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nVidias nächste Mainstream- und Midrange-Grafikkarten kommen frühestens nächstes Jahr

Die chinesische Webseite PCOnline (maschinelle Übersetzung ins Deutsche) hat bei einer Asus-Veranstaltung zu nVidias Turing und den GeForce RTX Grafikkarten aus den Asus-Verantwortlichen interessante Aussagen zum weiteren Werdegang der Turing-Generation hervorlocken können. Erst einmal bestätigt man das, was sich aufgrund nVidia-Aussagen und der aktuellen Preissituation schon andeutet: Pascal & Turing stehen dieses Jahr gemeinsam im Markt – auch und vor allem, weil es eigentlich kaum Berührungspunkte zwischen beiden Grafikkarten-Generationen gibt. Denn die Preise der Turing-Beschleuniger sind in der Praxis ausreichend hoch, um alles bis sogar einschließlich der GeForce GTX 1080 überhaupt nicht zu tangieren – und die GeForce GTX 1080 Ti als die real einzige Karte mitten im Turing-Preisfeld hat ihre eigenen Vorteile, kann faktisch problemlos (bis zum Auslauf) weiterverkauft werden. Die viel wichtigere Aussage ist aber natürlich jene zu Mainstream- und Midrange-Beschleunigern innerhalb der Turing-Generation bzw. der GeForce 20 Serie – hier als "60er und 50er Grafikkarten" bezeichnet: Jene erwartet man nicht vor nächstem Jahr.

Herr Yang Chenghan hat klargemacht, dass RTX- und GTX-Grafikkarten zumindest in diesem Jahr in einer Parallelbeziehung stehen werden. Die nächste Generation von 60er und 50er Grafikkarten wird frühestens im nächsten Jahr erscheinen. Herr Zhang Nan fügte hinzu, dass die Grafikkarten der RTX-Serie am ehesten die Modelle GTX1080Ti und GTX1080 betreffen, aber diese beiden Modelle sehr gut und fast ausverkauft sind, so dass die Auswirkungen des RTX-Launchs nicht groß sind. In Bezug auf die RTX 2070 Grafikkarte gab Asus an, dass jene erst Ende Oktober erhältlich sein wird und der Preis von GTX1070 und GTX1070Ti wahrscheinlich nicht im gleichen Bereich liegt, so dass die Grafikkarten-Serien GTX und RTX zumindest in diesem Jahr nicht in Konflikt geraten.
Quelle:  Asus gegenüber PCOnline, automatisch durch Google übersetzt und nachfolgend noch (geringfügig) manuell ausgebessert

Dies bedeutet, daß das komplette Angebotsspektrum unterhalb der GeForce RTX 2070 für dieses Jahr nicht mehr (neu) bedient wird, sondern weiterhin in den Händen der bisherigen GeForce 10 Serie auf Pascal-Basis bleibt. Die Betonung von "frühestens" nächstes Jahr deutet vielleicht auch an, das man sich nicht wirklich auf einen Jahresanfangs- oder Frühlings-Release von GeForce RTX/GTX 2050 & GeForce RTX/GTX 2060 einstellen sollte. Das ganze hört sich vielmehr eher so an, als würde da noch überhaupt nichts im Busch sein und entsprechende neue Grafikkarten noch lange auf sich warten lassen. Dies kommt allerdings nicht gänzlich überraschend, denn so wie Turing konzipiert ist, hat nVidia mit den kleineren Karten unterhalb der GeForce RTX 2070 nur die Wahl zwischen mehreren suboptimalen Möglichkeiten: Weitere Turing-basierte Beschleuniger wären die einfachste Wahl, würden jedoch das Problem mitbringen, das RayTracing auf solcherart kleineren Grafikchips kaum wirklich auch Touren kommen kann (selbiges ist schließlich schon bei der GeForce RTX 2070 zu bezweifeln), dafür aber die Grafikchips ziemlich aufbläht. Die Zwischenlösung von Turing-basierten Grafikchips jedoch ohne RayTracing-Funktionalität (ähnlich wie bei der Volta-Architektur) erscheint da eher gangbar, dürfte aber dennoch für größerwerdende Grafikchips sorgen.

Am einfachsten wäre hingegen die Weiterverwendung der Pascal-Architektur in der einen oder anderen Form: Man könnte neue Grafikchips auf Basis dieser Architektur auflegen, welche vergleichsweise schlank daherkommen – aber natürlich dann nicht die neuen Turing-Features abseits RayTracing tragen. Alternativ könnte man auch die vorhandenen Pascal-Grafikchips zu neuen Grafikkarten benutzen, eine solche Lösung kommt allerdings wegen der dabei herauskommenden Rebranding- oder Refresh-Lösungen niemals wirklich gut an. Denkbar wäre letztlich auch, das man einfach gar nichts tut und die vorhandenen Pascal-Beschleuniger bis zum Auftauchen der nachfolgenden 7nm-Generation weiterverkauft – was sich dann allerdings bezogen auf Mainstream- und Midrange-Segment sicherlich bis ins Jahr 2020 hinziehen würde und damit nicht besonders wahrscheinlich ist. Am Ende ist keiner dieser Auflösungen wirklich perfekt, weil in jedem Fall die obligatorische Zielsetzung der technischen Durchsetzung der Turing-Architektur mit der vorhandenen Fertigungstechnologie kaum zu erreichen ist. Erst mit der nachfolgenden 7nm-Fertigung wird durch deren geschrumpfte Strukturen so viel Platz auf dem Grafikchip-Die frei, auf das man entsprechend mächtige RayTracing-Einheiten verbauen kann, so das es dann auch zu RayTracing-Funktionalität für Mainstream- und Midrange-Beschleuniger reichen dürfte.

