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Hardware- und Nachrichten-Links des 27./28./29. Dezember 2017

Mittels eines YouTube-Videos bringt Tum Apisak neue Namen für die "Intel-CPU mit AMD-GPU" ins Spiel – jene Quelle hatte bekannterweise schon den ersten 3DMark-Wert zu dieser "Intel-APU" gepostet. Im neuen Video wird die Intel-CPU als "Core i7-8709G" (4C +HT, 3.1/3.9 GHz) bezeichnet – ein bislang noch nicht genanntes Modell, aber namenstechnisch absolut im Rahmen des bisherige Wissens. Die AMD-Grafiklösung wird dagegen nunmehr mit "Radeon RX Vega M Graphics" erstmals genauer benannt, bislang gab es an dieser Stelle nur Device-Nummern. Die Grafikchip-Taktraten sind im übrigen gleich zum vorherigen Stand mit ≤1190/800 MHz – aller Vermutung war hier dasselbe Testgerät im Einsatz wie früher schon, nur nunmehr einfach mit neueren Treibern, welche bereits mit den zukünftigen Verkaufsnamen aufwarten können. Danach erschöpfen sich leider die (neuen) Informationen, mehr als diese beiden neuen Namen gibt es für heute nicht. Aber immerhin zeigt dies erneut darauf hin, das Intel weiterhin an seiner Intel-CPU mit AMD-GPU arbeitet, welche im Frühjahr 2018 spruchreif werden sollte.

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nVidia bringt in China wohl eine GeForce GTX 1060 mit 5 GB Speicher heraus

Gemäß dem chinesischen Expreview (maschinelle Übersetzung ins Deutsche, via Videocardz) soll nVidia wohl exklusiv für den chinesischen Markt eine weitere Variante der GeForce GTX 1060 auflegen: Die mit dem Grafikchip "GP106-350" gekennzeichnete Lösung würde nur über 5 GB Grafikkartenspeicher verfügen, dazu passend gibt es ein nur 160 Bit breites GDDR5-Speicherinterface. Die Anzahl der Rechenwerke entspricht mit 1280 Shader-Einheiten allerdings dem Stand großen GeForce GTX 1060 6GB, die Referenz-Taktraten liegen laut dem ersten Bild einer solchen 5-GB-Karte bei Videocardz auf den von den beiden anderen Kartenversionen gewohnten 1506/1708/4000 MHz. Das Speicherinterface ist allerdings dann deutlich kleiner als bei diesen beiden anderen Varianten der GeForce GTX 1060 und dürfte somit die Performance der neuen GeForce GTX 1060 5GB ganz maßgeblich bestimmen.

GeForce GTX 1060 3GB GeForce GTX 1060 5GB GeForce GTX 1060 6GB
Chipbasis nVidia GP106-300 nVidia GP106-350 nVidia GP106-400
Technik 2 Raster-Engines, 1152 Shader-Einheiten, 72 TMUs, 48 ROPs, 192 Bit GDDR5-Interface (Salvage) angebl. 2 Raster-Engines, 1280 Shader-Einheiten, 80 TMUs, 40 ROPs, 160 Bit GDDR5-Interface (Salvage) 2 Raster-Engines, 1280 Shader-Einheiten, 80 TMUs, 48 ROPs, 192 Bit GDDR5-Interface (Vollausbau)
Taktraten 1506/1708/4000 MHz angebl. 1506/1708/4000 MHz 1506/1708/4000 MHz
Speicherbausbau 3 GB GDDR5 5 GB GDDR5 6 GB GDDR5
off. Verbrauch 120W (GCP) ? 120W (GCP)
FullHD Perf.Index 530% grob geschätzt ~520-540% 590%
Straßenpreis 205-230 Euro reine OEM-Ware für China 265-300 Euro
Release 18. August 2016 vermtl. Anfang 2018 (rein China) 19. Juli 2016
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Hardware- und Nachrichten-Links des 24./25./26. Dezember 2017

