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Hardware- und Nachrichten-Links des 13. Juli 2015

Die PC Games Hardware und eTeknix vermeldet eine sich in den USA abzeichnende gewisse Preissenkung bei GeForce GTX 980 & 980 Ti in Reaktion auf die neuen Fury-Karten von AMD. Insbesondere genannt wurde hierbei eine Overclocking-Variante der GeForce GTX 980, welche sicherlich innerhalb der letzten 30 Tage und generell seit ihrem Launch bemerkbar günstiger geworden ist. Ob dies allerdings als allgemeine Preissenkung seitens nVidia gedacht ist oder nicht einfach nur dem ständigen Preiswettbewerb der Groß- und Einzelhändler geschuldet ist, bleibt unklar. Allgemein betrachtet sehen wir nVidia nach dem Launch der beiden ersten Fury-Karten nicht gerade in der Pflicht zu Preissenkungen – wenn, dann könnten eher die Fury-Karten hierfür Kandidat sein. Bei AMD gilt natürlich derzeit wohl das Prinzip, daß man für schlecht verfügbare Karten keine Preise senken muß – das kann man immer noch machen, wenn die Verfügbarkeit dann einmal gegeben ist. Zudem hat AMD die beiden Fury-Karten wohl auch bewußt preislich etwas überhöht angesetzt, um vom oftmals angenommenen Billig-Image wegzukommen – augenscheinlich gilt ein Produkt ohne einen gewissen Preispunkt gleich wieder als "minderwertig".

Wenn beide Grafikchip-Entwickler allerdings dasselbe Hochpreis-Spiel spielen, dann verlieren dabei ganz sicher die Grafikkarten-Käufer. Schon jetzt ist der niemals zuvor gesehene Punkt erreicht, wo es gleich vier Angebote an modernen SingleChip-Grafikkarten klar oberhalb von 600 Euro gibt – die vormalige Ausnahme wird nun inzwischen zur Regel und zieht natürlich auch die Preise in anderen Marktsegmenten mit nach oben. Zu Zeiten von Radeon HD 7000 & GeForce 500 gab es keine einzige SingleChip-Grafikkarte oberhalb von 500 Euro, zu Zeiten von Radeon HD 4000 & GeForce 200 lag das schnellste SingleChip-Angebot sogar nur bei um die 300 Euro. Selbst mit dem schwankenden Dollar/Euro-Kurs sind diese großen Preisunterschiede nur teilweise erklärbar – dies hat ganz klar auch die Ursache, daß die Grafikkarten-Preise auf breiter Front über die Jahre angezogen haben, daß alle Marktsegmente nun in höheren Preislagen zu finden sind als einstmals.

SemiWiki haben sich mit dem Weg zu den kommenden Fertigungstechnologien und deren Anbietern beschäftigt: 14nm, 10nm und 7nm – bei GlobalFoundries, Intel, Samsung und TSMC. Dabei wird zuerst einmal aufgezeigt, daß der jahrelang überaus klare Vorsprung von Intel bei den Fertigungstechnologien sich derzeit auflöst bzw. in jedem Fall bemerkbar geschrumpft ist – und zwar trotz daß es entgegen der (in diesem Punkt etwas seltsamen) Aussage von SemiWiki schwieriger ist, 100-600mm² große CPUs & GPUs herzustellen als einen 50-150mm² großen SoC. Hier spielt nicht nur die Chipgröße eine Rolle, sondern vor allem die geschalteten Ströme – bei SoCs geht das selten auf mehr als 3 Watt hinauf, bei CPUs und GPUs geht es meistens in Richtung 50-250 Watt. Davon abgesehen erscheint es derzeit so, als würden bei der 10nm-Fertigung sowohl Intel, Samsung als auch TSMC in etwa zeitgleich herauskommen – herausgerechnet die Marketing-Aussagen ist mit kaufbaren 10nm-Produkten grob im ersten Halbjahr 2017 zu rechnen.

