GP107 -> mglw. Anfang 2017
mglw. ~2,5 Mrd. Transistoren auf ~120mm² Chipfläche
mglw. ~800 Shader-Einheiten @ 128 Bit GDDR5-Interface
LowEnd - GP108 -> mglw. Frühling 2017
mglw. ~1,5 Mrd. Transistoren auf ~80mm² Chipfläche
mglw. ~500 Shader-Einheiten @ 64 Bit GDDR5-Interface
Anmerkung: "mglw." = möglicherweise (english: "possibly/maybe")

Weitere Grafikkarten auf Basis der noch kommenden Grafikchips sind derzeit bereits bekannt (Radeon RX480) bzw. klar absehbar – wie die Radeon RX470 als zweite Polaris-10-Lösung oder eine GeForce GTX 1060 als erste GP106-Lösung. Nochmals weitere kommende Grafikkarten ergeben sich aus ersten Anzeichen – wie eine neue, GP102-basierte Titan-Lösung (derzeit erst einmal "Titan X2" genannt), eine zweite GP106-basierte Lösung (GeForce GTX 1050) sowie logischerweise die Top-Modelle basierend auf den anderen 14/16nm-Chips Vega 10 & 11, Polaris 11, GP107 & GP108. Der Stand der Annahmen hierzu spiegelt sich in folgendem Portfolio- und Roadmap-Diagramm wieder:

Dabei wurde versucht, reine Spekulationen nicht mit aufzunehmen – dies betrifft insbesondere zweite Varianten zu Grafikchips, deren Marktzielsetzung noch unbekannt oder sehr vage sind (Vega 11, Polaris 11, GP107 & GP108). Hier darf man natürlich annehmen, das es irgendwann noch eine zweite Variante geben wird, dies bleibt aber besser spezifische Informationen abzuwarten. Im obenstehenden Diagramm wurden zudem von den neuen 14/16nm-Grafikchips ausschließlich die bekannten GP104- und Polaris-10-Grafikkarten bei deren Performance exakt eingeordnet (soweit bekannt). Alle anderen Grafkchip & Grafikkarten wurden nur grob eingeordnet – und vor allem bewußt zwischen AMD & nVidia auf gleicher Performance-Höhe eingezeichnet. Damit soll ausgedrückt werden, das diese grafische Darstellung noch keine exakten Performance-Abstände zu noch nicht releaster Hardware aufzeigen will – der Sinn der Sache liegt allein im groben Überblick.

Diesbezüglich haben wir auch noch eine abgespeckte Version der Roadmap aufgelegt, welche sich allein den 14/16nm-Grafikchips widmet und nur deren groben zeitlichen Ablauf (wie aktuell bekannt) wiedergeben soll. Gut sind hieran auch die abweichenden Releasestrategien von AMD und nVidia in der 14/16nm-Generation zu erkennen: nVidia startet mit dem HighEnd-Chip GP104, bringt dann zwar den Performance-Chip GP106, danach aber wohl schon den Enthusiasten-Chip GP102 und füllt abschließend das Portfolio nach unten hin mit dem Mainstream-Chip GP107 sowie dem LowEnd-Chip GP108 auf. AMD hingegen fängt mit dem Performance-Chip Polaris 10 an, geht dann gleich zum Mainstream-Chip Polaris 11 weiter – und erst danach zu den wirklich schnellen Chips in Form des HighEnd-Chips Vega 10 sowie des Enthusiasten-Chips Vega 11:

nVidias zeitlicher Vorsprung liegt also im HighEnd- und Enthusiasten-Segment, AMDs zeitlicher Vorsprung dagegen im Performance- und Mainstream-Segment. Für den Grafikkarten-Käufer hat dies im übrigen den Vorteil, das schon in vergleichsweise kurzer Zeitspanne (voraussichtlich Jahresende 2016) in jedem Marktsegment eine 14/16nm-Lösung zur Verfügung stehen wird – die ansonsten übliche längere Zeit des Übergangs zwischen zwei Grafikkarten-Generation also erheblich zusammenschrumpft. Nachteilig an diesem System ist für die Grafikkarten-Hersteller und Einzelhändler allerdings, das die schnell in den Markt kommenden 14/16nm-basierten Performance- und Mainstream-Modelle von AMD alle alten 28nm-Grafikkarten umgehend obsolet machen, damit jeglicher Absatz dieser 28nm-Grafikkarten eigentlich zusammenbrechen sollte.

PS: Eine alternative Grafikkarten-Roadmap findet sich (wie immer) bei der PC Games Hardware.

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Wie ist der Ersteindruck zu Intels Broadwell-E?

