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Umfrage-Auswertung: Wie oft läuft euer Gaming-Rechner auf niedrigen Lasten?

Bei einer Umfrage von Anfang April ging es um das Thema, wie oft Gaming-Rechner eigentlich auf niedrigen Lasten laufen – Idle-Zeiten, Video-Schauen, Surfen, Texte schreiben etc, aber eben keine echten Schlafmodi. Hierbei geht es um die Bestimmung der Wichtigkeit von Idle- und Niedriglast-Verbrauchswerten bei Gaming-PCs, welche zumeist mit sehr leistungsfähigen Prozessoren & Grafikkarten ausgerüstet sind. Bei jenen wird üblicherweise zuerst auf den Stromverbrauch im Gaming-Einsatz sowie anderen Volllast-Modi geschaut. Doch gemäß dem Ergebnis dieser Umfrage ist genauso auch der Stromverbrauch zu Idle- und Niedriglast-Zeiten relevant.

Denn Gaming oder andere Volllast-Tätigkeiten stellen für die meisten Umfrage-Teilnehmer den geringeren Anteil der Nutzungszeit dar. Nahezu zwei Drittel der Umfrageteilnehmer (63,6%) verbringt klar mehr die Hälfte der Zeit außerhalb des Volllast-Betriebs, wobei die Prozentwerte sogar zunehmen, je größer der Anteil der non-Volllast-Zeit ist. Nur bei einer Minderheit von 20,9% liegt der Vollast-Betrieb klar vor dem Niedriglast-Betrieb. Alle Nutzungsarten sind somit vertreten, aber die Mehrheit geht eben klar in Richtung von längeren Niedriglast-Phasen gegenüber Volllast-Phasen. Gemäß diesem Umfrage-Ergebnis läuft der durchschnittliche Gaming-Rechner somit zu ca. 61% der Nutzungszeit auf niedrigen Lasten, ergo zu ca. 39% auf hohen Lasten.

Die durchschnittliche Nutzungszeit des Niedriglast-Betriebs ist somit grob anderthalb mal so lang wie die durchschnittliche Nutzungszeit des Volllast-Betriebs. Aufgrund der (klar) niedrigeren Stromverbrauchswerte im Niedriglast-Betrieb wird somit der Stromverbrauch des Volllast-Betriebs weiterhin dominierend für die Stromrechnung sein. Aufgrund der längeren Nutzungszeit des Niedriglast-Betriebs ist jener diesbezüglich aber auch nicht ganz bedeutungslos, ganz besonders wenn es hier Anwendungsfälle gibt, wo unnötig zu viel Strom verschleudert wird. Am Volllast-Betrieb gibt es diesbezüglich oftmals wenig zu optimieren, aber im Niedriglast-Betrieb gibt es einige Fälle, wo unnötigerweise beim reinen YouTube-Abspielen, dem Anschluß mehrerer Monitore oder Monitore mit hohen Hertz-Raten der Stromverbrauch unnötig nach oben geht.

Das Ergebnis dieser Umfrage legt somit nahe, dass diese keineswegs unrelevante Punkte sind, sondern dass dem seitens der Hardwaretester sehr wohl nachgegangen werden sollte. Sobald da in bestimmten Niedriglast-Setups unnötig viel Strom verbraten wird, kann schließlich auch der Anteil des Niedriglast-Betriebs in der Insgesamtrechnung spürbar werden und somit die Stromrechnung (unnötig) belasten. Die früher übliche einfache Idlelast-Prüfung für Prozessoren und Grafikkarten ist somit eigentlich nur der Anfang. Ein diesbezüglich genauer Hardwaretest sollte vielmehr mehrere Niedriglast-Zustände überprüfen, um diesbezüglichen Auslassungssünden der Hersteller auf die Spur zu kommen. Dies hilft nicht nur bei der Produktbewertung, sondern sogar dem Hersteller, denn oftmals sind zu hohen Stromverbrauchswerte in einzelnen Niedriglast-Szenarien schlicht Fehler in der Treiber-Programmierung – welche nach deren Aufdeckung zumeist beseitigt werden können.