27

Hardware- und Nachrichten-Links des 27. April 2020

Von ComputerBase und TechPowerUp kommen erste Tests zur GeForce GTX 1650 GDDR6, der mittels GDDR6-Speicher etwas verbesserten Ausführung der GeForce GTX 1650. Hierbei gibt es nominell immerhin +50% mehr Speicherbandbreite, was aber in der Praxis sicherlich durch die um ca. -5% geringere Rechenleistung auf weiterhin demselben Power-Limit ausgebremst werden dürfte. Im Test befand sich beiderseits ein leicht werksübertaktetes Modell von Gigabyte, welches allerdings mit dem nominellen Power-Limit von 75 Watt lief, ergo nur minimal schneller als eine Karte auf Referenztaktung sein sollte. Bei TechPowerUp reicht dies für einen Performancesprung gegenüber der GDDR5-Ausführung von 7-8%, während die ComputerBase +7,5% für die (werksübertaktete) Gigabyte-Karte sowie +4,9% für eine auf Referenztaktung laufende Karte ermittelte. Es läuft damit alles darauf hinaus, das der allererste Test zur GDDR6-Ausführung der GeForce GTX 1650 (mit +6,1% Performanceplus) schon richtig lag und das man jene Einsteiger-Lösung somit auf einen FullHD Performance-Index von 480% festsetzen kann.

GeForce GTX 1650 GDDR5 GeForce GTX 1650 GDDR6 GeForce GTX 1650 Super
Chipbasis nVidia TU117 nVidia TU117 nVidia TU116
Technik 2 Raster-Engines, 14 Shader-Cluster, 896 Shader-Einheiten, 56 TMUs, 32 ROPs, 1 MB Level2-Cache, 128 Bit GDDR5-Interface (Salvage) 2 Raster-Engines, 14 Shader-Cluster, 896 Shader-Einheiten, 56 TMUs, 32 ROPs, 1 MB Level2-Cache, 128 Bit GDDR6-Interface (Salvage) 3 Raster-Engines, 20 Shader-Cluster, 1280 Shader-Einheiten, 80 TMUs, 32 ROPs, 1 MB Level2-Cache, 128 Bit GDDR6-Interface (Salvage)
Speicherausbau 4 GB GDDR5 4 GB GDDR6 4 GB GDDR6
Taktraten 1485/1665/4000 MHz (DDR) 1410/1590/3000 MHz (QDR) 1530/1725/3000 MHz (QDR)
Rohleistungen 3,0 TFlops & 128 GB/sec 2,8 TFlops & 192 GB/sec 4,4 TFlops & 192 GB/sec
off. Verbrauch 75W (GCP) 75W (GCP) 100W (GCP)
FHD Perf.Index 450% 480% 610%
Release 23. April 2019 April 2020 22. November 2019

Interessanterweise fehlt nVidia damit weiterhin ein echtes Gegenangebot zur leicht stärkeren Radeon RX 570 (Perf.Index 520%) – aber vermutlich ist die GeForce GTX 1650 GDDR6 auch überhaupt nie in diese Richtung hin geplant gewesen, soll hiermit nur die bisherige GeForce GTX 1650 GDDR5 ersetzt werden. Die GeForce GTX 1650er Serie ist zwar im deutschen Retail-Markt kein großer Verkaufsschlager (im OEM-Segment kann dies anders aussehen), allerdings muß nVidia angesichts des Auslauf-Status der dort stark verkauften Radeon RX 500 Serie auch wahrscheinlich gar nicht viel tun – sondern kann einfach darauf warten, das diesbezüglich die Zeit zugunsten von nVidia spielt. Im deutschen Retail-Handel sind die Händlernotierungen zur Radeon RX 500 Serie indes deutlich rückläufig, gehen teilweise auch die Preise schon nach oben (eine Folge des Ausbleibens günstiger Nachlieferungen) und läuft AMD durchaus in Gefahr, dieses bislang gut gehende Marktsegment demnächst fast ersatzlos an nVidia abzugeben.