Alle Entscheidungsgrundlagen zur dieser Frage findet man in der Launch-Analyse zu Intels Broadwell-E sowie natürlich im entsprechenden Diskussions-Thread zum Prozessoren-Launch.

Positiver Ersteindruck, bin aber schon mit gleichwertigem oder besserem eingedeckt.
2% (27 Stimmen)
Positiver Ersteindruck, könnte interessant werden für eine Neuanschaffung.
3% (46 Stimmen)
Positiver Ersteindruck, aber preislich außerhalb meiner Interessenlage.
11% (164 Stimmen)
Durchschnittlicher Ersteindruck, primär fehlt ein Achtkerner/Zehnkerner zum vernünftigen Preis.
10% (154 Stimmen)
Durchschnittlicher Ersteindruck, primär ist die Preislage der ganzen Plattform zu hoch.
20% (302 Stimmen)
Durchschnittlicher Ersteindruck, primär sind die Übertaktungsergebnisse enttäuschend.
3% (43 Stimmen)
Durchschnittlicher Ersteindruck, primär aus anderem Grund.
2% (30 Stimmen)
Negativer Ersteindruck, primär fehlt ein Achtkerner/Zehnkerner zum vernünftigen Preis.
13% (198 Stimmen)
Negativer Ersteindruck, primär ist die Preislage der ganzen Plattform zu hoch.
29% (433 Stimmen)
Negativer Ersteindruck, primär sind die Übertaktungsergebnisse enttäuschend.
3% (42 Stimmen)
Negativer Ersteindruck, primär aus anderem Grund.
3% (41 Stimmen)
Gesamte Stimmen: 1480
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Die bisher bekannten Modell-Spezifikationen zu AMDs Stoney & Bristol Ridge

Auf einer russischen Image-Webseite ist der Auszug aus einem AMD-Dokument mit den Modell-Spezifikationen der kommenden "Stoney Ridge" und "Bristol Ridge" Desktop-Prozessoren aufgetaucht. Da sich diese Daten bis auf minimale Unterschiede mit dem decken, was WCCF Tech vor kurzem schon gepostet haben, dürfte das ganze wohl stimmen. Zudem ergänzen sich die beiden Quellen ganz gut, denn bei WCCF Tech fehlten noch die konkreten Modell-Namen und Grafik-Taktraten – die nun auch vorliegen. Theoretisch könnte AMD hieran zwar noch Änderungen vornehmen, wenn Bristol Ridge offiziell erst zum Jahreende in den Retail-Handel geht – aber da die OEMs augenscheinlich derzeit schon mit Bristol Ridge beliefert werden, sind größere Änderungen eigentlich nicht mehr drin, zumindest nicht bei den seitens der OEMs beliebten kleineren Modellen:

(Desktop) Kerne Takt L2 Grafik Speicher TDP Listenpreis
A10-9800 4 3.8/4.2 GHz 2 MB Radeon R7 mit 256 SE @ ≤1108 MHz DDR4/2400 65W ?
A10-9800E 4 3.1/3.8 GHz 2 MB Radeon R7 mit 256 SE @ ≤900 MHz DDR4/2400 35W ?
A10-9700 4 3.5/3.8 GHz 2 MB Radeon R7 mit 256 SE @ ≤1029 MHz DDR4/2400 65W ?
A10-9700E 4 3.0/3.5 GHz 2 MB Radeon R7 mit 256 SE @ ≤847 MHz DDR4/2400 35W ?
A8-9600 ? 3.1/3.4 GHz ? Radeon Rx mit ? SE @ ≤900 MHz DDR4/2400 ? ?
A6-9500 2 3.5/3.8 GHz 1 MB Radeon R5 mit 256 SE @ ≤1029 MHz DDR4/2400 65W ?
A6-9500E 2 3.0/3.4 GHz 1 MB Radeon R5 mit 256 SE @ ≤800 MHz DDR4/2400 35W ?
Athlon X4 950 2 3.5/3.8 GHz ? deaktiviert DDR4/2400 ? ?
AMDs Stoney Ridge & Bristol Ridge Prozessoren kommen im Sockel AM4 daher, welcher inkompatibel zu allen früheren AMD-Sockeln ist und daher neue Mainboards voraussetzt.

