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AMDs neue FX-Prozessoren kommen mit anscheinend günstigem Preispunkt

Gemäß der chinesischen VR-Zone wird AMD die zum 23. Oktober zu erwartenden neuen FX-Prozessoren auf Basis der Piledriver-Rechenkerne mit recht günstigen Preispunkten ins Rennen schicken: Das Spitzenmodell FX-8350 soll für nur 199 Dollar Listenpreis angesetzt werden, was klar niedriger liegt als die 245 Dollar Listenpreis des FX-8150 zum seinerzeitigen Launch der originalen Bulldozer-Prozessoren. Mit diesem niedrigen Preispunkt verbessert AMD nicht nur seine Marktchancen für die neuen FX-Prozessoren, sondern geht auch einem Duell mit den schnellsten Ivy-Bridge-Modellen von Intel aus dem Weg, welche preislich deutlich höher angesetzt sind.

AMD Intel
205$ Core i5-3570  (4C, 3.4/3.8 GHz)
(8C, 4.0/4.2 GHz)  FX-8350 199$
184$ Core i5-3470  (4C, 3.2/3.6 GHz)
182$ Core i5-3330  (4C, 3.0/3.2 GHz)
(8C, 3.5/4.0 GHz)  FX-8320 175$
138$ Core i3-3240  (2C+HT, 3.4 GHz)
(6C, 3.5/4.1 GHz)  FX-6300 135$
(4C, 3.8/4.0 GHz)  FX-4300 125$
117$ Core i3-3220  (2C+HT, 3.3 GHz)

So dürften die primären Intel-Counterpart des Achtkerners FX-8350 der Core i5-3570 mit einem Listenpreis von 205 Dollar sowie der Core i5-3470 mit einem Listenpreis von 184 Dollar sein – beides Modelle ohne HyperThreading und auch ohne freigeschaltetem Multiplikator. Der etwas taktschwächere Achtkerner FX-8320 mit einem prognostiziertem Listenpreis von 175 Dollar dürfte es dagegen mit dem Core i5-3330 zu einem Listenpreis von 182 Dollar zu tun bekommen. Der Sechskerner FX-6300 zu einem Listenpreis von 135 Dollar sowie der Vierkerner FX-4300 zu einem Listenpreis von 125 Dollar dürften dann wohl nur mit Intels Zweikernern vergleichbar sein: Core i3-3240 zu einem Listenpreis von 138 Dollar sowie Core i3-3220 zu einem Listenpreis von 117 Dollar werden hier die entsprechenden Intel-Counterparts sein.

Insbesondere an der Leistungsspitze geht AMD damit den gefährlichen Gegnern in Form der Vierkern-Modelle mit HyperThreading und freiem Multiplikator automatisch aus dem Weg – zumindest so lange, wie die Hardware-Tester diese Preislage auch bei ihren Tests berücksichtigen und nicht gerade den Core i7-3770K oder gar den Core i7-3960X gegen den FX-8350 stellen. Sobald der FX-8350 dann noch eine Performance im Rahmen der Erwartungen hinlegt – sprich, zwischen 10 und 15 Prozent Mehrperformance gegenüber dem FX-8150 – dürfte dies ausreichend sein, um in der Anwendungs-Performance etwas schneller als der Core i5-3570 herauszukommen. Bei der Spiele-Performance wird AMD jedoch so oder so weiterhin zurückhängen, hier ist der Abstand zu Intel einfach (viel) zu groß.