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Neuer Artikel: Mindfactory Grafikkarten Retail-Verkaufsreport Q2/2020

Der allererste quartalsweise Grafikkarten Retail-Verkaufsreport hatte schon einige interessante Einblicke in den Grafikkarten-Retailmarkt in deutschen Landen gegeben, nun erfolgt die zweite Ausgabe für die im April, Mai und Juni getätigten Grafikkarten-Verkäufe beim deutschen Einzelhändler Mindfactory. Jenes zweite Jahresquartal stand dabei unter zwei größeren Vorzeichen: Zum einen brachte der Corona-bedingten Lockdown einen erheblichen Marktaufschwung mit sich, insbesondere im ersten (vollständigen) Lockdown-Monat April zu beobachten. Und zweitens traf die seltene Situation eines Quartals ganz ohne Grafikkarten-Launches ein, in welchem sich also die Stärken und Schwächen des jeweiligen Angebots von AMD & nVidia in einem aus statistischer Sicht perfekten Datensample zeigen konnten ... zum Artikel.

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Ampere & Navi 2X: Ab welchem Performance-Segment muß RayTracing dabei sein?

Mit den anstehenden neuen Grafikkarten-Generationen von AMD (Navi 2X) und nVidia (Ampere) ergibt sich – auch mit Blick auf die kommenden NextGen-Konsolen – die Frage, wie breit in diesem neuen Angebotsportfolio dann RayTracing-Funktionalität vertreten sein wird. Bei den aktuellen AMD-Grafikkarten wird dieses Feature gar nicht geboten, bei nVidia erst ab der GeForce RTX 2060, welche im Midrange-Segment steht. Für die kommenden Grafikkarten ist dies auf AMD-Seite noch vollkommen unklar – zwar hat AMD grundsätzlich RayTracing versprochen, aber es nicht sicher, wie tief herunter im Angebotsportfolio dieser Support gehen wird. Bei nVidia steht hingegen "RTX für alle" im Raum, bestätigt ist derzeit aber auch noch gar nichts.

Mittels dieser Umfrage soll herausgefunden werden, ab welchem Performance-Segment RayTracing für eine neue Grafikkarten aus Sicht der Grafikkarten-Käufer mit dabei sein muß. Zur Auswahl stehen hierbei vier Performance-Segmente, welche man grob folgendermaßen abgrenzen kann: Das Mainstream-Segment geht von 100-250 Euro Kaufpreis, das Midrange-Segment von 250-500 Euro, das HighEnd-Segment von 500-900 Euro und das Enthusiasten-Segment umfaßt alle Grafikkarten oberhalb von 900 Euro. Pro Performance-Segment sind jeweils drei Antwort-Optionen möglich: Ganz ohne RayTracing-Support, RayTracing nur als reines Feature (sprich, ungeachtet der Performance-Auswirkung) und als bestmögliche Auflösung dann "performantes RayTracing" – sprich, ein RayTracing ohne größeren Performance-Verlust, welches im Rahmen der gekauften Grafikkarte dann also auch tatsächlich nutzbar ist.
PS: Diskussion zur Umfrage und zum Umfrageergebnis in unserem Forum.

Mainstream-Käufer: kein RayTracing notwendig
5% (60 Stimmen)
Mainstream-Käufer: RayTracing als reines Feature reicht
4% (42 Stimmen)
Mainstream-Käufer: performantes RayTracing notwendig
6% (62 Stimmen)
Midrange-Käufer: kein RayTracing notwendig
9% (96 Stimmen)
Midrange-Käufer: RayTracing als reines Feature reicht
9% (101 Stimmen)
Midrange-Käufer: performantes RayTracing notwendig
18% (202 Stimmen)
HighEnd-Käufer: kein RayTracing notwendig
6% (63 Stimmen)
HighEnd-Käufer: RayTracing als reines Feature reicht
5% (60 Stimmen)
HighEnd-Käufer: performantes RayTracing notwendig
21% (235 Stimmen)
Enthusiast-Käufer: kein RayTracing notwendig
4% (49 Stimmen)
Enthusiast-Käufer: RayTracing als reines Feature reicht
3% (36 Stimmen)
Enthusiast-Käufer: performantes RayTracing notwendig
9% (97 Stimmen)
Gesamte Stimmen: 1103
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Gerüchteküche: AMDs Zen 3 mit 20% mehr Integer-Performance gegenüber Zen 2