Allerdings wäre es dann immer noch so, daß Intel zu diesem Zeitpunkt große Prozessoren in 10nm anbieten kann, während Samsung und TSMC erst mit kleinen SoCs in 10nm dabei wären. Etwaige von TSMC gefertigte 10nm-Grafikchips von nVidia würden kaum vor Jahresende 2017 zu erwarten sein, eher denn erst im Jahr 2018 – regulär kann man zwischen SoC- und CPU/GPU-Fertigung inzwischen ein gutes Jahr Zeitdifferenz annehmen. Wo GlobalFoundries hierbei steht, ist noch nicht ganz klar – deren aktueller Deal mit Samsung läuft eigentlich nur zur 14nm-Fertigung, ergo ergibt sich da kein Automatismus. Andererseits ist GlobalFoundries auch auf anderem Wege gut mit Samsung verbunden (Chipentwicklungs-Forschungsgemeinschaft zusammen mit IBM), insofern erscheint es als folgerichtig, wenn GlobalFoundries wieder die 10nm-Fertigung bei Samsung einkaufen würde. GlobalFoundries selbst wird jene vermutlich sowieso erst für das Jahr 2018 benötigen: 2016 kommt die erste Zen-Generation in 14nm – und jedes Jahr soll dann eine neue Zen-Generation nachfolgen, wobei da nicht jedesmal eine neue Fertigungstechnologie dabeisein wird.

In der Summe der Dinge rücken die großen Chipfertiger in ihren Zeitplanungen deutlich näher zusammen – resultierend daraus, daß jene bis auf Intel allesamt um denselben Markt an Chipdesigns wettstreiten und durch diese Konkurrenz zu neuen Höchstleistungen am Rand des technisch machbaren getrieben werden. Intel behält aber wohl dennoch einen kleinen technologischen Vorsprung: Man ist zwar nicht wirklich früher draußen als die anderen Chipfertiger, kann aber zu einem deutlich früheren Zeitpunkt als jene die wirklich großen Chips herstellen. Würde Intel seine Fertigungsverfahren allein auf SoCs optimieren, wären auch wieder frühere Zeitpunkte für Intel möglich – aber dies entspricht nicht der Zielsetzung bei Intel, darunter würde dann das Dutzende Milliarden schwere PC-Geschäft leiden. Daß Intel den PC-Markt derzeit so dominiert, ist für Intel ergo gleichzeitig Vor- und Nachteil: Es schwemmt reichlich Umsatz und Gewinn in die Kassen, macht Intel aber auch ein wenig unflexibel, um alleinig nur auf die Bedürfnisse des SoC-Markts reagieren zu können. Für den Markt selber ist dies aber nur zum Vorteil, denn ein auch noch den SoC-Markt übernehmendes Intel kann niemand wollen.

Eher kaum für HighEnd-Designs geeignet ist GlobalFoundries' neue 22FDX-Fertigung, über welche Golem berichten. Unter jenem Oberbegriff fasst GlobalFoundries vier Einzelfertigungen zusammen: 22FD-ulp und 22FD-uhp sind für Netzwerk- und Analogchips, 22FDF-ull für IoT- und Wearables-Chips und letztlich ist 22FD-rfa die "Ulta-High-Performance" Variante – was in diesem Zusammenhang aber wahrscheinlich maximal für kleine SoCs reicht, sprich keine alternative Fertigung für die großen Grafikchips und Prozessoren von AMD ergibt. Auch die Kerndaten von 22FDX gehen in dieselbe Richtung: Gegenüber der 28nm-Fertigung verspricht GlobalFoundries einen um (bis zu) 90% niedrigeren Stromverbrauch, aber nur eine Verringerung der Chipfläche um (bis zu) 20% – was bei den kleinen gefertigten Chips auch nicht zwingend notwendig ist. Bei der 22FDX-Fertigung geht es eher um einen kostengünstigen Ersatz der 28nm-Fertigung – mit viel Stromverbrauchs-Ersparnis zu einem aber nicht so extremen Preispunkt wie bei der 14nm-Fertigung. Jene ist für die nächste Zeit für viele Klein- und Kleinstchips einfach zu teuer, weswegen dieses Marktsegment eigentlich bei der 28nm-Fertigung bleiben will – GlobalFoundries' 22FDX-Fertigung bietet hierfür nun eine ab vermutlich Ende 2016 verfügbare Alternative an.

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Weitere Benchmarks zum Core i7-6700K zeigen einen eher geringen Skylake-Vorteil

Beim chinesischen TechBang war kurzzeitig der Test eines ECS Z170-Mainboards für Intels Skylake-Prozessoren zu sehen (derzeit noch über den Google-Cache zu erreichen), welcher auch schon einige Benchmarks zum serienmäßigen Core i7-6700K in sich trug. In der Vergangenheit gab es einige Tests mit diversen Vorabexemplaren von Skylake, aber erst einen kürzlichen Test mit Serienexemplaren – in einem zu kleinen Testfeld und somit mit einigen Unsicherheiten behaftet. Mit dem neuen Test von TechBang wird dies leider nicht viel besser: Reichlich theoretische Tests, der sowieso unspannende PCMark und 3DMark-Benchmarks mit der integrierten Grafik oder am GPU-Limit mit einer GeForce GTX 970 locken kaum vom kühlenden Lüfter weg ("hinter dem warmen Ofen hervor" wäre derzeit wohl etwas unpassend formuliert).