Bei der PC Games Hardware hat man sich in einem Retro-Spezial (erneut) intensiv mit den letzten 3dfx-Karten in Form der Voodoo5-5500 beschäftigt. Interessant sind hierbei die Ausführungen zur Planung des zugrundeliegenden VSA-100-Chips – welcher einstmals mit Taktraten von 200 MHz auf 2.5V Chipspannung geplant war, letztlich aber nur mit 166 MHz bei 2.9V Chipspannung ausgeliefert wurde. Auf Basis späterer, besserer Versionen des zugrundeliegenden 3dfx-Chips (entnommen Voodoo5-6000 Karten) wurde seitens der PCGH sogar eine Voodoo5-5500 Karte gebastelt, welche auf 205-210 MHz Chiptakt lief – ergo nahezu so, wie von 3dfx einstmals angedacht. Hinzu konnte auch die Speicherbestückung auf 128 MB verdoppelt werden, wobei daraus allerdings nur eher selten ein nutzvoller Effekt entstand – die Konkurrenz in Form von GeForce 2 GTS/Ultra sowie Radeon 32/64 lief ebenfalls nur mit 32 bzw. 64 MB Grafikkartenspeicher. In der Summe der Dinge erreichte die somit gepimpte Voodoo5-5500 allerdings das, was dem seinerzeitigen Original noch verwehrt blieb – ein klarer Benchmark-Sieg gegen die GeForce 2 GTS.

640x480 1024x768 1600x1200
nVidia GeForce 2 Ultra  (64MB, AGPx4) 135,5% 144,5% 160,7%
nVidia GeForce 2 GTS  (32 MB, AGPx4) 111,6% 108,1% 114,4%
3dfx Voodoo5-5500 OC  (128 MB, AGPx2) 106,3% 119,2% 127,5%
3dfx Voodoo5-5500  (128 MB, AGPx2) 100,2% 101,4% 104,0%
3dfx Voodoo5-5500  (64 MB, AGPx2) 100% 100% 100%
3dfx Voodoo5-5500  (64 MB, PCI) 77,0% 86,5% 93,7%
basierend auf den Benchmarks der PC Games Hardware (ohne Dungeon Siege 2)
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Neue externe Grafik-Gehäuse von Gigabyte, Magma, Mantiz, PowerColor, Sonnet und Zotac

Von verschiedenen Herstellern kommen neue Gehäuse für den externen Verbau von Grafikkarten: Gigabyte bietet mittels der "Aorus GTX 1080 Gaming Box" (Testberichte bei Think Computers und eGPU.io) seine bekannte eGPU-Box inzwischen auch mit verbauter GeForce GTX 1080 an, bisher gab es nur eine Ausführung mit GeForce GTX 1070 (jeweils in der Mini-Ausführung mit nur 17cm Baulänge). Die technischen Daten der jeweiligen Gehäuse sind gleich, der Unterschied liegt nur in der bereits verbauten Grafikkarte – und damit im Preispunkt, derzeit sind 700 Dollar für das 1080er Modell fällig. Von Zubehör-Spezialist Magma kommt in Ersatz der bisherigen Thunderbolt-2-Angebote nun die "ExpressBox 3T-V3" mit Thunderbolt-3-Funktionalität, welche 26,7cm lange Grafikkarten bis hin zur dreifachen Breite aufnimmt, allerdings ist das Netzteil hierfür mit einer Nennleistung von 300 Watt ziemlich limitiert ausgelegt. Die Preislage von 999 Dollar ist genauso reichlich unattraktiv, insofern dürfte sich dieses neue Angebot auch gleich wieder erledigt haben.

Mantiz Venus MZ-02
Mantiz Venus MZ-02
PowerColor Gaming Station
PowerColor Gaming Station
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Welches ist das 3DCenter PC-Spiel des Jahres 2017?

Das Jahr 2016 neigt sich seinem Ende zu – Zeit also für die letzte Umfrage des alten Jahres mit der Abstimmung zum "3DCenter PC-Spiel des Jahres 2017".

Assassin's Creed: Origins
7% (132 Stimmen)
ARK: Survival Evolved
1% (22 Stimmen)
Call of Duty WWII
2% (31 Stimmen)
Destiny 2
2% (27 Stimmen)
Divinity: Original Sin II
9% (167 Stimmen)
Elex
9% (165 Stimmen)
For Honor
0% (7 Stimmen)
Forza Motorsport 7
2% (41 Stimmen)
Ghost Recon: Wildlands
3% (51 Stimmen)
Hellblade: Senua's Sacrifice
7% (126 Stimmen)
Mass Effect: Andromeda
5% (93 Stimmen)
Mittelerde: Schatten des Krieges
2% (35 Stimmen)
PlayerUnknown's Battlegrounds
13% (237 Stimmen)
Prey (2017)
8% (136 Stimmen)
Project Cars 2
2% (37 Stimmen)
Resident Evil 7
2% (44 Stimmen)
Star Wars: Battlefront II
2% (29 Stimmen)
Tekken 7
1% (16 Stimmen)
The Evil Within 2
1% (24 Stimmen)
Wolfenstein II: The New Colossus
20% (355 Stimmen)
Gesamte Stimmen: 1775
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Hardware- und Nachrichten-Links des 21./22./23. Dezember 2017