Von AdoredTV kommt in zwei Meldungen – No.1 & No.2 – neues zum Performance-Level der Zen-3-Architektur bzw. über deren Performance-Verbesserungen im Vergleich zur Zen-2-Architektur. AdoredTV hatten sich wie bekannt im Dezember 2018 fürchterlich die Finger verbrannt an einem falschen Leak zu Zen 2 und Navi 1X (hatten davor allerdings auch den ersten soliden Leak zur GeForce 20 Serie), scheinen in letzterer Zeit jedoch nichts mehr ganz so bombastisches wie hochfliegendes zu vermelden und sollten daher durchaus erneut eine Chance erhalten – falsch sein kann eine Gerüchts-Meldung so oder so, egal von welcher Stelle jene kommt. Zudem wird mit den neuen AdoredTV-Meldungen nicht einmal viel anderes zur Performance von Zen 3 behauptet, als im Grundsatz schon bekannt ist – nur halt anders aufgebaut. Denn laut AdoredTV kann Zen 3 ca. 20% mehr Integer-Performance auf Zen 2 oben drauf legen – jene Angabe wird die insgesamte Performance-Steigerung abbilden, basierend aus Architektur-Verbesserung (höhere IPC) sowie Taktraten-Verbesserung.

B0 is final silicon Zen 3 and production start in September.
Milan is >20% faster than Rome in single threaded integer performance.
It is 20% faster in integer up to 32C/64T.
However this drops to between 10% and 15% when all 64C are loaded.

Quelle:  AdoredTV am 15. Juli 2020

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Hardware- und Nachrichten-Links des 17. Juli 2020

Twitterer Apisak hat ein Testsample zu Intels "Alder Lake" in der Benchmark-Datenbank von SiSoft Sandra erspäht. Derzeit gibt es nur Benchmark-Einträge zur verbauten iGPU, welche mit 32 EU (256 Shader-Einheiten) kleiner ausfällt als bei der Xe-Grafik von Tiger Lake (bis zu 96 EU). Andererseits steht die Alder-Lake-Generation bei Intel für die Zusammenführung von Mobile- und Desktop-Entwicklung, ergo dürfte Intel die sicher mögliche stärkere iGPU für Mobile-Zwecke aufsparen und im Desktop-Segment entweder mit Abspeckungen oder extra Dies mit kleinerer iGPU operieren. Das Testsystem selber lief im übrigen mit DDR4-Speicher – was einen klaren Hinweis darauf gibt, dass Alder Lake mit einem Kombi-Speicherinterface antritt, welches sowohl DDR5- als auch DDR4-Speicher unterstützt. Intel hält sich ergo alle Wege offen – wobei derzeit natürlich noch nicht sicher sein kann, in welcher Konfiguration man letztlich in den Markt tritt. Generell überraschend wie auch positiv ist der frühe Zeitpunkt dieses Testsamples von Alder Lake – welcher somit seinen Tape-Out logischerweise bereits hinter sich gebracht haben muß.

CPU-Serie Fert. Kerne CPU-Arch. iGPU-Arch. Speicher PCI Express Sockel Release
Skylake Core i-6000 14nm 4C Skylake Gen 9.0 DDR4/2133 PCIe 3.0 LGA1151 5. Aug. 2015
Kaby Lake Core i-7000 14nm 4C Skylake Gen 9.5 DDR4/2400 PCIe 3.0 LGA1151 3. Jan 2017
Coffee Lake Core i-8000 14nm 6C Skylake Gen 9.5 DDR4/2666 PCIe 3.0 LGA1151v2 5. Okt. 2017
Coffee Lake Refresh Core i-9000 14nm 8C Skylake Gen 9.5 DDR4/2666 PCIe 3.0 LGA1151v2 19. Okt. 2018
Comet Lake Core i-10000 14nm 10C Skylake Gen 9.5 DDR4/2933 PCIe 3.0 LGA1200 20. Mai 2020
Rocket Lake Core i-11000 14nm 8C Willow Cove Gen 12 (Xe) DDR4/2933 PCIe 4.0 LGA1200 2021
Alder Lake Core i-12000 10nm 8C+8C Golden Cove ? DDR5/? ? LGA1700 2022
Meteor Lake Core i-13000 7nm ? Ocean Cove ? DDR5/? ? LGA1700 2023
bezogen ausschließlich auf Desktop-Prozessoren des Consumer-Segments (non HEDT)
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Hardware- und Nachrichten-Links des 16. Juli 2020