Core i7-4790K Core i7-6700K Differenz
Technik Haswell, 4C+HT, 4.0/4.4 GHz, DDR3/1600 Skylake, 4C+HT, 4.0/4.2 GHz, DDR4/2133 -
SiSoft Sandra 2015 – Dhrystones 181,11 GIPS 194,12 GIPS +7,2%
SiSoft Sandra 2015 – Whetstones 96,22 GFlops 91,89 GFlops -4,5%
SiSoft Sandra 2015 – Multimedia Integer 207,41 MPixel/sec 264,10 MPixel/sec +27,3%
SiSoft Sandra 2015 – Multimedia Floating Point 264,44 MPixel/sec 291,66 MPixel/sec +10,3%
SiSoft Sandra 2015 – Encryption 10,475 GB/sec 11,321 GB/sec +8,1%
SiSoft Sandra 2015 – Decryption 5,548 GB/sec 5,690 GB/sec +2,6%
SiSoft Sandra 201 – Speicherbandbreite Integer 20,804 GB/sec 23,472 GB/sec +12,8%
SiSoft Sandra 201 – Speicherbandbreite Floating Point 20,875 GB/sec 23,118 GB/sec +10,7%
Cinebench R15 – SingleCore 177 176 -0,6%
Cinebench R15 – MultiCore 858 886 +3,3%
Cinebench R15 – OpenGL 34,68 fps 48,92 fps +41,1%
PCMark8 – Home Conventional 3468 3718 +7,2%
PCMark8 – Creative Conventional 3732 3838 +2,8%
PCMark8 – Work Conventional 3738 3697 -1,1%
3DMark13 – Sky Diver (mit integrierter Grafik) 3968 4650 +17,2%
3DMark13 – Cloud Gate (mit integrierter Grafik) 8750 9581 +9,5%%
3DMark13 – FireStrike Extreme (mit GeForce GTX 970) 5087 5032 -1,1%
3DMark13 – FireStrike (mit GeForce GTX 970) 10015 9826 -1,9%

Das einzige gut verwertbare Ergebnis kommt daher aus dem Cinebench – was auch keinen echten Praxistest darstellt, aber dennoch immer ganz gut die CPU-Unterschiede aufzeigen kann, ohne sich in Extremen zu ergeben wie viele SiSoft-Sandra-Tests. In jenem Cinebench überrascht der Skylake-basierte Core i7-6700K jedoch mit einer eher mageren Performance gegenüber dem Haswell-basierten Core i7-4790K: Die Null-Differenz beim SingleCore-Test kann man sicherlich zum Teil auf den 4,8%igen Unterschied beim schnellsten Turbo-Takt zurückführen. Nur 3,3% Mehrperformance beim MultiCore-Test sind dann aber deutlich unterhalb der Erwartungen, welche eher von +10% und teilweise noch mehr CPU-Performance zwischen Skylake und Haswell ausgingen. Eventuell zeigt aber auch nur dieser eine Test einfach ein unterdurchschnittliches Ergebnis an – zum jetzigen Zeitpunkt muß man sich davon nicht beirren lassen, und schon zum 5. August wissen wir voraussichtlich mehr.

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Die Systemanforderungen zu FIFA 16

EA Sports hat die Systemanforderungen für das am 24. September zu erwartende FIFA 16 bekanntgegeben. Das Spiel benötigt keine großen Hardware, da der Entwickler bei einem solchen Titel natürlich darauf achtet, daß es auf möglichst vielen Systemen spielbar ist. Trotzdem wird zwingend ein 64-Bit-Windows samt einer DirectX-11-Grafikkarte gefordert – letzteres erstaunt etwas angesichts der Spielversionen für die (nur DirectX 9 unterstützenden) LastGen-Konsolen. Beim Hauptspeicher sollen es minimal 4 GB und empfohlen 8 GB sein – wobei FIFA 16 entgegen den Vorgänger-Spielen nun auch endlich auf (normalen) Notebooks gut spielbar sein soll, die mindestens 4 GB Hauptspeicher vorausgesetzt.