der8auer hat sich auf YouTube angesehen, wie ein 2010er Quad-SLI-System heutzutage noch mitspielen kann. Hierzu wurden vier GeForce GTX 580 Karten in den Verbund gesteckt (einzeln Perf.Index 280%) und mit GeForce GTX 1050 Ti (Perf.Index 360%) sowie GeForce GTX 1650 GDDR5 (Perf.Index 450%) verglichen. Nominell wäre dies ein suboptimaler Vergleich, denn eigentlich sollte das Quad-SLI-Gespann in Richtung der dreifachen Performance einer einzelnen Karte gehen. In der Praxis wird dies aber nicht im Ansatz erreicht und kommt selbst unter skalierenden Benchmarks bestenfalls eine Performancesteigerung um ca. +75% heraus – was für ein Dual-SLI-Gespann eine ordentliche Skalierung wäre, für ein Quad-SLI-Gespann allerdings arg dürftig ist. Aber natürlich wird die GeForce GTX 580 in der Praxis wegen ihres geringen Grafikkartenspeichers (1,5 GB) immer wieder an Limitationen unter heutigen Spielen stoßen – hinzukommend dann noch die (vielen) Spieletitel, welche überhaupt nicht mehr mit SLI funktionieren wollen. Das Thema des originalen SLIs hat sich augenscheinlich erledigt, auch wenn nVidia derzeit offiziell noch daran festhält.

GeForce GTX 580 GeForce GTX 1050 Ti GeForce GTX 1650 4x GeForce GTX 580
3DMark13 FireStrike 4476 6934 9310 7764  (+73%)
CS:GO  (FullHD @ "High") 141 fps 183 fps 198 fps 248 fps  (+76%)
Fortnite  (FullHD @ "High") 42 fps 65 fps 98 fps 40 fps
PUBG  (FullHD @ "Mid") 49 fps 67 fps 79 fps 44 fps
gemäß der Ausführungen von der8auer @ YouTube

Dabei wäre SLI aus heutiger Sicht auch eher kontraproduktiv im Sinne der Grafikchip-Entwickler selber: Denn wenn man weiterhin funktionierendes Multichip-Rendering bieten würde, könnten die Grafikkarten-Käufer somit sehr einfach die Performance der nächsten und übernächsten Grafik-Generation erreichen – und würden somit ihre Alt-Beschleuniger weiter pflegen, anstatt neu zu kaufen. Diese Problematik gab es zwar früher auch schon, aber jene wurde seinerzeit stark abgemildert durch eine schnelle Weiterentwicklung der Grafik-Beschleuniger bezüglich Performance, Feature-Set und Speichermengen. Damit wurden nominell potente Multichip-Systeme ziemlich fix unmodern, lohnten sich auch seinerzeit eher nur für kurzfristig denkende Käufer. Heuer nun mit den vergleichsweise zähen Fortschritten (speziell bei der Turing-Generation) würden (funktionierende) SLI- und CrossFire-Kombinationen dann jedoch jahrelang ihre Klasse (grob) halten können – deren Besitzer also nicht zum Neukauf animieren, sondern eher davon abhalten. So gesehen wäre es sogar ein geschäftliches Waagnis von AMD & nVidia, überhaupt noch (funktionierendes) SLI & CrossFire aufzubieten – eine Frage, die sich aufgrund des weitgehend zusammengebrochenen Spieleentwickler-Supports hierfür aber sowieso nicht mehr stellt.