In der Foren-Diskussion über die jüngsten "Big Navi" Hardware- & Performance-Gerüchte klang auch der Punkt an, dass die Gerüchteküche derzeit wieder einmal in eine Richtung abdriftet, wo von neuen AMD-Grafikkarten der absolute Durchbruch angenommen wird, gleichzeitig aber keine großen Erwartungen bezüglich neuer nVidia-Grafikkarten gehegt werden. Und dies ist natürlich eine überaus riskante Annahme, denn wie die Vergangenheit gezeigt hat, kam AMD meistens klar unterhalb der hochfliegenden Gerüchte heraus, während dies bei nVidia tendentiell eher umgekehrt der Fall war. Geschichte muß sich zwar nicht wiederholen, aber man kann aus selbiger wenigstens die Lehre ziehen, die allertollsten AMD-Gerüchte etwas skeptischer zu betrachten – und vor allem nVidia nicht gleich abzuschreiben. Zwar deutet sich derzeit überhaupt kein großer nVidia-Sprung bezüglich der reinen Hardware-Einheiten an – aber dies muß nicht viel bedeuten, (deutlich) mehr Performance kann auch durch mehr IPC sowie höhere Taktraten generiert werden.

Chipfläche Hardware Grafikkarten Launch
GA100 826mm² 128 SM @ 6144 Bit HBM2 reine HPC-Beschleuniger 14. Mai 2020
GA102 angebl. 627mm² angebl. 84 SM @ 384 Bit GDDR6 vermtl. GeForce RTX 3080, 3080 Ti, 3090, Ampere-Titan vermtl. August/September 2020
GA104 ? angebl. 48 SM @ 256 Bit GDDR6 möglw. GeForce RTX 3060 Ti, 3070, 3070 Ti vermtl. Q4/2020
GA106 ? angebl. 30 SM @ 192 Bit GDDR6 möglw. GeForce RTX 3050 Ti, 3060 vermtl. Q1/2021
GA107 ? angebl. 20 SM @ 128 Bit GDDR6 möglw. GeForce RTX 3050 vermtl. Q1/2021
Alle Angaben zu Ampere-Grafikkarten basieren auf Gerüchten & Annahmen!
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Die Spezifikationen zu DDR5-Speicher sind final

Das Speicherstandardisierungs-Gremium JEDEC hat die finale Spezifikation für DDR5-Speicher vorgelegt, womit auch ein Bekenntnis der Speicherchip-Hersteller Micron, Samsung und SK Hynix zur (nachfolgenden) Umsetzung in zukünftige Produkte einhergeht. Mittels DDR5-Speicher wird es erneut eine nominelle Bandbreiten-Verdopplung geben, die offizielle Spezifikation reicht von DDR5/3200 bis DDR5/6400 – wobei die Speicherchip-Hersteller schon wissen, dass man über den offiziellen Standard hinaus bis auf DDR5/8400 gehen wird. Realisiert wird die Bandbreiten-Verdopplung primär über einen verdoppelten Prefetch (von 8 auf 16), welcher im Rahmen von DDR5-Speicher nunmehr gern als "Burst Length" bezeichnet wird – was man eventuell mit dem entsprechend gleichzeitigen Auslesen von Daten übersetzen kann. Bei DDR3 wie DDR4 setzte sich der Preftech von 8 zum einen aus dem DDR-Übertragungsprotokoll sowie intern 4fach so breiten Interfaces zusammen, womit also gleichzeitig auf 4 Speicherbänken gelesen werden konnte (4faches Interface + DDR-Protokoll = Prefetch 8).

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Hardware- und Nachrichten-Links des 15. Juli 2020

Von Locuza @ Twitter kommt noch eine feine Grafik, was sich zu AMDs "Navi 22" Chip aka "Navy Flounder" aus dem Linux-Treibercode herauslesen lassen konnte. Dies ist nicht wirklich viel, fest steht allerdings die Zuordnung von "Navy Flounders" zu "Navi 22" samt einer Hardware-Klasse klar unterhalb von "Navi 21" (aka "Sienna Cichlid". Letzteres ergibt sich aus den 2 zu 4 SDMA-Engines sowie dem allein bei Navi 21 verdoppeltem "Graphics Command Processor". Insofern wird es also nicht wie in der Navi-1X-Generation passieren, das Navi 22 als vermutlich Apple-exklusives Projekt grob die Hardware von Navi 21 trägt (wie es im Vergleich von Navi 12 zu Navi 10 der Fall ist). Eher steht zu vermuten, dass innerhalb der Navi-2X-Generation vielmehr zwischen den Grafikchip Navi 22 und Navi 23 eine gewisse Nähe bezüglich der jeweils verbauten Hardware besteht. Für Apple wäre eine exklusive Lösung in der Kategorie "Navi 21", sprich mit Anspruch auf das Enthusiasten-Segment, sowieso nicht besonders sinnig – für dieses Segment benötigt Apple nur sehr wenige Grafikkarten, da lohnt keine exklusive Hardware.

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