Bei den Prozessoren-Anforderungen verzichtet man generell auf Angaben zu möglichen AMD-Prozessoren und notiert als Minimum nur einen Core i3-2100 – einen der kleinsten Intel-Zweikerner mit HyperThreading aus einer der moderneren Intel-Generationen ("Sandy Bridge"). Demzufolge ist anzunehmen, daß auch noch viele ältere Prozessoren mit ähnlicher oder leicht niedriger Leistungsklasse in dem Spiel mitkommen, respektive eine Vielzahl an vergleichbaren AMD-Prozessoren. Empfohlen wird hingegen ein Core i5-2550K, ein Vierkerner ohne HyperThreading aus Intels Sandy-Bridge-Generation. Demzufolge liegen die CPU-Empfehlungen in einem mittelhohen Bereich, viele moderne Gamer-Systeme dürften dies spielend erreichen und überbieten können.

Bei den Grafikkarten-Anforderungen fängt man bei den minimalen Anforderungen mit Radeon HD 5770 (Perf.Index 115%) bzw. GeForce GTX 650 (Perf.Index) vergleichsweise niedrig an – aber das Spiel läuft wohl wie seine Vorgänger auch auf auf integrierter Grafik (wenn auch nicht perfekt), hier liegt das Augenmerk der Spieleentwickler wirklich darauf, möglichst viele Systeme mitzunehmen. Empfohlen werden mit Radeon HD 6870 (Perf.Index 190%) bzw. GeForce GTX 460 (Perf.Index 460%) auch keine Performance-Offenbarungen – wobei die fast durchgehende Nennung älterer Grafikkarten-Modelle auch darauf hindeutet, daß das Spiel sehr gut eben auch mit Grafikkarten aus älteren Generationen und damit auch mit (aus heutiger Sicht) relativ wenig Grafikkartenspeicher zurechtkommt.

minimale Anforderungen empfohlene Anforderungen
Betriebssystem Windows Vista, 7, 8, 8.1 & 10 64-Bit  (Windows Vista nicht offiziell erwähnt)
Prozessor ?
Intel Core i3-2100 (2C+HT, 3.1 GHz)
?
Intel Core i5-2550K (4C, 3.4/3.8 GHz)
RAM 4 GB 8 GB
DirectX DirectX 11.0
Grafikkarte AMD Radeon HD 5770
nVidia GeForce GTX 650
AMD Radeon HD 6870
nVidia GeForce GTX 460
VRAM keine Angabe
HDD 15 GB freier Festplattenspeicherplatz
Dienste Origin
Speichermengen sowie Anzahl an CPU-Rechenkernen werden in aller Regel nicht zwingend vorausgesetzt

Insgesamt sind die Anforderungen erwartungsgemäß human, die Differenz zwischen Minimum und Empfehlung auf Grafikkarten-Seite liegt gerade einmal bei +52%. Auch angesichts der Namensnennung der empfohlenen Grafikkarten wird klar, daß heutige moderne Beschleuniger damit viele Reserven haben werden, welche man dann herzhaft in Supersampling Anti-Aliasing, Downsampling Anti-Aliasing, höhere Auflösungen, MultiMonitoring oder gar mehrere dieser Punkte in Kombination investieren kann. FIFA 16 wird wohl mal ein dankbares Beispiel, wo man all die zur Verfügung stehenden Bildverbesserungen auf superhochauflösenden Monitoren ohne wirkliche Performance-Sorgen ausnutzen kann – sofern es EA nicht wie beim Vorgänger-Spiel durch Lag-Bugs o.ä. verbockt.

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Hardware- und Nachrichten-Links des 11./12. Juli 2015

Erstaunlicherweise hat sich über das Wochenende wenig getan bezüglich der Lieferfähigkeit bzw. eigentlich der Nicht-Lieferfähigkeit der Radeon R9 Fury: Weder in Deutschland noch in den USA ist die Karte derzeit überhaupt gelistet. Ob sich das bis zum ursprünglichen Launchtermin vom 14. Juli noch ändert, bliebe abzuwarten – derzeit sehen die Anzeichen hierfür eher mau aus. Wieso sich AMD darauf eingelassen hat, damit einen klassischen Paperlaunch zu veranstalten, wird sich noch herausstellen müssen – ansonsten wird die unerwartete Launch-Vorverlegung noch schlechter erklärbar als sie jetzt sowieso schon ist. Dabei liegt das Nutzerinteresse an der Radeon R9 Fury gemäß unserer aktuell laufenden Umfrage eigentlich in großem Maße vor – dumm nur, wenn AMD nun ausgerechnet dort, wo man mal gut bewertet wird, nicht liefern kann.

