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nVidia prognostiziert die 4K-Performance von Turing mit +47-50% gegenüber Pascal

Auf der GPU Technology Conference (GTC) Japan hat nVidia gestern weitere Präsentationsfolien mit Performance-Zielsetzungen zur anstehenden Turing-Generation gezeigt. Jene offerieren einen fps-Schnitt der Turing-Grafikkarten GeForce RTX 2080 & 2080 Ti gegenüber ihren jeweiligen Vorgängern aus den Pascal- und Maxwell-Generationen unter der UltraHD-Auflösung, einmal ohne und einmal mit der neuen DLSS-Kantenglättung. Die Angaben zu DLSS sind natürlich kaum verwendbar, bevor nicht klar ist, mit welcher Bildqualität DLSS antritt bzw. mit welchem anderen Kantenglättungs-Verfahren nVidia selbiges vergleicht. Genaue Zahlenangaben gibt es zudem nicht und das ganze erscheint auch ziemlich schematisch gedacht – aber wenn man die sich aus den Grafiken ergebenden Pixelabstände in fps-Zahlen umrechnet, dann verspricht nVidia hiermit indirekt einen Performancesprung unter UltraHD bzw. 4K bei der GeForce RTX 2080 gegenüber der GeForce GTX 1080 von +50% bzw. bei der GeForce RTX 2080 Ti gegenüber der GeForce GTX 1080 Ti von noch +47%.

nVidia GeForce RTX 2080 & 2080 Ti 4K-Performance
nVidia GeForce RTX 2080 & 2080 Ti 4K-Performance
nVidia GeForce RTX 2080 & 2080 Ti 4K-Performance (mit DLSS)
nVidia GeForce RTX 2080 & 2080 Ti 4K-Performance (mit DLSS)

Kleinere Abweichungen hierzu in der Realität wären dann allein schon wegen der Ungenauigkeit der Darstellungsform einzukalkulieren. Im Endeffekt entspricht diese neue Angabe jedoch grob der allerersten Performance-Prognose seitens nVidia, mittels welcher man eine UltraHD/4K-Mehrperformance zwischen GeForce RTX 2080 und GeForce GTX 1080 von +47% versprochen hatte. Ob sich diese Performance-Versprechen seitens nVidia in der Praxis erweisen können, ist dagegen eher vakant, die ersten Benchmark-Leaks – No.1 & No.2 – sehen vielmehr Performancegewinne von nur +36% bis +37,5% zwischen GeForce RTX 2080 Ti und GeForce GTX 1080 Ti, also um gut 10 Prozentpunkte niedriger angesiedelt. Hier könnte es sicherlich von der Benchmark-Auswahl und den angesetzten Bildqualitätssettings abhängen, in welche Richtung das Pendel letztlich ausschlägt. Auch haben größere Benchmark-Sets dann viel eher die Chance, einen soliden Mittelwert zur Turing-Performance abzugeben – hoffentlich haben die Hardwaretester ausreichend Zeit dafür. Vermutlich sind diese Performance-Prognosen seitens nVidia somit doch etwas zu hoch angesetzt, da deren Skalierung beachtbar höher ausfällt als gemäß des 3DCenter UltraHD Performance-Index.

Maxwell Pascal Turing Differenz
Enthusiast GeForce GTX 980 Ti
nVidia-Angabe: Ø 28 fps
3DC 4K Perf.Index: 100%
GeForce GTX 1080 Ti
nVidia-Angabe: Ø 51 fps
3DC 4K Perf.Index: 175%
GeForce RTX 2080 Ti
nVidia-Angabe: Ø 75 fps
3DC 4K Perf.Index: ~235-250%
nVidia-Angabe: +47%
(1080Ti zu 2080Ti)
HighEnd GeForce GTX 980
nVidia-Angabe: Ø 16 fps
3DC 4K Perf.Index: 77%
GeForce GTX 1080
nVidia-Angabe: Ø 40 fps
3DC 4K Perf.Index: 132%
GeForce RTX 2080
nVidia-Angabe: Ø 60 fps
3DC 4K Perf.Index: ~178-185%
nVidia-Angabe: +50%
(1080 zu 2080)
basierend auf groben nVidia-Performanceangaben mittels einer Präsentationsfolie von der GTC Japan

Wie bekannt wird es die Benchmarks zu GeForce RTX 2080 & 2080 Ti am 19. September geben, dann fällt das diesbezügliche NDA. Der heutige 14. September wird hingegen wohl einige Artikel ergeben, welche sich der Turing-Architektur selber widmen werden. In dieser Frage gab es kürzlich schon zwei hochinteressante Leaks – No.1 & No.2 – wobei insbesondere letzterer schon gute Einblicke in das liefert, was nVidia mit der Turing-Architektur am Grafikchip-Design selber geändert hat. Dies läßt sich jedoch sicherlich noch einmal deutlich vertiefen, weitere Punkte der heute anstehenden Architektur-Artikel dürften bei den Feature-Verbesserungen der Turing-Architektur, RayTracing und Deep Learning Super Sample (DLSS) liegen. Die entsprechenden Artikel dürften wahrscheinlich irgendwann am heutigen Nachmittag erscheinen, typische nVidia-Launchzeitpunkte sind 6 Uhr oder 9 Uhr kalifornischer Zeit, was derzeit 15 Uhr bzw. 18 Uhr deutscher Zeit entsprichen würden.