Unter all den vorstehenden Möglichkeiten erscheint uns die Auflösung einer Fortsetzung der Turing-Generation mit Turing-Features, aber ohne RayTracing am wahrscheinlichsten – denn RayTracing kann nVidia bei den kleineren Grafikchips derzeit nicht bringen, dies wäre nutzlose Chipfläche und würde nVidia zudem medial um die Ohren fliegen (wegen der damit erreichbaren viel zu geringen RayTracing-Performance). Kleinere Turing-Grafikchips ohne RayTracing würden dann ergo alle Architektur-Features von Turing tragen, nur eben erleichert um den RT-Core sowie (eventuell) auch die Tensor-Cores sein. Dies ergibt immer noch einigermaßen größere Grafikchips, aber es hält sich dann noch im Rahmen – gerade wenn nVidia hierbei möglicherweise auf ein besseres Fertigungsverfahren wartet und/oder das ganze (wie bei GP107 & GP108) dann bei Samsung fertigen läßt. Rein spekulativ gedacht, könnte nVidia hierbei die Grafikchips TU116 und TU117 für die Grafikkarten GeForce GTX 2060 (Midrange) und GeForce GTX 2050 (Mainstream) auflegen (als "GTX" verkauft, da ohne RayTracing), welche wie die bisherigen Turing-Beschleuniger grob +40% Mehrperformance auf ihre jeweiligen Vorgänger oben drauf legen sollten. Sobald es allerdings wirklich eine kleinere Fertigung als TSMCs 12nm-Prozeß wird, dürfte hiermit kaum vor Jahresmitte 2019 zu rechnen sein, eher später als früher.

Pascal Turing Differenz Terminlage
Enthusiast GP102
471mm², 3840 SE @ 384 Bit GDDR5X
GeForce GTX 2080 Ti & Titan Xp
TU102
754mm², 4608 SE @ 384 Bit GDDR6
GeForce RTX 2080 Ti
grob +40% Performance
RayTracing
DLSS
TU102: 20. Sept. 2018
HighEnd GP104
314mm², 2560 SE @ 256 Bit GDDR5X
GeForce GTX 1070, 1071 Ti & 1080
TU104
545mm², 3072 SE @ 256 Bit GDDR6
GeForce RTX 2080
TU106
445mm², 2304 SE @ 256 Bit GDDR6
GeForce RTX 2070
grob +40% Performance
RayTracing
DLSS
TU104: 27. Sept. 2018
TU106: Ende Oktober 2018
Midrange GP106
200mm², 1280 SE @ 192 Bit GDDR5
GeForce GTX 1060
angenommen/spekulativ:
TU116 (oder "TU107"?)
~1536-1664 SE @ 192 Bit GDDR6
GeForce GTX 2060
grob +40% Performance
kein RayTracing
kein DLSS
TU116: Jahresmitte 2019
(Annahme)
Mainstream GP107
132mm², 768 SE @ 128 Bit GDDR5
GeForce GTX 1050 & 1050 Ti
angenommen/spekulativ:
TU117 (oder "TU108"?)
~896-1024 SE @ 128 Bit GDDR5
GeForce GTX 2050
grob +40% Performance
kein RayTracing
kein DLSS
TU117: Jahresmitte 2019
(Annahme)
Alle Angaben zu den kleineren Turing-Chips TU116 & TU117 sind derzeit rein spekulativ.
Die chinesische Webseite PCOnline (maschinelle Übersetzung ins Deutsche) hat bei einer Asus-Veranstaltung zu nVidias Turing und den GeForce RTX Grafikkarten aus den Asus-Verantwortlichen interessante Aussagen zum weiteren Werdegang der Turing-Generation hervorlocken können. Erst einmal bestätigt man das, was sich aufgrund nVidia-Aussagen und der aktuellen Preissituation schon andeutet: Pascal & Turing stehen dieses Jahr gemeinsam im Markt - auch und vor allem, weil es eigentlich kaum Berührungspunkte zwischen beiden Grafikkarten-Generationen gibt. Denn die Preise der Turing-Beschleuniger sind in der Praxis ausreichend hoch, um alles bis sogar einschließlich der GeForce GTX 1080 überhaupt nicht zu tangieren - und die GeForce GTX 1080 Ti als die real einzige Karte mitten im Turing-Preisfeld hat ihre eigenen Vorteile, kann faktisch problemlos (bis zum Auslauf) weiterverkauft werden. Die viel wichtigere Aussage ist aber natürlich jene zu Mainstream- und Midrange-Beschleunigern innerhalb der Turing-Generation bzw. der GeForce 20 Serie - hier als "60er und 50er Grafikkarten" bezeichnet: Jene erwartet man nicht vor nächstem Jahr.


Herr Yang Chenghan hat klargemacht, dass RTX- und GTX-Grafikkarten zumindest in diesem Jahr in einer Parallelbeziehung stehen werden. Die nächste Generation von 60er und 50er Grafikkarten wird frühestens im nächsten Jahr erscheinen. Herr Zhang Nan fügte hinzu, dass die Grafikkarten der RTX-Serie am ehesten die Modelle GTX1080Ti und GTX1080 betreffen, aber diese beiden Modelle sehr gut und fast ausverkauft sind, so dass die Auswirkungen des RTX-Launchs nicht groß sind. In Bezug auf die RTX 2070 Grafikkarte gab Asus an, dass jene erst Ende Oktober erhältlich sein wird und der Preis von GTX1070 und GTX1070Ti wahrscheinlich nicht im gleichen Bereich liegt, so dass die Grafikkarten-Serien GTX und RTX zumindest in diesem Jahr nicht in Konflikt geraten.
Quelle:  Asus gegenüber PCOnline, automatisch durch Google übersetzt und nachfolgend noch (geringfügig) manuell ausgebessert