OCaholic haben sich die CrossFire-Skalierung einer Radeon R9 390X angesehen – welche je nach Auflösung von mittelprächtig (+53% unter FullHD) bis auf gutklassig (+77% unter 4K) reicht. Beim durchschnittlichen Performance-Gewinn unter FullHD wird natürlich in erster Linie die nicht ausreichende CPU-Performance limitieren, insofern ist dieses Ergebnis durchaus normal. Davon abgesehen ist ein Radeon R9 390X CrossFire-Setup unter FullHD natürlich auch stark sinnbefreit – es sei denn, man setzt es zu Downsampling Anti-Aliasing ein und fährt damit indirekt dann doch höhere Auflösungen. Gegenüber einer Radeon R9 295X2 hat die Variante mit zwei Grafikkarten in jedem Fall etwas für sich, da die Radeon R9 390X eben gleich mit 8 GB Grafikkartenspeicher pro Grafikchip erhältlich sind – was für die hohe Rohpower solcher Setups als eher passend erscheint. Wenn man die Radeon R9 295X2 auch preislich erreichen will, langt im übrigen der Griff zur Radeon R9 390 anstatt zur teueren Radeon R9 390X: Die Radeon R9 390 gibt es auch mit gleich 8 GB, zwei dieser Karten kosten sogar leicht weniger wie die Radeon R9 295X2 und dürften auch in etwa deren Performance erzielen.

Heise berichten über eine Umfrage der Veranstalter der GDC-Messe, bei welcher Spieleentwickler nach ihrer Ziel-Plattform befragt wurden: Deutlich vorn liegend ist dabei der PC mit 62%, gefolgt von Smartphone/Tablet mit 50%, Playstation 4 mit 23%, Xbox One mit 20% und Webbrowsern mit 16%. Dabei gab es einen deutlich positiven Trend zugunsten des PCs, letztes Jahr stimmten in der gleichen Umfrage nur 40% für den PC. Die Gesamtsumme jener Stimmabgaben (171%) legt zudem nahe, daß Multiplattform-Titel faktisch die Regel und nicht die Ausnahme darstellen. Das verbindende Glied dürfte dabei interessanterweise durchgehend der PC sein: Sowohl bei den "ernsthaften" Videospielen dominiert die Kombination PC+Konsole als auch bei den Casual-Games dürfte Smartphone/Tablet+PC die jeweils häufigste oder wenigstens zweithäufige Plattform sein.

In gewissem Sinne liegt in der aktuell eher langsamen Entwicklung auf dem PC-Markt, wo auch jahrealte PCs oftmals noch gut mitkommen können, auch ein neuer Vorteil der PC-Plattform: Der ewige Nachteil des hohen Preises bei gleichzeitig schnellem Wertverfall ist über die letzten Jahre weitgehend eingedämmt worden. Der PC bleibt von allen Spiele-Plattformen zwar weiterhin diejenige mit dem höchsten Anschaffungspreis, aber der Preisabstand ist deutlich humaner geworden – und in der Frage der langfristigen Nutzbarkeit beginnt der PC sogar an einigen Kontrahenten vorbeizuziehen, gerade Smartphones & Tablets sind technisch sehr viel schneller veraltet als heutige PCs. Die Dominanz eines Systems als Spielemaschine wird es aber voraussichtlich nicht geben: Nutzungsgewohnheiten sowie Eingabe- und Ausgabemöglichkeiten sind auf allen Kernsystemen – PC, Konsole, Smartphone/Tablet – grundverschieden, sprechen unterschiedliche Spielertypen sowie unterschiedliche Alltagssituationen an und sind somit kaum komplett gegeneinander ersetzbar. Alle Systeme ergänzen sich vielmehr und tragen so zu einem breiteren und lebendigeren Markt bei – bis zur nächsten "Der PC ist tod!" Story natürlich.