Auf diesen Taktraten würde Bristol Ridge dann zumindest keinen echten Nachteil gegenüber dem Kaveri-Portfolio mehr haben – wo das Top-Modell A10-7890K mit 4.1/4.3 GHz CPU-Takt sowie ≤866 MHz iGPU-Takt antritt. Gegenüber dem Top-Modell zum Kaveri-Launch in Form des A10-7850K und dessen Taktraten von 3.7/4.0 GHz CPU-Takt sowie ≤720 MHz iGPU-Takt liegt sogar ein gewisser Taktraten-Sprung vor. Bristol Ridge kann also auf CPU-Seite seine höhere IPC gegenüber Kaveri mehr oder weniger direkt in Mehrperformance umsetzen und muß damit kaum noch höhere Kaveri-Taktraten ausgleichen. Auf Grafik-Seite gibt es dagegen die gleiche Technik mit allerdings netten Taktraten-Gewinnen von durchgehend 180-240 MHz mehr iGPU-Takt (+25-28%), da sollte einiges möglich sein. Leider steigt der Speichertakt nur von DDR3/2133 auf DDR4/2400 (+12,5%) – aber wenigstens dürften dies typischen OEM-Geräten weiterhelfen, wo in der Praxis kaum ein Hersteller die hohen offiziellen DDR3-Taktungen verbaut hatte.

Ein Klärpunkt gegenüber der bisherigen Berichterstattung ist im übrigen, das hier nun doch wieder ein Zweikerner mit gleich 256 Shader-Einheiten erwähnt wird – sprich Stoney Bridge doch als halbierter Bristol Ridge käme. Wie AMD dies aber in die genannte Die-Größe von nur 125mm² (glatt 50%) bei nur 1,2 Mrd. Transistoren (nur 39%) packen will, ist uns etwas unklar – normalerweise benötigen technisch halbierte Chips immer etwas mehr Transistoren und Chipfläche als nur die Hälfte, da es überall nicht verkleinerbare Chipteile gibt (in diesem Fall: diverse CPU-Teile, diverse iGPU-Teile, Video/Display-Einheit & Mainboard-Chipsatz). Andererseits stammt die Angabe von 256 Shader-Einheiten zu einem Zweikerner auch "nur" von WCCF Tech, welche gern mal Informationen mit Annahmen vermischen – insofern ist an dieser Stelle leider noch alles unklar und bedarf zukünftiger Klärung.

Der Vollständigkeit halber seien an dieser Stelle gleich noch die Modell-Spezifikationen zu den Mobile-Modellen von Stoney Ridge und Bristol Ridge erwähnt – da die AMD-eigenen Angaben zum Launch leider noch nicht alle hierzu benötigten Daten bereitstellen. Im Mobile-Bereich sehen wir Stoney Ridge dann wieder mit maximal 192 Shader-Einheiten, was besser zur genannten Chipfläche und Transistoren-Menge passt:

(Mobile) Kerne Takt L2 Grafik Speicher TDP * cTDP * Listenpreis
FX-9830P 4 3.0/3.7 GHz 2 MB Radeon R7 mit 512 SE @ ≤900 MHz DDR4/2400 35W 25-45W ?
FX-9800P 4 2.7/3.6 GHz 2 MB Radeon R7 mit 512 SE @ ≤758 MHz DDR4/2400 15W 12-15W ?
A12-9730P 4 2.8/3.5 GHz 2 MB Radeon R7 mit 384 SE @ ≤900 MHz DDR4/2400 35W 25-45W ?
A12-9700P 4 2.5/3.4 GHz 2 MB Radeon R7 mit 384 SE @ ≤758 MHz DDR4/2400 15W 12-15W ?
A10-9630P 4 2.6/3.3 GHz 2 MB Radeon R5 mit 384 SE @ ≤800 MHz DDR4/2400 35W 25-45W ?
A10-9600P 4 2.4/3.3 GHz 2 MB Radeon R5 mit 384 SE @ ≤720 MHz DDR4/2400 15W 12-15W ?
A9-9410 2 2.9/3.5 GHz 1 MB Radeon R5 mit 192 SE @ ≤800 MHz DDR4/2133 15W 10-25W ?
A6-9210 2 2.4/2.8 GHz 1 MB Radeon R4 mit 192 SE @ ≤600 MHz DDR4/2133 15W 10-15W ?
E2-9210 2 2.0/2.2 GHz 1 MB Radeon R2 mit 128 SE @ ≤600 MHz DDR4/2133 15W 10-15W ?
* Die real anliegende TDP ist durch die Notebook-Hersteller mittels der angegebenen cTCP individuell festsetzbar. Unter niedrigeren TDPs sind die maximalen CPU- und iGPU-Taktraten dann natürlich kaum noch erreichbar.
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nVidia bringt ein Ingamewährung-Bundle für GeForce GTX 950 & 950M