Der Microsoft-Store notiert die offiziellen PC-Systemanforderungen für "Gears Tactics", des am 28. April in den Handel gehenden rundenbasierten Taktik-Spiels im Gears-Universum. Der Titel der Spieleentwickler von "Splash Damage" und "The Coalition" basiert auf der Unreal Engine 4 und bringt faktisch erneut die Hardware-Anforderungen von Gears 5 mit sich – obwohl es sich spielerisch um reichlich voneinander abweichende Spieletitel handelt. Das Minimum ist mit Core i3-6000 oder FX-6000 samt GeForce GTX 750 Ti oder Radeon R7 260X inzwischen schon von Einsteiger-PCs zu stemmen, selbst die Hardware-Empfehlung mit Core i5-8000 oder Ryzen 3 samt GeForce GTX 970 oder Radeon RX 570 nicht wirklich herausfordernd für halbwegs frische Gaming-PCs. Die wie gesagt identischen Hardware-Anforderungen konnten dann seinerzeit bei Gears 5 unter entsprechenden Benchmarks als "zutreffend" bestätigt werden – allenfalls unter höheren Auflösungen zog der Performance-Bedarf merkbar an, was demzufolge auch im Fall von Gears Tactics noch gegenzuprüfen wäre.

offizielle PC-Systemanforderungen zu "Gears Tactics"
Minimum Empfohlen
OS Windows 10 64-Bit (v1903), DirectX 12 (Hardware-Level 11), 45 GB Festplatten-Platzbedarf
CPU Core i3-6000 Serie oder FX-6000 Serie Core i5-8000 Serie oder Ryzen 3 Serie
Speicher 8 GB RAM & 2 GB VRAM 8 GB RAM & 4 GB VRAM
Gfx GeForce GTX 750 Ti oder Radeon R7 260X GeForce GTX 970 oder Radeon RX 570
Von ComputerBase und TechPowerUp kommen erste Tests zur GeForce GTX 1650 GDDR6, der mittels GDDR6-Speicher etwas verbesserten Ausführung der GeForce GTX 1650. Hierbei gibt es nominell immerhin +50% mehr Speicherbandbreite, was aber in der Praxis sicherlich durch die um ca. -5% geringere Rechenleistung auf weiterhin demselben Power-Limit ausgebremst werden dürfte. Im Test befand sich beiderseits ein leicht werksübertaktetes Modell von Gigabyte, welches allerdings mit dem nominellen Power-Limit von 75 Watt lief, ergo nur minimal schneller als eine Karte auf Referenztaktung sein sollte. Bei TechPowerUp reicht dies für einen Performancesprung gegenüber der GDDR5-Ausführung von 7-8%, während die ComputerBase +7,5% für die (werksübertaktete) Gigabyte-Karte sowie +4,9% für eine auf Referenztaktung laufende Karte ermittelte. Es läuft damit alles darauf hinaus, das der allererste Test zur GDDR6-Ausführung der GeForce GTX 1650 (mit +6,1% Performanceplus) schon richtig lag und das man jene Einsteiger-Lösung somit auf einen FullHD Performance-Index von 480% festsetzen kann.





GeForce GTX 1650 GDDR5
GeForce GTX 1650 GDDR6
GeForce GTX 1650 Super




Chipbasis
nVidia TU117
nVidia TU117
nVidia TU116


Technik
2 Raster-Engines, 14 Shader-Cluster, 896 Shader-Einheiten, 56 TMUs, 32 ROPs, 1 MB Level2-Cache, 128 Bit GDDR5-Interface (Salvage)
2 Raster-Engines, 14 Shader-Cluster, 896 Shader-Einheiten, 56 TMUs, 32 ROPs, 1 MB Level2-Cache, 128 Bit GDDR6-Interface (Salvage)
3 Raster-Engines, 20 Shader-Cluster, 1280 Shader-Einheiten, 80 TMUs, 32 ROPs, 1 MB Level2-Cache, 128 Bit GDDR6-Interface (Salvage)


Speicherausbau
4 GB GDDR5
4 GB GDDR6
4 GB GDDR6


Taktraten
1485/1665/4000 MHz (DDR)
1410/1590/3000 MHz (QDR)
1530/1725/3000 MHz (QDR)


Rohleistungen
3,0 TFlops & 128 GB/sec
2,8 TFlops & 192 GB/sec
4,4 TFlops & 192 GB/sec


off. Verbrauch
75W (GCP)
75W (GCP)
100W (GCP)


FHD Perf.Index
450%
480%
610%


Release
23. April 2019
April 2020
22. November 2019