Grafikchip-Entwickler nVidia wird nach eigenen Angaben den 32-Bit-Support für nVidia-Grafikkarten demnächst für alle Betriebssysteme einstellen – sprich auch inklusive von Windows 10. Der genaue Termin ist noch nicht heraus, vielmehr spricht man über die Treiber-Version 390 als die letzte mit 32-Bit-Support – jene dürfte wohl Anfang 2018 erscheinen. Sollten Sicherheit-relevante Bugs auftauchen, wird nVidia noch einmal extra 32-Bit-Treiber bis maximal Januar 2019 auflegen, jene 32-Bit-Treiberreleases würden dann allerdings nicht die Veränderungen auf Feature-Seite der 64-Bit-Versionen in sich tragen. Prinzipiell ist angesichts der Bedeutungslosigkeit, in welche 32-Bit-Systeme beim PC inzwischen versinken, nicht viel gegen diese Entscheidung einzuwenden – immerhin bleiben die alten 32-Bit-Treiber ja weiterhin verfügbar und sind problemlos nutzbar, fehlen nur die Verbesserungen neuerer Treiberversionen. Die meisten 32-Bit-Systeme dürften von diesen kaum jemals profitieren können, da 32-Bit-Systeme üblicherweise derart leistungsschwach sind, das da auch neuere Treiber nichts mehr retten können. Irritierend ist allerdings die Einstellung des Supports für Windows 10 32-Bit, denn immerhin wird dieses Betriebssystem jetzt und auch in Zukunft von Microsoft weiterhin gepflegt werden. Den Support für ein aktuell von Microsoft vertriebenes Produkt einzustellen, hat sich bislang wohl noch keiner gewagt. Natürlich kann man auch sagen, das der Ausgangspunkt für dieses Dilemma eher denn Microsoft ist, welche unbedingt noch eine offizielle 32-Bit-Version für Windows 10 aufgelegen mussten – anstatt diesen alten Zopf endlich abzuschneiden, gerade mit der "letzten Version von Windows". Mit der kürzlich noch gelobten "vorbildlichen" Treiber-Unterstützung bei nVidia ist es damit aber natürlich vorbei, egal wer hier Recht oder Schuld haben mag.  (Forendiskussion zum Thema)

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Prozessoren-Straßenpreise: Coffee Lake immer noch klar über dem Listenpreis, Ryzen dagegen klar unterhalb dessen

Auch nachdem die (immerhin schon im Oktober vorgestellten) Coffee-Lake-Prozessoren nunmehr weitgehend vernünftig verfügbar sind und sich auch die zwischenzeitliche Preisaufschläge wieder zurückgedreht haben, ergibt sich dennoch die Situation, das speziell die Sechskerner von Coffee Lake zu klar anderen Straßenpreisen angeboten werden, als es die Listenpreise suggerieren. Zwar sind die Listenpreise kein offizieller Maßstab für die Straßenpreise, sondern gerade bei Intel eigentlich nur der allererste Großhandelspreis (vor weiteren Rabatten für die wirklich großen Distributoren). Letztendlich hat es sich jedoch eingebürgert, die Intel-Prozessoren faktisch zum Intel-Listenpreis zu verkaufen, teilweise sogar etwas niedriger ansetzen. Auch angesichts eines Dollar/Euro-Kurses, welcher derzeit mal wieder ziemlich genau dem Aufschlag der deutschen Mehrwertsteuer entspricht (welche in US-Preisen üblicherweise nie genannt wird), sollte man also bei Straßenpreisen in deutschen Landen normalerweise den US-Listenpreis in Euro und potentiell leicht weniger als das sehen. Selbiges System funktioniert sowohl bei AMDs Ryzen (DE-Straßenpreis durchschnittlich -14,9% zum US-Listenpreis) als auch Intels Core X (DE-Straßenpreis durchschnittlich -9,9% zum US-Listenpreis) – nicht jedoch beim Intels Coffee Lake, welches nach wie vor klar teurer als der US-Listenpreis angeboten wird.

DE-Straßenpreis vs. US-Listenpreis absolute Abweichung durchschn. Abweichung
AMD Ryzen (inkl. Threadripper) -7% bis -28% -14,9% günstiger
Intel Coffee Lake -8% bis +26% +9,5% teurer
Intel Coffee Lake – nur Core i5/i7 +8% bis +26% +16,9% teurer
Intel Skylake-X & Kaby-Lake-X -7% bis -18% -9,9% günstiger
positive Werte bedeuten, man bezahlt einen höheren DE-Straßenpreis als den US-Listenpreis
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