In der Frage, ob man mittels Framing fremde Internet-Videos auf der eigenen Webseite (oder bei Facebook) ohne urheberrechtliche Sorgen setzen kann, hat der Bundesgerichtshof eine neue Entscheidung gefällt. Wie Gulli ausführen, ist dies nun generell erlaubt – sofern das Video "mit Zustimmung des Rechteinhabers im Internet frei verfügbar ist". Insbesondere der typische Fall, daß jemand Videos auf YouTube zur allgemeinen Verfügung stellt, ist damit endlich rechtlich sicher: Eine Einbindung solcher Videos über Framing ist dritten Personen generell erlaubt. Wer dies verhindern will, kann auf der eigenen Webseite den direkten Aufruf einer Videodatei mittels technischer Hilfsmittel unterbinden, auf YouTube kann man dagegen Framing in den Dienst-Optionen generell ausschalten. Ein Rechtsanspruch auf die Nicht-Weiterverbreitung mittels Framing besteht allerdings wohl nicht. Erlaubt bleibt allerdings allein die iFrames-Methode – das direkte Kopieren des Videos auf die eigene Webseite oder den eigenen YouTube-Kanal stellt immer noch eine Urheberrechtsverletzung dar.

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Wie ist der Ersteindruck zur Radeon R9 Fury?

Alle Entscheidungsgrundlagen zu dieser Frage findet man in der Launch-Analyse zur Radeon R9 Fury (non-X) sowie natürlich im entsprechenden Diskussions-Thread zum Launch im Forum.

Positiver Ersteindruck, bin aber schon mit gleichwertigem oder besserem eingedeckt.
7% (111 Stimmen)
Positiver Ersteindruck, könnte interessant werden für eine Neuanschaffung.
18% (282 Stimmen)
Positiver Ersteindruck, aber preislich außerhalb meiner Interessenlage.
37% (558 Stimmen)
Durchschnittlicher Ersteindruck, primär wegen der meistens geringen Mehrperformance zur GeForce GTX 980.
5% (81 Stimmen)
Durchschnittlicher Ersteindruck, primär wegen der nur verbauten 4 GB Speicher.
4% (58 Stimmen)
Durchschnittlicher Ersteindruck, primär wegen des noch nicht ganz passenden Preispunkts.
12% (183 Stimmen)
Durchschnittlicher Ersteindruck, primär aus anderem Grund.
2% (34 Stimmen)
Negativer Ersteindruck, primär wegen der meistens geringen Mehrperformance zur GeForce GTX 980.
6% (89 Stimmen)
Negativer Ersteindruck, primär wegen der nur verbauten 4 GB Speicher.
2% (25 Stimmen)
Negativer Ersteindruck, primär wegen des noch nicht ganz passenden Preispunkts.
5% (72 Stimmen)
Negativer Ersteindruck, primär aus anderem Grund.
2% (34 Stimmen)
Gesamte Stimmen: 1527
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Neuer Artikel: Launch-Analyse AMD Radeon R9 Fury

Mit dem 10. Juli stellt AMD die Radeon R9 Fury vor – die zweite Grafikkarte basierend auf dem Fiji-Chip und die erste luftgekühlte dazu. Nachdem der Launch der größeren Radeon R9 Fury X nicht gänzlich überzeugend verlief, kommt man nun mit neuen Argumenten bei der Radeon R9 Fury daher, welche auch zu den bisherigen Problemfällen passen: Die Luftkühlung erübrigt eine erneute Diskussion ums Pumpenfiepen, der niedrigere Preispunkt eröffnet neue Möglichkeiten für AMD – die Radeon R9 Fury muß sich nun nicht mehr direkt an der GeForce GTX 980 Ti reiben wie noch die Radeon R9 Fury X. Unser nachfolgender Artikel wird wieder alle Details und Daten zur neue AMD-Karte zusammentragen sowie vor allem eine Auswertung der aufgelaufenen Performance-Werte betreiben, auf daß das Performance-Profil der Radeon R9 Fury herausgearbeitet werden kann ... zum Artikel

390X Fury Fury X 980 980 Ti
1920x1080 MSAA/SMAA/FXAA 92,1% 100% 107,7% 96,3% 117,4%
2560x1440 MSAA/SMAA/FXAA 89,0% 100% 108,5% 89,7% 114,1%
3840x2160 MSAA/SMAA/FXAA 87,4% 100% 109,8% 84,2% 109,5%
3DCenter (FullHD) Performance-Index 570% 620% 660% 600% 730%
3DCenter 4K Performance-Index 75% 85% 95% 75% 95%
Spiele-Stromverbrauch ~290W ~270W 284W 174W 237W
Straßenpreis 430-460€ erwartet für ~600€ 700-750€ 480-510€ 670-710€
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