Nach dem eher nicht so glücklich gelaufenen früheren Item-Bundle versucht sich nVidia erneut an einer Grafikkarten-Beilage, welche nicht ein komplettes Spiel, sondern Zusatzcontent für F2P-Titel bereitstellt. Diesesmal dürfte man es allerdings massenkompatibler hinbekommen haben, denn es werden für den Kauf einer GeForce GTX 950 oder eines mit einer GeForce GTX 950M bestückten Notebooks keine Items, sondern glatte Ingame-Währung geboten – immerhin im Rahmen von jeweils 45 Euro für die zwei F2P-Titel "Warframe" und "World of Warships". Für Spieler dieser Titel könnte das ein nettes Zusatzpaket sein – und für alle anderen ein Anreiz, in diese durchaus erfolgreichen F2P-Titel einmal hereinzuschauen.

Wie üblich bei Bundle-Aktionen gilt auch hier, daß den genannten nVidia-Grafikkarten – gekauft bei einem an der Aktion teilnehmenden Händler – entsprechende Coupons beiliegen, welche auf einer speziellen nVidia-Webseite dann in Gutschein-Codes eingelöst werden müssen. In diesem Fall müssen diese Gutschein-Codes dann noch auf den Webseiten der jeweiligen Spieleanbieter aktiviert werden, eine nVidia-Webseite gibt hierzu eine vollständige Anleitung ab. Bei der Grafikkarten-Bestellung ist auf das Vorhandensein eines entsprechenden nVidia-Coupons in der Angebotsbeschreibung zu kontrollieren, da nicht jeder Händler an dieser Aktion teilnimmt und selbst bei den teilnehmenden Händler nicht jedes Produktangebot Teil dieser Aktion sein muß.

Aktionszeitraum Inhalt des Spielebundles
GeForce GTX 780 & 780 Ti
GeForce GTX 970 & 980
GeForce GTX 970M & 980M
4. November 2014 bis spätestens 31. Januar 2015 "Pick your Path" Spielebundle mit einem von drei Ubisoft-Spielen: "Assassin’s Creed: Unity", "Far Cry 4" oder "The Crew"  (Einlöse-Webseite)
GeForce GTX 960, 970 & 980
GeForce GTX 970M & 980M
10. März 2015 bis spätestens 31. Mai 2015 Spiel "The Witcher 3: Wild Hunt"  (Einlöse-Webseite)
GeForce GTX 970 & 980 5. Mai 2015 bis spätestens 31. Mai 2015 (Witcher) bzw. noch laufend (Batman) Spiele "The Witcher 3: Wild Hunt" und "Batman: Arkham Knight"  (Einlöse-Webseite)
GeForce GTX Titan X bis spätestens 19. Juni 2015 für jegliche verkaufte Karte (keine Coupons etc. notwendig): Spiel "The Witcher 3: Wild Hunt"  (Einlöse-Webseite)
GeForce GTX 960, 970, 980 & 980 Ti
GeForce GTX 970M & 980M
23. Juli 2015 bis spätestens 1. Oktober 2015 Spiel "Metal Gear Solid V: The Phantom Pain"  (Einlöse-Webseite)
GeForce GTX 950 & 960 ab 23. September 2015 bis spätestens 5. Januar 2016 Itembundle "Kaijo Diablo" für "Heroes of the Storm"  (Einlöse-Webseite)
GeForce GTX 970, 980 & 980 Ti
GeForce GTX 970M, 980M & 980/Notebook
6. Oktober 2015 bis spätestens 31. Dezember 2015 "Kugel oder Klinge" Spielebundle mit einem von zwei Ubisoft-Spielen "Assassin's Creed: Syndicate" oder "Rainbow Six: Siege"  (Einlöse-Webseite)
GeForce GTX 970, 980 & 980 Ti
GeForce GTX 970M, 980M & 980/Notebook
7. Januar 2016 bis spätestens 16. Februar 2016 Spiel "Rise of the Tomb Raider"  (Einlöse-Webseite)
GeForce GTX 970, 980 & 980 Ti
GeForce GTX 970M, 980M & 980/Notebook
17. Februar 2016 bis spätestens 21. März 2016 Spiel "The Division"  (Einlöse-Webseite)
GeForce GTX 960 5. April 2016 bis spätestens 2. Juli 2016 Spiel "Rise of the Tomb Raider"  (Einlöse-Webseite)
GeForce GTX 950
GeForce GTX 950M
7. Juni 2016 bis spätestens 26. Juli 2016 jeweils 45 Euro Ingame-Währung für "Warframe" und "World of Warships"  (Einlöse-Webseite)
Inhalt abgleichen